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Erkenne dein Potential! Die Erfolgsformel nach Katharina Pommer

Erkenne dein Potential! Die Erfolgsformel - Erkenne dein Potential durch diese 7 Fragen / zentreasures.de

Erkenne dich selbst und entfalte dein Potenzial mit der Erfolgsformel nach Katharina Pommer

Ich vermute, dass du diesen Blog liest, weil du nicht nicht weißt, wohin dich dein (beruflicher) Weg führt, welche Potentiale und Talente in dir stecken und wie du deine Berufung leben könntest.

„Lebe deine Vision!“ hört/liest man ja ständig irgendwo. Aber wie oft habe ich mich selbst gefragt, wie das gehen soll?! Wie erkenne ich denn, was meine Vision ist? Wie entdecke ich versteckte Fähigkeiten in mir und wie höre ich auf, dauernd an mir zu zweifeln und die Dinge stattdessen endlich anzugehen?

Katharina Pommer, über deren inspirierenden Werdegang ich dir letzte Woche schon erzählt habe, hat dafür ihre Erfolgsformel entwickelt.

In dieser Erfolgsformel stellt sie 7 Fragen, mit denen du erkennst:

  • Wer bin ich?
  • Was brauche ich?
  • Wie baue ich Selbstvertrauen auf – sowohl beruflich, als auch mir selbst und meiner Familie/meinem Partner gegenüber?

Damit legst du die Grundmauern, um deine Berufung leben zu können.

Schauen wir uns die einzelnen Fragen aus Katharina Pommers Erfolgsformel und ihre Hintergründe genauer an:

Frage 1 der Erfolgsformel: Wo bist du? – Deine Grundbedürfnisse

Diese Frage ist auch die am Schwersten zu beantwortende.

Werden deine Grundbedürfnisse, d.h. Sicherheit, Liebe, Geborgenheit, befriedigt? Und wurden sie auch in deiner Kindheit erfüllt?

Um die Tragweite dieser Frage verständlicher zu machen, hat Katharina Pommer mir vom „Still Face Experiment“ erzählt: Dabei wurden Babys darauf getestet, wie sie auf ihre Mütter reagieren. Bis in den 80er Jahren dachte man nämlich, dass Babys überhaupt nichts fühlen.
Bekam das Baby während des Experiments Aufmerksamkeit von der Mutter, ein Lächeln und liebevolle Worte, war alles gut. Das Baby war zufrieden, sicher und glücklich.
Kümmerte sich die Mutter jedoch mit einem „still face“, also einem unbewegten, emotionslosen Gesichtsausdruck, um das Baby, versuchte es zwar eine Zeitlang, nach Aufmerksamkeit zu schreien und zu weinen – aber irgendwann resignierte es und bliebt still und reglos.

Dieses Beispiel verdeutlicht, dass wir bereits von klein auf Selbstbewusstsein verlieren und keinen Selbstwert aufbauen können, wenn wir ignoriert werden.

Selbstbewusstsein fußt ganz stark auf Kindheitserfahrungen. Wurden meine Bedürfnisse gehört? Welche Beziehung hatte ich zu meinen Eltern? Wie bin ich groß geworden?

Gerade wenn die Grundbedürfnisse nicht richtig erfüllt wurden, wachsen wir zu Menschen heran, die immer versuchen, aber nichts schaffen.
„Ich versuche alles – aber komme nicht weiter, denn niemand interessiert sich wirklich für mich.“ Je nachdem, Wie sich um uns als Baby gekümmert wurde.

Die Neurowissenschaft hat herausgefunden, dass nicht jeder Mensch Freude und Erfolg, aber auch Trauer und Misserfolg gleichermaßen aushält. Warum?

Stell dir vor, du hattest einen wunderschönen Tag, hast dich mit deinen liebsten Menschen umgeben und warst glücklich. Und dann bist du abends zuhause – und fühlst dich leer oder fabrizierst unnötiges Drama, von dem du vielleicht selbst nicht weißt, woher es kommt.
Vielleicht kennst du diese Situation?

Das ist ein ganz normaler Vorgang. Dadurch balanciert dein Gehirn quasi deine Gefühle wieder aus, damit du wieder zurück in deine Komfortzone gelangst.

Frage 2 der Erfolgsformel: Wer bist du? – Dein Potential

Hier geht es darum, dich mit deinem Selbst zu beschäftigen.

Anhand Fragen wie

  • Wer bin ich?
  • Welche Visionen, Träume habe ich?
  • Welche Stärken, Talente und Fähigkeiten habe ich?

lernst du dich und dein Potential besser kennen.

