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So rockst du 2018: 8 Rituale für dein bestes Jahr

Mein bestes Jahr: 8 Rituale für dein bestes Jahr 2018 - Zielsetzung, Zeitmanagement, Morgenroutine

8 Rituale für dein bestes Jahr 2018

And now we welcome the new year. Full of things that never have been. – Rainer Maria Rilke

Wir stehen wieder vor einem Neuanfang, wo alles möglich ist!

Ist das nicht eine Einstellung, die Mut macht?

Aus diesem Grund habe ich 8 Rituale zusammengetragen, die du zum Jahreswechsel umsetzen kannst und damit den Grundstein für dein bestes Jahr 2018 legst.

Dieser Artikel ist Teil der „Mein bestes Jahr“-Blogparade.
Mein bestes Jahr 2018 Business BookDieser Artikel ist Teil der „Mein bestes Jahr“-Blogparade.

Das „Mein bestes Jahr“ Business Book ist perfekt für alle Selbstständigen, die mit mehr Klarheit an ihre Jahresplanung herangehen wollen. Ich habe es durchgearbeitet und durfte für diesen Beitrag einige Auszüge verwenden. Bis 22.12.2017 erscheinen noch weitere Beiträge zur Blogparade. Heute veröffentlichen außerdem die Blogs 30Rockt und Paradoxes Leben einen Beitrag zum Buch, in die du unbedingt im Anschluss reinlesen solltest.

Mit diesen 8 Ritualen wird 2018 dein bestes Jahr!

1. Reflektiere und schaue voraus

Selbstreflexion ist eine mächtige Taktik, um Erfolge auszumachen, Stärken festzustellen oder Potenziale zu erkennen.

Ehrlich mit sich selbst sein und das vergangene Jahr gedanklich Revue passieren lassen, ist nicht leicht. Vor allem dann, wenn wir kein gutes Jahr hatten.
Aus den negativen Erlebnissen lernt man. Das weißt du. Oftmals merkt man erst, wenn man zurückblickt, wozu eine unbequeme Erfahrung gut war.

Folgende Fragen helfen dir, die letzten 12 Monate zu reflektieren:

  • Was lief im vergangenen Jahr besonders gut?
  • Was nicht?
  • Was habe ich gelernt?
  • Welche Ziele habe ich erreicht?
  • Was war meine größte Herausforderung und wie habe ich sie gemeistert?
  • Welche Menschen habe ich um mich?
  • Fühle ich mich in ihrer Gegenwart wohl?
  • Dieses Zitat hat mich 2017 geprägt
  • Wer hat mich inspiriert und warum?
  • Welche Filme, Bücher, Songs haben mich 2017 inspiriert?
  • Wohin bin ich gereist?
  • Was ist meine liebste Erinnerung aus dem vergangenen Jahr?

Brauchst du noch weitere Anregungen? Die Mädels von „Mein bestes Jahr“ haben mehrere Seiten dem Jahresrückblick 2017 gewidmet. Hier kannst du dir zwei davon als kostenloses PDF herunterladen. Einfach ausdrucken, ausfüllen und inspirieren lassen.

8 Rituale für dein bestes Jahr 2018 - Zielsetzung, Zeitmanagement, Morgenroutine
Genauso wichtig: Der Ausblick ins neue Jahr! Damit meine ich weniger die typischen guten Vorsätze, die sowieso zwei Tage nach Neujahr wieder vergessen sind. Vielmehr geht es darum, zu ermitteln: Was kannst du besser machen? Worauf willst du (noch) mehr Fokus legen?

Beantworte gerne folgende Fragen dazu:

  • Hier hin möchte ich reisen…
  • Das möchte ich mir gönnen,…
  • Das möchte ich neu lernen, weil…
  • Das möchte ich beibehalten, weil…
  • Das möchte ich loslassen, weil…

Diese Selbstreflexion unterstützt dich bei der Planung deiner Jahresziele.

2. Setze dir Ziele

Zielsetzung ist schwer.
Konkrete Zielsetzung erst recht.

Man hat vielleicht einen uuungefähren Plan, aber dieser verläuft sich mehr und mehr im Sand. Mit der nächsten großen Welle sind die fragilen Ziele und Vorsätze dahin. Und man steht wieder am Strand und verflucht sich, nicht schneller gewesen zu sein.

Und damit bleiben Fragen wie diese unbeantwortet:

Wie kann ich sehen, ob ich abgenommen habe, wenn ich mir nie gewogen oder gemessen?

Woran erkenne ich, dass mein Unternehmen Erfolg hat, wenn ich keine Ziele habe, die es zu erfüllen gilt?

Wandel und Erfolg sind nur messbar, wenn es eine Vorgabe gibt.

Hier kommt deine Zielsetzung ins Spiel. Man unterscheidet u.a. zwischen:

  • Jahresziele: Machen Sinn bei großen, zeitintensiven Aufgaben.
  • Quartalsziele: Ideal, wenn du über einen längeren – aber nicht zu langen Zeitraum – Ergebnisse messen willst.
  • Monatsziele: Meist Teilschritte für die größeren Ziele.
  • Wochenziele: Alles, was aktuell ansteht.

Letztere plane ich nicht voraus (dazu später mehr).

