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Wenn du gerade wieder zweifelst, lies diesen Mutbrief

Mutbrief. An die Person, die meinen größten Respekt verdient hat.

Mutbrief an die Person, die meinen größten Respekt verdient

Die Person, die meinen größten Respekt verdient…
Sie ist unsicher. Mal mehr, mal weniger.
Eigentlich weiß sie ganz genau, was sie will.
Nur wie soll sie ihre Träume umsetzen? Darf sie überhaupt? Kann sie es?
Was ist, wenn alles schief geht? Wenn niemand hinter ihr steht?
Wenn alle sagen, sie sei verrückt. Desillusioniert. Naiv. „Such dir doch eine Arbeit mit Zukunft, ein gesichertes Einkommen!“, sagen sie, während sie in ihren eigenen ungeliebten Jobs verharren; unfähig, auch nur daran zu denken, dass es anders gehen könnte.

Die Person, die meinen größten Respekt verdient, strebt nach etwas Anderem.
Nach Erfüllung. Beruflich – und persönlich.
Nach einem Leben, an dem man Montage nicht mehr verflucht und Urlaube nicht mehr herbeisehnt.
Nach etwas mit Sinn, etwas, das sie fordert; vielleicht auch mal überwältigt – aber diese Person weiß insgeheim, dass sie jedes Hindernis überwinden kann, wenn es für ihre Leidenschaft ist.

Sie will mit vor Freude leuchtenden Augen davon erzählen, anstatt Blicken auszuweichen und auf ein „Und, was machst du so?“ mit „Ach, nichts besonderes…“ antworten zu müssen.
Weil ihr Leben nämlich besonders ist.

Doch sie hat Angst, diese Person.
Angst davor, sich endlich in die Welt hinauszuwagen; zu rufen „Hier bin ich!“.
Sie zweifelt ständig; ist unsicher, ob sie die richtige Kurve genommen oder gerade einen Umweg gemacht hat.
Vielleicht steht sie schon seit einer ganzen Weile unbeweglich auf einer Stelle – weiß nicht, wohin sie nun gehen; wie sie anfangen soll.

Und sie fragt sich, ob sie gut genug ist. Ob sie es überhaupt verdient, ihre Träume leben zu dürfen.
Sie fühlt sich zu dumm, zu ungebildet, zu hässlich – früher haben das schon alle gesagt und mittlerweile weiß sie selbst, dass sie eh nichts auf die Reihe kriegt.
Andererseits… diese eine Sache lässt sie doch nicht los.
Und so arbeitet sie an sich. An ihren Fähigkeiten, ihrem Können – man kann alles lernen und die Person, von der ich spreche, schafft das in jedem Fall.

Mein Mutbrief an dich. Für die Tage, an denen du zweifelst.

Ich glaube auch, dass sie Geben will. Sie will anderen, gleichgesinnten Menschen helfen und zieht daraus auch Glück und Erfüllung für sich selbst.
Die Person, der dieser Mutbrief gewidmet ist, will jemand sein, an den man sich wenden kann. Die große Schwester mit Erfahrung vielleicht oder die beste Freundin, die auch einmal einen Tritt in den Hintern vergibt.
Außerdem will sie sich austauschen und ihre Botschaft hinaustragen – aber sie glaubt, ihr hört sowieso niemand zu. Vielleicht hat sie bereits ihr Herzensthema; ihre Berufung gefunden, aber es ist ihr peinlich, es laut zu sagen.
Stattdessen reden alle mit guten Ratschlägen auf sie ein. Als gäbe es nicht schon genug Kreuzungen und Wegweiser in die Irre.

Und doch findet sie einen Weg. Immer.

Sie bleibt dran. Weil das, wofür ihr Herz schlägt, einfach raus in die Welt muss. Weil Geben ihr selbst so viel gibt.
Weil sie weiß, dass sie etwas zu sagen hat. Weil sie der einzige Mensch mit ihrer Stimme ist.

Die Person, die meinen größten Respekt verdient

bist Du.


Du bist ein Mensch mit Träumen und diese darfst – sollst! – du leben!

Mit all den Möglichkeiten, die wir heute haben, hat jeder eine Chance verdient – selbst, wenn du dir das jetzt noch nicht vorstellen kannst.

Du bist kein Versager, weil du mit 19 noch nicht wusstest, wohin dich dein Herz zieht.
Du bist auch keiner, wenn du es mit 39 immer noch nicht weißt. Oder es bisher nicht geschafft hast, diesem Herzensruf zu folgen.

Ich bin inzwischen fest davon überzeugt, dass alles zu seiner Zeit passiert. Nämlich dann, wenn du dafür bereit bist.
Das zeigt sich nach außen nicht – es gibt keine Zeitvorgabe und keine Zauberformel. Aber glaub mir, du wirst es merken.
Ich habe es gemerkt. Und ich kann dir sagen, obwohl ich immer noch täglich an mir zweifle, bleibe ich dran. Vielleicht bin ich nicht die Schnellste; hätte schon längst viel mehr schaffen können, erfolgreicher sein können – aber ich gehe eben auf meine Weise voran. Und das ist völlig in Ordnung so.
Du tust das auch, nicht wahr?

Selbst, wenn du nicht an dich glaubst – ich glaube an dich.

Egal, was du dir vornimmst: Du kriegst das hin.
Egal, wo du gerade stehst: Wirf einen Blick zurück und sieh‘, wie weit du schon gekommen bist!

Und jetzt geh weiter, durchschreite diese Tür (egal, ob es die erste, zweite oder zehnte ist) und mach dich auf in das Leben, dass du dir wünscht.
Du hast ein Recht darauf.

Denn du bist die Person, die meinen größten Respekt verdient hat.

Mein Mutbrief an dich. Für die Tage, an denen du zweifelst.

Dieser Mutbrief ist für dich.

Schon lange wollte ich ihn schreiben, konnte ihn aber einfach nicht online stellen – aus genau den vorher beschriebenen Gründen. Ich dachte, wer bin ich denn, dass ich soetwas schreibe. Wo ich doch selbst nichts auf die Reihe kriege.
Aber gerade in solchen Momenten voller Zweifel müssen wir sowas hören.