Tatsächlich beschäftigen sich die wenigsten damit. Sie kennen ihre Talente und Fähigkeiten überhaupt nicht. Das ging mir auch lange so.

Die Gesellschaft macht es uns doppelt schwer. Denn wer etwas besonderes kann, wird entweder hochgelobt oder mit „Ach, die gibt doch nur an“ herabgewürdigt.

Ein Beispiel: Die Schule. Wir funktionieren in der Schule immer auf die gleiche Weise. Stehen zur selben Zeit auf, setzen uns auf unsere Plätze; wenn der Gong schlägt und melden uns, wenn uns eine Frage gestellt wird. Wir machen alle dasselbe – werden aber nicht in unseren eigenen Fähigkeiten gefördert.
Man würde nie auf die Idee kommen, dieses System zu hinterfragen, nicht wahr? Denn es ist einfach so – war schon immer so. Selbes gilt für die Entdeckung deines Potentials. Nur, wenn du dich wirklich hinsetzt und deinem Innersten zuhörst.

Hier kann es dir auch helfen, eine zweite Meinung einzuholen. Andere sehen oft besser, was für Stärken und Potentiale in uns versteckt sind.

Mit der Erfolgsformel von Katharina Pommer erkennst du in 7 Schritten dein wahres Potienzial

Frage 3 der Erfolgsformel: Was tust du damit? – Dein Charisma

Du solltest nun deine Gaben/Potenziale kennen. Überlege dir, was du damit tun kannst!

Setzt du sie ein oder nicht? Lässt du sie brach liegen oder beginnst du, ihnen mit Leidenschaft und Enthusiasmus nachzugehen und zeigst der Welt, was du kannst? Oder lässt du dein Potential in der hintersten Schublade liegen?

Selbstzweife sind ein großer Faktor, der uns davon abhält, unser Charisma zu entfalten. Wir glauben von vorneherein, etwas nicht zu schaffen, also warum überhaupt überlegen, was wir aus unseren Gaben machen könnten?

Verständlich. Aber – dare to dream! Erlaube dir ruhig einmal, wild zu spinnen, zu träumen und zu überlegen, was du alles tun könntest. Egal, wie realistisch oder unrealistisch es auch sein mag.

Was tust du mit deinen Gaben?

Frage 4 der Erfolgsformel: Wie tust du es? – Die Qualität

Du weißt, wo du herkommst, wer du bist. Du kennst dein Potenzial und hast Selbstvertrauen in deine Fähigkeiten aufgebaut. Jetzt geht es darum, zu entscheiden, wie du deiner Berufung so nachgehen kannst, dass sie den bestmöglichen Wert für andere bringt.

Welche Werte zeichnen dich und dein Produkt/deine Idee aus? Was für eine Qualität haben deine Fähigkeiten und Produkte? Wie wichtig ist dir Qualität überhaupt?
Und: Wie kannst du das, was du bist und du kannst, einsetzen?

Du hast dich schon immer gerne mit Grafikdesign beschäftigt und willst das weiterhin verfolgen? Dann liegt die Wahl nun bei dir, ob du mit Paint oder Adobe Photoshop arbeitest..

Frage 5 der Erfolgsformel: Für wen tust du es? – Die Menschen

Deine Kunden, deine ideale Zielgruppe – sind Menschen. Die, die den oben angesprochenen Wert durch deine Berufung erhalten sollen.
Für wen willst du also zuständig sein? Wer sind die Menschen, die du ansprechen und als Kunden haben willst?

Stell dir vor, du ziehst eine neue Kaffeerösterei auf mit dem besten Fair Trade Kaffee, den man kriegen kann. Der Ehrgeiz hat dich gepackt und so willst du deinen perfekten Kaffee unbedingt an die Menschen verkaufen, die normalerweise keinen Kaffee trinken.
Mit ziemlicher Sicherheit wirst du keinen Kaffee verkaufen.
Viel mehr Sinn macht es deshalb, andere Kaffeeliebhaber mit deinem Produkt anzusprechen, die de Geschmack wirklich wertschätzen werden.

Frage 6 der Erfolgsformel: Warum tust du es? – Deine Vision

Die Frage nach dem Warum ist laut Katharina Pommer die Wichtigste. Beantworten kannst du sie dir jedoch erst, wenn du die vorherigen Fragen geklärt hast.
Jeder Mensch hat ein Warum; eine Vision. Verlieren wir dieses Warum, werden wir mutlos und sogar depressiv.

