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Entspann dich! Warum achtsam leben nicht alles ist

Warum achtsam leben / Achtsamkeit nicht alles ist und wie du dich trotzdem verändern kannst

Das heute wird ein reiner „Gedanken-Post“. Er enthält weniger machbare Schritte, sondern meine Gedankengänge zum Thema Veränderung und wieso wir das Thema Achtsamkeit/achtsam leben auch mal beiseite lassen sollten.

 

Von dir erwartet man nicht unbedingt, dass du über solche Themen schreibst.

Das ist die übliche Reaktion meines Umfelds, wenn sie erfahren, dass ich blogge – und worüber.
Ich verstehe, warum sie so denken. Achtsam leben ist nach außen hin nur ein winziger Teil meines Selbst.
Oft genug wundere ich mich selbst.

Ich bin kontrastreich. Und lange dachte ich, ich mache zu viel falsch auf diesem Weg in Richtung Selbstverwirklichung.
Weil ich schwarze Jeans mit zerrissenen Knien trage anstatt bunte Yogahosen.
Weil mir der herabschauende Hund immer noch schwerer fällt, als auf einen Baum zu klettern.
Weil ich lieber Metal höre als Mantras.
Weil ich Bier immer einem grünen Smoothie bevorzugen würde.

Weil ich mich von all dem, was mich ausmacht, nicht trennen will. Weil auch diese Seiten zu den guten Dinge gehören; denen, die ich bin.

Kann man so trotzdem ein achtsames, erfülltes Leben führen?

Achtsamkeit = Glück und Positivität 24/7

Seit ich in der „Mindfulness“-Blogosphäre unterwegs bin, fällt mir eines ganz besonders auf:
Diese Menschen wirken immer glücklich, strahlen Positivität aus, sind Zen-Meister und leben achtsam – und sehen dabei auch noch gut aus.
Auch ich wirke auf viele so.

Das ist aber nur ein Teil der Realität.

Entspann dich! Achtsamkeit ist nicht alles!

Ich zeige mich in den Insta-Stories nur, wenn ich mich selbst gut finde. An manchen Tagen hilft aber kein Sonnenstrahl-Regenbogen-Filter der Welt – und das ist okay. Denn ist es meine eigene Entscheidung, ob ich mich jetzt filme oder lieber erst morgen wieder.
Viele Storys habe ich nie online gestellt, weil sie mich verärgert zeigen oder enttäuscht.

Ich würde gerne mehrere Yoga-Beiträge hier veröffentlichen, habe aber nicht das Selbstvertrauen, mich bei den Asanas zu fotografieren und die Bilder online zu stellen.

Ich denke zu viel; zerdenke noch mehr; zweifle und schlucke Wut hinunter.
Dann wickle ich mich in eine Decke, bingewatche Gossip Girl oder höre lautstark alte Evanescence-Songs und lasse das Handy außer Reichweite. LasstmichbloßinRuhe.

Einfach mal weg – das geht im Internet nur nicht.
Nie.
Denn die Quittung folgt prompt: Follower und Leser verschwinden, die Reichweite geht zurück.

„Tja, kein Wunder“, heißt es dann seitens des WWW. „Dir scheint es am richtigen Mindset zu fehlen.“

Mag sein.
Aber weißt du was? Langsam höre ich auf, mich deswegen schlecht zu fühlen. Nur weil ich mich gestern nicht getraut habe, die Bilder zu machen oder die Story zu teilen und mich heute unsicher deswegen fühle, heißt das nicht, dass ich es nicht in Zukunft doch teilen werde.

Das hat für mich nichts mit einem falschen Mindset oder gar fehlender Achtsamkeit zu tun.

Du solltest immer das tun, wobei du dich wohlfühlst. Soweit das eben möglich ist.
Sicher, auch ich predige, dass es wichtig ist, seine Komfortzone zu verlassen, um Veränderung herbeizuführen. Ich tue es auch.
Aber manchmal muss man sich erst vorsichtig herantasten, um etwas Großes in Gang zu setzen.

Achtsamkeit ist kein Wettbewerb

Immer mal wieder bekomme ich E-Mails, in denen ich vorsichtig gefragt werde:
„Yoga macht mir so gar keinen Spaß. Kann ich überhaupt achtsam leben?“

„Ich habe nicht mal Zeit, um mehr zu lesen. Macht es überhaupt Sinn, mich mehr mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen?“

Ja. Und ja.

Jeder kann sich ändern.

Wenn er will.
Trotz unterschiedlicher Ausgangssituationen, die wir zweifellos alle haben. Denn kein Leben verläuft gleich, kein Mensch macht genau dieselben Erfahrungen wie ein anderer.

Achtsamkeit / achtsam zu leben ist kein Wettbewerb. Es geht nicht darum, wer sich am schnellsten selbstverwirklicht oder am längsten mit seiner Meditation durchhält.

Dem Wunsch nach Veränderung zu folgen, ist genauso wunderbar wie furchteinflößend.

Das Web ist voll von Selbsthilfe-Blogs, Video-Gurus und Coaching-Services. Wirst du nicht direkt von der Masse an Angeboten und Möglichkeiten erschlagen, musst du immer noch erst jemanden finden, der dir sympathisch ist und zudem die Qualität hält, die er/sie verspricht.