Ich bin jemand.
Du bist jemand.

Komm hierher zurück; wenn gerade wieder alles zu viel ist, wenn die Selbstzweifel unüberwindbar scheinen und scheinbar keiner an dich glaubt.
Pack dir diesen Beitrag in die Favoriten, pinne ihn auf dein Vision Board oder druck ihn dir aus – ich wünsche mir einfach nur, dass du ihn liest und anfängst, ein bisschen mehr an dich zu glauben.

Du kannst mir auch jederzeit privat schreiben, wenn du jemanden zum reden brauchst oder eine Meinung zu einer Idee hören willst.

Du rockst, okay! 

Mein Mutbrief an dich. Für die Tage, an denen du zweifelst.
 

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Über Reinhold Messners und mein Leben am Limit (Buchreview)

Buchreview Reinhold Messner - Mein Leben am Limit

Der heutige Beitrag ist etwas anders als du es sonst von mir kennst.

Immer wieder werde ich gefragt, warum ich die Berge eigentlich so liebe.
Deshalb erzähle ich heute ein wenig aus meiner Kindheit – und stelle dir die Biographie eines Südtirolers, den ich ganz besonders schätze, vor.
Die Blogparade #meinBergbuch von Himmel die Berge hat den perfekten Anlass gegeben, über dieses Herzensthema zu sprechen. Eben ganz #meinBergbuch.

Woher meine Liebe zu den Bergen kommt

Klein-Chrissi war schon mit 5 Jahren dafür bekannt, die Berge rauf und runter zu laufen.

Als Bauernhof-Kind war ich jedes Jahr auf der Alm, um unsere Jungrinder zur „Sommerfrische“ bringen. Immer lief ich den Anderen voraus, kraxelte überall herum und verbrachte später sogar meine Ferien auf einer Alm.
… Letzteres war allerdings eine einmalige Sache. In meiner Fantasie sah ich mich jeden Tag in der Sonne liegen und bräunen und ein Buch nach dem Anderen lesen.
Die Realität sah etwas anders aus: Um 5:30 Uhr aufstehen, Stall vorbereiten, Rinder suchen gehen und auf Vollständigkeit durchzählen, den ganzen Tag Wanderer bedienen, nachmittags wieder Rinder zählen, Stallarbeit – und abends um 10 halbtot ins Bett fallen. Braungebrannt war ich nach diesen zwei Wochen allerdings wirklich. 🙂

Mein Papa erzählt noch heute ganz stolz die Geschichte, wie ich – noch nicht einmal ein Schulkind – stundenlang bei der Suche nach unseren Tieren half.
Die Jungrinder waren ausgebüxt und Maria, die Sennerin der Alm, total verzweifelt deswegen. Nachdem sie den ganzen Tag erfolglos gesucht hatte und ein Gewitter nahte (und ein Gewitter in den Bergen möchtest du nicht mitmachen!), zogen sie und mein Papa nochmal los. Die Rinder sich selbst überlassen kam nicht in Frage.
Die Familie sollte in der Almhütte auf ihre Rückkehr warten. Aber ich – ich wollte mitgehen.
Und das durfte ich.

Zu dritt streiften wir durch mir völlig unbekanntes Almgebiet, abseits von Wegen, durch Wälder und Moore.
Ich erinnere mich dunkel an hüfthohes, braunes Gras mit Morastlöchern dazwischen, bei denen mein Papa mich hochnehmen musste, weil ich sonst eingesunken wäre.
Außerdem ist es in meiner Erinnerung schwülheiß, mit einem seltsamen gelblichen Licht; überall zirpte es, während der Himmel dunkelgrau wurde.

Nicht der optimalste Zeitpunkt für eine Wanderung ohne Ziel.

Buchreview Reinhold Messner - Mein Leben am Limit

Drei Stunden waren wir unterwegs, bis wir die Rinder schließlich fanden; alle unversehrt.
Das Gewitter erreichte uns glücklicherweise erst auf dem Rückweg und so kamen wir völlig durchnässt wieder an der Hütte an.

Aber auch in den folgenden Jahren habe ich die Berge nie aus den Augen verloren.
Wie du vielleicht weißt, gehe ich regelmäßig wandern (momentan ist mein Instagram Account zwar voller Island-Fotos, aber normalerweise poste ich dort meine Berg-Bilder.). Ein riesen Pluspunkt ist, dass ich sehr nahe an den Alpen lebe – ich muss quasi nur umfallen, und habe schon diverse Wanderwege vor mir. (Gut, das ist eeetwas übertrieben ;-).
Für 2017 habe ich mir die bisher größte Herausforderung vorgenommen – eine Alpenüberquerung. Von Bayern über Tirol nach Italien; eine Woche lang.
Um so eine Wanderung zu packen, muss ich aber noch trainieren, was sich zuzugebenermaßen durch meine vielen Reisen verzögert.
Wenn es soweit ist, erzähle ich hier aber sicher davon. 🙂

Das Südtirol-Trauma – und was Reinhold Messner damit zu hat

Abgesehen von den Tagen in den Bergen ging mein einziger Urlaub als Kind/Jugendliche nach Südtirol. Jedes Jahr zur gleichen Zeit in den gleichen Ort; in dieselbe Unterkunft.

Mit 14 hatte ich es statt und streikte. Südtirol war blöd.

Und Reinhold Messner? Der – als gebürtiger Südtiroler – auch. Grundsätzlich.

Blöd von mir, so voreilige Schlüsse zu ziehen, immerhin war er von Klein auf ein Bergfex – wie ich.

Denn 10 Jahre später hörte ich von seinen Messner Mountain Museum Konzept. Und war Feuer und Flamme. Museen über die Berge und den Alpinismus; in alten Burgen, in Gletschern oder in Stein gehauen – das musste ich sehen!
So kam ich 2015 wieder nach Südtirol, besuchte eins seiner Museen… und war fortan sein Fan. 🙂

Ich entschuldige mich im aller Form bei allen Südtirolern – ihr habt es wunderschön und… im Sommer komme ich wieder!

