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Monthly Recap #14 – September 2017: Mit Veränderungen umgehen

Monthly Recap September 2017: Mit Veränderungen umgehen

Monthly Recap #14 – September 2017:
Mit Veränderungen umgehen

Der Übergang von Sommer auf Herbst zeigte sich diesmal besonders deutlich: Nicht nur die Jahreszeit veränderte sich, auch ich selbst musste mit Veränderungen umgehen lernen. Das war teilweise ziemlich schwierig, doch umso aufregender…

Erlebt/Gereist

In diesem vergangenen Monat habe ich die anstehende Veränderung so stark wie noch nie gespürt: Meine Selbstständigkeit hat Fahrt aufgenommen; ich musste mehr und mehr aus meiner Komfortzone herausspringen, um Preisverhandlungen zu führen, musste (teils unangenehme) Termine wahrnehmen und als Unternehmerin auftreten.

Zugleich galt es, einige unangenehme Gespräche im Brotjob zu händeln, wo es um verweigerte Urlaubstage und Arbeitszeugnisse geht. Das Thema ist noch nicht durch, aber mittlerweile bin ich über dem Status hinaus, mir deswegen noch Sorgen zu machen.

An einem Freitag Mitte des Monats zeigte sich trotzdem, dass zumindest mein Körper vorerst keine Lust mhr hätte, mit weiteren Veränderungen umgehen zu müssen: Ich hatte nach der Arbeit von einem Termin zum nächsten hetzen müssen (ich bin das nicht gewohnt!), um meine Eltern beim jährlichen Almabtrieb zu unterstützen. Dabei stürzte ich einer Kuh hinterher, die offensichtlich noch keine Lust hatte, die Bergwiesen zu verlassen (verständlich!).
Während sie darüber sprang, übersah ich die Felsspalte und fiel bis zum Oberschenkel hinein. Zwar bin ich aus eigener Kraft wieder herausgeklettert und konnte weiterlaufen, jedoch ziert meinen linken Oberschenkel nun ein blauer, geschwollener Fleck von der Größe zweier Handflächen.

Meine Energie verließ mich endgültig und ließ mich 14 Stunden schlafen (die Tage darauf konnte ich ohnehin kaum laufen).
Kennst du diese Momente, an denen du einfach fertig mit der Welt bist? Done?
Genau so fühlte sich das an.

Hinzu kommt, dass ich mich ja an das Projekt „zuckerfreie Ernährung“ gewagt habe.
Bisher habe ich es relativ strikt durchgezogen. Die ersten beiden Wochen waren überhaupt kein Problem.
Seit besagtem Freitag sank mein Energielevel jedoch gen Null – und hielt sich dort.
Ich verzichte nicht zu 100% auf Zucker, habe die Zuckerzufuhr allerdings stark reduziert. Obst esse ich seit dieser Woche wieder, um den neu eingesetzten Hunger auf Süßes entgegenzusetzen (… und weil es wieder Satsumas gibt, diese Mandarinenähnlichen Früchte, die super sauer schmecken <3 <3 <3) Trotzdem: Im Gegensatz zum letzten Sommer-Tief geht es mir gut. Ich bin glücklich und lasse mich von diesen kleinen Rückschlägen nicht ausbremsen, sondern lache sie weg.

Instagram-Recap

Das Leben hatte mich so im Griff, dass die Lust an Instagram im September ziemlich weg war. Ich kann nicht einmal genau sagen, wieso, denn ich habe bisher so viele wahnsinnig tolle Frauen darüber kennengelernt, deren Beiträge ich gerne verfolge. Im Moment mache ich die App allerdings kaum noch auf.
Möglicherweise ist es so eine Art „Sortierungs-Phase“. Ich muss mir klar werden, wie ich meine Accounts führen möchte und vorallem, wie ich sie organisiere. Falls unter meinen Lesern jemand mehrere Insta-Accounts führt – wie machst du das am effizientesten?

Monthly Recap September 2017 - Instagram Zusammenfassung mit Reisefotos aus Japan, motivierenden Zitaten und dem Achensee in Tirol
Instagram @zentreasures.de

Highlight des Monats & Stolz darauf

Wenn Menschen, auf deren Meinung du besonders Wert legst, dich bestätigen.
Und – wenn Menschen, von denen es du es nicht dachtest, zeigen, dass sie dich mögen.
Nachvollziehbar, oder?

Außerdem durfte ich an einem besonderen Interview teilnehmen: Janina von lebensbeat – eine Bloggerin, deren Artikel ich sehr schätze – stellte mir nämlich 5 Fragen über Selbstliebe. Klicke hier, um den Beitrag zu lesen.

Geweint… und Gelacht

Wie schon angesprochen, war der September diesmal eine Berg- und Talfahrt sondergleichen.
Vielleicht lag es an der #zuckerfrei Challenge und der dadurch fehlenden Energie…
Vielleicht an den vielen kleinen Veränderungen, die mich sicherheitsliebenden, introvertierten Menschen teils ganz schön aus der Bahn warfen. Jedenfalls war ich extrem dünnhäutig, oft unsicher und emotional.

Geweint…
Ich hatte einem Termin im Arbeitsamt, der schlicht ernüchternd war.
„Mit Ihrer Ausbildung müssen Sie wieder ins Büro gehen! Da brauchen Sie sich doch nicht selbstständig zu machen.“
Da saß dieser Berater, schmetterte meine Pläne sofort ab, drückte mir Vermittlungsvorschläge für verschiedene Bürostellen in die Hand – und ich saß gegenüber, wie das klassische Häufchen Elend, unfähig, ihm Widerworte entgegenzubringen.

Danach – saß ich 15 Minuten im Auto und heulte.

Dabei war mir bewusst, dass die Arbeitsagentur so reagieren würde. Schließlich ist es ihre Aufgabe, jemanden in eine neue Festanstellung zu vermitteln und nicht die Unterstützung für Gründer spielen zu spielen. Trotzdem.

und Gelacht
Ein paar Tage später saß ich erneut in einem Beratungs-Gespräch, diesmal bei der IHK.
„Ich bin so unsicher, ob das Geld reichen wird…“
„Wollen Sie diese Selbstständigkeit denn um jeden Preis?“ – „… Ja.“ – „Da haben Sie ihre Antwort.“

Ich wurde dort in meinen Plänen so bestätigt, dass ich nur noch lachen konnte.