Leider gibt es dadurch auch diese Masse an Lebenstipps, bei denen ich regelmäßig meinen Bildschirm schütteln möchte.

  • „Um deine Träume zu erfüllen, musst du einfach anfangen!“
  • „Um glücklich zu sein, musst du Sport machen und dich von ungesunden Beziehungen trennen!“
  • „Lache und liebe dich selbst!“

Sagt sich alles so leicht.
Doch stellt sich die Frage: WIE DENN?!

Ich bin kein Coach, kein Psychologe, kein Spirit Guru und niemand, dessen Lösungen sowas wie die Allheilmittel sind.
Ich bin selbst auf dem Weg. So wie so viele meiner Leser. So wie du vielleicht auch.

Ich arbeite daran, mein Leben zu verbessern – auf meine Art. Und ich denke, jeder sollte seine Veränderung auf seine Art angehen.

Natürlich könnte ich schneller sein, erfolgreicher, bekannter. Aber will ich das? Nein.

Vielmehr erkenne ich immer mehr die Wichtigkeit, Veränderung in seinem eigenen Tempo anzugehen.
Nur weil dir jemand verspricht, innerhalb eines Monats 10k mit einem Onlinebusiness zu verdienen oder glücklich zu werden, indem du dir 21 Tage lang 10x am Tag „Ich liebe mich selbst“ vor dem Spiegel vorsagst: Es mag für diese Person funktioniert haben und das ist beeindruckend.

Aber ich glaube, uns sollte bewusster werden, dass wir unseren eigenen Weg gehen müssen.

Ich konnte die Morgenroutine innerhalb weniger Wochen in mein Leben integrieren – weil es mir stets leicht fiel, früh aufzustehen. Vielleicht kämpfst du im Gegensatz schon seit Monaten und schaffst es nicht? Das ist okay.

Du frühstückst dafür täglich grüne Smoothies, bereitest dir gesunde Bowls zu und hast Spaß an gesunder Ernährung und dem Ausprobieren neuer Rezepte – während ich nach ein, zwei Tagen doch wieder bei einer Leberkässemmel lande. Auch das ist okay.

Solange du nur nicht aufgibst!
Solange wir beide nur nicht aufgeben.

Der Umschwung kommt. Niemand weiß, wann. Aber er kommt.
Seit ich an einem Novembertag vor 3 Jahren, den ich genervt von der Arbeit draußen verbrachte, angefangen habe, mich mit Achtsamkeit und bewusster Veränderung zu beschäftigen, war es immer so.

Ich möchte dir hiermit also ein bisschen Hoffnung mitgeben. Auch du kriegst das hin.
Also entspann dich – achtsam leben ist nicht alles.

achtsam leben ist nicht alles! Wie dich du verändern kannst, auch wenn du dich mit Achtsamkeit bisher noch nicht anfreunden konntest
 

Warum du genau richtig so bist, wie du bist

Auch wenn du Probleme mit dem Konzept der Achtsamkeit hast, es (noch) nicht schaffst, achtsam zu leben oder ein bisschen „Zen“ in deinen Alltag zu bringen:
Jeder von uns hat eine Geschichte zu erzählen. Hat etwas erlebt, hat Veränderungen durchgemacht – gewollte und ungewollte.

Vielleicht ist deine Geschichte ja gerade, wie du Yoga nach Jahren des Versuchens endlich lieben gelernt hast – oder dich eben entschlossen hast, es einfach sein zu lassen.

Für jeden von uns gibt es das Richtige – es offenbart sich uns nur meist nicht sofort.
Veränderung muss nichts Schlechtes sein – im Gegenteil, sie kann uns gut tun (auch, wenn wir das oft erst viel später erkennen).

Du musst dich erst ausprobieren, musst Neues wagen und Altes loslassen und immer wieder deine Interessen hinterfragen.

Ich weiß, alte Glaubenssätze lassen sich nicht so einfach auflösen.
Und auch das ist okay. Weil du erkannt hast, dass du etwas ändern willst – selbst, wenn du jetzt noch nicht greifen kannst, was es eigentlich ist und wohin deine Reise gehen wird – ist der erste Schritt!

Tipp:
Tipp: Ich kann dir hier Ellas „Neustart-Routine“-Videos ans Herz legen. Sie hat diese Suche in nachvollziehbare Schritte gepackt, die du an einem ruhigen Wochenende durchprobieren kannst.
Hier geht es zu Teil 1 und hier zu Teil 2.

Veränderung fängt nicht durch, sondern mit Achtsamkeit an

Hast du auch so eine Scheiß-Angst vor der Zukunft?
Fürchtest du dich, zu scheitern und dein Leben lang gelangweilt einem ungeliebten Job nachgehen zu müssen? Für mich ist diese Vorstellung ein Albtraum.
Glaubst du, keinen Partner zu finden und auf ewig allein zu bleiben? Deine Berufung nicht zu finden und am Ende zu bereuen, weil du so vieles nicht getan hast?
Diese (und ähnliche) Zukunftsängste kennt jeder von uns, nicht wahr?

Die Lösung?

Do what makes your soul most alive

Tue, was deine Seele mit Leben erfüllt.

Du kannst noch so viele Selbsthilfe-Bücher lesen. Noch so achtsam leben und meditieren.
Am Ende bringt dich deiner Berufung nur näher, wenn du etwas tust, dass deiner Seele am meisten Leben bringt.