Im selben Jahr habe ich Reinhold Messner dann zum ersten Mal im Rahmen seiner „Über-Leben“-Tour live gesehen.
Er redete zu schnell, wirkte irgendwie kantig und so, als würde er überall auf der Welt lieber sein als auf diesem Podest… Aber halleluja! Wie dieser Mann über Berge sprach – als seien sie eine Geliebte.
Und diese Geliebte schätzt er, ist um ihr Wohlergehen besorgt und manchmal auch ein wenig egoistisch ihr gegenüber.

#meinBergbuch:
Reinhold Messner – Mein Leben am Limit

Buchreview Reinhold Messner - Mein Leben am Limit

Reinhold Messner - Mein Leben am Limit
Reinhold Messner – Mein Leben am Limit:
Untertitel: Eine Autobiographie in Gesprächen mit Thomas Hüetlin
Erschienen 2004 im Piper Verlag. Neuauflage 2014.
ISBN 978-3-492-24535-7

Bei Amazon kaufen: Taschenbuchausgabe* kindle ebook*
PS: Ich freue mich, wenn du mich über die Affiliate Links hier unterstützt (das gibt keine Extrakosten für dich) – aber noch mehr freut sich dein lokaler Buchhändler, bei dem du das Buch mit Sicherheit auch kaufen oder zumindest bestellen kannst. 🙂

Über das Buch

23 Stunden sind Journalist Thomas Hüetlin und sein Interviewpartner Reinhold Messner angeblich zusammengesessen. 23 Stunden, in denen fast 60 Jahre eines Lebens abgehandelt werden. Eine Biographie in Dialog-Form – kann das funktionieren?
Ich bin normalerweise kein Fan davon, aber gerade durch den Dialog liest es sich auch an den unangenehmen Stellen relativ leicht und ich fühlte mich durchweg unterhalten.

Kurze Abschnitte erzählt Messner in der Ich-Form.

Thomas Hüetlin stellt kluge Fragen; hinterfragt und bringt schonungslos auf den Punkt.
Messners Antworten fallen dadurch manchmal etwas schroff aus – aber das ist einfach seine Art.

Und darum geht es in „Mein Leben am Limit“

Um Messners Leben.
Von seiner Kindheit über erste Klettertouren mit dem Vater, den Brüdern; Höhentouren in den Himalaya, und unzählige Rekorde und Erstbesteigungen.
Ungeschönt wird auch die Geschichte um den Tod seines jüngeren Bruders Günther besprochen – nach 40 Jahren ist das noch immer ein kontroverses Thema. (Viele – auch damalige Weg- und Wandergefährten, unterstellen Reinhold, dass er seinen Bruder aus Geltungssucht am Nanga Parbat zurückließ, wo dieser dann umkam. Ich persönlich glaube ihm, dass das nicht der Hintergrund war.)
Selbst als Dialog sind seine Erinnerungen an diese extreme Zeit absolut mitreißend. Mich fror es quasi instinktiv, obwohl ich beim Lesen in der Sonne saß…

Doch – so banal es klingt – das Leben geht weiter und so erzählt Reinhold Messner auch über die Zeit danach; über Kritik an seiner Person und Rechtfertigungen; über folgende Touren, seine Zeit im EU-Parlament und neue Wege in die Wüste und in Gletscherhöhlen, und über den zweiten großen Traum – den von seinen schon angesprochenen Alpin-Museen.

Diese sind ein wahrer Schatz für Bergfreunde. Ich war damals im Messner Mountain Museum Firmian bei Bozen und völlig geplättet. Einen halben Tag verbrachte ich dort und träume mich seither immer wieder hin.

„Mein Leben am Limit“ habe ich übrigens dort gekauft. Die Verkäuferin fragte, ob ich nicht ein signiertes Exemplar wollte – wollte ich! Bis heute ist es ein ganz besonderes Souvenir für mich.

Man muss Reinhold Messner nicht mögen.
Aber: Dieser Mann sprüht einfach vor Liebe und Ehrfurcht zu den Bergen, sodass mir immer wieder die Emotionen durchgehen, wenn ich ihn reden höre – oder eben lese.
Weil ich seine Ansichten absolut nachvollziehen kann.

Buchreview Reinhold Messner - Mein Leben am Limit

3 Lebensweisheiten, die du von Reinhold Messner lernen kannst

Wie oft habe ich mir gesagt: Es ist genug! Trotzdem, Wochen später, wenn die Anstrengung, die Sorgen, die Schinderei vergessen waren, begann ich von einer neuen Herausforderung zu träumen; eine neue Klettertour zu planen.

Dieser Mann lebt seine Passion mit allem, was er hat.
Ich kann das nachvollziehen. Wie steht es mit dir?

Natürlich sind wir keine Kletterer (oder bist du einer? Dann hast du meinen höchten Respekt!), aber ich kenne solche Situationen. Wie oft verfluche ich Photoshop lautstark, weil mir ein Webdesign nicht so gelingen will, wie ich es mir vorstelle. Ich werde erst sauer, später beleidigt und schalte den PC schließlich drei Tage lang nicht mehr an.
Bis… die Lust zurück kommt; die Muse sich wieder zeigt. Und ich setze ich wieder ran und es läuft und ich liebe Photoshop und die ganze Welt……

Nach meinem Verständnis ähnelt Reinhold Messners Beschreibung dem, was auch Liz Gilbert in „Big Magic“ thematisiert: Wir haben diese Leidenschaft in uns und sie will raus – egal, wie sehr wir uns dagegen sträuben.

Was ist deine absolute Leidenschaft? Wobei fühlst du diesen immer wiederkehrenden Ansporn?

Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich versäume mein Leben. Indem ich mit allem guten Willen versuchte, meinen Ingenieur zu machen, zwang ich mich zu etwas, was ich nicht wollte.