Je nachdem, was du dir für 2018 vorgenommen hast, kannst du dir Jahresziele setzen oder die Ziele in kleinere Schritte aufteilen. Führe einen Kalender, in den du deine Ziele sichtbar einträgst. Weil du sowieso täglich hineinschaust, verlierst du sie nicht aus den Augen.

Eine effektive Methode, um deine Ziele noch genauer zu definieren, habe ich dir voriges Jahr schonmal vorgestellt.

In „Mein bestes Jahr“ gibt es zur Jahresplanung und Zielsetzung ebenfalls jede Menge großartiger Denkanstöße.

Ich habe mir zwei Abende lang das Workbook für meine Neu-Selbstständigkeit vorgenommen.
Einmal aufgeschrieben, kann ich durchblättern und mich bei Bedarf neu ausrichten, sollte ich von meinen Zielvorgaben abkommen.

8 Rituale für dein bestes Jahr 2018 - Zielsetzung, Zeitmanagement, Morgenroutine

Daneben ist meine To-Go-Quelle für Zielsetzung die Youtuberin EllaTheBee. Wenn du tiefer in das Thema eintauchen willst, nimm dir 15 Minuten und schau dir dieses Video an. Ella erklärt, wie sie plant und gibt nachvollziehbare Praxistipps.

Was hast du dir für 2018 vorgenommen?

3. Lege dein Wort des Jahres fest

Sein Jahr unter ein Wort/einen Begriff zu stellen, wird immer beliebter.
Das Wort des Jahres ist wie ein Motto, das dich antreibt, unterstützt – oder wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Für welches Wort du dich entscheiden sollst? Alles, was dich irgendwie motiviert oder beschreibt, wie du gerne sein und wo du stehen willst.
z.B. Freiheit, Selbstliebe, Neues wagen, Achtsamkeit, furchtlosigkeit, loslassen, „Nein“-sagen lernen,…

Drei gute Gründe, warum du ein Wort des Jahres brauchst:

  1. Du lernst, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen
  2. Durch dein Wort gibst du dir eine Richtung vor
  3. Es hilft dir durch Veränderungen

Mein Wort des Jahres 2017? Fokus.
Das für 2018 stelle ich dir im übernächsten Blogbeitrag vor. 🙂

Mehr zum Thema findest du bei Tellyventure und ihrer Blogparade zum Wort des Jahres. Fühl dich hiermit herzlich dazu eingeladen!

4. Eigne dir eine Morgenroutine an

Wenn man anfängt, sich mit Persönlichkeitsentwicklung und Selbstverwirklichung zu beschäftigen, kommt man daran nicht vorbei: Der Morgenroutine.

Manche Menschen arbeiten morgens am effektivsten (ich gehöre auch dazu). Andere starten lieber gemütlich in den Tag.

Mit der Morgenroutine (oder Morgenritual) nimmst du dir zu Beginn eines neuen Tages bewusst Zeit für dich und dein Wohlbefinden. Du gewinnst Entspannung, Klarheit und startest mit Freude durch diese Art der Selbstfürsorge in den Tag.

Entwickelt hat sie der Unternehmer Hal Elrod in seinem Buch Miracle Morning. Seine ideale Morgenroutine besteht aus diesen Bestandteilen:

  1. Ruhe
  2. Affirmationen
  3. Visualisierung
  4. Sport
  5. Lesen
  6. Schreiben

Ich habe meine eigene Morgenroutine einige Monate lang danach ausgerichtet, verwende mittlerweile aber mein eigenes System.

Du bist alles andere als ein Frühaufsteher? Verständlich. Sich morgens aus dem Bett zu quälen (und zu Zeiten, zu denen man noch gar nicht aufstehen müsste), braucht die richtige Motivation. Besonders im Winter, wenn es noch bis 8 Uhr morgens dunkel ist.

Du kannst deine Morgenroutine natürlich auch zu einer Abendroutine machen.
Du siehst, eine Morgenroutine kannst du an deine Bedürfnisse anpassen, wie du es brauchst.

Schenke dir einfach eine halbe Stunde oder mehr am Tag, die du nur für dich hast.

5. Lerne eine Zeitmanagement-Technik

Unabhängig davon, welche Zeitmanagement-Methode du nutzt – diese Punkte helfen jedem:
Hör auf mit dem Multitasking! Vor einigen Jahren noch als DIE Produktivitätstechnik angepriesen, wissen wir heute, dass es alles andere als effektiv ist, alles gleichzeitig zu machen. Man verzettelt sich,

Beseitige alle Störquellen! Kaum geht der Blick weg vom Arbeitsplatz, hat man das Handy in der Hand, checkt Facebook, Instagram, Whats App, das Wetter, die Nachrichten, usw. Kommt dir bekannt vor? Mir definitiv.

App-Empfehlungen für mehr Produktivität und besseres Zeitmanagement

  • Die Forest App pflanzt einen Baum. Solange du konzentriert arbeitest, wächst dein Bäumchen. Gerätst du aber in Versuchung und öffnest z.B. Facebook, stirbt dein Baum. Funktioniert bei mir erstaunlich gut als Motivator.
  • Mit Rescure Time kannst du das Internet und seine Ablenkungen für einen bestimmten Zeitraum ganz „abstellen„.
  • Du müsstest an deiner Hausarbeit oder dem nächsten Blogartikel schreiben? Written Kitten belohnt dich mit niedlichen Katzenbildern, sobald du eine gewisse Wortanzahl geschrieben hast. Wenn das mal nicht die ultimative Belohnung ist (… hier spricht ein Katzenmensch!)!
  • Einfach und ohne große Einlernzeit nutzbar sind Apps wie Evernote und Trello.
  • Für Teams: Asana und Meistertask.