Es ist wie beim Bergsteigen:Du stehst auf dem Gipfel, genießt die Aussicht, bist stolz… und dann fragst du dich: Was kommt jetzt?
Der Mensch ist erst voll eingebunden und erfüllt, wenn er den nächsten Gipfel erklimmen kann.
Doch um nach oben zu kommen, muss man erstmal wieder nach unten ins Tal.
Das Schöne: Du musst den nächsten Berg nicht alleine erklimmen. Du packst dir alles, was du brauchst in deinen Rucksack und wenn das nicht reicht, lässt du dich von einem erfahrenen Bergführer anleiten.

Sei bereit, um Hilfe zu bitten – und sie anzunehmen.

Auf die höchsten Berge fährt keine Seilbahn.

(… mit solchen Beispielen kriegt man mich halt auch immer :D)

Mit der Erfolgsformel von Katharina Pommer erkennst du in 7 Schritten dein wahres Potienzial

Frage 7 der Erfolgsformel: Mit wem umgibst du dich? – Dein Umfeld

In der Neurowissenschaft wurde auch erkannt, dass die Nervensysteme der Menschen sich wie ein Herzschlag einander angleichen. Dieser Vorgang ist dafür verantwortlich, dass du dein Selbstvertrauen stärkst oder es verlierst.

Um auf das Reis-Experiment zurückzukommen:
Wenn ich von Menschen umgeben bin, die den Reis ignorieren – verschimmle ich.
Wenn ich aber von jemandem umgeben bin, der mir gut zuredet – kann ich wachsen.

Verstehst du?

Das ist Kraft eines erfüllten Erfolges.
Schau dich in deinem näheren Umfeld einmal um. Wer sind die Menschen, die du (täglich) in deinem Leben hast. Tun sie dir gut? Unterstützen sie dich oder blockieren und bremsen sie dich?

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Katharina Pommer hat mir eine Übersicht dieser Fragen für dich zum Download zur Verfügung gestellt. Du kannst sie dir hier kostenlos herunterladen:

Mit der Erfolgsformel von Katharina Pommer erkennst du in 7 Schritten dein wahres Potienzial

© Katharina Pommer

Dein wichtigstes Werkzeug, um dich selbst zu erkennen und dein Potential zu entfalten

Eigenverantwortung.

Nach Katharina Pommers Erfahrung sind die Auslöser für unseren Wunsch nach Veränderung Lebenskrisen. Ein Unfall, eine Krankheit, eine Scheidung und andere einschneidende Erlebnisse verleiten uns dazu, nach etwas zu suchen.

Es reicht nicht, am Ende „eventuell vielleicht“ glücklich zu werden – sondern wirklich zurückblicken zu können und zu sagen „Ja, ich habe meine Berufung gelebt und ein erfülltes Leben gehabt.“

Deshalb ist Eigenverantwortung so wichtig. Du musst aufhören, die Schuld ständig bei anderen zu suchen.

Zu Freud’s Zeiten haben wir es uns einfach gemacht: Er sah die Schuld für unsere Persönlichkeitsstörungen in unseren Müttern – und das macht es einfach. Die Mama ist schuld, dass ich so bin und nicht vorankomme. Mimimi.

Doch die Kraft, dein Potential zu entfalten und deiner Berufung zu folgen, liegt in dir. Nicht in deiner Mutter, deinem Vater, deinem Partner/Partnerin. Nur in dir.

Du hast alles, was du brauchst.

Sich selbst vertrauen ist Selbstvertrauen

Selbstvertrauen baut sich auch durch Erfahrung auf. Alles, was neu ist, macht uns Angst. Immer. Uns fehlt das Vertrauen – und das ist okay.

Wie kannst du dein Selbstvertrauen steigern?

Entweder fasst du dieses Vertrauen in dich durch dich selbst: Noch weiß ich es nicht, aber ich glaube an mich und werde es schaffen.

Oder du hast jemanden, der an dich glaubt – den Bergführer. Keinen Bergtreiber.
Ich traue es mir nicht zu, weil ich es nicht gewohnt bin, etwas in die Hand zu nehmen. Deshalb hole ich mir Unterstützung.

Wir brauchen andere Menschen, die uns an die Hand nehmen und uns Vertrauen schenken, bevor wir es uns selbst geben können. Auch das ist Eigenverantwortung.

Sei wie eine gute Freundin, die deinen Gegenüber in den Arm nimmt und ihm/ihr gut zuredet. Du schaffst das, probieren wir es gemeinsam!“
Und wenn dir genau diese Person fehlt, kannst du mich gerne jederzeit privat anschreiben – stärken wir uns gegenseitig auf unserem Weg!