Obwohl Messner die 60er Jahre beschreibt, ist dieses Thema so aktuell.
Wir würden gerne unseren Träumen folgen und doch drängen uns die Umstände so oft in ein anderes Leben. Das mag okay sein; manchmal aushaltbar – aber der Gedanke, sein Leben nicht vollständig und selbstbestimmt zu leben, bleibt.

Egal, wohin dich andere treiben, egal, was sie für Erwartungen an dich haben – am Ende wirst du dem Ruf deines Traumes hören und ihm folgen können.
Jeder hat eine Berufung. Für mich eine schöne Vorstellung!

Wann waren Sie zuletzt glücklich? – […] Glück. Ich sehne es nicht ständig herbei. Und wenn ich keins habe, schaffe ich es mir an.

Ich mag die Einstellung, die Herr Messner zu Glück hat. Er sagt nichts anderes aus, als dass wir für unser Glück selbst verantwortlich sind (auch, wenn wir uns das oft nicht zutrauen oder gar nicht vorstellen können).
Im weiteren Gespräch zählt er übrigens auf, was Glück für ihn bedeutet: Ein toller Satz, der beim Schreiben entstand. Ein Glas Wein mit guten Freunden. Spielende Kinder. Ein Waldspaziergang. Neue Ideen.

Zu vorhersehbar? Vielleicht.
Aber ich finde, alles, was glücklich macht, zählt. Egal wie unbedeutend es für jemand anderen sein mag.

Was ist Glück für dich?

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Vielleicht hat dich dieser Beitrag glücklich gemacht? Mich auf jeden Fall.
Und ich hoffe, Ruth ist glücklich mit all den Einsendungen für ihre Blogparade.

PS: Apropos Blogparade: Hast du Lust bei meiner mitzumachen?

Bei mir sind es die Berge – welche Leidenschaft hast du und warum? 

Buchreview Reinhold Messner - Mein Leben am Limit
 

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Das Pareto-Prinzip. Deshalb musst du nicht perfekt sein!

Das Pareto-Prinzip a.k.a. Die 80/20 Regel - So kannst du deinen Perfektionismus überwinden

Deshalb musst du nicht perfekt sein.
& Das Pareto-Prinzip

Mein Perfektionismus treibt mich regelmäßig an den Rand des Wahnsinns.
Manchmal habe ich 10 und mehr Entwürfe für ein Web-Layout erstellt und keines davon erblickte je das Licht der Web-Welt.
Warum es so viele Entwürfe sind? Weil ich jedes Mal wieder an folgenden Punkt kam:

Irgendwas fehlt. Wenn ich diesen Text um fünf Pixel nach links verschiebe… nee. Lieber nur drei. Und einen nach unten. Perfekt!
… Oder? Der Hintergrund könnte sowieso einen Tick grüner sein… Tannengrün oder Emerald? Sollte ich das Bild nicht anders positionieren? Es sieht schon gut aus, aber…

… Wenn ich das so schreibe, muss ich selbst darüber schmunzeln.

In Wirklichkeit ist dieser Vorgang grauenvoll, frustrierend und zeitraubend.

Ich sitze in der Perfektionismus-Falle.

Fakt ist nämlich: Alle 10 Entwürfe waren gut.

Anstatt weitere Stunden und Nerven an neuen Versuchen zu verschwenden, hätte ich eines der Vorhandenen nehmen und weiterbearbeiten können.

Noch schlimmer ist Perfektionismus nur noch in Kombination mit Aufschieberitis.
Das Eine entsteht aus dem Anderen. Ich weiß, wovon ich spreche.

Das Ergebnis des Ganzen: Nichts wird fertig – außer meine Nerven. Denn je weniger ich schaffe, desto mehr frustriert es mich.

Perfektionismus und seine Ursachen.

Fight Procrastination with the Pareto Principle

Kommen dir Situationen wie diese bekannt vor?

Gut möglich, dass du jetzt zusammen mit mir in der Perfektionismus-Falle sitzt.

Da war dieses weiße Kaninchen namens „Idee“, das uns ins bunte Wunderland lockte.
Nur sind wir scheinbar dem falschen Tier gefolgt, denn wo es uns hinbringt, ist es frostig und düster. Aber wir sind viele, also bleiben wir.

Perfektionismus heißt nichts anders, als dass du etwas perfekt, zu 100% – wenn nicht sogar 110% machst.
Der Traum eines jeden potenziellen Arbeitgebers, oder?
Naja. Nicht mehr, denke ich.

Denn gerade im Berufsleben kann uns übertriebener Perfektionismus fertig machen. Dauerhaft hoher Anspruch an uns selbst, gepaart mit ständiger Kritik; ebenfalls an uns selbst, schafft nur eines: Mehr Druck.

Und mal ehrlich: Kein Personaler will mehr hören, wie ach so perfektionistisch du bist.

Oft hindert uns die Angst vor Ablehnung oder Kritik davor, Dinge zu tun/auszusprechen/zu ändern, die uns eigentlich wichtig sind.
Mehr noch: Die Angst schürt den falschen Perfektionismus nur weiter an.

Ich gebe es ungern zu, aber das ist auch mein Problem.
Lieber kritisiere ich mich selbst vorab schon ausgiebig, bevor es jemand Anders tut, wenn mein Werk online ist.
Klingt bescheuert? Ist es auch.
Aber schwer abzulegen.

Wann kommt das Andere; weiße Kaninchen und zieht mich mit hinunter ins Wunderland?

Falls du dich jetzt fragst, warum ich überhaupt iiirgendetwas mit Design beruflich machen will? Nach meinem wenig rühmlichen ersten Auftrag und einer solchen Einstellung?

Berechtigte Frage.

Ich will es, weil ich es liebe. Trotz allem Nichts begeistert mich mehr als kreativ zu arbeiten und Photoshop ist eben zufälligerweise meine erste Wahl.
Außerdem will ich mir selbst beweisen, dass ich es eben trotz Selbstzweifel, Perfektionismus & Co. schaffen kann.

