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Wie Dankbarkeit entsteht – Das Dankbar Prinzip (Buchreview)

Dankbarkeit erlernen mit dem Buch "Das Dankbar Prinzip" von Sabine Dankbar und Monika Homann

Wann warst du zuletzt richtig dankbar?
Und damit meine ich nicht, dass du „Danke“ zum Kellner sagst, der dir die Rechnung bringt. Das setze ich voraus.

Hast du jemandem eine Freude gemacht oder ein Lieblingsmensch hat dir etwas Gutes getan?
Hast du inne gehalten und darüber nachgedacht, wofür du in deinem Leben eigentlich dankbar sein kannst?

Wenn du jetzt die Stirn runzelst – I feel you.
Dankbarkeit war für mich nie relevant. Natürlich habe ich mich brav überall bedankt, aber weiter darüber nachgedacht…?

Natürlich kannst du von heute auf morgen entscheiden, dankbarer zu werden. Und das ist der erste Schritt.
Aber: Dankbarkeit ist eine Einstellung, die Übung bedarf; bewusst und regelmäßig praktiziert werden muss.
Dankbarkeit kann man lernen.

Mein Begleiter auf dieser Reise ist das Buch Das Dankbar-Prinzip: Kraft und Gelassenheit im Alltag finden* von Sabine Dankbar und Monika Homann. Der PATMOS Verlag hat es mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt, weil ich das Thema interessant fand, aber gleichzeitig selbst so wenig über „Dankbarkeit“ wusste, als dass ich dir hier einen fundierten Beitrag hätte zaubern können. Danke! (Und da haben wir es ja schon, das „danke“! ;-))

Dankbarkeit erlernen mit dem Buch Das Dankbar Prinzip von Sabine Dankbar und Monika Homann
Das Dankbar-Prinzip von Sabine Dankbar & Monika Homann. // Affiliate-Link. Hier erfährst du mehr dazu.

Dankbarkeit ist eine Kraft. […] Man erkennt und anerkennt, dass das Leben auf allen Ebenen viel zu schenken hat.
– Sabine Dankbar + Monika Homann (Das Dankbar Prinzip)

Dankbarkeit als höflicher Reflex

Ich sage oft danke.
Genauso wichtig ist mir, dass andere „danke“ und „bitte“ beherrschen.
Die Autorinnen des Buchs „Das Dankbar Prinzip“ nennen das einen „höflichen Reflex“ – und ehrlichgesagt hat mich das kalt erwischt. Denn sie haben recht. „Danke sagen“ ist für mich meist eine reine Reflexhandlung.
Danke für den Kugelschreiber.
Danke, dass du mir hilfst.
Danke für das Essen.
Danke, dass du die Rechnung übernimmst.

Selten spüre ich richtige, tiefe, ehrliche Dankbarkeit, die man z.B. erfährt, wenn einem Jemand buchstäblich den Arsch gerettet hat.
Wie steht’s mit dir?

Mir geht es gut weil ich dankbar bin

Warum überhaupt bewusst dankbar sein? Weil du dir damit Gutes tust. Und ich bin stark dafür, dass sowas Ansporn genug ist! (auch, wenn ich da selbst noch kein Vorbild bin. *hust* Sport… *hust*)

Dankbarkeit…

  • hilft dir, besser mit Stress umzugehen
  • verringert deine Selbstzweifel
  • lässt dich liebevoller mit dir selbst und mit Anderen sein
  • schenkt dir Zufriedenheit und sorgt dafür, dass du glücklich bist, mit dem was du hast
  • gibt dir eine optimistischere Einstellung

Den Autorinnen nach gibt es drei Problemzonen, die bei uns Unzufriedenheit auslösen:

  1. die vielen Möglichkeiten, aus denen wir heutzutage wählen können
  2. der Vergleich mit Anderen
  3. der Druck, immer besser sein zu müssen

Um diese Faktoren zu überwinden und Dankbarkeit zu praktizieren geht am besten in Verbindung mit zwei weiteren, wesentlichen Dingen:

Dankbarkeit und Achtsamkeit

In der Dankbarkeit nimmt Achtsamkeit einen großen Platz ein. Das eine existiert ohne das andere nicht.
Wie sollst du erkennen, wofür du dankbar sein kannst, wenn du dich nicht achtsam damit auseinandersetzt?
Macht Sinn? Macht Sinn.

Je dankbarer du bist, desto achtsamer wirst du sein – und umgekehrt.
Durch die daraus entstehende bessere Selbstwahrnehmung nimmst du auch das Lenkrad deines Lebens wieder in die Hand.

Ein achtsames Gedankenexperiment

In „Das Dankbar Prinzip“ schlagen die Autorinnen vor, einen ganzen Tag lang achtsam dankbar zu sein.
Das klingt erstmal sehr unspektakulär, ich weiß.

Tatsächlich ist es eine ganz schöne Challenge. Du nimmst dir damit nämlich vor, genaustens auf dich und deine Umgebung zu achten und alles aufzunehmen, wodurch sich in dir ein Gefühl der Dankbarkeit einstellt.

Tipp: Notiere dir am besten jede Situation direkt oder tippe sie in dein Handy! Sonst kann es sein, dass du am Abend die Hälfte vergessen hast. Gerade bei den „kleinen Dankbarkeiten“ (das Wetter, das du am liebsten magst; ein Plausch beim Bäcker am Morgen, usw.) passiert das häufig.

Ich habe es gestern ausprobiert; an einem Montag, den ich vertretungsweise ins Büro musste und – sorry – in Gedanken schon wieder kotzen musste.
Schon Mittags war ich überrascht, wie viele Dinge ich in meine Gratitude-Liste aufnehmen konnte (klicke hier, um meine Liste anzusehen).

Wie wär es also morgen mit deiner eigenen achtsamen Dankbarkeits-Tag?

Dankbarkeit erlernen mit dem Buch Das Dankbar Prinzip von Sabine Dankbar und Monika Homann

Dankbarkeit und Wertschätzung

Um dankbar sein zu können, müssen wir wertschätzen, was wir haben.
Um den Wert von etwas zu schätzen zu lernen, müssen wir dankbar dafür sein.

Aber was mache ich, wenn ich unverschuldet in eine Situation komme, die ich nicht ändern kann (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Todesfall)?
Wie kann ich eine richtig miese Situation denn überhaupt wertschätzen?