(Zuvor hatte ich übrigens 4 Stunden Kinder-Betreuung im Brotjob hinter mir, stand dann im Stau, kam zu spät und steckte schließlich im Fahrstuhl fest. Kein Witz. KEIN WITZ.
Auch das war wieder so ein Moment im letzten Monat, in dem ich mir dachte „Scheiß drauf, ist jetzt auch egal.“ – und es weglachte. Hat funktioniert.)

Mit Veränderungen umgehen

Geklickt

Immer wieder die #blogmuse Kategorie auf Mohntage, sowie den Blog von Janneke, Blog Your Thing. Beide liefern wertvolle Tipps und Anleitungen für Blogger, die eine Selbstständigkeit aufbauen wollen.

Gelesen

Ziemlich viel!
Louise Hay’s Buch Du kannst es!*, um mich besser in das Thema Affirmationen einzufinden.
Frau Hay ist Anfang des Monats verstorben – umso wertvoller sind ihre Werke dadurch für mich geworden. Ich bin immer noch nicht mit Affirmationen warm geworden. Dennoch möchte ich ihnen jetzt nochmal eine Chance geben…

Das Café am Rande der Welt* von John Strelecky, das im Moment ja ziemlich gehypt wird.
Bis zur Hälfte fand ich das Buch… total seltsam. Ich bin nicht in die Geschchte hineingekommen, fand die Methaphern blöd und fragte mich dauernd, ob der Autor mich verarschen will.

Der Rest war dann aber besser und im letzten Drittel konnte das Buch mich wirklich mitreissen. Trotzdem: Den Hype ist es nicht wert. Oder?

Wenn ich viele Ratgeber lese, brauche ich Abwechslung in Form von richtigen Geschichten.
Derzeit läuft meist ein Podcast oder Hörbuch im Hintergrund, wenn ich zuhause arbeite. Im September habe ich „Ein ganz neues Jahr“, den 2. Teil von Jojo Moyes‘ „Ein ganzes halbes Jahr“ gehört – und wurde ziemlich gefesselt! So ein schönes Buch! (Und auch die Sprecherin hat mich beeindruckt – es ist die deutsche Stimme von Scarlett Johansson!)
Ich höre Hörbücher bisher kostenlos auf Spotify. Hier findest du „Ein ganz neues Jahr“.

Außerdem greife ich zwischendurch immer wieder zu Keas Lyrikband „Poetische Zeiten„, um abzutauchen, zu träumen und den Kopf voller schöner Worte zu bekommen.

Geträumt

Von Island. Immer wieder von Island.
Ich kriege die Insel nicht aus meinem Kopf. Spätestens zu meinem Geburtstag im März will ich wieder dort sein. Gerne früher…

Inspiriert hat mich besonders

Dieser Beitrag von „Schreibsuchti“ Walter Epp.
Er räumt damit mit der ewigen „Ohne Talent hast du eh keine Chance“-Lüge auf – und nach diesem Post willst du sofort loslegen und schreiben, schreiben, schreiben.
… Was für ein Aufrüttler!

Word Count

Trotz dem eben erwähnten Blogartikel, nur 487. (Und selbst die wären ohne diesen Artikel vermutlich nicht entstanden.)
Andere Dinge haben derzeit Priorität – und das ist okay. Spätestens ab November will ich mir feste Schreibzeiten nehmen und jeden Tag mindestens 30 Minuten für den Roman aufbringen.

Schreibst du regelmäßig? Hast du Tipps, um das Schreiben, zu einem täglichen Ritual zu machen?

Zitat des Monats

Sometimes the smallest step in the right direction ends up being the biggest step of your life.


Manchmal ist der kleinste Schritt in die richtige Richtung der, der für dich zum bisher größten Schritt deines Lebens wird.

Bestes Beispiel: Meine Unternehmenswebsite, die ich Anfang September gelauncht habe, und über die bisher schon mehrere Anfragen reingekommen sind. Ich hatte absolut nicht damit gerechnet und doch – die Anfragen kamen. Interessanterweise alle von bisherigen Bloglesern.
Für mich war es selbstverständlich, eine Firmenwebsite online zu stellen. Es war der kleine Schritt, der in die richtige Richtung führt.

Vielleicht möchtest du deine Zeichnungen oder Fotografien schon lange einmal einem Publikum präsentieren? Dann ist es an der Zeit, sie bei DeviantArt oder auf einem persönlichen Portfolio auszustellen!
Hast du schon einen ganzen Schwung handgemachter Häkeleien zuhause liegen? Wieso nicht den Schritt tun und dich bei einem Onlne-Marktplatz wie DaWanda oder Etsy anmelden und sie dort zum Verkauf anbieten?
Willst du deine Gabe in die Welt hinaustragen? Warum dann nicht damit starten und sie in Form eines spontanen Podcasts oder Videos online bringen?

Das braucht Überwindung.
Diese Schritte sind aber so klein, dass nichts schief gehen kann, wenn du sie gehst!
Was ist das Schlimmste, was passieren könnte? Dass niemand dein Werk sieht? Das dachte ich auch. Und doch sind bereits drei Anfragen auf meiner völlig unbekannten Website eingetrudelt. Für mich hat sich der Aufwand schon jetzt mehr als gelohnt. Probier es! <3

Meistgeklickter Post auf ZENtreasures

Weiterhin der mit Abstand populärste Beitrag auf ZENtreasures: Wie du dein Ikigai findest – den Grund, morgens aufzustehen. Wurde ich irgendwo verlinkt und habe davon nichts mitbekommen?! 🙂

Btw. Ich plane, neue Beiträge zukünftig nicht mehr dienstags zu veröffentlichen, da das der Tag ist, an dem die wenigsten Menschen hier auf ZENtreasures vorbeischauen.
Was ist dir lieber? Neue Artikel gleich am Montag oder lieber mittwochs?
Bitte stimme doch hier kurz für deinen Favoriten ab! Dankeschön!

Random Fact

Ich bin kein Süßigkeiten-Fan. Der Verzicht auf Naschereien im Zuge meiner Zuckerfrei-Challenge fällt mir daher gar nicht schwer.
Das Problem sind eher meine Liebe für Brot (süße Frühstücke mag ich nämlich auch nicht – da muss schon ein Wurst- oder Käsebrot herhalten) und Obst. Letzteres ist aufgrund von Fruchtzucker verboten und das bereitet mir echt Probleme…

Mit Veränderungen umgehen

Was im Oktober ansteht

Mein letzter Monat im Brotjob, bevor es endgültig in die Vollzeit-Selbstständigkeit geht! Kein Wunder, dass ich wahnsinnig aufgeregt bin und gerade quasi neu lernen muss, wie man mit entscheidenden Veränderungen umgeht…
Es beginnen einige neue Aufträge für tolle, tolle Kunden und auch das macht mich aufgeregt und gespannt zugleich.