Meine liebste Zeitmanagement- und Organisationstechnik: Der Braindump

Schreibst du auch so gerne Listen? Dann ist das hier etwas für dich:

Bei einem Braindump – oder wie es Cordula Nussbaum nennt: „Zeitmanagement für kreative Chaoten“ – notierst du dir auf einem Blatt Papier oder einem offenen Dokument am PC alle deine To-Do’s.
Schreibe einfach untereinander und ohne Reihenfolge – Hauptsache, raus aus deinem Kopf. Damit schaffst du dir einerseits eine Übersicht, was alles ansteht. Andererseits machst du Platz für neue Ideen.

Ich nutze dafür ein Ringbuch, das aufgeschlagen an meinem Arbeitsplatz liegt. Wenn mir eine neue Idee kommt, schreibe ich sie auf die Liste.
Alles, was erledigt ist, streiche ich durch.
Was ich nicht geschafft habe, übertrage ich auf die nächste Liste.

Ich verwende dieses System bisher seit 2 Monaten und fühle mich wesentlich entspannter, weil ich weiß, dass alle Einfälle in diesem Ringbuch notiert sind. Für mich eine funktionierende Alternative zu Wochen- und Monatszielen.

8 Rituale für dein bestes Jahr 2018 - Zielsetzung, Zeitmanagement, Morgenroutine

6. Führe ein Erfolgs- oder Dankbarkeitsjournal

Dankbarkeit sorgt für eine positive Einstellung, hilft dir, Perfektionismus einzudämmen und macht dich happy.

Ich blättere regelmäßig in meinem Dankbarkeitsjournal – und freue mich zu lesen, was ich schon erreicht habe oder welche Erfolge ich verzeichnen konnte. Das ist Gold wert, wenn sich mal wieder die Selbstzweifel melden oder man in einem Tief steckt!

Nimm dir während deiner Morgenroutine Zeit dafür oder schreibe vor dem Schlafengehen. Gewöhn dir an, immer zur selben Zeit zu schreiben. Damit wird dein Erfolgsjournal / Dankbarkeitsjournal zur Gewohnheit.

Ein, zwei Sätze – oder gar Stichpunkte – jeden Tag reichen vollkommen.

Zu Beginn kommst du vielleicht ins Stocken. Vielen von uns geht es so, wenn wir reflektieren sollen, was gut an uns ist.

Hier ein paar Anhaltspunkte:

  • Was hat dich heute glücklich gemacht?
  • Hast du etwas erreicht / ein Ziel abhaken können?
  • Worauf bist du heute stolz?
  • Hast du ein Kompliment bekommen oder hat jemand etwas Nettes über dich gesagt? Was?

Selbst, wenn du keinen außergewöhnlichen Erfolg aufzuschreiben hast: Hat die Sonne geschienen und dich glücklich gemacht? Schreib das auf!

Hat der Postbote ein unerwartetes Weihnachtspäckchen gebracht? Schreib es auf!

Hast du ein Telefonat hinter dich gebracht, vor dem es dir schon seit Tagen graut? Aufschreiben! 🙂

7. Gestalte dein Vision Board

Mit einem Vision Board visualisierst du deine Ziele und Wünsche; d.h. du stellst sie bildlich dar. So kannst du neue Motivation schöpfen, wenn du gerade einen Durchhänger hast.

Ziele erfüllen sich nämlich eher, wenn du sie visualisierst.

Nicht jeder von uns ist ein visueller Typ und merkt sich Dinge am besten, wenn er sie sieht.
Aber wenn du eine Möglichkeit hast, dir deine Träume und Pläne regelmäßig vor Augen zu führen, tut sich dennoch etwas in dir: Du erinnerst dich, warum du tust, was du tust.

Und: Der Blick aufs Vision Board macht glücklich! Denn selbst wenn du noch längst nicht da bist, wo du einmal sein willst: Das Vision Board regt dich zum Träumen an und weckt deine Vorstellungskraft.

Deshalb gilt: Alles, was dein Herz zum Klopfen bringt, gehört auf dein Vision Board! (Dazu passt übrigens auch der nächste Punkt.)

Wie du mithilfe von Pinterest Schritt für Schritt ein Vision Board erstellst, erkläre ich dir hier.

Probier es aus und schreib mir, wie du es findest!

So rockst du 2018: Zielsetzung, Zeitmanagement, Morgenroutine
 

8. Dream Big!

Weißt du was? Ich finde, neben all den Vorsätzen, der Organisation und der Zielsetzung kommt eines meist zu kurz: Das Träumen!

Also sei mal so richtig unrealistisch!

Mach es dir in einer ruhigen Minute gemütlich (evtl. mit Zettel + Stift um mögliche Geistesblitze aufschreiben zu können) und träume dich zu dem Moment, in dem du deine Ziele erreichst. 