Etwas Wertzuschätzen bedeutet

  • ihm einen Wert beizumessen
  • ihm einen Stellenwert/eine Bedeutung zu geben
  • einen Sinn darin zu sehen
  • einen Nutzen daraus ziehe

… und letztlich Dankbarkeit für den Lerneffekt empfinden kann.

Dazu eine kleine Geschichte:

Frisch nach der Ausbildung angestellt, durfte ich einen Bereich übernehmen, der es in sich hatte.
Ich organisierte Helfer für durch Krankheit oder Todesfälle in Not geratene Landwirts-Familien – eine Art Nachbarschaftshilfe.
Verantwortung war gefragt und ich war stolz, dass meine Vorgesetzten mir das zutrauten.

… Die Arbeit machte mich fertig.

Zum Einen hatte ich täglich mit dem Leid der Menschen zu tun; musste weindene Mütter am Telefon trösten und verzweifelte Söhne beruhigen.
Zum Anderen stand mir zwar ein Pool an Helfern zur Verfügung, doch da diese freiwillig arbeiteten, konnten sie einen Job einfach ablehnen. So stand ich täglich vor dem Problem, zu viele Bedürftige und zu wenig Hilfe vermitteln zu können. Und sag das mal einer Familie, in der die Ehefrau viel zu jung gestorben ist und drei kleine Kinder ihre Mutter verloren haben.

Mir ging das alles so dermaßen nahe. Ich konnte nicht mehr schlafen, weil ich Angst hatte, von den Menschen und ihren Schicksalen träumen zu müssen – und von meinem eigenen Versagen, ihnen nicht helfen zu können.
Wertschätzen? Konnte ich an meiner Arbeit gar nichts mehr, auch die kleinen Erfolge und dankbaren Anrufe nicht mehr.

Irgendwann bekam ich Bauchschmerzen, die nicht mehr aufhören wollten. Ein fieses Ziehen, das keine Wärmflasche, keine Medikamente lindern konnten. Über Wochen hinweg.
Als ich endlich zum Arzt ging und dieser mich abtastete, war die erste Frage: „Was arbeiten Sie?

Es war krass.
Im Nachhinein denke ich mir: Sowas kann man einer 19-jährigen ohne irgendeiner Art von psychologischer Ausbildung nicht aufhalsen – schon alleine der Familien wegen.

Den Rest der Woche ließ ich mich krankschreiben.
Anschließend bat ich meinen Chef um ein Gespräch und… fing direkt zu heulen an.

Was er daraufhin tat, werde ich nie vergessen: Er bedankte sich bei mir. Erklärte, dass meine Arbeit so wertvoll für die Familien war. Ob ich das denn nicht selbst sehen könnte?

Damals konnte ich das nicht.

Normalerweise erzähle ich das niemandem. Nur, was ich gearbeitet habe und dass es „heftig“ war, ja. Aber wir sind ja hier quasi unter uns. 😉
Ich hielt mich lange für schwach, weil ich diese Situationen so nah an mich heran ließ.

Jetzt erkenne ich langsam, dass ich dankbar für diese Erfahrung sein kann – und was ich getan habe, wirklich wertvoll war.

So lernst du, dankbarer zu sein

Die 3 schönsten Übungen aus Das Dankbar Prinzip

Change it, love it or leave it

Mein absoluter Favorit aus „Das Dankbar Prinzip“ ist das Konzept „Change it, love it or leave it“.
Erfunden von Henry Ford, ist es ein geniales Tool, um Entscheidungen zu treffen, mit Altlasten umzugehen oder mögliche Veränderungen einzuleiten.

Ändere es, liebe es oder lass es sein

Wenn du mit einem Bereich in deinem Leben nicht zufrieden bist (Beispiel: Job), dann

  • Ändere es (= ändere etwas an der Situation, z.B. indem du mit deinem Arbeitgeber sprichst und nach möglichen Optionen zur Verbesserung deiner Lage suchst)
  • Liebe es (= akzeptiere, wie es ist und bleibe dabei)
  • Lass es (= ziehe einen Schlusstrich, z.B. indem du deinen Job kündigst)

Ich selbst habe dieses Prinzip schon seit längerem unbewusst in mein Leben eingebaut. Im Rahmen meiner Aufschieberitis habe ich reinen Tisch mit meinen „To-Do-Listen“-Leichen gemacht und alles von der To-Do-Liste gestrichen, das mich eigentlich nicht (mehr) interessiert. Damit lebt es sich leichter!

Zehn Finger der Dankbarkeit

10 Dinge aufzuzählen ist schwer!
Versuch trotzdem, Finger für Finger abzuzählen. Du wirst überrascht sein, dass dir am Ende doch für jeden Finger ein Punkt eingefallen ist.
Ich habe mir angewöhnt, diese Übung immer vor dem Schlafengehen in Kombination mit meinem Dankbarkeits-Journal zu machen.
Erst zähle ich die zehn Punkte auf, dann notiere ich sie.

Verwandle eine Klage in etwas Konstruktives

„Mein Leben ist scheiße!“
„Dieser Job geht mir so auf die Nerven!

Was machen solche Klagen mit uns? Sie rauben Energie, verankern sich im Kopf und ziehen uns runter.
Denn das Problem wird nicht gelöst, sondern macht nur unsere Stimmung schlechter.
Das Buch liefert hier eine effektive Übung:

Wenn du das nächste Mal merkst, dass du dich über etwas beschweren musst, probiere doch mal den Weg des konstruktiven Klagens:

1. Klage! Beschwer dich!

Formuliere deine Klage in einem prägnanten Satz. (Du darfst dich hier auch ruhig auskotzen!)

2. Halte dagegen!

Überlege dir fünf konstruktive Äußerungen, die der Klage den Wind aus den Segeln nehmen und beschreiben, warum du damals so entschieden hast/warum deine Situation eben gerade so ist, wie sie ist. Finde etwas Gutes daran!

3. Bedanke dich!

Egal wie beschissen die Ausgangssituation ist – bedanke dich. Sei es nur für die Erfahrung, für die Lehre; für das, was du später daraus ziehen wirst.

Das kann zum Beispiel so aussehen:
Klage: Dieser Job geht mir so auf die Nerven und ist eine reine Zeitverschwendung!