Zwischendurch gönne ich mir nochmal ein verlängertes Wochenende in meiner Lieblingsstadt Prag habe einen weiteren Termin bei der IHK, um meinen Businessplan prüfen zu lassen.
Es bleibt also spannend und ich platze fast vor Vorfreude! 🙂

 
Mein September war aufreibend und aufregend. Wie war deiner?
 

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Wenn du gerade wieder zweifelst, lies diesen Mutbrief

Mutbrief. An die Person, die meinen größten Respekt verdient hat.

Mutbrief an die Person, die meinen größten Respekt verdient

Die Person, die meinen größten Respekt verdient…
Sie ist unsicher. Mal mehr, mal weniger.
Eigentlich weiß sie ganz genau, was sie will.
Nur wie soll sie ihre Träume umsetzen? Darf sie überhaupt? Kann sie es?
Was ist, wenn alles schief geht? Wenn niemand hinter ihr steht?
Wenn alle sagen, sie sei verrückt. Desillusioniert. Naiv. „Such dir doch eine Arbeit mit Zukunft, ein gesichertes Einkommen!“, sagen sie, während sie in ihren eigenen ungeliebten Jobs verharren; unfähig, auch nur daran zu denken, dass es anders gehen könnte.

Die Person, die meinen größten Respekt verdient, strebt nach etwas Anderem.
Nach Erfüllung. Beruflich – und persönlich.
Nach einem Leben, an dem man Montage nicht mehr verflucht und Urlaube nicht mehr herbeisehnt.
Nach etwas mit Sinn, etwas, das sie fordert; vielleicht auch mal überwältigt – aber diese Person weiß insgeheim, dass sie jedes Hindernis überwinden kann, wenn es für ihre Leidenschaft ist.

Sie will mit vor Freude leuchtenden Augen davon erzählen, anstatt Blicken auszuweichen und auf ein „Und, was machst du so?“ mit „Ach, nichts besonderes…“ antworten zu müssen.
Weil ihr Leben nämlich besonders ist.

Doch sie hat Angst, diese Person.
Angst davor, sich endlich in die Welt hinauszuwagen; zu rufen „Hier bin ich!“.
Sie zweifelt ständig; ist unsicher, ob sie die richtige Kurve genommen oder gerade einen Umweg gemacht hat.
Vielleicht steht sie schon seit einer ganzen Weile unbeweglich auf einer Stelle – weiß nicht, wohin sie nun gehen; wie sie anfangen soll.

Und sie fragt sich, ob sie gut genug ist. Ob sie es überhaupt verdient, ihre Träume leben zu dürfen.
Sie fühlt sich zu dumm, zu ungebildet, zu hässlich – früher haben das schon alle gesagt und mittlerweile weiß sie selbst, dass sie eh nichts auf die Reihe kriegt.
Andererseits… diese eine Sache lässt sie doch nicht los.
Und so arbeitet sie an sich. An ihren Fähigkeiten, ihrem Können – man kann alles lernen und die Person, von der ich spreche, schafft das in jedem Fall.

Mein Mutbrief an dich. Für die Tage, an denen du zweifelst.

Ich glaube auch, dass sie Geben will. Sie will anderen, gleichgesinnten Menschen helfen und zieht daraus auch Glück und Erfüllung für sich selbst.
Die Person, der dieser Mutbrief gewidmet ist, will jemand sein, an den man sich wenden kann. Die große Schwester mit Erfahrung vielleicht oder die beste Freundin, die auch einmal einen Tritt in den Hintern vergibt.
Außerdem will sie sich austauschen und ihre Botschaft hinaustragen – aber sie glaubt, ihr hört sowieso niemand zu. Vielleicht hat sie bereits ihr Herzensthema; ihre Berufung gefunden, aber es ist ihr peinlich, es laut zu sagen.
Stattdessen reden alle mit guten Ratschlägen auf sie ein. Als gäbe es nicht schon genug Kreuzungen und Wegweiser in die Irre.

Und doch findet sie einen Weg. Immer.

Sie bleibt dran. Weil das, wofür ihr Herz schlägt, einfach raus in die Welt muss. Weil Geben ihr selbst so viel gibt.
Weil sie weiß, dass sie etwas zu sagen hat. Weil sie der einzige Mensch mit ihrer Stimme ist.

Die Person, die meinen größten Respekt verdient

bist Du.


Du bist ein Mensch mit Träumen und diese darfst – sollst! – du leben!

Mit all den Möglichkeiten, die wir heute haben, hat jeder eine Chance verdient – selbst, wenn du dir das jetzt noch nicht vorstellen kannst.

Du bist kein Versager, weil du mit 19 noch nicht wusstest, wohin dich dein Herz zieht.
Du bist auch keiner, wenn du es mit 39 immer noch nicht weißt. Oder es bisher nicht geschafft hast, diesem Herzensruf zu folgen.

Ich bin inzwischen fest davon überzeugt, dass alles zu seiner Zeit passiert. Nämlich dann, wenn du dafür bereit bist.
Das zeigt sich nach außen nicht – es gibt keine Zeitvorgabe und keine Zauberformel. Aber glaub mir, du wirst es merken.
Ich habe es gemerkt. Und ich kann dir sagen, obwohl ich immer noch täglich an mir zweifle, bleibe ich dran. Vielleicht bin ich nicht die Schnellste; hätte schon längst viel mehr schaffen können, erfolgreicher sein können – aber ich gehe eben auf meine Weise voran. Und das ist völlig in Ordnung so.
Du tust das auch, nicht wahr?

Selbst, wenn du nicht an dich glaubst – ich glaube an dich.

Egal, was du dir vornimmst: Du kriegst das hin.
Egal, wo du gerade stehst: Wirf einen Blick zurück und sieh‘, wie weit du schon gekommen bist!

Und jetzt geh weiter, durchschreite diese Tür (egal, ob es die erste, zweite oder zehnte ist) und mach dich auf in das Leben, dass du dir wünscht.
Du hast ein Recht darauf.