Aus jedem noch so bunten, wilden Traum kann ein echtes Ziel entstehen!
Packe alles auf dein persönliches Vision Board. Du weißt nie, was davon wahr werden könnte… 🙂

Weitere Anhaltspunkte gibt dir dieses Arbeitsblatt aus dem „Mein bestes Jahr“ Workbook.

Hört sich alles gut an? Für noch mehr Einblicke ins Buch und das zugehörige „Life & Work-Book“ schau gern auf der Website vorbei, wo du beides bei Interesse direkt bestellen kannst.

Erzähl mir doch zum Abschluss noch in den Kommentaren, ob du solche (und ähnliche) Jahresend-Rituale hast und was du dir vornimmst, um 2018 zu deinem besten Jahr zu machen?

So machst du 2018 zu deinem besten Jahr: Zielsetzung, Zeitmanagement, Morgenroutine
 

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So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

Tief überwinden, auch wenn alles nervt

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

Disclaimer
Dies ist keine Depressions-Beratung. Ich maße mir nicht an, genug darüber zu wissen.

Hier teile ich meine Erfahrungen und Learnings daraus, wie man ein temporäres Tief überwinden kann.

Wie kann man ein Tief überwinden, das einem völlig den Antrieb raubt?

Sommer. Da will man fantastische Menschen kennenlernen, Nächte durchtanzen, Träume leben.
Meine Zeit in Finnland im Juni war genau das.
Davon beflügelt tat ich etwas, das schon lange überfällig war – und ließ mich dann von der Reaktion und der daraus folgenden Angst total aus der Bahn in hinein in das schlimmste Tief seit Jahren werfen.

Vorneweg: Mir geht es gut. Ich bin da wieder herausgekommen.
Das heißt nicht, dass der Grund für mein Tief abgetaucht ist. Er ist immer noch da, aber ich räume ihm keine Präsenz mehr ein – soweit möglich. Stattdessen konzentriere ich mich auf mich selbst und die Erfüllung meiner Pläne. Fühlt sich ohnehin viel besser an, als dauernd wie in Trance seinen Ärger zu unterdrücken.

Wenn selbst Yoga nichts mehr hilft

Was tut man, um ein Tief zu überwinden, das sein Denken völlig vereinnahmt hat?
Meditation? Yoga? Rausgehen? Laut Musik hören und sich dabei die Seele aus dem Leib schreien?
Nichts davon half. Es lockerte die Wassermassen vielleicht ein wenig, senkte den Druck. Dauerhaft an Land ziehen konnte ich mich trotzdem nicht.

Ich fühlte mich an manchen Tagen (gerade, wenn es beruflich Ärger gab) wie in einem Sturm mitten im Meer. Schiffbrüchig.Nein, ich gebe nicht auf!

Aber Halt fand ich nicht.
Und während ich paddelte und versuchte, oben zu bleiben, kam der Ärger zurück und drückte mich erneut unter Wasser.

Meine Blockade wirkte sich schließlich auch auf diesen Blog aus.
Ich befolgte kaum einen meiner eigenen, funktionierenden (!) Ratschläge mehr.
Wie hätte ich weiter darüber schreiben sollen, wie großartig eine Morgenroutine ist, wenn ich sie seit Wochen nicht mehr nutzte?
Ich hätte mich wie eine Lügnerin gefühlt.

ZENtreasures ist der Ort, an dem ich meinen Weg zu einem positiveren Leben und zu meiner Berufung teile (= Erfahrungen, Rückschläge, Erfolge und all das, was mich vorangebracht hat).
Damit du als Leser/in widerum selbst angespornt wirst; ins Tun kommst oder einfach neue Herangehensweisen ausprobierst.

Komischerweise bin ich nicht die einzige, deren Sommer von einem persönlichen Tief verdunkelt wurde. Jolly hatte z.B. mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Wenn du dir häufig zu viel Druck machst und dadurch in ein Tief hineinrutscht, kann ich dir ihren Beitrag nur ans Herz legen!
Ich habe mich gefragt, ob wir unbewusst miteinander verbunden sind und deswegen zur selben Zeit ähnliches durchmachten? Doch das ist Stoff für einen anderen Beitrag.

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

So kannst du dein Tief überwinden (auch, wenn es anfangs unmöglich erscheint!)

Doch damals war mir das nicht bewusst, weil ich in meinem eigenen Sturm festsaß. Zuerst musste ich mich um mich selbst kümmern.
Zuerst musst du dich um dich selbst kümmern.
Um dein Tief überwinden zu können, musst du verstehen, was deine Gedanken mit dir machen.

„What you think you become“

– das funktioniert auch in die andere Richtung. Denkst du negativ, ziehst du weitere Negativität an.

Das Universum (… Gott, Energie, eine höhere Macht; setze hier ein, wen/was du möchtest) hat dich immer auf dem Schirm. Es denkt sich „Sowas, Chrissi ist im Moment ja ganz schön negativ eingestellt… Das heißt, ich gebe ihr noch mehr Negatives. Scheinbar will sie es so.“

Das ist das Gesetz der Anziehung. Das Universum gibt dir das, nach dem du forderst – selbst wenn es eigentlich nicht gewollt ist. Es unterscheidet nicht. Es gibt, was du ausstrahlst.
Und du kannst nicht ständig negativ denken und frustriert sein und dann positive Veränderungen in deinem Leben erwarten!