Fünf konstruktive Äußerungen*:

  1. „Momentan ist meine Selbstständigkeit noch nicht so weit, dass ich sie hauptberuflich führen könnte. Deshalb muss ich mir mit diesem Job etwas dazuverdienen.“
  2. „Einige Kollegen sind im Urlaub und ich muss sie vertreten, weshalb eine Mehrbelastung herrscht. Das Ende der Vertretungszeit ist aber absehbar.“
  3. „Ich werde mich trotzdem reinhängen und die Arbeit so gut es geht ausführen, damit die Anderen nicht vor einem übervollen Schreibtisch stehen, wenn sie wiederkommen.“
  4. „Diese Arbeit ist nicht von Dauer; in einem halben Jahr läuft der Vertrag sowieso aus.“
  5. „Selbst, wenn es in der Arbeit heute stressig ist. Dann freue ich mich auf heute Abend und werde mich meinen Projekten widmen anstatt vor der Glotze zu landen.“

*Du musst diese Sätze nicht so ausführlich formulieren, wie ich das hier gemacht habe.

Dankbarkeit zeigen: „Ich bin dankbar, dass ich die Stelle damals angenommen habe und mir damit ein festes Einkommen sichere, das mich reisen und an meinen persönlichen Projekten arbeiten lässt.

In meinem Gastbeitrag bei Doris Pia Höbinger stelle ich noch eine weitere Dankbarkeits-Methode vor: Das Gratitude-Journal.

 
Dankbarkeit ist ein so umfangreiches Thema – wir kratzen heute nur an der Oberfläche. Dennoch trägt ein regelmäßiges Bewusstmachen all dessen, wozu wir „danke“ sagen können, wesentlich zu einer positiveren Einstellung bei. Das merke ich immer wieder.
 
Wo wünscht du dir mehr Dankbarkeit?
Und wofür bist du heute dankbar?
 

Bist du dankbar?
 

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Monthly Recap: Juli 2016

Monthly Recap: Juli 2016

Vorwort: Über Persönlichkeit im Web

Im Web ist das ja immer so eine Sache mit der Persönlichkeit. Blogger, Youtuber – wir alle versuchen, ein Stück von uns mit in unsere Beiträge zu legen, damit die Person hinter dem anderen Bildschirm, du, sich angesprochen fühlt.
Oder inspiriert. Zum Nachdenken gebracht. Oder zum Lachen.

Das Ziel: Dich und mich durch ein paar geschriebene Worte oder einen unerwartet ausgesprochenen Satz und ein Lächeln verbinden.
Und wenn du dir nur denkst, „Ha, sie mag Kinder Maxi King auch lieber als alle anderen Sorten!“ Wer fühlt sich angesprochen? Kinder Maxi King 4tw!
Dann habe ich mein Ziel erreicht.

Im Witze erzählen bin ich nur eben ganz, gaaanz schlecht. Ich kann sie mir nie merken und wenn – dann sind sie immer ziemlich unter der Gürtellinie.
Hast du einen Guten für mich?

Videos mache ich ebenfalls keine, weil ich meine Stimme grauenvoll finde. Aber sag‘ niemals nie. Ich hätte jedenfalls nie gedacht, dass ich das mal sagen würde.

Obwohl ich denke, dass ich durch meine Beiträge hier doch schon sehr offen und persönlich bin (muss ja auch, denn wir wollen im Optimalfall ja beide etwas lernen), kribbelt es in meinem Hinterkopf schon eine ganze Weile. Chrissi, da geht noch was! Deine Leserinnen wissen, das eine berufliche Veränderung anstrebst, dich nie kurz fassen kannst und gerne wandern gehst. Aber was wissen sie sonst? Was steckt an Persönlichkeit von dir hier noch drin?

Deshalb gibt es ab sofort zum Ende eines jeden Monats einen kleinen Rückblick. Was war los bei mir; wohin bin ich gereist und was hat mich begeistert?
Ich mag diese Art von Recaps. Du kannst hier hoffentlich ein Stückchen meiner Persönlichkeit mitnehmen und ich werde sie hoffentlich in einem Jahr wieder lesen und mich an fantastische Erlebnisse zurückerinnern.

In diesem Sinne: Los geht’s!

Monthly Recap #1 – Juli 2016

Stolz auf:

Meine Kondition! Im Juli habe ich nicht nur die bisher anstrengendste und längste Berg-Tour geschafft, sondern bin auch zwei Tage hintereinander wandern gewesen.
Für mich, die Sport verabscheut, eine Meisterleistung!

Monthly Recap: Wandern im Tegernseer Tal

Monthly Recap: Wandern im Tegernseer Tal

Geklickt:

Dieser Post ist zwar noch aus dem Juni, aber seit ich ihn gelesen habe, bin ich dezent im Hype für Carinas Projekt: Ich erkläre der Isolation ab jetzt den Krieg. Deiner und meiner!
Wirst du dich auch bei den Femininjas anmelden?

Gelesen:

Diesmal gar keine Sach- und Fachliteratur, sondern die Romanreihe BookLess von Marah Woolf

Kurzbeschreibung 'BookLess' Teil 1
Rätselhafte Dinge ereignen sich in den unterirdischen Gewölben der Londoner Nationalbibliothek: Lucy entdeckt leere Bücher, deren Texte verschwunden sind und deren Einbände zu Staub zerfallen. Viel schwerer wiegt jedoch, dass die Menschen diese Texte vergessen haben. Niemand erinnert sich an sie – nur Lucy.
Als die Bücher sie um Hilfe bitten und das Mal an ihrem Handgelenk ein seltsames Eigenleben entwickelt, steht Lucys Welt endgültig Kopf.
Sie ist verzweifelt.
Doch dann schleicht sich Nathan in ihr Herz, und sie hofft, dass er sie mit dieser Aufgabe nicht allein lässt…

Ein Buch für jeden, der Bücher liebt.

Als jemand, der Bücher absolut liebt, musste ich es lesen.
Die Grundidee ist auch wirklich gut; die Umsetzung war aber nicht mein Fall. Besonders die Protagonisten Lucy und Nathan waren für meinen Geschmack zu eindimensional.
Fast alle Nebencharaktere – Lucys Freunde im Speziellen – waren sympathischer als die Protagonistin.
Zudem gefiel mir der Erzählstil nicht; gerade der Zeitsprung vom 2. zum 3. Band war für mich ein reiner „ugh“-Moment.
Dennoch werde ich der Autorin eine weitere Chance geben. Irgendwann.