Denn du bist die Person, die meinen größten Respekt verdient hat.

Mein Mutbrief an dich. Für die Tage, an denen du zweifelst.

Dieser Mutbrief ist für dich.

Schon lange wollte ich ihn schreiben, konnte ihn aber einfach nicht online stellen – aus genau den vorher beschriebenen Gründen. Ich dachte, wer bin ich denn, dass ich soetwas schreibe. Wo ich doch selbst nichts auf die Reihe kriege.
Aber gerade in solchen Momenten voller Zweifel müssen wir sowas hören.

Ich bin jemand.
Du bist jemand.

Komm hierher zurück; wenn gerade wieder alles zu viel ist, wenn die Selbstzweifel unüberwindbar scheinen und scheinbar keiner an dich glaubt.
Pack dir diesen Beitrag in die Favoriten, pinne ihn auf dein Vision Board oder druck ihn dir aus – ich wünsche mir einfach nur, dass du ihn liest und anfängst, ein bisschen mehr an dich zu glauben.

Du kannst mir auch jederzeit privat schreiben, wenn du jemanden zum reden brauchst oder eine Meinung zu einer Idee hören willst.

Du rockst, okay! 

Mein Mutbrief an dich. Für die Tage, an denen du zweifelst.
 

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Das Pareto-Prinzip. Deshalb musst du nicht perfekt sein!

Das Pareto-Prinzip a.k.a. Die 80/20 Regel - So kannst du deinen Perfektionismus überwinden

Deshalb musst du nicht perfekt sein.
& Das Pareto-Prinzip

Mein Perfektionismus treibt mich regelmäßig an den Rand des Wahnsinns.
Manchmal habe ich 10 und mehr Entwürfe für ein Web-Layout erstellt und keines davon erblickte je das Licht der Web-Welt.
Warum es so viele Entwürfe sind? Weil ich jedes Mal wieder an folgenden Punkt kam:

Irgendwas fehlt. Wenn ich diesen Text um fünf Pixel nach links verschiebe… nee. Lieber nur drei. Und einen nach unten. Perfekt!
… Oder? Der Hintergrund könnte sowieso einen Tick grüner sein… Tannengrün oder Emerald? Sollte ich das Bild nicht anders positionieren? Es sieht schon gut aus, aber…

… Wenn ich das so schreibe, muss ich selbst darüber schmunzeln.

In Wirklichkeit ist dieser Vorgang grauenvoll, frustrierend und zeitraubend.

Ich sitze in der Perfektionismus-Falle.

Fakt ist nämlich: Alle 10 Entwürfe waren gut.

Anstatt weitere Stunden und Nerven an neuen Versuchen zu verschwenden, hätte ich eines der Vorhandenen nehmen und weiterbearbeiten können.

Noch schlimmer ist Perfektionismus nur noch in Kombination mit Aufschieberitis.
Das Eine entsteht aus dem Anderen. Ich weiß, wovon ich spreche.

Das Ergebnis des Ganzen: Nichts wird fertig – außer meine Nerven. Denn je weniger ich schaffe, desto mehr frustriert es mich.

Perfektionismus und seine Ursachen.

Fight Procrastination with the Pareto Principle

Kommen dir Situationen wie diese bekannt vor?

Gut möglich, dass du jetzt zusammen mit mir in der Perfektionismus-Falle sitzt.

Da war dieses weiße Kaninchen namens „Idee“, das uns ins bunte Wunderland lockte.
Nur sind wir scheinbar dem falschen Tier gefolgt, denn wo es uns hinbringt, ist es frostig und düster. Aber wir sind viele, also bleiben wir.

Perfektionismus heißt nichts anders, als dass du etwas perfekt, zu 100% – wenn nicht sogar 110% machst.
Der Traum eines jeden potenziellen Arbeitgebers, oder?
Naja. Nicht mehr, denke ich.

Denn gerade im Berufsleben kann uns übertriebener Perfektionismus fertig machen. Dauerhaft hoher Anspruch an uns selbst, gepaart mit ständiger Kritik; ebenfalls an uns selbst, schafft nur eines: Mehr Druck.

Und mal ehrlich: Kein Personaler will mehr hören, wie ach so perfektionistisch du bist.

Oft hindert uns die Angst vor Ablehnung oder Kritik davor, Dinge zu tun/auszusprechen/zu ändern, die uns eigentlich wichtig sind.
Mehr noch: Die Angst schürt den falschen Perfektionismus nur weiter an.

Ich gebe es ungern zu, aber das ist auch mein Problem.
Lieber kritisiere ich mich selbst vorab schon ausgiebig, bevor es jemand Anders tut, wenn mein Werk online ist.
Klingt bescheuert? Ist es auch.
Aber schwer abzulegen.

Wann kommt das Andere; weiße Kaninchen und zieht mich mit hinunter ins Wunderland?

Falls du dich jetzt fragst, warum ich überhaupt iiirgendetwas mit Design beruflich machen will? Nach meinem wenig rühmlichen ersten Auftrag und einer solchen Einstellung?

Berechtigte Frage.

Ich will es, weil ich es liebe. Trotz allem Nichts begeistert mich mehr als kreativ zu arbeiten und Photoshop ist eben zufälligerweise meine erste Wahl.
Außerdem will ich mir selbst beweisen, dass ich es eben trotz Selbstzweifel, Perfektionismus & Co. schaffen kann.

Wir pushen uns immer ans Limit und gehen am härtesten mit uns selbst ins Gericht.
Nur, um dann doch nicht zufrieden zu sein.

Warum willst du weniger Perfektionismus und mehr #einfachmachen?

„Da geht noch mehr?“ Nein. Diesmal nicht.
Es wird Zeit, dass wir uns endlich ein bisschen entspannen. Bist du dabei?

Den Schlüssel zum Wunderland gibt es hier:

Das Pareto-Prinzip oder: Die 80/20-Regel

Anfang des 20. Jahrhunderts untersuchte der Italiener Vilfredo Pareto die Verteilung des Bodenbesitzes in seinem Land.
Er stellte fest, dass 20% der italienischen Bevölkerung im Besitz von ganzen 80% des Bodens waren. Pareto forschte weiter und bemerkte bald, dass sich diese Verteilung auf viele andere Lebensbereiche übertragen ließ.

So entstand das Pareto-Prinzip.
Es besagt:

80% der Ergebnisse können mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen mit 80% die meiste Arbeit.