Nimm dein Tief an und akzeptiere es

Tiefs sind normal. Tiefs sind menschlich.
Und sie sind nicht dauerhaft.

Wenn es mir nicht gut geht, neige ich dazu, unterzutauchen.
Das ist keine Eigenschaft, auf die ich sonderlich stolz bin. Aber auch keine, die sich so leicht ablegen lässt.

Unterdrücken oder davonlaufen sind keine Lösung.
Du kannst nur mit deinem Tief umgehen und es überwinden, wenn du deine Emotionen und den Schmerz zulässt!

Es ist okay, eine Zeit lang unterzutauchen. Heilung erfährst du jedoch nur, wenn du dich damit auseinandersetzt und akzeptierst, dass der Schuh gewaltig drückt.

Laura Seiler hat eine – wie ich finde – wunderbare Metapher geschaffen: Stell dir vor, du bist wie das Meer. Ein Ozean aus den unterschiedlichsten Blau-Facetten.
Manchmal brodelt es an deiner Oberfläche. Du bist unruhig und deine Wellen schlagen hoch.
Aber unter der Oberfläche ist es ruhig. Du bist immer noch du. Ein tiefes, ruhiges blau.

Die Ruhe, das Glück und die positiven Gedanken stecken immer noch in dir, auch wenn du es gerade nicht merkst!

Akzeptanz ist der erste Schritt. Jetzt gilt es, tiefer zu tauchen.

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt
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Fische im Trüben um Klarheit zu finden

Auf den ersten Blick erscheint alles doof. Unfair. Beschissen.
Um aus diesem negativen Gedankenstrudel wieder herauszukommen und dein Tief zu überwinden, musst du sprichwörtlich erst einmal tiefer tauchen. Forschen, was unter der Oberfläche aus Frust liegt.

Was ist es, das dich so fühlen lässt?

Bei mir waren es Handlungen anderer Menschen.
Den wirklichen Schaden richtete ich aber selbst an.
Weil ich durchgehend daran dachte. An Gespräche durch zusammengebissene Zähne und gezwungene Lächeln. An unterschwelligen Ärger, der sofort wieder hochkochte, wenn ich die betreffende Person nur vorbeigehen sah.

Ich ließ mich so davon einsaugen, dass sich mein Denken nur noch darum drehte (das kann ich gut!).

Hinzu kamen weitere Sorgen: Angst vor der Selbstständigkeit und möglichen daraus entstehenden Geldsorgen und Druck, den ich mir selbst aufbaute.

Herauszufinden und zuzugeben, was die Ursache für dein Tief ist, erfordert Mut und Ehrlichkeit. Mach es nicht so wie ich und verdränge solche Sachen. Denn besser kann es nur werden, wenn du dich mit deinen Sorgen auseinandersetzt!

Dann kannst du loslassen.

Lass los

Normalerweise behalte ich meine Sorgen und Probleme für mich.
Ich werde von anderen als stark und selbstbewusst angesehen. Und mag es so.
Doch inzwischen frage ich mich: Ist wahre Stärke nicht genau das: Zuzugeben, dass man nicht weiter weiß, Sorgen teilen und um Hilfe bitten?

Als ein Arbeitskollege direkt fragte, was los ist und ich resigniert „Wenn man es mir schon anmerkt, muss es wirklich schlimm sein.“ antwortete, merkte ich, dass es Zeit ist, loszulassen.

Kotz dich aus. Lass alles raus.
Bei Menschen, denen du vertraust.
Ich bin normalerweise die erste, die sagt: Schreib es auf!
Aber in dieser Situation half es mir mehr, darüber zu reden. Und zwar mit direkt Beteiligten, wie mit neutralen Personen.

Mein Freund war als neutraler Beobachter enorm wichtig – hier konnte ich schimpfen, so viel ich wollte. Die Arbeitskollegen, die meine Situation täglich mitbekommen, bestärkten mich in meiner Entscheidung und holten mich immer wieder aus dem Strudel des Ärgers heraus.

Schreiben wirkt Wunder, weil du ohne Rücksicht alles loswerden kannst, was dein Tief nährt.
Du kennst dich selbst am besten – lass auf die Art los, die dir am meisten hilft.

Zum Loslassen gehört auch, zu erkennen, wann es reicht. Ich hatte schlicht keine Lust mehr auf mich selbst in dieser Verfassung.
Gut möglich, dass es dir auch so gehen wird.

Ich habe mich bewusst entschieden, diese Gefühle nicht mehr weiter zu füttern. Emotionen müssen raus, man darf sich gleichzeitig auch nicht von ihnen vereinnahmen lassen.
Erkenne, wofür du dankbar sein kannst. Alles ist nicht schlecht! Ist es nie. Wir verlieren es bloß vor lauter Wasser um und unter uns aus den Augen.

Und dann…

Finde zurück zu deinem inneren Leuchtturm

Vor Kurzem fragte die wunderbare Kea von Garnier, was wir als unseren persönlichen Leuchtturm sehen.
Meine Antwort möchte ich dir hier zitieren:

So blöd es klingen mag, mein Leuchtturm bin ich selbst. Ich strahle nicht immer, aber wenn (weil ich etwas geschaffen oder erreicht habe oder mich überwunden habe), dann umso heller und motiviere mich dadurch nur selbst, weiter zu leuchten.