Gelernt:

Manchmal ist es am besten, den Leuten einfach zu sagen, was man fühlt. Genau das, genau so.
Wir neigen ja oft dazu, uns für Versäumtes durch Ausflüchte á la „Ich hatte so viel zu tun!“ halbherzig zu entschuldigen.
… Ich jedenfalls.
Anfang des Monats habe ich also einigen Menschen, bei denen ich mich viel zu selten melde, einfach geschrieben. „Ich habe dich lieb“, aber auch „Es tut mir leid, dass ich mich so selten melde.“ Oft habe ich einfach keine Lust, sofort zu antworten und vergesse es später komplett. Danach meldet sich zwar das schlechte Gewissen, aber ich antworte dann erst recht nicht mehr. Klassische Verdrängungstaktik.

Und genau das habe ich ihnen gesagt. Eigentlich ist nichts dabei – und siehe da, niemand war böse, im Gegenteil!
Wieder habe ich gemerkt, wie viel Spaß es macht, mit Andereren zu kommunizieren. Das ist es, was ich diesen Monat wieder gelernt habe.

Erlebt/Gereist:

Bella Roma! Zum Geburtstag von Franzi entschieden wir uns für einen 4-tägigen Trip in die italienische Hauptstadt.
Mal abgesehen von der beeindruckenden Geschichte dieser Stadt; von den historischen, gänsehaut-verursachenden Bauwerken und von der offenen Art der Italiener, hat sich bei mir schnell eines eingestellt: Urlaubsstimmung.

Ich war super entspannt, sog die Hitze in mich auf, probierte verrückte Eis-Sorten (Limone-Basilikum! …du lachst vielleicht jetzt, aber für mich, die weder besonders auf Eis steht, noch auf ausgefallene Sorten, war das echt eine Offenbarung!), nahm jeden Abend den Room-Service in Anpruch (die hauseigene Pizza war aber auch gut!) und fühlte mich nie schlecht dabei.
Ist das dieses La dolce vita, von dem immer alle reden?

Einziger Minuspunkt: An Tag 2 lief ich mir bereits eine gigantische Blase (Ausmaß: 2-€-Münze!) und hinkte schließlich am Ende unseres Trips nur noch…

Rom - Monthly Recap

Rom - Monthly Recap

Unser Hotel war übrigens das A.Roma Lifestyle Hotel. Es liegt außerhalb der Stadt, verfügt aber über eine sehr gute Busanbindung in die Stadt sowie über einen stündlichen Shuttle-Service (für 2 Euro pro Person/pro Fahrt).
Wir ergatterten einen super Deal über Travelbird – sonst hätten wir uns wohl kaum ein Zimmer dort geleistet. Preis-Leistung stimmt aber absolut. Der Zimmerservice war genial! 😀

Warst du schon einmal in Rom?

Inspiriert hat mich besonders:

Aileen vom Youtube-Kanal Lavendaire mit diesem Video:



Do what makes you come alive. Das Video hat mich innerlich total glücklich gemacht und gleichzeitig dafür gesorgt, dass ich mich zu einem Yoga-Kurs angemeldet und wieder an meinem Roman gearbeitet habe. Direkt danach.

Word Count:

1.343.
Eine kleine Erklärung dazu: Wie vermutlich jeder, der gerne schreibt, habe auch ich dieses eine, nicht-loslassen-wollende Romanprojekt im Kopf.
Die Idee gärt schon seit mehr als 10 Jahren (die Schreibmaschine in meinem Gedächtnis ist verdammt eifrig!); seit 2014 bringe ich das Ganze auch zu Papier. Schleppend.
Deshalb werde ich hier jeden Monat festhalten, wie viel ich für meinen Roman geschrieben habe. Ein Mini-Motivator quasi.

Zitat des Monats:

Wer anderen eine Blume sät, blüht selber auf
(Original gefunden bei So little time’s Facebook-Seite)

Random Fact:

Natürlich bin ich auch im Pokémon Go Wahn. Mein Starter? Ein Glumanda.
Schon seit Pokémon rot und blau nehme ich das Feuer-Pokémon als Starter. Immer. Da gibt es keine Ausnahme.
Spielst du auch?

Instagram-Recap:

Der Instagram-Recap von ZENtreasures.de im Juli
Instagram @zentreasures.de

Was im August ansteht:

Der erste Urlaub ohne Wegfahren seit Langem! Ich habe viel vor, aber wer weiß, ob ich alles umsetze…
Außerdem geht es wieder auf mein Lieblingsfestival. … Nicht Wacken (Wacken ist klasse, aber viel zu weit weg von mir!), sondern das Summer Breeze in Dinkelsbühl.

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#ZenMorning 3: Miracle Morning von Hal Elrod Buchreview

Miracle Morning von Hal Elrod, Buchreview. #ZenMorning

#ZenMorning 3
Buchreview zu Hal Elrod’s „Miracle Morning“

Es gibt Bücher, die willst du unbedingt lesen – und sie hauen dich um. Und ich spreche hier nicht von „Das Lied von Eis und Feuer“, obwohl die auch ziiiemlich gut sind.

Es gibt Bücher, die willst du unbedingt lesen – und dann fängst du an und quälst dich und hast eigentlich gar keine Lust mehr, weiterzulesen… aber du tust es doch, denn du hast Geld dafür gezahlt. „Miracle Morning“ von Hal Elrod ist genau so eins.

Wow. Klingt absolut lesenswert, Chrissi. Erzähl bitte weiter. Nicht.

Warum dieses Buch tatsächlich hält, was es verspricht, liest du hier.

Miracle Morning von Hal Elrod, Buchreview. #ZenMorning

„Oh bitte nein.“ Der Einstieg

Der Einstieg: Ist „Weglegenswert“ ein anerkanntes Wort? Nein? Dann erschaffe ich es hiermit.
Denn die Leseprobe der ersten paar Seiten ist absolut weglegenswert.
Wir erfahren, das Hal, der Autor, schon mit Anfang 20 ein super erfolgreicher Sales Mitarbeiter war. Verdienst: 100k im Jahr. Locker.
Bis der Unfall kommt. Der schreckliche Unfall, den er gerade noch so überlebt – obwohl die Ärzte nicht dran glaubten.
Für ihn ist das einer dieser Momente, eine dieser „lifechanging experiences“, in denen Menschen nur zu gerne ihr Leben rigoros umkrempeln.
Völlig gesund. Gut gelaunt. Erfolgreich. (bzw. in Hal Elrod’s Fall noch erfolgreicher.) Ein besserer Mensch.

… Ich bekam wortwörtlich Schmerzen vom vielen Augen verdrehen. Klischee!