Das heißt, dass du einen Großteil deiner Ergebnisse in einem verhältnismäßig geringen Zeitaufwand schaffst. Je mehr Zeitaufwand (hust, Perfektionismus, hust!) du dann noch hineinsteckst, desto geringer werden deine weiteren Ergebnisse.

Das Pareto Prinzip. Den Perfektionismus mit der 80/20 Regel in den Griff kriegen

Ein paar Beispiele für das Pareto-Prinzip

Mit 20% deiner Freunde verbringst du 80% deiner Zeit.
80% der Vokabeln lernst du in 20% der Zeit.
80% deiner Zeit trägst du nur 20% deiner Klamotten. (True that!)
80% deines Blogposts schreibst du in 20% der Zeit.

In manchen Fällen verteilen sich die Werte ein wenig anders, aber der Grundsatz bleibt gleich.
Mit einem Mitteleinsatz von 20% könnten 80% aller Probleme gelöst werden.

Für mich bedeutet das im Umkehrschluss aber auch: Einen Großteil meiner Zeit habe ich bisher für nur 20% an Ergebnissen verplempert.

Was das Pareto-Prinzip dir nicht gibt

100%.

Es bringt nichts, 20% Aufwand und 80% Ergebnis miteinander zu addieren und bäm, 100%! Diese beiden Dinge sind nicht dasselbe.
3x die Woche Salat zu essen, wird nicht reichen, um dich schlanker zu machen.

Erwartest du 100% des Ergebnisses, dann gib‘ auch 100%!

Super Rat, Chrissi. Und wie mache ich das?

Gehe das Problem aus einer anderen Perspektive an!

Du weißt nicht, was du willst?
Warum versuchst du es nicht andersherum?

Oft fällt uns eher auf, was wir nicht mögen/was uns nicht gefällt. Nutze das für dich!
Frage dich also: Was willst du NICHT?
Ich wette, hier fallen dir sofort einige Beispiele ein.

Wenn ich bei einem Design in der Perfektionismus-Falle stecke, lasse ich ein, zwei Tage vergehen und schaue mir dann alle Entwürfe nacheinander wieder an. Die, die nicht in den ersten fünf Sekunden überzeugen, werden gelöscht. Rigoros.

Und für alle Fälle gibt es immer noch die Wiederherstellen-Funktion des digitalen Papierkorbes.

Setze dir ein Zeitlimit!

Früher fand ich oft genau dann an Allem etwas auszusetzen, wenn eine Deadline drohte.
Inzwischen arbeite ich aktiv damit und setze mir ein zeitliches Limit..

Bis wann willst du deinen Blogbeitrag fertig haben? Heute Abend, 20 Uhr?
Wie lange wirst du dafür brauchen? 4 Stunden?
Dann nimm‘ dir die Zeit; blocke sie dir im Kalender und schreibe.

Wichtig ist, dein Zeitlimit genau einzuhalten. Fünf Minuten mehr sind vielleicht kein Weltuntergang. Aber alles, was darüber hinaus geht, stürzt dich zurück in die Perfektionismus-Grube.

Wechsle deine Arbeitsweise, um wieder in den Flow zu kommen!

Bloggen läuft zwar nicht, aber vielleicht schreibst du erstmal etwas anderes, um in den Flow zu kommen? Beantworte E-Mails oder Kommentare oder nimm dir ein Blatt Papier und kritzle darauf herum.

Wenn du gar nicht weißt, was du schreiben sollst, empfehle ich dir meine Tipps zum Schreiben von Morgenseiten.

Mach‘ mal Pause!

Gerade, wenn du nicht den Geistesblitz hast, wie du weiterarbeiten sollst – lege dein Projekt beiseite. Es wird in diesem Moment nichts besseres dabei rauskommen.
Wirklich nicht.

Beschäftige dich erstmal mit etwas ganz Anderem. Gehe raus oder wirf Netflix an und lass dich eine Stunde lang berieseln.
Ich kochte zum Beispiel oft, wenn ich feststecke.

Für mich funktioniert das nicht immer, aber vielleicht ist es für dich genau die richtige Methode.

So nutzt du dieses Wissen am besten für dich

Merke es dir. Verinnerliche es. Klebe es dir mit einem Post-It an deinen Bildschirm oder den Badezimmer-Spiegel – egal wo, nur erinnere dich immer wieder daran, dass du nicht perfekt sein musst – und deine Arbeit ebenfalls nicht.

Mir hat allein dieser Gedanke schon unheimlich geholfen.

Das heißt nicht, dass ich plötzlich keine Perfektionistin mehr bin.
Ich höre aber auf, wenn ich zufrieden bin. Denn mittlerweile weiß ich, dass es gut genug ist und dass weitere Änderungen so gering sein werden, dass ich es auch jetzt schon fertigstellen kann.

Genau dann, wenn du wieder vor dem Kaninchenloch stehst und nicht weißt, ob du springen sollst oder nicht.
Spring.

Und freu dich! Du hast gerade etwas Wundervolles geschaffen!

Das Pareto-Prinzip a.k.a. Die 80/20 Regel - So kannst du deinen Perfektionismus überwinden

 
Und jetzt erzähl mir: Wo kannst du das Pareto-Prinzip für dich anwenden?
 

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Selbstreflexion. Vom Scheitern und sich Eingestehen

Selbstreflexion. Weil Scheitern leichter wird, wenn du es dir eingestehst

So ein Jahresbeginn ist immer irgendwie magisch. Klar, alle rennen wie verrückt ins Fitnessstudio, nur um zwei Wochen später wieder aufzugeben (hab ich auch schon gemacht) – das ist mehr ein fauler Zauber.

Aber meist liegt im Januar etwas der Luft – dieses Gefühl von Veränderung.
365 neue, unbeschriebene Seiten.

Ganz im Gegenteil die Zeit zwischen den Jahren. Hast du auch immer den Eindruck, dass eine seltsame Stimmung herrscht?
All der Weihnachtstrubel ist vorbei; die Zeit vergeht, ohne dass wir wissen, welcher Tag eigentlich ist – und das ist egal.

Gerade 2016 habe ich das so richtig gespürt.
Zeit, zu reflektieren.

In dieser Zeit – einer Zeit der Selbstreflexion – entstand auch der heutige Beitrag.
Weißt du, ursprünglich hatte ich ihn nur für mich geschrieben. Hier teilen wollte ich ihn gar nicht, weil ich dachte, dass er für dich ohnehin keinen Mehrwert hat.
Aber ZENtreasures steht auch für die Erfahrungen, die ich mache; die Learnings, die ich daraus ziehe.