Wie eine kleine Blume, die sich unnachgiebig streckt, um zwischen Gräsern, Blättern und Farnen einen Sonnenstrahl abzukriegen. Sie wird ihre Zeit brauchen; wird ihren Kopf immer mal wieder wenden, um eine bessere Position zu erhaschen. Aber sie wird weiter nach der Sonne Ausschau halten, die ihr Leben bringt und sie erblühen lässt.

Bis vor ein paar Monaten wusste niemand, dass ich blogge. Ich habe nie davon erzählt, denn es war mir peinlich.
In meinem Freundes- und Bekanntenkreis interessiert sich niemand für diese Dinge. Achtsam leben? Ruhe durch Meditation finden?
Yoga, ja, davon haben sie zumindest gehört. Das ist das, wo man so komische Verrenkungen macht, richtig?
Kein Wunder also, dass niemand so richtig glauben konnte, dass ich über „sowas“ blogge.

Do what makes your soul most alive

Aber dann sind die wieder diese Momente.
Wenn ich mir mein Leben in einem Jahr ausmale.
Wenn ich anderen von meinen Ideen erzähle und reine Begeisterung zurückbekomme.

Der Teil mit den Zweifeln in mir ist allgegenwärtig.
Aber – da ist auch der andere Teil. Der, der aufgeregt ist, begeistert und überzeugt, es zu schaffen.
Inzwischen kann ich darüber reden – nicht nur über den Blog, sondern über meine beruflichen Pläne. Kann anderen davon erzählen, ohne peinlich berührt auf den Boden zu schauen und zu sagen „Ach wer weiß, ob es überhaupt klappt…“
Neulich überraschte mich ein Freund mit seiner reinen, ehrlichen Unterstützung für meine Pläne.
Meine Ex-Arbeitskollegen sind super supportive und mein Freund ebenfalls.

Hast du ebenfalls solche Menschen in deinem Leben? Wen?

Diese Blume wächst, wenn sie ausreichend Licht gewinnt.
Du ebenfalls.

Möchtest du mir in den Kommentaren ein wenig von deinem Weg erzählen?
 

Do what makes your soul alive
 
 

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Das Pareto-Prinzip. Deshalb musst du nicht perfekt sein!

Das Pareto-Prinzip a.k.a. Die 80/20 Regel - So kannst du deinen Perfektionismus überwinden

Deshalb musst du nicht perfekt sein.
& Das Pareto-Prinzip

Mein Perfektionismus treibt mich regelmäßig an den Rand des Wahnsinns.
Manchmal habe ich 10 und mehr Entwürfe für ein Web-Layout erstellt und keines davon erblickte je das Licht der Web-Welt.
Warum es so viele Entwürfe sind? Weil ich jedes Mal wieder an folgenden Punkt kam:

Irgendwas fehlt. Wenn ich diesen Text um fünf Pixel nach links verschiebe… nee. Lieber nur drei. Und einen nach unten. Perfekt!
… Oder? Der Hintergrund könnte sowieso einen Tick grüner sein… Tannengrün oder Emerald? Sollte ich das Bild nicht anders positionieren? Es sieht schon gut aus, aber…

… Wenn ich das so schreibe, muss ich selbst darüber schmunzeln.

In Wirklichkeit ist dieser Vorgang grauenvoll, frustrierend und zeitraubend.

Ich sitze in der Perfektionismus-Falle.

Fakt ist nämlich: Alle 10 Entwürfe waren gut.

Anstatt weitere Stunden und Nerven an neuen Versuchen zu verschwenden, hätte ich eines der Vorhandenen nehmen und weiterbearbeiten können.

Noch schlimmer ist Perfektionismus nur noch in Kombination mit Aufschieberitis.
Das Eine entsteht aus dem Anderen. Ich weiß, wovon ich spreche.

Das Ergebnis des Ganzen: Nichts wird fertig – außer meine Nerven. Denn je weniger ich schaffe, desto mehr frustriert es mich.

Perfektionismus und seine Ursachen.

Fight Procrastination with the Pareto Principle

Kommen dir Situationen wie diese bekannt vor?

Gut möglich, dass du jetzt zusammen mit mir in der Perfektionismus-Falle sitzt.

Da war dieses weiße Kaninchen namens „Idee“, das uns ins bunte Wunderland lockte.
Nur sind wir scheinbar dem falschen Tier gefolgt, denn wo es uns hinbringt, ist es frostig und düster. Aber wir sind viele, also bleiben wir.

Perfektionismus heißt nichts anders, als dass du etwas perfekt, zu 100% – wenn nicht sogar 110% machst.
Der Traum eines jeden potenziellen Arbeitgebers, oder?
Naja. Nicht mehr, denke ich.

Denn gerade im Berufsleben kann uns übertriebener Perfektionismus fertig machen. Dauerhaft hoher Anspruch an uns selbst, gepaart mit ständiger Kritik; ebenfalls an uns selbst, schafft nur eines: Mehr Druck.

Und mal ehrlich: Kein Personaler will mehr hören, wie ach so perfektionistisch du bist.

Oft hindert uns die Angst vor Ablehnung oder Kritik davor, Dinge zu tun/auszusprechen/zu ändern, die uns eigentlich wichtig sind.
Mehr noch: Die Angst schürt den falschen Perfektionismus nur weiter an.