Es wurde nicht besser: Als Hal erzählte, wie er sein Programm „Miracle Morning“ entwickelte und wie hervorragend alles sofort klappte, war ich kurz davor, das Buch endgültig beiseite zu legen.
Etwas vornehmen und am nächsten Tag sofort durchziehen. Mhmmm.
Sein Leben von jetzt auf gleich ändern. Mhmmm.
Und doch habe ich mir das gesamte Buch noch gekauft.
Keine Ahnung, warum ich drangeblieben bin.

Jetzt wird es interessant: Die Hard Facts

Schau dir hier an, was der Autor Hal Elrod selbst dazu sagt:

On the one hand, we all want to be happy.
On the other hand, we all know the things that make us happy.
But we don’t do those things.
Why? Simple. We are too busy.
Too busy doing what? Too busy trying to be happy.
– Matthew Kelly

95% der US-Bewohner leben ein durchschnittliches Leben. Sind mal mehr, mal weniger zufrieden; wurschteln sich so durch den Tag und fragen sich, wann eigentlich ihre große Chance kommt.
Die kommt allerdings nicht. Nie.
Denn, so Elrod, diese Menschen (er)warten nur und tun nichts.

Die übrigen 5% sind die, die mehr wollen. Und dafür etwas tun. Es sind diese 5%, die raus aus dem Durchschnitt gekommen sind, weil sie an sich arbeiten und dabei sind, ihre Wünsche, Träume und Ziele zu erreichen.

Wir wollen doch alle zu diesen 5% gehören, nicht wahr?

Miracle Morning von Hal Elrod, Buchreview. #ZenMorning

Das Konzept des Miracle Morning soll aus uns solche Menschen machen.

Anfangs habe ich nicht verstanden, was eine Morgenroutine damit zu tun hat, seine Träume zu erfüllen, erfolgreich und sportlich zu werden und mehr Geld zu verdienen.
Inzwischen ist mir das „große Ganze“ klar. Für mich definiere ich das so: Die Morgenroutine hilft natürlich nicht, dich um 180 Grad zu wandeln. Aber du lernst, neue Gewohnheiten aufzubauen. Schenkst dir Zeit, die Dinge zu tun, die du gerne tust.
Und merkst, dass du es kannst – nämlich dein Leben zu verändern.

Your entire life changes the day that you decide you will no longer accept mediocrity for yourself.
– Hal Elrod

Das Life-S.A.V.E.R.S.-Prinzip

Für den Autor ist nicht nur die morgendliche Routine an sich wichtig, sondern auch das, was wir in dieser Zeit machen.
Dafür hat er sich ein cleveres Prinzip ausgedacht, dass er S.A.V.E.R.S. nennt.

Die S.A.V.E.R.S. sind kleine Rituale, die du in deinen Miracle Morning einbauen sollst kannst.


S – Silence Ruhe
A – Affirmations Affirmationen
V – Visualization Visualisierung
E – Exercise Sport
R – Reading Lesen
S – Scribe Schreiben

Hal Elrod’s S.A.V.E.R.S. kurz erklärt

S – Silence: Ruhe verschaffst du dir Meditation, durch Atemübungen, Beten – oder einfach aus dem Fenster schauen, das Handy und alle anderen Ablenkungen ganz weit weg. Wie lange du das machst, liegt ganz bei dir. Hal Elrod meditiert inzwischen 30 Minuten am Tag, aber selbst 2 Minuten konzentriertes Ein- und Ausatmen machen dich ruhiger und befreiter.

A – Affirmations: Gemeint sind damit positive Sätze und Worte, die du dir immer wieder vorsagst. Ob laut ausgesprochen oder in Gedanken spielt dabei keine Rolle. Ich sage die Affirmationen inzwischen laut vor mich her, es kostet aber ein wenig Überwindung.
Je öfter du positive Affirmationen aufsagst, umso mehr glaubt dein Unterbewusstsein daran, dass das wirklich so ist.
Sage Dinge wie „Ich verdiene es, dass sich meine Träume erfüllen.“ oder schlicht „Ich liebe mich.“
Mal ehrlich, wenn du dir nicht sagst, dass du eine Rakete bist, wer soll es sonst tun?

V – Visualization: Nachdem du dir selbst positive Worte zugesprochen hast, geht es ans Träume erfüllen. Mach es dir gemütlich, schließ die Augen und stelle dir vor, wie du endlich deine langersehnte Reise nach Bali antrittst. Oder wie du deinen Job kündigst, um endlich voll in die Selbstständigkeit zu gehen.
Was siehst du? Was fühlst du dabei? Wer ist bei dir?
Stelle dir die Situation Schritt für Schritt vor und spüre deinen Traum mit allen Sinnen! Glaub mir, du wirst dich automatisch besser fühlen.
Durch die Visualisierung deines idealen Lebens/der Erfüllung deiner Wünsche kommst du der wirklichen Erfüllung näher. Irgendwann wird es nämlich wahr.

E – Exercise: Bewege dich! Lauf eine Runde um den Block oder beginne deinen Tag mit einem Sonnengruß.
Der Vorteil, Sport schon in deine Morgenroutine einzubauen? Du hast für den Rest des Tages deine Ruhe.
Morgensport geht trotzdem gar nicht? Dann baue deine Sportroutine einfach in deinen Tag ein. Hal Elrod rät, zumindest ein paar Dehnübungen oder Yoga zu machen, um deinen Kreislauf in Schwung zu bringen.

R – Reading: Lesen bildet. Außerdem stärkt es unser Wohlbefinden und verbessert unser Sprachgeschick. Also schnapp dir diesen Roman, den du schon seit Wochen weiterlesen wolltest und lies ein paar Seiten daraus. Oder durchstöbere deine Lieblingszeitschrift (die schon seit Wochen auf deinem Couchtisch liegt, ähem) nach einem interessanten Artikel.
Von der allseits geliebten Tageszeitung würde ich übrigens abraten. Den Morgen mit lauter Negativschlagzeilen zu füllen, ist quasi reine Selbstsabotage. Wenn du auf die Zeitung nicht verzichten willst, filtere zumindest die Beiträge.

S – Scribe: Schreibe Tagebuch, kritzle ein wenig herum, tippe an deinem Roman weiter, verfasse eine Blogpost oder schreibe einer Freundin einen Brief. Oder versuche dich doch einmal an Morgenseiten!
Schreibe. Ob zwei Zeilen oder fünf Seiten; es geht nur darum, zu schreiben.
Entspannungseffekt? 10/10.