Hast du Fragen zur Erfolgsformel? Stell sie mir gerne und ich leite sie bei Bedarf an Katharina Pommer weiter!

You are made of stars
 

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Ikigai – So findest du deinen Grund, morgens aufzustehen

Ikigai. Über den Grund, morgens aufzustehen und wie du ihn findest

Ikigai – Dein Grund, morgens aufzustehen

Derzeit geistern viele Trendwörter umher. Nicht nur „Ikigai“, auch das dänische „Hygge“ liest man überall.
Was sie gemeinsam haben? Sie erinnern uns daran, unser Leben positiv zu gestalten.

Gerade in Zeiten, wo wir uns vorrangig über Social Media definieren, Likes und Follower mit dem eigenen Ego gleichzusetzen sind, brauchen wir einen Ausgleich.
Ob es nun das „hyggelige“ Zuhause ist – oder berufliche und persönliche Erfüllung.

Natürlich sind es nur Worte und nur weil ich ihre Bedeutung gut finde, heißt es nicht, das sich dadurch schon etwas an meinem Leben ändert.

Ich finde das Konzept dennoch sehr spannend und möchte es dir heute näher bringen.

Wofür es sich zu leben lohnt

Der Begriff „Ikigai“ kommt aus Japan und beschreibt den Grund deines Lebens.
Das, wofür du morgens aufstehst.

Und damit meine ich nicht den ungeliebten Brötchenjob, für den du dich aus dem Bett kämpfen musst, ob du willst oder nicht.
Sondern rein deine Leidenschaften. Bei mir ist das z.B. dieser Blog.

Hast du dein Ikigai gefunden, führst du automatisch ein glückliches und langes Leben.
Kein Wunder, dass die Japaner zu den ältesten Menschen der Welt gehören.

Geld spielt in diesem Konzept erstmal eine untergeordnete Rolle. Auch die Einwirkungen von außen (z.B. Erwartungen der Gesellschaft, wie du zu leben hast) sind zweitrangig.
Es geht um dich.

Ikigai ist die Schnittmenge aus vier verschiedenen Lebensbereichen. Wenn diese im Einklang sind, weißt du, wofür du auf dieser Welt bist – in der Theorie zumindest.

Diese Grafik, die ich für dich ein wenig aufgearbeitet habe, stellt das Ganze etwas anschaulicher dar:

Grafik zum Ikigai-Prinzip

Die vier Bestandteile sind:

PASSION / LEIDENSCHAFT (Was liebst du?)
MISSION (Was kannst du gut?)
VOCATION / BERUFUNG (Was braucht die Welt, das du ihr geben kannst?)
PROFESSION / BERUF (Kannst du dich dafür bezahlen lassen?)

In der Welt der digitalen Nomaden und Online-Businesses gibt es den sogenannten „Sweet Spot“. Vielleicht hast du davon schon gehört.
Interessant finde ich, dass der Begriff „Ikigai“ dem sehr ähnelt.

Dein Sweet Spot ist der Punkt, an dem dein Können und der Nutzen für andere Menschen sich überschneiden.

Wie in der Grafik oben dargestellt, geht es um die Schnittmenge aus deiner Leidenschaft, deinen Talenten, dem Nutzen für Andere – und der Möglichkeit, ob Menschen dafür zahlen würden.
Etwas zu finden, das dich nicht nur jeden Morgen freudig aus dem Bett springen lässt, sondern auch dir auch Geld einbringt. Wenn du hier mitliest, bist du höchstwahrscheinlich genau danach auf der Suche.

Ich gebe zu, mir bereitete es ziemliche Schwierigkeiten, diesen Punkt herauszufinden.

Es gibt allerdings eine Übung, die dir dabei hilft – mir hat sie jedenfalls weitergeholfen.

Finde dein Ikigai / deinen Sweet Spot

Tipp: Du kannst hier schon aktiv mitarbeiten.
Suche dir einen Platz, an dem du eine Weile ungestört sein kannst und lege dir etwas zu Schreiben bereit.

Schauen wir uns die einzelnen Eckpunkte genauer an:

Passion: Wofür schlägt dein Herz?

Womit verbringst du Stunden ohne zu merken, wie die Zeit vergeht?
Worüber könntest du immer reden?
Was kannst du besonders gut und bekommst immer wieder positives Feedback dazu?

Notiere die Antworten auf diese Fragen in Stichpunkten auf deinen Zettel.

Alles, was du aufgeschrieben hast, sind deine Leidenschaften; die Dinge, die du liebst.

Mission: Dein Können

Jetzt geht es nicht nur um das, was du liebst, sondern das, was du besonders gut kannst!