Ich gebe es ungern zu, aber das ist auch mein Problem.
Lieber kritisiere ich mich selbst vorab schon ausgiebig, bevor es jemand Anders tut, wenn mein Werk online ist.
Klingt bescheuert? Ist es auch.
Aber schwer abzulegen.

Wann kommt das Andere; weiße Kaninchen und zieht mich mit hinunter ins Wunderland?

Falls du dich jetzt fragst, warum ich überhaupt iiirgendetwas mit Design beruflich machen will? Nach meinem wenig rühmlichen ersten Auftrag und einer solchen Einstellung?

Berechtigte Frage.

Ich will es, weil ich es liebe. Trotz allem Nichts begeistert mich mehr als kreativ zu arbeiten und Photoshop ist eben zufälligerweise meine erste Wahl.
Außerdem will ich mir selbst beweisen, dass ich es eben trotz Selbstzweifel, Perfektionismus & Co. schaffen kann.

Wir pushen uns immer ans Limit und gehen am härtesten mit uns selbst ins Gericht.
Nur, um dann doch nicht zufrieden zu sein.

Warum willst du weniger Perfektionismus und mehr #einfachmachen?

„Da geht noch mehr?“ Nein. Diesmal nicht.
Es wird Zeit, dass wir uns endlich ein bisschen entspannen. Bist du dabei?

Den Schlüssel zum Wunderland gibt es hier:

Das Pareto-Prinzip oder: Die 80/20-Regel

Anfang des 20. Jahrhunderts untersuchte der Italiener Vilfredo Pareto die Verteilung des Bodenbesitzes in seinem Land.
Er stellte fest, dass 20% der italienischen Bevölkerung im Besitz von ganzen 80% des Bodens waren. Pareto forschte weiter und bemerkte bald, dass sich diese Verteilung auf viele andere Lebensbereiche übertragen ließ.

So entstand das Pareto-Prinzip.
Es besagt:

80% der Ergebnisse können mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen mit 80% die meiste Arbeit.

Das heißt, dass du einen Großteil deiner Ergebnisse in einem verhältnismäßig geringen Zeitaufwand schaffst. Je mehr Zeitaufwand (hust, Perfektionismus, hust!) du dann noch hineinsteckst, desto geringer werden deine weiteren Ergebnisse.

Das Pareto Prinzip. Den Perfektionismus mit der 80/20 Regel in den Griff kriegen

Ein paar Beispiele für das Pareto-Prinzip

Mit 20% deiner Freunde verbringst du 80% deiner Zeit.
80% der Vokabeln lernst du in 20% der Zeit.
80% deiner Zeit trägst du nur 20% deiner Klamotten. (True that!)
80% deines Blogposts schreibst du in 20% der Zeit.

In manchen Fällen verteilen sich die Werte ein wenig anders, aber der Grundsatz bleibt gleich.
Mit einem Mitteleinsatz von 20% könnten 80% aller Probleme gelöst werden.

Für mich bedeutet das im Umkehrschluss aber auch: Einen Großteil meiner Zeit habe ich bisher für nur 20% an Ergebnissen verplempert.

Was das Pareto-Prinzip dir nicht gibt

100%.

Es bringt nichts, 20% Aufwand und 80% Ergebnis miteinander zu addieren und bäm, 100%! Diese beiden Dinge sind nicht dasselbe.
3x die Woche Salat zu essen, wird nicht reichen, um dich schlanker zu machen.

Erwartest du 100% des Ergebnisses, dann gib‘ auch 100%!

Super Rat, Chrissi. Und wie mache ich das?

Gehe das Problem aus einer anderen Perspektive an!

Du weißt nicht, was du willst?
Warum versuchst du es nicht andersherum?

Oft fällt uns eher auf, was wir nicht mögen/was uns nicht gefällt. Nutze das für dich!
Frage dich also: Was willst du NICHT?
Ich wette, hier fallen dir sofort einige Beispiele ein.

Wenn ich bei einem Design in der Perfektionismus-Falle stecke, lasse ich ein, zwei Tage vergehen und schaue mir dann alle Entwürfe nacheinander wieder an. Die, die nicht in den ersten fünf Sekunden überzeugen, werden gelöscht. Rigoros.

Und für alle Fälle gibt es immer noch die Wiederherstellen-Funktion des digitalen Papierkorbes.

Setze dir ein Zeitlimit!

Früher fand ich oft genau dann an Allem etwas auszusetzen, wenn eine Deadline drohte.
Inzwischen arbeite ich aktiv damit und setze mir ein zeitliches Limit..

Bis wann willst du deinen Blogbeitrag fertig haben? Heute Abend, 20 Uhr?
Wie lange wirst du dafür brauchen? 4 Stunden?
Dann nimm‘ dir die Zeit; blocke sie dir im Kalender und schreibe.

Wichtig ist, dein Zeitlimit genau einzuhalten. Fünf Minuten mehr sind vielleicht kein Weltuntergang. Aber alles, was darüber hinaus geht, stürzt dich zurück in die Perfektionismus-Grube.

Wechsle deine Arbeitsweise, um wieder in den Flow zu kommen!