Wir pushen uns immer ans Limit und gehen am härtesten mit uns selbst ins Gericht.
Nur, um dann doch nicht zufrieden zu sein.

Warum willst du weniger Perfektionismus und mehr #einfachmachen?

„Da geht noch mehr?“ Nein. Diesmal nicht.
Es wird Zeit, dass wir uns endlich ein bisschen entspannen. Bist du dabei?

Den Schlüssel zum Wunderland gibt es hier:

Das Pareto-Prinzip oder: Die 80/20-Regel

Anfang des 20. Jahrhunderts untersuchte der Italiener Vilfredo Pareto die Verteilung des Bodenbesitzes in seinem Land.
Er stellte fest, dass 20% der italienischen Bevölkerung im Besitz von ganzen 80% des Bodens waren. Pareto forschte weiter und bemerkte bald, dass sich diese Verteilung auf viele andere Lebensbereiche übertragen ließ.

So entstand das Pareto-Prinzip.
Es besagt:

80% der Ergebnisse können mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen mit 80% die meiste Arbeit.

Das heißt, dass du einen Großteil deiner Ergebnisse in einem verhältnismäßig geringen Zeitaufwand schaffst. Je mehr Zeitaufwand (hust, Perfektionismus, hust!) du dann noch hineinsteckst, desto geringer werden deine weiteren Ergebnisse.

Das Pareto Prinzip. Den Perfektionismus mit der 80/20 Regel in den Griff kriegen

Ein paar Beispiele für das Pareto-Prinzip

Mit 20% deiner Freunde verbringst du 80% deiner Zeit.
80% der Vokabeln lernst du in 20% der Zeit.
80% deiner Zeit trägst du nur 20% deiner Klamotten. (True that!)
80% deines Blogposts schreibst du in 20% der Zeit.

In manchen Fällen verteilen sich die Werte ein wenig anders, aber der Grundsatz bleibt gleich.
Mit einem Mitteleinsatz von 20% könnten 80% aller Probleme gelöst werden.

Für mich bedeutet das im Umkehrschluss aber auch: Einen Großteil meiner Zeit habe ich bisher für nur 20% an Ergebnissen verplempert.

Was das Pareto-Prinzip dir nicht gibt

100%.

Es bringt nichts, 20% Aufwand und 80% Ergebnis miteinander zu addieren und bäm, 100%! Diese beiden Dinge sind nicht dasselbe.
3x die Woche Salat zu essen, wird nicht reichen, um dich schlanker zu machen.

Erwartest du 100% des Ergebnisses, dann gib‘ auch 100%!

Super Rat, Chrissi. Und wie mache ich das?

Gehe das Problem aus einer anderen Perspektive an!

Du weißt nicht, was du willst?
Warum versuchst du es nicht andersherum?

Oft fällt uns eher auf, was wir nicht mögen/was uns nicht gefällt. Nutze das für dich!
Frage dich also: Was willst du NICHT?
Ich wette, hier fallen dir sofort einige Beispiele ein.

Wenn ich bei einem Design in der Perfektionismus-Falle stecke, lasse ich ein, zwei Tage vergehen und schaue mir dann alle Entwürfe nacheinander wieder an. Die, die nicht in den ersten fünf Sekunden überzeugen, werden gelöscht. Rigoros.

Und für alle Fälle gibt es immer noch die Wiederherstellen-Funktion des digitalen Papierkorbes.

Setze dir ein Zeitlimit!

Früher fand ich oft genau dann an Allem etwas auszusetzen, wenn eine Deadline drohte.
Inzwischen arbeite ich aktiv damit und setze mir ein zeitliches Limit..

Bis wann willst du deinen Blogbeitrag fertig haben? Heute Abend, 20 Uhr?
Wie lange wirst du dafür brauchen? 4 Stunden?
Dann nimm‘ dir die Zeit; blocke sie dir im Kalender und schreibe.

Wichtig ist, dein Zeitlimit genau einzuhalten. Fünf Minuten mehr sind vielleicht kein Weltuntergang. Aber alles, was darüber hinaus geht, stürzt dich zurück in die Perfektionismus-Grube.

Wechsle deine Arbeitsweise, um wieder in den Flow zu kommen!

Bloggen läuft zwar nicht, aber vielleicht schreibst du erstmal etwas anderes, um in den Flow zu kommen? Beantworte E-Mails oder Kommentare oder nimm dir ein Blatt Papier und kritzle darauf herum.

Wenn du gar nicht weißt, was du schreiben sollst, empfehle ich dir meine Tipps zum Schreiben von Morgenseiten.

Mach‘ mal Pause!

Gerade, wenn du nicht den Geistesblitz hast, wie du weiterarbeiten sollst – lege dein Projekt beiseite. Es wird in diesem Moment nichts besseres dabei rauskommen.
Wirklich nicht.

Beschäftige dich erstmal mit etwas ganz Anderem. Gehe raus oder wirf Netflix an und lass dich eine Stunde lang berieseln.
Ich kochte zum Beispiel oft, wenn ich feststecke.

Für mich funktioniert das nicht immer, aber vielleicht ist es für dich genau die richtige Methode.

So nutzt du dieses Wissen am besten für dich

Merke es dir. Verinnerliche es. Klebe es dir mit einem Post-It an deinen Bildschirm oder den Badezimmer-Spiegel – egal wo, nur erinnere dich immer wieder daran, dass du nicht perfekt sein musst – und deine Arbeit ebenfalls nicht.

Mir hat allein dieser Gedanke schon unheimlich geholfen.

Das heißt nicht, dass ich plötzlich keine Perfektionistin mehr bin.
Ich höre aber auf, wenn ich zufrieden bin. Denn mittlerweile weiß ich, dass es gut genug ist und dass weitere Änderungen so gering sein werden, dass ich es auch jetzt schon fertigstellen kann.

Genau dann, wenn du wieder vor dem Kaninchenloch stehst und nicht weißt, ob du springen sollst oder nicht.
Spring.

Und freu dich! Du hast gerade etwas Wundervolles geschaffen!