Deshalb erzähle ich dir heute eine Geschichte des Sich-Eingestehens. Sich eingestehen, dass man gescheitert ist. Und trotzdem etwas Positives daraus ziehen kann.

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Du kannst dir den Beitrag „Selbstreflexion. Vom Scheitern und sich Eingestehen“ auch anhören!

Selbstreflexion. Vom Scheitern und sich eingestehen
Okay, das klingt erstmal ordentlich überspitzt.

2016 launchte ich – neben ZENtreasures – auch noch einen zweiten Blog für meine zukünftigen Design-Dienstleistungen.

Ursprünglich sollte er Anfang März gelauncht werden, dann Ende des Monats; schließlich am 1. Mai – Juni – September – bis es Oktober wurde. Und ich nur noch mit halbem Herzen dabei war.

Die Seite ist zwar online, gammelt aber seit Wochen ohne neue Beiträge vor sich her.
Das einzige, was ich dafür tue? Die Erinnerungen auf meinem Handy wegdrücken.

Zuerst war ich überzeugt, einfach nur wieder in der Aufschiebe-Falle gelandet zu sein. Redete mir ein, dass ich eben gerade keine Zeit hätte; keine Muße; dass das schon anlaufen würde.

Im Grunde wusste ich es besser.

Denn: Schon im Sommer kam mir die Idee für ein weiteres Projekt. Ich war so begeistert, dass ich umgehend die Domain registrierte – und sie damit wieder in die Schublade mit den „irgendwann mal“-Projekten ablegte.
Die Themen wollte ich ohnehin auf dem Design-Blog behandeln.

Scheinbar klemmte die Schublade aber, denn sie sprang immer wieder auf. Besonders dann, wenn ich gerade wieder mit größer werdendem schlechten Gewissen die Blog-Erinnerungen für die andere Seite löschte.

Ich bin großartig im Verdrängen. Das ist bei peinlichen Party-Erinnerungen super, sonst eher nicht so.

Wenn man einmal daran denkt, lässt der Gedanke sich weiter unterdrücken.
Kommt er wieder – und wieder – muss man sich damit auseinandersetzen.

Das heißt, dass ich verdrängen kann, so viel ich will. Die Idee will raus und wird sich so lange gegen das Innere der Schublade werfen, bis ich sie herauslasse.

In dem ich das hier schreibe, habe ich es zu meiner Realität gemacht: Mein Projekt ist nicht das, was ich mir vorgestellt habe und muss nochmal zurück in die Traumfabrik.

Ich hatte immer das Gefühl der Niederlage erwartet. Wie in der 3. Klasse, als ich als einzige keine Urkunde bei den Bundesjugendspielen erhielt. (Side note: Später wurde ich eine der besten Weit-Springerinnen meines Jahrgangs.)

Stattdessen fühlte ich mich… erleichtert.

Das Feuer für dieses Projekt war längst erloschen, weil ich es in Verdrängung erstickt hatte. Doch diese Tatsache war okay.

Ich glaube, das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich so eine „Niederlage“ einfach hinnehme.
Und weißt du, wieso?
Weil ich mir dadurch endlich selbst den Weg freimache, die andere Schublade zu öffnen – und die neue Idee ans Licht zu bringen. (Das wird auch Zeit, die Schublade klemmt nämlich inzwischen und lässt sich – auch mit Gewalt – nicht mehr schließen. :-))

Wie Liz Gilbert sagt:

Es ist große Magie. Du musst nur lernen, ihr zu vertrauen. Es dreht sich alles ums Ja.

Meine neue Idee ist die Magie und ich sage jetzt ganz offiziell „ja!“ zu ihr.

Selbstreflexion. Vom Scheitern und sich eingestehen

Was du aus meiner Erfahrung lernen kannst:

Eine Niederlage ist okay. Sie zu verdrängen nicht.

Es ist kein Scheitern und ein Weltuntergang schon gar nicht. Es ist mehr ein Umweg. Eine falsche Kreuzung im Labyrinth aus Träumen und Ideen, die mich hat in die falsche Richtung in eine Sackgasse laufen hat lassen.
Aber ein Labyrinth wäre kein Labyrinth, wenn es nicht weitere Winkel, Kreuzungen und schließlich einen Ausgang gäbe.

Zudem wird mir eins immer bewusster: Du kommst nicht voran, wenn du Probleme immer wieder verdrängst.
Es ändert nichts an deiner Situation.

Weil ich verdrängte, dass ein offenes Projekt auf meine Zeit und Liebe wartete – die ich ihm beides nicht bereit zu geben war – blockierte ich mich nur selbst.

Eingestehen hilft dir, voranzukommen.

Natürlich fühlt es sich ernüchternd an – oder richtig beschissen. Aber wenn du dir eingestehst, dass du dich übernommen/verplant/oder einfach ent-liebt hast, wird es leichter.

Sich eine Niederlage einzugestehen heißt nicht, dass du gescheitert bist.

Vielleicht steckst du gerade in einer kleinen Blogkrise und weißt nicht, worüber du schreiben sollst?
Dann schreib doch genau darüber! Wie fühlst du dich dabei, was geht dir durch den Kopf?

Nur weil du nur digital zeichnest, heißt das nicht, dass du weniger ein Künstler bist.
Nur weil deine ganze Familie erwartet, dass du dir „einen sicheren Job bis ans Lebensende“ angelst und deswegen BWL studierst (es aber hasst), heißt das nicht, dass du dabei bleiben musst. Du kannst immer noch Archäologe werden (wollte ich auch mal :-))

Wenn du für deinen Traumjob eine Absage erhalten hast – versuche, weiterzudenken. Welche anderen Firmen gibt es in dieser Branche? Wo wird dein Wissen noch gebraucht?
(Ich weiß, es klingt sehr lapidar, eine Website mit einem Job zu vergleichen. Wenn du wirklich in dieser Situation steckst, kann ich gerne einmal ausführlich von meinen Erfahrungen bei der Jobsuche berichten. Vielleicht gibt dir das neuen Input.)

Zitat Buddha zum Thema Selbstreflexion

Selbstreflexion: Wie geht es weiter?