Bloggen läuft zwar nicht, aber vielleicht schreibst du erstmal etwas anderes, um in den Flow zu kommen? Beantworte E-Mails oder Kommentare oder nimm dir ein Blatt Papier und kritzle darauf herum.

Wenn du gar nicht weißt, was du schreiben sollst, empfehle ich dir meine Tipps zum Schreiben von Morgenseiten.

Mach‘ mal Pause!

Gerade, wenn du nicht den Geistesblitz hast, wie du weiterarbeiten sollst – lege dein Projekt beiseite. Es wird in diesem Moment nichts besseres dabei rauskommen.
Wirklich nicht.

Beschäftige dich erstmal mit etwas ganz Anderem. Gehe raus oder wirf Netflix an und lass dich eine Stunde lang berieseln.
Ich kochte zum Beispiel oft, wenn ich feststecke.

Für mich funktioniert das nicht immer, aber vielleicht ist es für dich genau die richtige Methode.

So nutzt du dieses Wissen am besten für dich

Merke es dir. Verinnerliche es. Klebe es dir mit einem Post-It an deinen Bildschirm oder den Badezimmer-Spiegel – egal wo, nur erinnere dich immer wieder daran, dass du nicht perfekt sein musst – und deine Arbeit ebenfalls nicht.

Mir hat allein dieser Gedanke schon unheimlich geholfen.

Das heißt nicht, dass ich plötzlich keine Perfektionistin mehr bin.
Ich höre aber auf, wenn ich zufrieden bin. Denn mittlerweile weiß ich, dass es gut genug ist und dass weitere Änderungen so gering sein werden, dass ich es auch jetzt schon fertigstellen kann.

Genau dann, wenn du wieder vor dem Kaninchenloch stehst und nicht weißt, ob du springen sollst oder nicht.
Spring.

Und freu dich! Du hast gerade etwas Wundervolles geschaffen!

Das Pareto-Prinzip a.k.a. Die 80/20 Regel - So kannst du deinen Perfektionismus überwinden

 
Und jetzt erzähl mir: Wo kannst du das Pareto-Prinzip für dich anwenden?
 

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10 Dinge, mit denen dieser Blog mein Leben verändern konnte

Denkst du, ein Blog kann dein Leben verändern? Ja, tut er! Hier erzähle ich, was ich in einem Jahr als professionelle Bloggerin gelernt habe.

1 Jahr ZENteasures – 10 Dinge, mit denen dieser Blog mein Leben verändern konnte

Am 17.02.2016 ging der erste Beitrag hier online. Nach fast 1,5 Jahren des Planens, Überdenkens und sich-doch-nicht-Trauens. Wer gätte gedact, dass ein Blog ein Leben verändern kann?

Im Nachhinein betrachtet ärgere ich mich manchmal über mich selbst und meine (völlig unbegründete!) Angst. Genauso ist es aber müßig, weiter darüber nachzudenken, denn letztlich war ich noch nicht bereit.
Sicher, ich hätte in diesem Jahr mehr schaffen können. Mehr posten, mehr promoten, mehr „auf Business machen“. Aber auch das fühlte sich nicht richtig an.

Ich glaube, dass alles zu seiner Zeit kommt und passieren wird, wenn man bereit ist.

Denn ja, so übertrieben es klingt: Bloggen KANN ein Leben verändern. Und ZENtreasures ist das Beste, das mir bisher passiert ist. #nojoking

Ab ins 2. Jahr: Wo soll es hingehen?

Die Leserumfrage vom Januar (Danke für deine Teilnahme!), bestätigte mich auf meinem Weg; gab mir aber auch viel neuen Input.
Ein Großteil von euch setzt Träume aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht um. Okay, dabei kann ich (leider) nicht helfen.
Einige sind unzufrieden mit ihrem Leben, ruhen sich aber aus Bequemlichkeit oder mangels Alternativen aus und verändern nichts. Da mir das allzu bekannt vorkommt, werde ich in der Hinsicht sicher noch mehr Hilfestellungen bieten.

Außerdem kam mehrfach der Wunsch nach den Büchern/Blogs/Methoden, die mir weitergeholfen haben. Nächsten Dienstag gibt es dazu schon einen ausführlichen Ressourcen-Post.

Ich will in Zukunft noch mehr Content für dich kreiieren, um dich auf deinem eigenen Weg in Richtung Selbstverwirklichung zu unterstützen.
Außerdem wird es mehr Exklusiv-Inhalte für meine #ZENletters Abonnenten geben (gehörst du schon dazu?); ich arbeite an einem Podcast und seit Monaten steht auch noch diese Youtube-Idee im Raum… aber noch fehlen mir da konkrete Themen.

Gibt es etwas, das du hier gerne sehen/lesen möchtest?

Denkst du, ein Blog kann dein Leben verändern? Ja, tut er! Hier erzähle ich, was ich in einem Jahr als professionelle Bloggerin gelernt habe.

Meine Learnings aus 1 Jahr professionellem Bloggen – und was du für dich daraus mitnehmen kannst

1.So ein Blog ist lebensverändernd. Also versuch’s doch einfach mal!