Nimm dir wieder Zettel und Stift zur Hand und notiere deine Fähigkeiten und Talente.

Meist ist das, was du am besten kannst, auch das, was dir am meisten Freude bereitet.

Oft unterschätzen wir uns und spielen unsere Talente und Fähigkeiten herunter. Mach das nicht! Schreib wirklich alles auf, was dir einfällt.
Auf meiner Liste steht zum Beispiel „Auge für Design und Farben“ und „sprachbegabt“; ebenso wie „Kann mir Songtexte schnell merken“ und „Zunge einrollen“.

Dir fällt dieser Schritt trotzdem schwer? Dann frag bei Menschen, denen du vertraust, nach deinen Stärken. Sie werden dir wesentlich mehr verraten, als du denkst.

Auch deine (Schul-)Bildung gehört dazu.
Versteife dich allerdings nicht zu sehr darauf. Vielleicht hast du ein abgeschlossenes BWL-Studium oder warst in der Schule Klassenbeste in Biologie – aber so wirklich wichtig sind dir diese Fähigkeiten nicht. Das ist völlig okay.

Profession: Was braucht die Menschheit?

Im besten Fall willst du von dem, was du gerne tust, leben können.

Und gerade kreative Menschen haben es da nicht immer leicht. Ich weiß das.
Aber bedenke: Immer mehr Menschen sind bereit, für individuelle Dienste Geld zu bezahlen. Personalisierung wird groß geschrieben.
Mittlerweile kannst du von überall auf der Welt aus arbeiten. Gerade das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten, Geld zu verdienen und gleichzeitig, anderen Menschen zu helfen.

Wer hätte beispielsweise vor 10 Jahren gedacht, dass man mit Blogs Geld verdienen könnte?

Schränk dich nicht ein. Es gibt meiner Erfahrung nach quasi nichts, wofür andere Menschen nicht bezahlen würden.

(Solltest du jedoch so eine bahnbrechende Idee, wie es das Handy war, haben… lass jetzt alles stehen und liegen und melde ein Patent an. ;))

Vocation: Deine Berufung

Was ist dir wichtig im Leben? Könnten Andere davon profitieren?
Worauf willst du am Ende deines Lebens stolz sein?

Es geht darum, die Welt mit deinem Können zu bereichern.

Meist kommen von Außen sofort „gute Ratschläge“ á la „such dir lieber etwas handfestes“ und „du kannst doch damit kein Geld verdienen“ (Stichwort „brotlose Kunst“).
Lass dich davon nicht verunsichern. Diese Menschen haben ihre Träume entweder längst begraben – oder können gar nicht verstehen, dass ein Beruf auch eine Berufung sein kann.

Ich dachte selbst lange genug, dass ich weiter als Sekretärin arbeiten müsste, weil meine eigentlichen Träume sowieso kein Geld einbringen würden.
Dabei will ich designen und schreiben. Was meinst du, wie viele designende Schreiberlinge es auf der Welt gibt?
Aber es gibt nur eine einzige Person, die meinen Stil hat – nämlich mich selbst.

Die Welt braucht deine individuelle Stimme, also lass dich nicht davon abhalten, dass andere das Gleiche tun.

Ikigai - Dein Grund, morgens aufzustehen

Ikigai: Finde die Schnittmenge

Dir wird möglicherweise inzwischen der Kopf rauchen – und dein Blatt Papier sollte ordentlich vollgeschrieben sein.
Gut gemacht!

Nun machen wir uns daran, aus deinen Talenten, Wünschen und Leidenschaften dein Ikigai herauszufiltern.

Umkreise mit einem Stift alle Punkte, die zusammenpassen.
Ich empfehle dir, dafür eine andere Farbe zu benutzen – der Übersichtlichkeit wegen.

Betrachte die hervorgehobenen Punkte genauer: Kristallisiert sich da schon ein Schema heraus?

Machst du zum Beispiel super gerne Sport und schreibst vor dem Schlafengehen Kurzgeschichten?
Überlege, wie sich das kombinieren lässt.
Ein Sportblog? Ein Youtube-Kanal mit Übungen? Trainingspläne, die du zu einem ebook zusammenfassen und verkaufen kannst?

Stehst du auf niedliche japanische Tierfiguren und doodelst gerne herum, wenn dir langweilig ist?
Wie wäre es mit einem selbstgezeichneten Webcomic? Oder der eigenen Kawaii-Schreibwaren-Kollektion?

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt; behalte aber die vier Bestandteile aus der Grafik oben im Hinterkopf.
Du willst deine Talente und Leidenschaften ausleben und gleichzeitig den Menschen etwas zurückgeben – und natürlich Geld verdienen.