Ausführlichere Infos kannst du dir auch in Hals Podcast (englisch) anhören.

Miracle Morning von Hal Elrod, Buchreview. #ZenMorning

Simpel, variabel – gestalte deinen Miracle Morning

Die S.A.V.E.R.S. sind wirklich simpel, für jeden umsetzbar und lassen sich beliebig variieren. Und hey, sie funktionieren!

Ich kann Sport beispielsweise nicht ausstehen. Deshalb mache ich mein E gleich zu Beginn.
Anschließend wird noch ein wenig auf der Matte verweilt, für S, wo ich meditiere. A und V mache ich derzeit nicht täglich, sondern mal abwechselnd, mal direkt auf die Meditation folgend. Am liebsten sind mir guided Meditations, die Affirmationen oder Visualisierungsübungen enthalten. Diese oder diese höre ich sehr gerne.

Den Kanal der Honest Guys kann ich ohnehin nur empfehlen! Wenn du nichts gegen männliche Stimmen bei deiner Meditation hast, hör sie dir unbedingt einmal an!

Anschließend schreibe (S) ich meine Morgenseiten und lese (R) noch ein paar Minuten. Derzeit übrigens „The 4-hour Workweek“ von Tim Ferrissund den Fantasy-Roman „Die dreizehnte Fee: Erwachen“im Wechsel.

„Aber wir ham doch keine Zeit!“

Meine Morgenroutine benötigt ca. 70 Minuten.
Die hast du nicht?
Auch dafür hat Hal Elrod eine Methode entwickelt. Den 6-Minuten Miracle Morning.
Alle sechs S.A.V.E.R.S. in genau 6 Minuten abgehandelt und trotzdem einen fantastischen Morgen haben? Hier beschreibt er, wie.

Ich habe es noch nicht ausprobiert, stelle mir das Prinzip aber z.B. auf Reisen sehr praktisch vor.

Miracle Morning von Hal Elrod, Buchreview. #ZenMorninge

Was der Miracle Morning wirklich bringt? Ein Fazit.

Nach meiner anfänglichen Skepsis „Miracle Morning“ gegenüber, gebe ich zu: Das mit den „lifechanging experiences“ stimmt doch.
Es ist nur ein Buch und doch ist der Effekt auf mein Leben riesengroß.

Natürlich ist das nicht immer so. Es gibt Tage, da beginne ich drei Mal mit einer neuen Meditation, weil mir die vorherigen nicht gefallen wollten – und gebe dann doch genervt auf.
Manchmal reicht die Zeit nicht mehr zum Schreiben und ich ärgere mich darüber („Scribe“ ist mit Abstand mein Favorit unter den S.A.V.E.R.S.).

Aber: Der Miracle Morning bringt was. Ich bin morgens wesentlich besser gelaunt; happy, weil ich mich schon bewegt habe und sprudle vor Ideen.
Und das will ich in jedem Fall beibehalten.
Damit der nächste Tag wieder ein #ZenMorning wird.

—————————————-

'Miracle Morning' von Hal Elrod
Miracle Morning bei Amazon: englisch deutsch Kindle Version

Hal’s Website (hier gibt es auch zwei Gratis-Kapitel zum Reinlesen!)

Nachtrag 01.10.2016: Mittlerweile ist das Buch auf auf deutsch im Irisiana Verlag erschienen! Hier geht’s zu einem ausführlichen Special und unter diesem Link kostenloses Bonusmaterial sowie Hal’s „30 Tage zum Miracle Morning“-Kurs. Damit gibt es keine Ausreden mehr! 😉

Wenn du über die Amazon-Links etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision dafür. Es müssen nicht einmal die Bücher sein; alles, was du über diesen Link gekauft hast, zählt. Dich kostet das keinen Cent extra; für mich ist es aber ein kleines Zuckerl für die Arbeit an diesem Post und wird in Lesestoff für zukünftige Reviews oder Software für meine Selbstständigkeit investiert. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Wie findest du das Prinzip des Miracle Morning nach Hal Elrod?
Was davon praktizierst du selbst, was nicht? Erzähl‘ mir in den Kommentaren davon und vergiss nicht, das Bild unten bei Pinterest zu teilen, wenn du möchtest! 🙂

Du bist auf den Geschack gekommen? Dann geht es hier und hier zu meinen früheren #ZenMorning-Beiträgen.
 

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Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind

Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind

Mittwoch Abend. Ich sitze in einem Fitnessstudio in Berlin und warte auf meine Freundin, deren Schichtende allerdings noch einige Stunden entfernt ist.
Trainieren will ich nicht, deswegen habe ich mir vorsorglich etwas zu Lesen eingepackt, um, die Wartezeit zu verkürzen.

Gleich zur Begrüßung reicht mir meine Freundin jedoch ein Malbuch und ein Päckchen Filzstifte.
„Hier, probier das mal aus!“

Es ist eines dieser Adult Coloring Books; ein Malbuch für Erwachsene.
Schon lange wollte ich das ausprobieren, war aber schlicht zu faul.

Also hingesetzt, das Buch durchgeblättert… und lieber mit dem Handy gespielt.

Wie so oft, wenn man etwas Neues, Unbekanntes vor sich liegen hat, wird man irgendwann doch neugierig. Unterbewusst hatte ich bereits ein Motiv gewählt und machte mich schließlich daran, einen Sugar Skull auszumalen.

Der Effekt? Unübersehbar.
Denn kaum fange ich an, blende ich alles um mich herum aus (was in einem Fitnessstudio schon etwas heißen mag).
Stattdessen ist nur noch wichtig, welche Farben ich für welchen Abschnitt meiner Malvorlage verwende.

Ich war überrascht.
Und angefixt.

Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind

Übers Wochenende war ich dann mit besagter Freundin in London.
Dort sprang es mich schier an: Das „Mumins“-Malbuch. (Hier kaufen.)

Erst bei Harrods, dann im Forbidden Planet, einem Nerd-Laden.
Ich jedoch wollte „nur mal gucken, nichts kaufen“. Also ließ ich es beide Male liegen. Und – ärgerte mich den übrigen Tag über meine Entscheidung.
Also bin ich am Tag darauf zu Waterstones am Piccadilly Circus und habe es endlich gekauft.

Seitdem habe ich es schon zig Male durchgeblättert und bin jedes Mal aufs Neue begeistert.

Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind

Obwohl ich erst eine Vorlage ausgemalt und mein eigenes Malbuch noch gar nicht verwendet habe; die positive Wirkung hat mich bereits jetzt total überrascht.

Begeisterung soll man teilen, nicht wahr?

Deshalb geht es im heutigen Blogpost um meine ersten Eindrücke zu Adult Coloring Books.

Malbücher sind doch nur was für Kinder!

… war auch mein erster Gedanke, als der Hype aufkam.
Aber – du hast es vielleicht schon mitbekommen – mit ausgefallenem Design kriegt man mich und so war ich ziemlich schnell von der Optik der vieler Adult Coloring Books begeistert. Ein bisschen Prägung hier, ein wenig Gold-Verzierung da – Verpackungs-Opfer lässt grüßen. 🙂
Geht es dir auch so?

Hand aufs Herz: Sind solche Adult Coloring Books ihren Hype überhaupt wert?

Benefits – Was dir Adult Coloring Books bringen

Dir ist langweilig? Stifte rausgekramt und eine Malvorlage ausgefüllt!

Das Schöne: Jeder kann ausmalen. Glaub mir. Jeder. Weder musst du besonders gut zeichnen/malen können, noch außergewöhnlich kreativ sein. Da die Vorlagen gegeben sind, kannst du einfach drauflos malen.
Es geht überhaupt nicht darum, besonders schön zu malen. Sondern darum, so in der Arbeit aufzugehen, dass du einfach abschaltest. Runterkommst.

Coloring Books haben denselben Effekt wie Meditation. Es entspannt den Geist, schaltet den Stress und das Hirn aus

Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind

Die Vorteile zusammengefasst:

  1. Entspannung gleicht einer Meditation
  2. Ablenkung von Stress und der Umgebung
  3. Anregung deiner Kreativität
  4. Verbesserung deiner Konzentrationsfähigkeit
  5. und – auch das finde ich wichtigdie Kosten sind relativ niedrig. Durch die Vielfalt an Ausmalbüchern finden sich auch schon unter 10 Euro wahre Schätze. Buntstifte hast du vermutlich sowieso schon zuhause. 🙂

Ein Faktor, der mich lange abgehalten hat, mich mehr mit Coloring Books zu beschäftigen: Die Zeit. Denn ja, malen ist zeitintensiv.

Andererseits ist das auch nichts schlechtes! An meinem ersten Bild saß ich ungefähr eine Stunde, welche ruck-zuck vorüber war. So sehr war ich darin vertieft – und vollkommen begeistert.

Adult Coloring Books für dich – Meine 15 Lieblinge

Wenn du jetzt inspiriert bist und vielleicht sogar schon mit dem Gedanken spielst, dir ein Malbuch zuzulegen, habe ich hier meine Favoriten für dich zusammengestellt.

Mit Klick auf die Namen kommst du direkt zur jeweiligen Amazon-Bestellseite.

Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind

|| Dream Catcher: the tree of life || Enchanted Forest || Die Mumins

Aus der „Dream Catcher“-Reihe von Christina Rose gibt es übrigens noch viele weitere, hübsche Coloring Books. Das hier ist nur mein persönlicher Liebling daraus.

Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind

|| Japan || The Magical City || Coloring Europe: Charming London

Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind

|| Mexican Day of the Dead Girls || Mermaids || The Wizard of Oz

Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind

|| Asiatische Weisheiten || Ruhe & Kraft || ZENCOLOR Gold-Edition

Auch von der Marke „Zen Color“ aus dem TOPP-Kreativ-Verlag gibt es eine riesige Auswahl mit den unterschiedlichsten Themen (Sprüche, Tiere, Anlässe, Jahreszeiten, Postkartenbücher, usw.). Ich besitze bisher Asiatische Weisheiten und habe es immer in der Handtasche, um während der Mittagspause zu malen. 🙂

Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind

|| Harry Potter || Doctor Who || Game of Thrones

Disclaimer
Wenn du über die Amazon-Links etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision dafür. Es müssen nicht einmal die Bücher sein; alles, was du über diesen Link gekauft hast, zählt. Dich kostet das keinen Cent extra; für mich ist es aber ein kleines Zuckerl für die Arbeit an diesem Post und wird in Lesestoff für zukünftige Reviews oder Software für meine Selbstständigkeit investiert. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Alle Bilder dieser Auswahl via der jeweiligen Amazon-Produktseite.

Möchtest du kein Geld ausgeben und erstmal testen, ob du mit dieser Art der Entspannung überhaupt etwas anfangen kannst?
Ab zur Google Bildersuche und ausdrucken! Es gibt zig Malvorlagen zu gefühlt jedem Thema.
Nützliche Suchbegriffe: coloring page for adults oder malbuch erwachsene

Wenn du unter Suchoptionen die Größe groß einstellst, bekommst du optimale Druckergebnisse.

Tricks und Tutorials für’s optimale Ausmalen

Malen ist leicht. Dachte ich zumindest.
Aber dann saß ich vor meinem ersten Motiv und überlegte.

Welche Farben passen zusammen?
Wofür nehme ich welche?
Rot über grün, bloß nicht. Lieber ein dunklerer Rot-Ton…
Ein Verlauf wäre schön…?

Wenn es dir auch so geht, bietet Youtube allerhand nützliche Videos zum Thema Coloring.

Zwei hilfreiche Video-Tutorials


Englisch. Den Youtube-Account von CherTheFire kann ich generell empfehlen, wenn es im Zeichentechniken geht. Sie erklärt super verständlich und sehr anschaulich.


Englisch. Schattierungen und Farbverläufe mit Buntstiften hinbekommen?
Wie das geht, erklärt dir ColoringKaria.

Regeln? Welche Regeln?

Grundsätzlich gibt es keine Regeln, wie du deine Bilder ausmalst.

Ob mit Filzstiften (ich empfehle Stabilo Pens), mit Buntstiften oder vielleicht mit Aquarellfarben?

Nimm, womit du gut arbeiten kannst.

Oder male einfach mit dem aus, was du zur Hand hast.
Nur den Edding solltest du beiseite legen. Die Farbe kann sich nämlich durchdrücken.

Ich für meinen Teil finde Malbücher für Erwachsene klasse.
Ob sich dieser Eindruck hält und ob ich meine Mumins wirklich alle ausmale (eigentlich sind sie von Natur aus weiß. ;)) – wir werden sehen.