Okay. Die Überschrift ist der Witz des Jahrhunderts. Wenn es dir nur ännähernd so geht wie mir, überdenkst du jede Entscheidung tausendmal – und machst sie in den meisten Fällen doch nicht.
Es gibt kein Geheimrezept, wie du am besten deine Komfortzone verlässt. Unser Hirn ist darauf gepolt, immer den bequemsten Weg auszusuchen – den, der ihm am wenigsten Anstrengung kostet.
Und so ein Blog ist anstrengend. Die Pflege ist zeitintensiv und es gibt so viel, woran du denken musst (Themen, Design, SEO, Rechtschreibung, Verlinkungen, Fotos,…)

Aber: Für mich war ZENtreasures seit Tag Eins eine Bereicherung. Zu 100%. Ich habe immer noch genügend Postentwürfe in petto und fast täglich neue Ideen. Und vorallem ist der Spaß nach wie vor groß, wenn nicht sogar gewachsen.
Obwohl es wesentlich mehr Arbeit ist, als ich dachte.

Wenn du selbst mit dem Gedanken spielst, zu bloggen (egal zu welchem Thema), mach es!
So ein Blog ist blitzschnell erstellt und du kannst direkt loslegen.
Ich bin der festen Überzeugung, das jeder von uns etwas zu sagen hat, das die Welt hören sollte (… außer Donald Trump…).

Also trau dich!
… Das gilt übrigens für alle Bereiche des Lebens! 🙂

2. Du musst nicht alles bieten.

Würdest du vielleicht gerne – mir ging es genauso.
Ein breit gefächertes Themengebiet muss nicht unbedingt mehr Besucher bedeuten. Willst du Menschen ansprechen oder Klicks?
Es spricht nichts dagegen, dass du viele Bereiche auf deinem Blog behandeln willst. Mit der Zeit wird sich von selbst herauskristallisieren, was dir besonders Spaß macht und am besten bei deinen Besuchern ankommt.

Ich wollte beispielsweise jeden Monat über meine Ziele – und ihren Fortschritt schreiben; gab das Ganze aber schon nach einem Monat wieder auf.
Und im Gegensatz dazu hatte ich meine Interview-Reihe #ZENtalks absolut nicht auf dem Schirm, als ich angefangen habe.

Es ist keine Schande, eine Reihe nicht fertigzustellen oder einen alten Beitrag zu löschen, weil du dich damit nicht mehr identifizieren kannst.

3. Persönlicher Austausch ist essentiell

In letzter Zeit beklagten sich einige große (Mode-)Blogger über sinkendes Feedback ihrer Leser.
Das Problem ist dieses: Ich verstehe die Seite der Blogger – mir ist deine Rückmeldung auch extrem wichtig. Doch viele machen es sich leicht: Sie freuen sich über Kommentare, gehen aber selbst kein bisschen darauf ein.
Deshalb verstehe ich auch die Seite der Kommentierenden: Klar verteilt man schnell ein Like oder lobt einen Beitrag.

Aber: Wozu sollte ich mir als Leser öfter die Mühe machen, einen ausführlichen Kommentar zu hinterlassen, wenn ich nie eine Reaktion des Bloggers darauf bekomme?

Gerade zu Anfang von ZENtreasures wusste ich nicht, wie ich mit Feedback umgehen sollte und vernachlässigte die Kommentare total.
Inzwischen beantworte ich sie aber alle – einfach, weil ich finde, dass die Mühe des Kommentierenden dadurch besser wertgeschätzt wird.

Ich wiederhole mich nochmal: Behandle deine Leser wie Menschen, nicht wie Klickzahlen.
Beantworte Fragen, Kommentare und hinterlasse selbst Feedback bei Anderen aus deiner „Branche“.

4. Es gibt noch Andere da draußen…!

Andere Blogger nämlich; andere Menschen mit denselben Interessen, Sorgen, Gedanken.

Jahrelang las ich nur dieselben 5, 6 Blogs. Ich hatte gar kein Interesse daran, Neue zu suchen.
Aber wenn du selbst bloggst, besonders in so einer Nische wie hier, schaust du dich wieder nach neuen Blogs um. Plötzlich öffnest du deine Augen und entdeckst so viele tolle Webseiten; spannende Menschen und inspirierende Geschichten.

Gerade dank sozialen Netzwerken wie Instagram ist es super easy geworden, ähnlich tickende Menschen zu finden und sich zu vernetzen.

Man kann sich gegenseitig motivieren, Ideen austauschen und das ist so viel wert!

5. Organisation ist das A & O

… sonst kann es nämlich gut sein, dass du schneller wieder aufgibst, als dir lieb ist.

Ich bastle seit mehr als 12 Jahren Websites und blogge genauso lange. Aber meine Beiträge geplant habe ich nie; sah nicht einmal eine Notwendigkeit darin (und dabei habe ich sogar im Print-Bereich gearbeitet, wo ein Redaktionsplan gang und gäbe ist. Ups.).

Wenn du auf professioneller Ebene bloggen willst, musst du lernen, dich zu organisieren. Führst du „nur“ einen Hobbyblog, ist ein Plan kein Muss. Ich empfehle es dennoch; einfach, um den Überblick zu behalten.

Wie du das machst, liegt ganz bei dir. Für die Einen funktioniert vielleicht ein Wandkalender, für Andere ein Trello-Board.
Ich plane meine Beiträge und die Social Media Posts mit einem Google Pages Sheet – also quasi einer ganz normalen Excel-Tabelle. Blogentwürfe schreibe ich in Evernote, das immer noch mein Lieblings-Tool ist.