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Letzten Endes ist Ikigai nur ein weiteres Wort für unseren Wunsch nach Selbstverwirklichung.
Wenn du aber einen Wegweiser brauchst, in welche Richtung du dein Leben lenken willst, ist es ein großartiges Konzept.
Wenn dich das Thema interessiert, empfehle ich dir, hier weiterzulesen:
Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst
Wie du mit einer Morgenroutine bestmöglich in den Tag startest

Ich persönlich stelle es mir jedenfalls absolut umwerfend vor, wenn man weiß, wofür man jeden Morgen aufsteht – und zwar freiwillig und gerne.

Hast du schon einmal von diesem Konzept gehört?
Was ist dein Ikigai?

 

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#ZENtalks 1: Interview mit Jolly von Jolly Tallica

Interview mit Jolly von Jolly Tallica

Willkommen bei den #ZENtalks!

Wusstest du, dass es als Kind mein größter Traum war, Radiomoderatorin zu werden?
Über die Jahre hatte ich zwar viele, viele Berufswünsche, Radiomoderatorin hielt sich aber am längsten – abwechselnd mit Journalistin.

Ich hing stundenlang vorm Radio, nahm freitags die Charts auf Kassette auf, sprach meine eigenen Moderationen auf Band und führte Interviews mit imaginären Personen (übrigens nie mit meinen Stofftieren, ich redete lieber mit meinen OC’s, meinen selbst ausgedachten Charakteren :)).

Und nun sind wir hier. 15 Jahre später.
Radiomoderatorin bin ich nicht geworden. Macht aber nichts.
Denn das heißt nicht, dass ich nicht trotzdem Interviews führen kann.
(Psst, ich spiele auch mit dem Gedanken, Podcasts aufzunehmen! Was meinst du – ohne meine Stimme zu kennen, würdest du dir das anhören?)

Ab sofort gibt es auf ZENtreasures die neue Kategorie #ZENtalks, wo ich tolle Frauen interviewe, die sich auf einem ähnlichen Weg befinden wie ich.

Als Erste habe ich mir dafür die liebe Jolly vom Blog Jolly Tallica geschnappt!
Ihren Blog hat sie relativ zeitgleich zu ZENtreasures gegründet – darüber bin ich echt froh, denn ich lese seither unheimlich gerne rein.

Los geht’s – viel Spaß mit dem ersten #ZENTalk!

Interview mit Jolly von Jolly Tallica

#ZENtalks 1: Interview mit Jolly von Jolly Tallica

Hallo Jolly! Stell dich doch bitte für meine LeserInnen vor:

Hallo Chrissi und hallo ZENtreasures-Leser!

Ich finde es immer total schwer, mich vorzustellen.
Standardsätze wie „Hallo miteinander, ich bin Jolly, 24 und komme aus der Schweiz“ sind so nichtssagend und das finde ich total frustrierend.

Also wage ich hier einmal etwas komplett Neues: Ich erzähle nicht wer ich bin, sondern wie.

Ich bin sehr, sehr emotional. Schon immer. Und schon immer habe ich es verdrängt, weil ich es nie sein wollte.

Eigentlich bin ich total schüchtern und nett. Je mehr ich andere mag, desto mehr würde ich für diese Person tun. Aber dann bin ich auch sehr viel frecher.

Wenn ich mich wohl fühle, kann ich wahnsinnig verrückt werden (vor allem wenn ich überanstrengt bin).
Ich führe Selbstgespräche und irritiere dadurch meine Mitmenschen – wenn ich arbeite, wenn ich in Gedanken bin oder auch einfach weil ich mal etwas sagen muss. Ich rede auch mit meinem PC, meinem Tisch, dem Kühlschrank, usw. Die mussten sich bisher schon einiges von mir anhören.

Außerdem bin ich faul, kann aber auch sehr zielstrebig und motiviert sein.
Manchmal versuche ich, meine Grenzen neu zu setzen und mutiger zu werden, bin aber andererseits aufgrund einer Phobie viel zu ängstlich.

Ich würde mich einfach als normalen Menschen bezeichnen. Nicht besser oder schlechter als jeder andere – nur mit einer kleiner Prise „Jolly“ oben drauf.

Erzählst du uns ein bisschen was über deinen Blog, Jolly Tallica? Worum dreht er sich, was sind die Schwerpunkte?