Es wird hier in jedem Fall ein Update geben, wenn es dich interessiert.

Und? Konnte ich dich ein wenig inspirieren?
Malst du vielleicht selbst schon fleißig aus oder findest du diesen Hype übertrieben?

Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind
 

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Treasures: Happinez Magazin

Happinez Magazin

Wenn es um eine Zeitschrift geht, die kreativen, spirituell angehauchten Menschen gefällt, wird ein Name immer genannt: Flow.

Well. Ich mag die Flow. Zig Blogs haben schon über sie geschrieben. Die Themen sind interessant, das Heft ist ordentlich dick und man kann Stunden darin schmökern.

Aber – ich bin ein Design-Mensch. Und die Aufmachung dieses Magazins gefällt mir leider gar nicht. Wahrscheinlich stehe ich mit dieser Meinung alleine da.
Trotzdem – heute muss ich die Lanze für eine andere Zeitschrift auf dem deutschsprachigen Markt brechen. Das Happinez Magazin.

Happinez? What? Nie gehört.

Wie die Flow, stammt auch die Happinez ursprünglich aus Holland und wird seit 2011 in Deutschland veröffentlicht.
Sie selbst beschreibt sich so:

In verständlicher Art, in hochwertigster Haptik und Optik macht Happinez seine Leser bekannt mit einer großen Palette von Themen und Ideen, die sich mit Weisheit, Psychologie und Spiritualität beschäftigen.

Das Heft will eine Inspiration sein für seine Leser, inspirierend durch Reportagen, Interviews, anspruchsvolle Texte, hochklassige Autoren, exzellente Fotos und herausragende Layouts.

Ich kann dazu nur sagen: YES! Genau das bringt das Magazin auch rüber. Sonst würde ich es dir auch nicht vorstellen. 😉

Happinez Magazin

Ein riesengroßer Kauf-Grund für mich: Die Happinez – die spricht meine innere Elster an. Viel gold im Heft und auf dem Cover, fantasievolle Muster, satte Farben, Prägungen. Dazu ein Schriftbild aus schönen Fonts (was ich schon an Schriftarten online gesucht habe, nur weil mir wieder eine Überschrift in der Happinez besonders gut gefallen hat!) und einer übersichtlichen Aufteilung.

Und was ist drin? Ein Blick ins Heft – in Worten

Doch klar, Optik ist nicht alles. In meinen Augen überzeugt die Happinez auch absolut in Sachen Inhalten.

Jede Ausgabe steht unter einem Motto; einem Motto, das aus einer Phrase; oft sogar nur aus einem Wort besteht. Einem Wort mit Bedeutung.

So gab es schon Einzelhefte über „Glück“, „Freude“, „Achtsamkeit“, „Bleibe Dir selbst treu“, „Einfach loslassen“ (eine meiner Lieblingsausgaben!) und „Inspiration“.

Die Beiträge umfassen die verschiedensten Bereiche: Spiritualität, Reisen, Literatur, Küche, Wohnen, Schönheit, Gesundheit.

Zudem finden sich in jeder Ausgabe Interviews mit interessanten Menschen. Auch der bekannte Autor Paulo Coelho schreibt eine Kolumne für die Flow, ebenso wie Spirit-Guru Gabby Bernstein und der inspirierende Eckhart Tolle.

… und in Bildern

Happinez Magazin

Happinez Magazin

Happinez Magazin

Happinez Magazin

Happinez Magazin

Happinez Magazin

Ein Heft kostet 5,40 €. Und ja, da habe ich schon geschluckt.
Allerdings soll guter Content auch entsprechend entlohnt werden und andere Zeitschriften dieser Art sind preislich ähnlich.

Ich habe einige Jahre im Printbereich gearbeitet und die Entwicklung mitverfolgt: Dachte man 2010 noch, dass gedruckte Zeitschriften ausgedient hätten, war zwei Jahre später klar: Haben sie nicht. Im Gegenteil: Menschen lesen wieder vermehrt Magazine. Sie möchten etwas zum Anfassen; schöne, hochwertige Aufmachung und wertvolle Inhalte.

Der Hype um Magazine wie die Flow, die My Harmony und eben Happinez treffen den Nerv der Zeit.

Happinez und die Esoterik-Schublade

Ich denke, um diese Zeitschrift wirklich genießen zu können, schadet ein gewisses Grund-Interesse an Spiritualität nicht. Mich persönlich inspiriert dieses Heft immer. Genauso sind aber auch in jeder Ausgabe ein, zwei Beiträge, die mich so gar nicht ansprechen oder die mir zu hochtrabend esoterisch sind.
Auch habe ich noch nie eins der Rezepte nachgekocht oder einen der beschriebenen Beautytipps ausprobiert. Interessiert mich auch gar nicht – denn das habe ich noch bei keiner Zeitschrift.

Dafür sind besonders die psychologischen Themen extrem spannend.

Die Happinez war durchaus auch ein Anstoß, diesen Blog zu gründen. Denn auch, wenn ich nicht uninteressiert an Spiritualität war/bin, habe ich dadurch erst die ganze Bandbreite kennengelernt und angefangen, mich mehr in Themen wie Achtsamkeit und positiveres Leben einzulesen.

Es mag blödsinn sein, jedoch muss auch der Name Happinez noch einmal extra erwähnt werden. Denn: Ich finde diesen Namen toll. Es hat zwar seine Zeit gedauert, bis ich die korrekte Schreibweise drauf hatte, aber: der Name hält genau das, was er verspricht: Dieses Magazin macht wirklich glücklich!

So ist Happinez seit einer ganzen Weile das einzige Heft, welches ich regelmäßig lese und mich jedes Mal darauf freue, es im Zeitschriftenregal zu entdecken. (Leider ist es – noch? – nicht überall zu bekommen. Bei uns hat es beispielsweise nur der Tengelmann und presse&buch am Bahnhof, aber in Kiosken oder anderen Supermärkten habe ich es noch nicht gesehen.)

Happinez Magazin

Auf einen Blick
„Happinez – Das Mindstyle Magazin“ erscheint im Bauer Verlag.
Heftpreis: 5,40 €
Erscheinungsrhytmus: 8x/Jahr + Sonderhefte
weitere Infos hier

Wie siehst es mit dir aus? Kennst du die Happinez bereits oder liest sie sogar?

Welche Magazine liest du gerne?

Happinez - Das Mindstyle Magazin
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