7. Curiosity makes the cat alive!

Seit ich an ZENtreasures arbeite, habe ich viele alte und neue Interessen (wieder-)entdeckt. Es macht solchen Spaß, sich in neue Themen einzulesen und frühere Leidenschaften wieder aufzunehmen.

U.a. erweitere ich gerade meinen Software-Horizont: Nach 15 Jahren nur mit Photoshop wird es Zeit, andere Adobe Programme auszuprobieren. Und ich habe den größten Spaß dabei, mich mit InDesign und Illustrator zu spielen.
Außerdem lerne ich manuelle Fotografie und meine Liebe für japanische Anime & Manga ist wieder neu entfacht.

Lernen kann unheimlich Spaß machen, wenn es etwas ist, das dich interessiert!

8. Ich war noch nie so selbstbewusst!

Durch das Feedback hier (danke!) bin ich so viel überzeugter von meinen Fähigkeiten als früher!

Ich fand zum Beispiel immer, dass ich gut schreiben kann. Aber seitdem mir fremde Menschen hier mitteilen, sie würden meinen Schreibstil mögen, glaube ich wirklich daran.

Lob und Feedback von anderen treibt an. Du solltest immer auf deine Fähigkeiten stolz sein, aber es schadet nicht, ab und an Bestätigung zu bekommen.

9. Prioritäten verschieben sich

ZENtreasures hat mich fokussierter und disziplinierter werden lassen.
Ja, ich schiebe immer noch oft genug auf. Leider.
Aber ich habe in den letzten Monaten gemerkt, wie sich meine Prioritäten hin zum Blog und weg von anderen Dingen schieben.

Mittlerweile lasse ich lieber eine Party sausen, um noch einen Blogbeitrag vorzubereiten. Früher hätte ich das nicht gemacht.

Natürlich ist bloggen ein sehr zeitintensives Hobby, aber warum solltest du nicht deine Zeit mit etwas verbringen, das du liebst?

10. Es kommt alles, wie es kommen muss

Noch so ein Satz, den ich immer für völlig übertrieben gehalten habe.
Aber er ist vermutlich der wichtigste in dieser Aufzählung: Es wird sich alles genau so fügen, wie es sein soll.

Vielleicht hast du eine Chance verpasst, dein Leben zu verändern, und ärgerst dich darüber.
Aber vielleicht musste es so kommen. Weil sich morgen oder in einem Jahr eine andere, neue Chance auftut.

Ich konnte die Arbeitszeiten in meinem Brotjob reduzieren (hätte ich nie erwartet!), ich durfte erste Kooperationserfahrungen sammeln, Gastposts und Beiträge für spannende Blogparaden schreiben – andere Menschen kamen von sich aus auf mich zu und baten mich um meine Teilnahme.
Ganz ehrlich, das ist ein unglaubliches Gefühl! Und ich weiß, das ist erst der Anfang.

Ich blicke positiver in die Zukunft als ich es noch vor anderthalb Jahren getan hätte.
Wie steht’s mit dir?

HAPPY BIRTHDAY, ZENTREASURES!
Denkst du, ein Blog kann dein Leben verändern? Ja, tut er! Hier erzähle ich, was ich in einem Jahr als professionelle Bloggerin gelernt habe.
 

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Wie du negative Gedanken leichter loswerden kannst

Negative Gedanken loswerden

Wie du negative Gedanken leichter loswirst

Es ist Freitag Mittag. Der Wetterbericht sagt ein sonniges, warmes Wochenende voraus.
Ich habe Lust auf die Berge. Lust, Wandern gehen.
Eigentlich.

Denn sofort plagt mich das schlechte Gewissen: „Du wolltest doch dein Wochenende zuhause verbringen! Wie willst du deine To-Do’s abarbeiten, wenn du nur einen Tag Zeit hast? Schließlich fällt der Samstag komplett weg, wenn du eine Bergtour machst. Mensch! Sei vernünftig!“

Ich lasse diese negativen Gedanken kurz sacken.

Denke dann #yolo, hole mein Handy aus der Tasche und tippe: „Wollen wir morgen in die Berge?“

Die Antwort kommt prompt. Natürlich will sie in die Berge.

Ich freue mich.
Und frage mich gleichzeitig, was ich hier gerade getan habe. Diese Anstrengung beim Wandern und der darauffolgende Muskelkater, die volle To-Do-List, eigentlichhabichkeinenBock…

Heute tue ich nicht, was ich denke

Tags darauf.
Meine Schwester, Partnerin in crime, erklärt, dass sie noch nicht sicher ist, wohin es heute geht.
Die eine Tour dauert nur ca. 1,5 Stunden, geht aber durchgängig knackig bergauf.
Tour Nummer 2 verläuft relativ gerade, dafür ist man gut drei Stunden unterwegs.

Na, da bevorzuge ich doch eindeutig die Zweite, weswegen ich laut sage „Die Erste.“
… die darauffolgende Fluchtirade in meinem Inneren ignoriere ich lieber.

Selbes Spiel am Ziel.
Wir sind bereits an der Alm und müssten nicht mehr weiter. Es gibt noch einen Berggipfel, der zwar nicht mehr Aussicht bietet als wir schon haben. Ob ich hinauf will?