Ich weiß, dass es unter Anderem scheiterte, weil ich keinen Plan hatte. Das war mir bewusst – und bewusst egal.
Seit ungefähr vier Jahren spiele ich schon mit der Idee Ping Pong. Könntest du die Anzahl der Notizen mit Ideen in meinem Handy sehen, würdest du dich wahrscheinlich nicht wundern, dass daraus nichts wurde.

Auch hier bei ZENtreasures habe ich schon eine Postreihe aufgegeben, weil sie im Nachhinein nicht passte (die Quartalsziele).

In den nächsten Tagen werde ich mich also umsehen und einen Plan machen, wie ich aus dem Labyrinth wieder herauskomme. Ein Konzept ausarbeiten, den Businessplan schreiben; eine Landingpage erstellen. Den Fokus auf die nächsten Schritte legen.

Und glaub mir, ich bin euphorisch deswegen! 🙂

Manchmal ist es gar nicht schlecht, dass Pläne sich ändern…

Falls du schon einmal in so einer Situation warst, erzählst du mir, wie du damit umgegangen bist?

… Und solltest du dir diesen Beitrag angehört haben, freue ich mich über dein Feedback!

 

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Fokus. Mein Wort für 2017

Mein Wort für 2017.

„Happy new year! Und, hast du dir etwas vorgenommen?“, schreibt sie; ein Emoji dahinter. Das, das zwinkernd seine Zunge herausstreckt. Als ob es sagen würde „Haha ja klar, du und Vorsätze. Das ist wie eine belegte Semmel mit Butter – absolut inkompatibel.“

… Diese Reaktion kommt nicht von ungefähr.
Früher behauptete ich immer ganz stolz, mir fürs neue Jahr keine Vorsätze zu machen, „weil ich sie eh nicht einhalte“.
Wow. Welches Selbstvertrauen in das eigene Durchhaltevermögen, nicht wahr?

Doch ich bin auf dem Weg der Besserung:
Seit letztem Jahr formuliere ich Ziele, die ich über das Jahr verteilt erreichen will.

2017 stelle ich mein Jahr außerdem unter ein Wort, das mich bei allem antreibt, unterstützt – und eventuell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.
Zum ersten Mal davon gelesen hatte ich schon 2015 auf dem Blog von Jen Carrington. Irgendwie war ich aber noch nicht 100% überzeugt. Ich meine, es ist ja nur ein Wort, richtig?

Da ich inzwischen aber lieber selbst ausprobiere, als meckere, habe ich der Idee eine Chance gegeben.
Und was soll ich sagen? Mittlerweile bin ich echt angetan von dieser Idee!

3 gute Gründe, das neue Jahr unter ein Wort zu stellen

1. Du lernst (wieder), dich mit dir selbst auseinanderzusetzen

Wenn du dich ähnlich „gerne“ mit dir allein bist wie ich früher, ist dieser Punkt nicht ganz leicht.
Um dein persönliches Wort/deinen Begriff zu finden, musst du dich mit dir auseinandersetzen. Mit deinen Wünschen und deinen Gedanken.
Realistisch sein ist hier erst einmal zweitrangig – dream big!

Beantworte Fragen wie diese: Was will ich eigentlich?
Wohin will ich in diesem Jahr?
Wofür will ich stehen?

Und jetzt sag nicht, dass dir da sowieso nichts einfällt. Ausreden!
Versuch es! Ich wette, du wirst eine Antwort finden.

2. Dein Wort gibt dir eine Richtung vor

Du weißt wieder einmal nicht, worüber du auf deinem Blog schreiben kannst?
Hast keine Ahnung, warum du einfach keine Follower bekommst, obwohl du regelmäßig postest?
Bestimmt weißt du, was ich meine.

Indem du dein Jahr unter ein bestimmtes Wort oder Motto stellst, gibst du dir eine Richtung vor. Das ist dein Weg, dorthin möchtest du gehen.
Und daran kannst du dich orientieren.
Bei der Auswahl deiner Blogthemen ebenso wie bei deine Instagram-Fotos.
Ideal ist, wenn alles ein einheitliches Bild ergibt und dafür eignet sich so ein „persönliches“ Wort hervorragend.

3. Es hilft dir durch Veränderungen

Veränderungen sind schwer. Aus gewohnten Routinen (= der sogenannten Komfortzone) auszubrechen, ebenfalls.
Der Berg vor dir mag gigantisch aussehen; womöglich siehst du noch nicht einmal seinen Gipfel. Du fühlst dich klein, schwach und eigentlich hast du auch gar keine Lust mehr, ihn zu besteigen.
Das sind die – metaphorisch gesprochenen – Momente, in denen du dir wieder dein Wort des Jahres ins Gedächtnis rufen musst.

Pack es in deinen Rucksack, denn es ist Erfrischung und Wegweiser zugleich. Es gibt dir die richtige Motivation, doch hinaufzuklettern. Die Veränderung zuzulassen und durchzustehen.

Zu Veränderungen gehört auch, alte Gewohnheiten zu hinterfragen.

Hast du Lust, im neuen Jahr an deinen Gewohnheiten zu arbeiten?

Ja? Dann hol dir hier meinen „Habit Tracker“! Ich nutze ihn seit Anfang des Jahres, um alte Gewohnheiten aufzuzeichnen und mir neue anzutrainieren. Da ich absolut überrascht war, wie gut das funktioniert, habe ich einen Tracker zum Ausdrucken für dich erstellt.
Du kannst ihn in deinen Kalender kleben oder lochen und in den Filofax heften (Größe A5). Wenn du lieber am PC ausfüllst – auch das geht!

Um den Tracker zu erhalten, gib‘ bitte deine E-Mailadresse in dem Formular unten an. Du wirst so zu den ZENletters angemeldet und erhältst 1x monatlich Post von mir.
Wenn du nur das Freebie möchtest, kannst du dich danach sofort wieder austragen. 😉



Melde dich hier an und erhalte den ZENtreasures Habit Tracker als Geschenk!

Jaaa, gib mir den Habit Tracker!




Für welches Wort soll ich mich nur entscheiden?

Alles, was dich irgendwie motiviert; an etwas erinnert – oder beschreibt, wie du gerne sein und wo du stehen willst.
Ich habe hier ein paar Beispiele für dich zusammengetragen:

  • Selbstliebe
  • #einfachmachen
  • Offenheit
  • Achtsamkeit
  • Neugier
  • Magie
  • Veränderung
  • Bewegung
  • mit ganzem Herzen
  • minimalistisch
  • furchtlos
  • ja sagen
  • loslassen
  • authentisch

Wenn hier nichts passendes dabei ist, such bei Pinterest nach „inspirational words“, o.ä.
Hilfe findest du auch bei tellyventure, die dazu kürzlich eine Blogparade gehostet hat.