Das Pareto-Prinzip a.k.a. Die 80/20 Regel - So kannst du deinen Perfektionismus überwinden

 
Und jetzt erzähl mir: Wo kannst du das Pareto-Prinzip für dich anwenden?
 

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Was mir wirklich weitergeholfen hat: Meine Ressourcen

Was mir wirklich weitergeholfen hat: Meine Ressourcen-Liste- ZENtreasures.e

„Es muss sich was ändern“ war der auslösende Gedanke. Aber viele weitere Ressourcen – Menschen, Blogs und Bücher – haben mich ebenso inspiriert, unterstützt und beeindruckt und dafür gesorgt, dass ich mich jetzt auf dem Weg – meinem Weg – in Richtung Selbstverwirklichung befinde.

Hier findest du eine Übersicht all meiner Ressourcen. Ich kann sie dir alle uneingeschränkt weiterempfehlen.
Und wenn dich eins davon ebenso begeistert wie mich, lass es mich gerne wissen!

Diese Liste wird immer wieder aktualisiert.

Ressourcen Zentreasures Titelbild

Meine Ressourcen: Blogs und inspirierende Menschen

Lavendaire von Aileen Xu:
Aileen ist mittlerweile so etwas wie mein Spirit Animal geworden. 🙂 Ihre Videos sind schon visuell ein Traum, aber vorallem inhaltlich. Du kannst aus jedem einzelnen so viel mitnehmen! Manchmal sitze ich einfach nur da, einen Kloß im Hals und möchte sofort mein Leben ändern. Und dank ihr habe ich das immer wieder geschafft.
Video-Empfehlung: Do what makes you come alive

Um 180 Grad von Carina Hermann:
Carina ist digitale Nomadin und erfolgreiche Business-Inhaberin – und die Stimme, die mir (und dir) durch ihre Blogposts den oft gebrauchten Tritt in den Hintern gibt. Ihre Beiträge sind oft ungeschönt, ja, aber jedes Mal, wenn ich sie lese, kriege ich die Motivation, selbst loszulegen.
Post-Empfehlung: Wenn Dich Selbstzweifel am Anfangen hindern

byRegina von Regina Anaejionu:
Ein absolutes Vorbild und mein Favorit in Sachen Entrepreneurship. Zwar lässt sich nicht immer alles auch für deutsche/europäische Standarts umsetzen, aber das ist mir egal. Regina ist super cool, super hilfreich und super motivierend.
Post-Empfehlung: Be consistent and small. That’s how you win at business.

Planet Backpack von Conni Biesalski:
Für mich DER Blog zum Thema Digitales Nomadentum. Durch Conni bin ich überhaupt zum ersten Mal damit in Berührung gekommen und mag ihren Blog seither sehr. Ihr Schreibstil trifft immer genau da, wo er soll.
Post-Empfehlung: Ein offener Brief an alle, die noch nicht ihr geilstes Leben führen

Ellathebee:
Ellas Youtube-Kanal fand ich während einer ziemlichen Down-Phase, 2014 und seitdem begleitet und motiviert sie mich. Immer Sonntags gibt es den „Kaffeeklatsch“, wo schwierige Themen wie Selbstliebe oder Prokrastination bespricht und ihre Erfahrungen mit uns teilt. Mein Highlight sind aber ihre Planungs- und Organisations-Videos – die stecken an, glaub mir! 🙂
Video-Empfehlung: Neustart-Routine pt. 1, pt. 2

Meine Ressourcen: Weitere Lieblingsblogs

  • Jen Carrington (Ich mag ihre Beiträge unheimlich gerne, weil sie meistens mitten ins Herz treffen und mich wachrütteln)
  • So little time (Andreas Beiträge zum Thema Minimalismus/sich befreien sind großartig und haben mir schon extrem viel geholfen!)
  • MyMonk (Ein Wegweiser in Sachen Achtsamkeit und dem Verändern von alten Denkweisen. Sehr zu empfehlen ist auch Tims ebook 12 Gewohnheiten, die dein Leben verändern)
  • DariaDaria (Maddie bringt mich immer wieder dazu, meinen Konsum zu hinterfragen)

Meine Ressourcen: (Geführte) Meditationen bei Youtube

The Honest Guys:
Hier bin ich in erster Linie hängen geblieben, weil die Sprecherstimme so angenehm war. Herausragend sind aber vorallem die Themen ihrer geführten Meditationen. Da kann es durchaus passieren, dass du am Ende mit einem dicken Kloß im Hals zuhörst.
Lieblings-Meditationen: Morning Uplift || Positive Life Affirmations

Jason Stephenson:
Zwar macht er hauptsächlich „Sleep Music“, aber auch seine Meditationen sind sehr, sehr angenehm. Durch seine wunderbar ruhige Stimme bleibt man auch als Anfänger aufmerksam.
Lieblings-Meditationen: Surrender Meditation || Guided Meditation for Grounding

Meine Ressourcen: Bücher und ebooks

Big Magic – Elizabeth Gilbert:
Liz Gilbert teilt in ihrem Buch ihre Ansichten und Erfahrungen zum Thema Kreativität mit uns und mal ehrlich, ich habe selten etwas inspirierenderes gelesen; mich selten so in einem Buch wiedergefunden! Wenn du ein kreativer Mensch bist – und laut Miss Gilbert sind wir das alle! – ist „Big Magic“ ein Must-Read!
Klicke hier, um mehr über das Buch zu erfahren.
 
Miracle Morning – Hal Elrod:
Dieses Buch beschreibt eine Art der Morgenroutine, den „Miracle Morning“. Du lernst, neue Gewohnheiten aufzubauen und schenkst dir schon Morgens Zeit für die Dinge, die du gerne tust.
Den Einstieg fand ich eher abschreckend, aber das ganze Prinzip ist unheimlich hilfreich. Ohne hätte ich wohl nie meine Morgenroutine angefangen.
Hier geht es zu meiner ausführlichen Review.
 
Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen – Frank Berzbach:
Wer sich einen Einblick in die Psycho kreativer Menschen (einen ziemlich akkuraten, muss ich sagen!) wünscht, einen Anreiz zur Optimierung kreativer Arbeitsweisen sucht oder einfach optisch ansprechenden Lesestoff liebt, ist hiermit gut beraten!
 
 

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Fokus. Mein Wort für 2017. Mit Habit Tracker Printable

Fokus. Mein Wort für 2017

Mein Wort für 2017.

„Happy new year! Und, hast du dir etwas vorgenommen?“, schreibt sie; ein Emoji dahinter. Das, das zwinkernd seine Zunge herausstreckt. Als ob es sagen würde „Haha ja klar, du und Vorsätze. Das ist wie eine belegte Semmel mit Butter – absolut inkompatibel.“

… Diese Reaktion kommt nicht von ungefähr.
Früher behauptete ich immer ganz stolz, mir fürs neue Jahr keine Vorsätze zu machen, „weil ich sie eh nicht einhalte“.
Wow. Welches Selbstvertrauen in das eigene Durchhaltevermögen, nicht wahr?

Doch ich bin auf dem Weg der Besserung:
Seit letztem Jahr formuliere ich Ziele, die ich über das Jahr verteilt erreichen will.

2017 stelle ich mein Jahr außerdem unter ein Wort, das mich bei allem antreibt, unterstützt – und eventuell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.
Zum ersten Mal davon gelesen hatte ich schon 2015 auf dem Blog von Jen Carrington. Irgendwie war ich aber noch nicht 100% überzeugt. Ich meine, es ist ja nur ein Wort, richtig?

Da ich inzwischen aber lieber selbst ausprobiere, als meckere, habe ich der Idee eine Chance gegeben.
Und was soll ich sagen? Mittlerweile bin ich echt angetan von dieser Idee!

3 gute Gründe, das neue Jahr unter ein Wort zu stellen

1. Du lernst (wieder), dich mit dir selbst auseinanderzusetzen

Wenn du dich ähnlich „gerne“ mit dir allein bist wie ich früher, ist dieser Punkt nicht ganz leicht.
Um dein persönliches Wort/deinen Begriff zu finden, musst du dich mit dir auseinandersetzen. Mit deinen Wünschen und deinen Gedanken.
Realistisch sein ist hier erst einmal zweitrangig – dream big!

Beantworte Fragen wie diese: Was will ich eigentlich?
Wohin will ich in diesem Jahr?
Wofür will ich stehen?

Und jetzt sag nicht, dass dir da sowieso nichts einfällt. Ausreden!
Versuch es! Ich wette, du wirst eine Antwort finden.

2. Dein Wort gibt dir eine Richtung vor

Du weißt wieder einmal nicht, worüber du auf deinem Blog schreiben kannst?
Hast keine Ahnung, warum du einfach keine Follower bekommst, obwohl du regelmäßig postest?
Bestimmt weißt du, was ich meine.

Indem du dein Jahr unter ein bestimmtes Wort oder Motto stellst, gibst du dir eine Richtung vor. Das ist dein Weg, dorthin möchtest du gehen.
Und daran kannst du dich orientieren.
Bei der Auswahl deiner Blogthemen ebenso wie bei deine Instagram-Fotos.
Ideal ist, wenn alles ein einheitliches Bild ergibt und dafür eignet sich so ein „persönliches“ Wort hervorragend.

3. Es hilft dir durch Veränderungen

Veränderungen sind schwer. Aus gewohnten Routinen (= der sogenannten Komfortzone) auszubrechen, ebenfalls.
Der Berg vor dir mag gigantisch aussehen; womöglich siehst du noch nicht einmal seinen Gipfel. Du fühlst dich klein, schwach und eigentlich hast du auch gar keine Lust mehr, ihn zu besteigen.
Das sind die – metaphorisch gesprochenen – Momente, in denen du dir wieder dein Wort des Jahres ins Gedächtnis rufen musst.

Pack es in deinen Rucksack, denn es ist Erfrischung und Wegweiser zugleich. Es gibt dir die richtige Motivation, doch hinaufzuklettern. Die Veränderung zuzulassen und durchzustehen.

Zu Veränderungen gehört auch, alte Gewohnheiten zu hinterfragen.

Hast du Lust, im neuen Jahr an deinen Gewohnheiten zu arbeiten?

Ja? Dann hol dir hier meinen „Habit Tracker“! Ich nutze ihn seit Anfang des Jahres, um alte Gewohnheiten aufzuzeichnen und mir neue anzutrainieren. Da ich absolut überrascht war, wie gut das funktioniert, habe ich einen Tracker zum Ausdrucken für dich erstellt.
Du kannst ihn in deinen Kalender kleben oder lochen und in den Filofax heften (Größe A5). Wenn du lieber am PC ausfüllst – auch das geht!

Um den Tracker zu erhalten, gib‘ bitte deine E-Mailadresse in dem Formular unten an. Du wirst so zu den ZENletters angemeldet und erhältst 1x monatlich Post von mir.
Wenn du nur das Freebie möchtest, kannst du dich danach sofort wieder austragen. 😉



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Jaaa, gib mir den Habit Tracker!




Für welches Wort soll ich mich nur entscheiden?

Alles, was dich irgendwie motiviert; an etwas erinnert – oder beschreibt, wie du gerne sein und wo du stehen willst.
Ich habe hier ein paar Beispiele für dich zusammengetragen:

  • Selbstliebe
  • #einfachmachen
  • Offenheit
  • Achtsamkeit
  • Neugier
  • Magie
  • Veränderung
  • Bewegung
  • mit ganzem Herzen
  • minimalistisch
  • furchtlos
  • ja sagen
  • loslassen
  • authentisch

Wenn hier nichts passendes dabei ist, such bei Pinterest nach „inspirational words“, o.ä.
Hilfe findest du auch bei tellyventure, die dazu kürzlich eine Blogparade gehostet hat.

Mein Wort für 2017:

Fokus.

… Zuerst fand ich dieses Wort ziemlich einfallslos.