Es ist eine Art öffentliches Tagebuch. Ich schreibe, was mich beschäftigt und mir durch den Kopf geht. So schräg es auch klingt, sind meine Gedanken, Gefühle und mein Alltag die Schwerpunkte auf Jolly Tallica, weswegen er meinen Namen (bzw. mein Pseudonym) trägt.
Deshalb bin ich auch extrem fasziniert, dass meine Texte andere interessieren, geschweige denn, inspirieren können.

Ich habe einige Situationen und Lebensabschnitte erlebt, die ich selbst als schwierig und herausfordernd sehe – auch nachträglich betrachtet noch.

Das alles sind Erfahrungen, die ich zukünftig mit einer anderen Einstellung meistern möchte. Mit der Zeit lernte ich, dass nicht alles immer positiv sein kann, wie ich es mir einredete. Der ganze Grundsatz im Sinne von „Sei dauerhaft glücklich und positiv“ funktionierte nicht.
Weshalb ich alles nach einer Weile abschrieb.

Der ganze Grundsatz im Sinne von „Sei dauerhaft glücklich und positiv“ funktionierte nicht.

Stattdessen entschied ich mich, einfach nur ich zu sein und mich selbst so zu akzeptieren, wie ich bin. Mit allem was dazu gehört.
Dadurch will ich lernen, schwierige wie schöne Situationen bewusster zu erleben. Ich will mir in diesen Situationen bewusst sein, wo ich stehe und wie ich bin – ohne mich immer wieder aufs Neue selbst zu verlieren oder etwas zu verdrängen. Ich will lernen und mich selbst kritisieren können. Mich ganz einfach weiterentwickeln.

Das ist die Idee von Jolly Tallica.

Am liebsten lese ich deine persönlichen Beiträge, doch auch die Kategorie „Girls Talk“ ist total interessant.
Denn hier sprichst du Dinge an, die in unserer Gesellschaft lieber noch totgeschwiegen werden, zum Beispiel dein Beitrag über die „Mondtasse“.

Wie kam es, dass du dich mit solchen Themen auseinandergesetzt hast?

In unserer Gesellschaft ist „Weiblich-Sein“ ein Klischee.
Frauen sind zickig, shoppen und schminken sich gerne, lieben Schuhe, sind romantisch, gefühlsbetont, usw.
Ich war immer eher jemand, der gar nicht auf all das stand.

Inzwischen akzeptiere ich, dass einiges davon auch manchmal auf mich zutrifft. Genauso habe ich nichts gegen Frauen, die diesen Klischees mehr entsprechen. Denn in jeder Frau steckt etwas davon.

Andersrum verstand ich selbst manchmal nicht, warum ich eben viele dieser Klischees nicht in mir trug. So fühlte ich mich vom Verhalten her eher männlich als weiblich. Das ist aber Unsinn. Darum versuche ich meine Sicht der Dinge zu erklären und die ist nicht weniger weiblich als alle anderen Klischees.

Zur Mondtasse: Es wird immer erwartet, dass frau Tampons benutzt. Irgendwie hinterfragt das niemand.
Deshalb fand ich, dass mal eine Alternative gezeigt werden sollte.
Ich hab extrem lange danach gesucht, weil für mich einfach nichts Bekanntes passte. Von der Mondtasse bin ich total begeistert und konnte es nicht lassen, darüber zu schreiben.

Planst du in der Hinsicht noch weitere Beiträge?

Planen tue ich grundsätzlich überhaupt nichts. Es kommt einfach.
Wenn mich zu dem Thema wieder etwas beschäftigt, werde ich darüber schreiben, doch ich suche nicht verkrampft danach.

Hauptthema auf deinem Blog ist deine persönliche Veränderung, was ja auch bei mir ein wichtiger Bestandteil ist. Was davon hast du für dich schon umsetzen können? Wo hakt es?

Es kommt mir manchmal vor, als hakt es überall.

Im Moment krieg ich es besser hin, ehrlich zu mir zu stehen und mir meiner Selbst bewusst zu werden. Ich bin mir aber auch klar, dass es Dinge an mir gibt, die ich nicht einsehen möchte und mir dadurch etwas komplett Falsches einrede.
Doch ich schaffe es mittlerweile immer schneller, mir meine eigentlichen Probleme einzugestehen und zu mir selbst zu stehen. Nicht nur gegen innen sondern auch gegenüber der Außenwelt.

Persönliche Veränderungen sind leider nicht einfach und hören nie auf

– manche Sachen tauchen immer wieder auf. Inzwischen konnte ich aber auch akzeptieren, dass nicht nur positive Lebensumstände gut sind, sondern auch die Negativen.
Das ist sehr oft anstrengend und nervenzerreißend. Und manchmal kann ich auch einfach nicht mehr und liege nur noch rum – doch so sammelt man Erfahrungen und lernt, Positives besser zu schätzen.