Mein Wort für 2017:

Fokus.

… Zuerst fand ich dieses Wort ziemlich einfallslos.

Laut der Autorin und Karriereberaterin Barbara Sher treffen wir nach einem Gedanken innerhalb von fünf Sekunden eine Entscheidung – und zwar die, die uns richtig erscheint.
Nur fünf Sekunden. Danach beginnen wir bereits, uns genauer mit unserem Einfall auseinander zu setzen; Vor- und Nachteile und Konsequenzen abzuwägen.

In den meisten Fällen wird sich dadurch der erste Gedanke ändern.

Plötzlich erscheint es uns gar nicht mehr so klug, eine Reise blind zu buchen oder diese Einladung zum Blind Dining anzunehmen.
Unsere Komfortzone meldet sich und wedelt mahnend mit dem Finger vor unseren Gesichtern.
„Bist du dir da wirklich sicher?“
„Das kannst du doch nicht machen, denk an deine Eltern, den Arbeitgeber! Was wird der Hamster deines Nachbarn von dir denken!“

„Fokus“ war so ein Fünf-Sekunden-Gedanke.
Ich überlegte trotzdem weiter, verwarf aber alle Alternativen (das waren übrigens die Begriffe „Authentizität“, „einfach machen“ und „Grenzen überschreiten“).
Es blieb bei meiner ersten Idee. Und ich bin inzwischen sicher, dass sie die richtige ist.

2017 will ich mich mehr auf das fokussieren, was mir wirklich wichtig ist. Dabei bleiben und weniger aufgeben.

2016 habe ich den Grundstein für meine Selbstverwirklichung gelegt.
Aber wenn ich ehrlich bin, hätte ich viel mehr schaffen können.
Anstatt ganze Abende vor Netflix zu verbringen, hätte ich meine Fotografie-Kenntnisse erweitern können. An meinem Mediakit arbeiten. Blogposts vorschreiben. Und und und. Die Liste ist endlis und das schlechte Gewissem war es manchmal auch.
Besonders die Frage beschäftigt mich: Wo wäre ich jetzt, wenn ich den Fokus auf die richtigen Dinge gelegt hätte?

Aber – hätte hätte Fahrradkette.
Es ist nicht zu ändern und von der Möglichkeits-Form halte ich sowieso nichts.

Es ist so einfach, wichtige To-Dos zu verdrängen und stattdessen das 20. Musikvideo bei Youtube zu schauen. Unangenehme Telefonate beispielsweise schiebe ich so lange vor mir her, in der Hoffnung, sie würden sich irgendwann selbst erledigen. Tun sie nur meistens nicht. Mist.

Kurz vor Weihnachten streckte mich die erste Grippe seit Jahren nieder – und schon war der Fokus dahin. Wo ich vorher noch voller Elan, Motivation und Freude an meinen Projekten arbeitete, blieb nichts mehr übrig.

Genau deshalb passt „Fokus“ für 2017 so gut zu mir.

Auf welche konkreten Pläne legst du deinen Fokus?

Planen, aber nicht ver-planen

Ich bin ziemlich verplant. Bestes Beispiel kurz vor Weihnachten, als ich begeistert meiner Freundin zusagte, am Mittwoch vor Heiligabend noch einen kleinen Umtrunk zu geben.
Bis mir am Dienstag einfiel, dass der nächste Tag schon mit meiner Firmen-Weihnachtsfeier verplant ist.
Also wieder alles absagen und in lange Gesichter sehen.

Das ist ein harmloses Beispiel, aber es ist bezeichnend für mich. Ich überplane und bin dadurch nur noch mehr verplant.
Struktur muss her, dringend.

Gehörst du auch zu den Menschen, die sich immer wieder an besserer Organisation versuchen; sich einen schicken Moleskine-Kalender zulegen, nur um ihn dann nach 5 Wochen wieder „zu vergessen“?
Das Dumme: Ich muss mir alles aufschreiben, um es mir zu merken. Bei der Flut an Gedanken und Ideen in meinem Kopf geht es einfach nicht anders.

Für 2017 werde ich also wieder einen analogen Kalender führen – und ihn überall hin mitnehmen. Bin ich zuhause, liegt er an meinem Schreibtisch; gehe ich zur Arbeit, landet er in der Handtasche.
Bisher klappt das wirklich gut.

Feste Zeiten – auch für Hobbys

Hand in Hand mit dem vorherigen Punkt geht auch das: Für die Dinge, die ich gerne tue, muss ich mir feste Termine setzen. Make time to make time.
In der Arbeit kann ich auch nicht kommen und gehen, wann ich will (keine Gleitzeit), also werden in Zukunft feste Zeiten geblockt, an denen ich an meinen Websites arbeite.
Ich erhoffe mir, so mit der Zeit eine Routine anzugewöhnen und dadurch fokussierter arbeiten zu können.

Hier auf ZENtreasures werden ab sofort alle neuen Beiträge dienstags statt wie bisher am Montag veröffentlicht.

Lieber online, als perfekt

Mit einer fokussierteren Einstellung will ich dem Perfektionismus entgegentreten.
Fakt ist, ich lasse mich gerne ablenken. Bevor ich etwas online stelle, verschwinde ich lieber 3 Tage, grüble und frage mich, welche Kleinigkeit ich nicht noch verändern könnte, bevor ich es der Welt präsentiere.

Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel der Habit Tracker, den du dir in diesem Beitrag herunterladen kannst.
Nein, ich bin nicht zufrieden damit. Ich komme mir sogar vor wie der größte Anfänger, dabei erstelle ich schon seit über 10 Jahren Grafiken.
Aber: Er sieht gut aus und erfüllt seinen Zweck. Also wurde es Zeit, ihn zu teilen, damit du etwas davon hast.
Auf meiner Festplatte kann er schließlich niemandem helfen.

Das Credo lautet: Mehr mit ganzem Herzen hinter meiner Arbeit stehen und mich mehr trauen. Was ich mache, ist gut und es wird Zeit, dass ich das auch selbst kapiere.

Fokus - Mein Wort für 2017
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Meins ist „Fokus“ – was ist „dein“ Wort für 2017?
 

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