Laut der Autorin und Karriereberaterin Barbara Sher treffen wir nach einem Gedanken innerhalb von fünf Sekunden eine Entscheidung – und zwar die, die uns richtig erscheint.
Nur fünf Sekunden. Danach beginnen wir bereits, uns genauer mit unserem Einfall auseinander zu setzen; Vor- und Nachteile und Konsequenzen abzuwägen.

In den meisten Fällen wird sich dadurch der erste Gedanke ändern.

Plötzlich erscheint es uns gar nicht mehr so klug, eine Reise blind zu buchen oder diese Einladung zum Blind Dining anzunehmen.
Unsere Komfortzone meldet sich und wedelt mahnend mit dem Finger vor unseren Gesichtern.
„Bist du dir da wirklich sicher?“
„Das kannst du doch nicht machen, denk an deine Eltern, den Arbeitgeber! Was wird der Hamster deines Nachbarn von dir denken!“

„Fokus“ war so ein Fünf-Sekunden-Gedanke.
Ich überlegte trotzdem weiter, verwarf aber alle Alternativen (das waren übrigens die Begriffe „Authentizität“, „einfach machen“ und „Grenzen überschreiten“).
Es blieb bei meiner ersten Idee. Und ich bin inzwischen sicher, dass sie die richtige ist.

2017 will ich mich mehr auf das fokussieren, was mir wirklich wichtig ist. Dabei bleiben und weniger aufgeben.

2016 habe ich den Grundstein für meine Selbstverwirklichung gelegt.
Aber wenn ich ehrlich bin, hätte ich viel mehr schaffen können.
Anstatt ganze Abende vor Netflix zu verbringen, hätte ich meine Fotografie-Kenntnisse erweitern können. An meinem Mediakit arbeiten. Blogposts vorschreiben. Und und und. Die Liste ist endlis und das schlechte Gewissem war es manchmal auch.
Besonders die Frage beschäftigt mich: Wo wäre ich jetzt, wenn ich den Fokus auf die richtigen Dinge gelegt hätte?

Aber – hätte hätte Fahrradkette.
Es ist nicht zu ändern und von der Möglichkeits-Form halte ich sowieso nichts.

Es ist so einfach, wichtige To-Dos zu verdrängen und stattdessen das 20. Musikvideo bei Youtube zu schauen. Unangenehme Telefonate beispielsweise schiebe ich so lange vor mir her, in der Hoffnung, sie würden sich irgendwann selbst erledigen. Tun sie nur meistens nicht. Mist.

Kurz vor Weihnachten streckte mich die erste Grippe seit Jahren nieder – und schon war der Fokus dahin. Wo ich vorher noch voller Elan, Motivation und Freude an meinen Projekten arbeitete, blieb nichts mehr übrig.

Genau deshalb passt „Fokus“ für 2017 so gut zu mir.

Auf welche konkreten Pläne legst du deinen Fokus?

Planen, aber nicht ver-planen

Ich bin ziemlich verplant. Bestes Beispiel kurz vor Weihnachten, als ich begeistert meiner Freundin zusagte, am Mittwoch vor Heiligabend noch einen kleinen Umtrunk zu geben.
Bis mir am Dienstag einfiel, dass der nächste Tag schon mit meiner Firmen-Weihnachtsfeier verplant ist.
Also wieder alles absagen und in lange Gesichter sehen.

Das ist ein harmloses Beispiel, aber es ist bezeichnend für mich. Ich überplane und bin dadurch nur noch mehr verplant.
Struktur muss her, dringend.

Gehörst du auch zu den Menschen, die sich immer wieder an besserer Organisation versuchen; sich einen schicken Moleskine-Kalender zulegen, nur um ihn dann nach 5 Wochen wieder „zu vergessen“?
Das Dumme: Ich muss mir alles aufschreiben, um es mir zu merken. Bei der Flut an Gedanken und Ideen in meinem Kopf geht es einfach nicht anders.

Für 2017 werde ich also wieder einen analogen Kalender führen – und ihn überall hin mitnehmen. Bin ich zuhause, liegt er an meinem Schreibtisch; gehe ich zur Arbeit, landet er in der Handtasche.
Bisher klappt das wirklich gut.

Feste Zeiten – auch für Hobbys

Hand in Hand mit dem vorherigen Punkt geht auch das: Für die Dinge, die ich gerne tue, muss ich mir feste Termine setzen. Make time to make time.
In der Arbeit kann ich auch nicht kommen und gehen, wann ich will (keine Gleitzeit), also werden in Zukunft feste Zeiten geblockt, an denen ich an meinen Websites arbeite.
Ich erhoffe mir, so mit der Zeit eine Routine anzugewöhnen und dadurch fokussierter arbeiten zu können.

Hier auf ZENtreasures werden ab sofort alle neuen Beiträge dienstags statt wie bisher am Montag veröffentlicht.

Lieber online, als perfekt

Mit einer fokussierteren Einstellung will ich dem Perfektionismus entgegentreten.
Fakt ist, ich lasse mich gerne ablenken. Bevor ich etwas online stelle, verschwinde ich lieber 3 Tage, grüble und frage mich, welche Kleinigkeit ich nicht noch verändern könnte, bevor ich es der Welt präsentiere.

Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel der Habit Tracker, den du dir in diesem Beitrag herunterladen kannst.
Nein, ich bin nicht zufrieden damit. Ich komme mir sogar vor wie der größte Anfänger, dabei erstelle ich schon seit über 10 Jahren Grafiken.
Aber: Er sieht gut aus und erfüllt seinen Zweck. Also wurde es Zeit, ihn zu teilen, damit du etwas davon hast.
Auf meiner Festplatte kann er schließlich niemandem helfen.

Das Credo lautet: Mehr mit ganzem Herzen hinter meiner Arbeit stehen und mich mehr trauen. Was ich mache, ist gut und es wird Zeit, dass ich das auch selbst kapiere.

Fokus - Mein Wort für 2017
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Meins ist „Fokus“ – was ist „dein“ Wort für 2017?
 

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