Dieser Gedanke kam mir, ohne vorher groß darüber nachgedacht zu haben. Und ich finde ihn so treffend!

So ein Leuchtturm kann auch etwas sein, das dir Freude bereitet. Sport, meditieren, malen, Musik machen, kochen, in die Natur gehen, usw.
Zu Beginn mag es dir so ergehen wie mir und nichts davon zeigt Wirkung.
Du bist an diesem Punkt jedoch dabei, aus deinem Tief herauszukommen. Aufzutauchen. Wieder Luft zu erhaschen. Du kannst dieses Tief überwinden.

Sei dein eigener Leuchtturm! Es ist ganz normal, nicht immer genug Kraft zum Leuchten zu haben. Aber du hast es in dir. Zu strahlen liegt in deiner Natur!

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

 
Findest du meine Tipps hilfreich?
Wie hast du zuletzt ein persönliches Tief überwunden?
 
 

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Wie Dankbarkeit entsteht – Das Dankbar Prinzip (Buchreview)

Dankbarkeit erlernen mit dem Buch "Das Dankbar Prinzip" von Sabine Dankbar und Monika Homann

Wann warst du zuletzt richtig dankbar?
Und damit meine ich nicht, dass du „Danke“ zum Kellner sagst, der dir die Rechnung bringt. Das setze ich voraus.

Hast du jemandem eine Freude gemacht oder ein Lieblingsmensch hat dir etwas Gutes getan?
Hast du inne gehalten und darüber nachgedacht, wofür du in deinem Leben eigentlich dankbar sein kannst?

Wenn du jetzt die Stirn runzelst – I feel you.
Dankbarkeit war für mich nie relevant. Natürlich habe ich mich brav überall bedankt, aber weiter darüber nachgedacht…?

Natürlich kannst du von heute auf morgen entscheiden, dankbarer zu werden. Und das ist der erste Schritt.
Aber: Dankbarkeit ist eine Einstellung, die Übung bedarf; bewusst und regelmäßig praktiziert werden muss.
Dankbarkeit kann man lernen.

Mein Begleiter auf dieser Reise ist das Buch Das Dankbar-Prinzip: Kraft und Gelassenheit im Alltag finden* von Sabine Dankbar und Monika Homann. Der PATMOS Verlag hat es mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt, weil ich das Thema interessant fand, aber gleichzeitig selbst so wenig über „Dankbarkeit“ wusste, als dass ich dir hier einen fundierten Beitrag hätte zaubern können. Danke! (Und da haben wir es ja schon, das „danke“! ;-))

Dankbarkeit erlernen mit dem Buch Das Dankbar Prinzip von Sabine Dankbar und Monika Homann
Das Dankbar-Prinzip von Sabine Dankbar & Monika Homann. // Affiliate-Link. Hier erfährst du mehr dazu.

Dankbarkeit ist eine Kraft. […] Man erkennt und anerkennt, dass das Leben auf allen Ebenen viel zu schenken hat.
– Sabine Dankbar + Monika Homann (Das Dankbar Prinzip)

Dankbarkeit als höflicher Reflex

Ich sage oft danke.
Genauso wichtig ist mir, dass andere „danke“ und „bitte“ beherrschen.
Die Autorinnen des Buchs „Das Dankbar Prinzip“ nennen das einen „höflichen Reflex“ – und ehrlichgesagt hat mich das kalt erwischt. Denn sie haben recht. „Danke sagen“ ist für mich meist eine reine Reflexhandlung.
Danke für den Kugelschreiber.
Danke, dass du mir hilfst.
Danke für das Essen.
Danke, dass du die Rechnung übernimmst.

Selten spüre ich richtige, tiefe, ehrliche Dankbarkeit, die man z.B. erfährt, wenn einem Jemand buchstäblich den Arsch gerettet hat.
Wie steht’s mit dir?

Mir geht es gut weil ich dankbar bin

Warum überhaupt bewusst dankbar sein? Weil du dir damit Gutes tust. Und ich bin stark dafür, dass sowas Ansporn genug ist! (auch, wenn ich da selbst noch kein Vorbild bin. *hust* Sport… *hust*)

Dankbarkeit…

  • hilft dir, besser mit Stress umzugehen
  • verringert deine Selbstzweifel
  • lässt dich liebevoller mit dir selbst und mit Anderen sein
  • schenkt dir Zufriedenheit und sorgt dafür, dass du glücklich bist, mit dem was du hast
  • gibt dir eine optimistischere Einstellung

Den Autorinnen nach gibt es drei Problemzonen, die bei uns Unzufriedenheit auslösen:

  1. die vielen Möglichkeiten, aus denen wir heutzutage wählen können
  2. der Vergleich mit Anderen
  3. der Druck, immer besser sein zu müssen

Um diese Faktoren zu überwinden und Dankbarkeit zu praktizieren geht am besten in Verbindung mit zwei weiteren, wesentlichen Dingen:

Dankbarkeit und Achtsamkeit

In der Dankbarkeit nimmt Achtsamkeit einen großen Platz ein. Das eine existiert ohne das andere nicht.
Wie sollst du erkennen, wofür du dankbar sein kannst, wenn du dich nicht achtsam damit auseinandersetzt?
Macht Sinn? Macht Sinn.