Welches Ziel nimmst du konkret in nächster Zeit in Anspruch?

Mich in meiner Traumwohnung so richtig zu Hause zu fühlen! Ich will mich so einrichten, dass ich mich wohl fühle und meinen Tätigkeiten optimal nachgehen kann. Das ist im Moment tatsächlich einer meiner Hauptziele.
Es gibt noch weitere, grosse Ziele. Die erfordern Zeit und Geduld – den Überraschungseffekt will ich hier aber nicht verderben, darum bleibt das vorerst mein kleines grosses Geheimnis 😉

Interview mit Jolly von Jolly Tallica

Ein wichtiger Bestandteil von Jolly Tallica ist auch die Fotografie. Du teilst immer wieder deine Fotos mit deinen Lesern.
Was für eine Foto-Ausrüstung besitzt du?
Welche Motive fotografierst du am liebsten?

Eine Canon EOS 60D mit zwei verschiedenen Objektiven. Ich habe aber eigentlich nicht viel Ahnung davon.
Da gibt es noch Paint Shop Pro als Bearbeitungsprogramm und das war’s auch schon.

Ich habe eher eine Video-Ausrüstung, obwohl man von mir (noch) wenige Videos sieht. Die besteht aus oben genannter Kamera, sowie zwei Softboxen und einem Stativ.
Von Madame Tussauds in Amsterdam habe ich so eine coole Filmklappe. Als Programm für die Videos nutze ich MAGIX Video deluxe.

Das alles gehört noch zu meinen Projekten, über die ich noch nichts verraten möchte 😉

Ich fotografiere gerne die Natur. Blumen, Gräser und Seen. Ich finde es einfach toll, mit Schärfe-Einstellungen zu spielen und das kann man hier ganz gut.
Es ist faszinierend, dass ich in der Natur Bilder einfangen kann, die ich ohne Kamera gar nicht erst wahrnehme.

Auch liebe ich es Menschen zu fotografieren, am liebsten meine kleine Nichte.
Je nach Winkel oder Mimik verändert sich das komplette Bild.

Es ist auch interessant, wie natürlich und wunderschön spontan geschossene Bilder aussehen – wenn die Person sich nicht für ein Foto verstellt und einfach so ist, wie sie ist.

Neulich hast du unter einer Schreibblockade gelitten. Da ich selbst schreibe, kenne ich dieses Problem nur zu gut.

Deine Methode zur Blockkaden-Bekämpfung – nämlich darüber zu schreiben – finde ich super!

Hast du weitere Tipps, um gegen Schreibblockaden und Kreativitätstiefs vorzugehen?

Jedes Tief und jede Blockade lässt mich verzweifeln und ich glaube es geht allen so. Ich denke aber auch, dass genau das der Fehler ist. Je verzweifelter wir einen Ausweg suchen, desto schlimmer wird es.
Und so verfliegt die Lust, etwas dafür zu tun, viel zu schnell.
Ich habe mich mit Jolly Tallica zum ersten Mal etwas widerstrebend damit abgefunden, dass ich nicht jedes Mal etwas dagegen tun kann.

Da ich immer darüber schreibe, was mich beschäftigt, schrieb ich in dem Moment eben über die Blockade. So bin ich wieder reingekommen.

Liest du Blogs, die ähnliche Themen wie Jolly Tallica behandeln? Wenn ja, welche?

Ich lese weniger Blogs, als ich eigentlich möchte.
Es braucht einiges, bis mich ein Blog fasziniert und wirklich so fesselt, dass ich ihn regelmässig lese.

Im Moment verfolge ich abgesehen von ZENtreasures den Blog Kopf vs. Herz von Franzi und seisofrei-lebenskunst von Carolin.

Zum Schluss teile doch bitte dein Lieblingszitat mit uns:

Vielen Dank für das tolle Interview und an alle die das gelesen haben!
Ich habe mich riesig gefreut und hoffe jemanden damit bereichern zu können – auch wenn die Vorstellung, dass genau ICH jemanden faszinieren könnte, noch immer komisch ist.
Aber in dem Sinne:

If you want something you’ve never had, you have to do something you’ve never done - Thomas Jefferson.

If you want something you’ve never had, you have to do something you’ve never done.

Hier gibt's noch mehr von Jolly

Vielen Dank an Jolly für dieses Interview!

Alle hier verwendeten Fotos wurden von Jolly gemacht; ich habe sie mit ihrer Erlaubnis bearbeitet.

 

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