Je dankbarer du bist, desto achtsamer wirst du sein – und umgekehrt.
Durch die daraus entstehende bessere Selbstwahrnehmung nimmst du auch das Lenkrad deines Lebens wieder in die Hand.

Ein achtsames Gedankenexperiment

In „Das Dankbar Prinzip“ schlagen die Autorinnen vor, einen ganzen Tag lang achtsam dankbar zu sein.
Das klingt erstmal sehr unspektakulär, ich weiß.

Tatsächlich ist es eine ganz schöne Challenge. Du nimmst dir damit nämlich vor, genaustens auf dich und deine Umgebung zu achten und alles aufzunehmen, wodurch sich in dir ein Gefühl der Dankbarkeit einstellt.

Tipp: Notiere dir am besten jede Situation direkt oder tippe sie in dein Handy! Sonst kann es sein, dass du am Abend die Hälfte vergessen hast. Gerade bei den „kleinen Dankbarkeiten“ (das Wetter, das du am liebsten magst; ein Plausch beim Bäcker am Morgen, usw.) passiert das häufig.

Ich habe es gestern ausprobiert; an einem Montag, den ich vertretungsweise ins Büro musste und – sorry – in Gedanken schon wieder kotzen musste.
Schon Mittags war ich überrascht, wie viele Dinge ich in meine Gratitude-Liste aufnehmen konnte (klicke hier, um meine Liste anzusehen).

Wie wär es also morgen mit deiner eigenen achtsamen Dankbarkeits-Tag?

Dankbarkeit erlernen mit dem Buch Das Dankbar Prinzip von Sabine Dankbar und Monika Homann

Dankbarkeit und Wertschätzung

Um dankbar sein zu können, müssen wir wertschätzen, was wir haben.
Um den Wert von etwas zu schätzen zu lernen, müssen wir dankbar dafür sein.

Aber was mache ich, wenn ich unverschuldet in eine Situation komme, die ich nicht ändern kann (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Todesfall)?
Wie kann ich eine richtig miese Situation denn überhaupt wertschätzen?

Etwas Wertzuschätzen bedeutet

  • ihm einen Wert beizumessen
  • ihm einen Stellenwert/eine Bedeutung zu geben
  • einen Sinn darin zu sehen
  • einen Nutzen daraus ziehe

… und letztlich Dankbarkeit für den Lerneffekt empfinden kann.

Dazu eine kleine Geschichte:

Frisch nach der Ausbildung angestellt, durfte ich einen Bereich übernehmen, der es in sich hatte.
Ich organisierte Helfer für durch Krankheit oder Todesfälle in Not geratene Landwirts-Familien – eine Art Nachbarschaftshilfe.
Verantwortung war gefragt und ich war stolz, dass meine Vorgesetzten mir das zutrauten.

… Die Arbeit machte mich fertig.

Zum Einen hatte ich täglich mit dem Leid der Menschen zu tun; musste weindene Mütter am Telefon trösten und verzweifelte Söhne beruhigen.
Zum Anderen stand mir zwar ein Pool an Helfern zur Verfügung, doch da diese freiwillig arbeiteten, konnten sie einen Job einfach ablehnen. So stand ich täglich vor dem Problem, zu viele Bedürftige und zu wenig Hilfe vermitteln zu können. Und sag das mal einer Familie, in der die Ehefrau viel zu jung gestorben ist und drei kleine Kinder ihre Mutter verloren haben.

Mir ging das alles so dermaßen nahe. Ich konnte nicht mehr schlafen, weil ich Angst hatte, von den Menschen und ihren Schicksalen träumen zu müssen – und von meinem eigenen Versagen, ihnen nicht helfen zu können.
Wertschätzen? Konnte ich an meiner Arbeit gar nichts mehr, auch die kleinen Erfolge und dankbaren Anrufe nicht mehr.

Irgendwann bekam ich Bauchschmerzen, die nicht mehr aufhören wollten. Ein fieses Ziehen, das keine Wärmflasche, keine Medikamente lindern konnten. Über Wochen hinweg.
Als ich endlich zum Arzt ging und dieser mich abtastete, war die erste Frage: „Was arbeiten Sie?

Es war krass.
Im Nachhinein denke ich mir: Sowas kann man einer 19-jährigen ohne irgendeiner Art von psychologischer Ausbildung nicht aufhalsen – schon alleine der Familien wegen.

Den Rest der Woche ließ ich mich krankschreiben.
Anschließend bat ich meinen Chef um ein Gespräch und… fing direkt zu heulen an.

Was er daraufhin tat, werde ich nie vergessen: Er bedankte sich bei mir. Erklärte, dass meine Arbeit so wertvoll für die Familien war. Ob ich das denn nicht selbst sehen könnte?

Damals konnte ich das nicht.

Normalerweise erzähle ich das niemandem. Nur, was ich gearbeitet habe und dass es „heftig“ war, ja. Aber wir sind ja hier quasi unter uns. 😉
Ich hielt mich lange für schwach, weil ich diese Situationen so nah an mich heran ließ.

Jetzt erkenne ich langsam, dass ich dankbar für diese Erfahrung sein kann – und was ich getan habe, wirklich wertvoll war.

So lernst du, dankbarer zu sein

Die 3 schönsten Übungen aus Das Dankbar Prinzip

Change it, love it or leave it

Mein absoluter Favorit aus „Das Dankbar Prinzip“ ist das Konzept „Change it, love it or leave it“.
Erfunden von Henry Ford, ist es ein geniales Tool, um Entscheidungen zu treffen, mit Altlasten umzugehen oder mögliche Veränderungen einzuleiten.

Ändere es, liebe es oder lass es sein

Wenn du mit einem Bereich in deinem Leben nicht zufrieden bist (Beispiel: Job), dann

  • Ändere es (= ändere etwas an der Situation, z.B. indem du mit deinem Arbeitgeber sprichst und nach möglichen Optionen zur Verbesserung deiner Lage suchst)
  • Liebe es (= akzeptiere, wie es ist und bleibe dabei)
  • Lass es (= ziehe einen Schlusstrich, z.B. indem du deinen Job kündigst)

Ich selbst habe dieses Prinzip schon seit längerem unbewusst in mein Leben eingebaut. Im Rahmen meiner Aufschieberitis habe ich reinen Tisch mit meinen „To-Do-Listen“-Leichen gemacht und alles von der To-Do-Liste gestrichen, das mich eigentlich nicht (mehr) interessiert. Damit lebt es sich leichter!

Zehn Finger der Dankbarkeit

10 Dinge aufzuzählen ist schwer!
Versuch trotzdem, Finger für Finger abzuzählen. Du wirst überrascht sein, dass dir am Ende doch für jeden Finger ein Punkt eingefallen ist.
Ich habe mir angewöhnt, diese Übung immer vor dem Schlafengehen in Kombination mit meinem Dankbarkeits-Journal zu machen.
Erst zähle ich die zehn Punkte auf, dann notiere ich sie.

Verwandle eine Klage in etwas Konstruktives

„Mein Leben ist scheiße!“
„Dieser Job geht mir so auf die Nerven!

Was machen solche Klagen mit uns? Sie rauben Energie, verankern sich im Kopf und ziehen uns runter.
Denn das Problem wird nicht gelöst, sondern macht nur unsere Stimmung schlechter.
Das Buch liefert hier eine effektive Übung:

Wenn du das nächste Mal merkst, dass du dich über etwas beschweren musst, probiere doch mal den Weg des konstruktiven Klagens:

1. Klage! Beschwer dich!

Formuliere deine Klage in einem prägnanten Satz. (Du darfst dich hier auch ruhig auskotzen!)

2. Halte dagegen!

Überlege dir fünf konstruktive Äußerungen, die der Klage den Wind aus den Segeln nehmen und beschreiben, warum du damals so entschieden hast/warum deine Situation eben gerade so ist, wie sie ist. Finde etwas Gutes daran!

3. Bedanke dich!

Egal wie beschissen die Ausgangssituation ist – bedanke dich. Sei es nur für die Erfahrung, für die Lehre; für das, was du später daraus ziehen wirst.

Das kann zum Beispiel so aussehen:
Klage: Dieser Job geht mir so auf die Nerven und ist eine reine Zeitverschwendung!

Fünf konstruktive Äußerungen*:

  1. „Momentan ist meine Selbstständigkeit noch nicht so weit, dass ich sie hauptberuflich führen könnte. Deshalb muss ich mir mit diesem Job etwas dazuverdienen.“
  2. „Einige Kollegen sind im Urlaub und ich muss sie vertreten, weshalb eine Mehrbelastung herrscht. Das Ende der Vertretungszeit ist aber absehbar.“
  3. „Ich werde mich trotzdem reinhängen und die Arbeit so gut es geht ausführen, damit die Anderen nicht vor einem übervollen Schreibtisch stehen, wenn sie wiederkommen.“
  4. „Diese Arbeit ist nicht von Dauer; in einem halben Jahr läuft der Vertrag sowieso aus.“
  5. „Selbst, wenn es in der Arbeit heute stressig ist. Dann freue ich mich auf heute Abend und werde mich meinen Projekten widmen anstatt vor der Glotze zu landen.“

*Du musst diese Sätze nicht so ausführlich formulieren, wie ich das hier gemacht habe.

Dankbarkeit zeigen: „Ich bin dankbar, dass ich die Stelle damals angenommen habe und mir damit ein festes Einkommen sichere, das mich reisen und an meinen persönlichen Projekten arbeiten lässt.

In meinem Gastbeitrag bei Doris Pia Höbinger stelle ich noch eine weitere Dankbarkeits-Methode vor: Das Gratitude-Journal.

 
Dankbarkeit ist ein so umfangreiches Thema – wir kratzen heute nur an der Oberfläche. Dennoch trägt ein regelmäßiges Bewusstmachen all dessen, wozu wir „danke“ sagen können, wesentlich zu einer positiveren Einstellung bei. Das merke ich immer wieder.
 
Wo wünscht du dir mehr Dankbarkeit?
Und wofür bist du heute dankbar?
 

Bist du dankbar?
 

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