Die Gedanken in meinem Kopf überschlagen sich beinahe, so laut schreien sie „NEIN! Bloß nicht noch weiter bergauf!“
Mein Bauchgefühl seufzt, ich kann es förmlich spüren.
Also sage ich wieder: „Wenn wir schon hier sind, müssen wir auch noch zum Gipfel.“

Negative Gedanken loswerden

Lass mich dir gesagt sein, die Wanderung war verdammt anstrengend. Mehr als 600 Höhenmeter machen sich bemerkbar. Mein Shirt war durchgeschwitzt, die Nase lief ständig und ja, auch heute spüre ich noch den Muskelkater.

Doch wurde mir während der Wanderung immer wieder bewusst: Hey, ich kann das!
Mein untrainierter Körper ist sehr wohl dazu in der Lage, eine anstrengende Bergtour mitzumachen.

Außerdem war ich einen Tag später umso motivierter, mich an den Rechner zu setzen und abzuarbeiten, was ich mir vorgenommen hatte.

Negative Gedanken? Aufgelöst.

Ich habe nicht alles geschafft, bin aber wesentlich weiter gekommen, als ursprünglich gedacht.
Positivität und gute Laune traten an die Stelle negativer Gedanken.
Win-Win!

Nun habe ich wahnsinnig viel über’s Wandern geschrieben.
Wenn du nun denkst, dass man dieses Gedankenspiel sowieso nicht auf das wahre Leben/den Alltag anwenden kann – doch, kann man.

Spulen wir noch ein wenig weiter zurück, auf Donnerstag (= einen Tag vor meinem bewussten Ausbruch aus der Comfort Zone).
Mein Lieblingskollege (der mit dem Konjunktiv) war kurz nach meinem China-Aufenthalt selbst im Urlaub.
Bei seiner Rückkehr ins Büro erwartete ihn ein Berg voll Arbeit – den er immer noch abzuarbeiten versuchte.

Eine Idee formte sich in mir. Negative Gedanken direkt hinterher.

„Biete ihm nicht an, den Angebotsstapel zu übernehmen. Du hast darauf eh keinen Bock. Biete es ihm nicht an. Bieteesihmnichtanbieteesihm…“

Doch. Ich bot es ihm an.
Das Ergebnis? Er war happy, ich mit mir zufrieden und um ein Stück Dankes-Schokolade reicher. 🙂

Wie du negative Gedanken loswerden kannst

Negative Gedanken loswerden – wie du vorgehen kannst

Nur du allein bist dafür verantwortlich, was in deinem Kopf passiert. Du selbst hast diese negativen Gedankengänge – niemand sonst.
Das klingt vielleicht hart, aber: Dadurch hast du auch die volle Befugnis, sie zu ändern.

Du bist verantwortlich für deine Realität!

Was siehst du vor deinem inneren Auge, wenn dich wieder ein negativer Gedanke befällt?
Schweiß, Muskelkater – sehe ich zum Beispiel, wenn ich ans Wandern denke.
Doch ich sehe auch Glück, Sonnenschein und vermutlich eine grandiose Aussicht – die heutigen Beitragsbilder gäbe es nicht, wenn ich meine negativen Gedanken nicht überwunden hätte.

Das Positive muss das Negative überwiegen.

Achte auf deine Gedanken. Wann denkst du etwas Negatives, wann positiv?
Nimm bewusst wahr, wenn du gerade etwas denkst, was dich schlecht macht/dich aufhält/nur wieder für Prokrastination sorgt.

Registriere diesen negativen Gedanken – und dreh ihn um.
Mach ihn positiv und motivierend.

Ja, ich hatte keine Lust, meinem Arbeitskollegen unter die Arme zu greifen.
Warum ich dennoch das Gegenteil von dem Ausgesprochen habe, was ich dachte?
Weil ich wusste, dass dies a) ein Sprung aus meiner Komfortzone und weg von den negativen Gedanken ist und ich b) einem Mitmenschen eine Last abnehmen kann. Denn letztlich war es für mich kein Aufwand, ihm zu helfen.
Das bisschen Zeit, das es mich gekostet hat, ist kein Vergleich zu dem großartigen Gefühl danach.

Rede dir also wirklich ein, dass etwas gut ausgeht/du das Richtige tust/du Bock drauf hast, diese sportliche Betätigung jetzt durchzuziehen.
Fühlt sich das an wie Selbstbetrug? Ist es nicht.

Sprichst du diesen „verkehrten Gedanken“ aus, wird er real.
Indem man etwas ausspricht, macht man es zur Realität. Manchmal mag das ein Fehler sein oder zu Problemen führen. Viel öfter jedoch wirst du dich besser fühlen.

Die negativen Gedanken kommen sowieso von allein. Das ist nur menschlich.
Doch wir haben es in der Hand, unsere Realität positiv zu gestalten.

Tatsächlich beobachte ich diese kleine große Veränderung an mir erst seit wenigen Tagen.
Und mir gefällt, was ich sehe.

Wie du negative Gedanken loswerden kannst

Eine kleine Anmerkung zum Schluss
Ich weiß nicht, ob dieser Text psychologisch Sinn macht. Ob er überhaupt Sinn macht.
Ich weiß auch nicht, ob ich wirklich in Worte fassen konnte, was ich gefühlt/gelernt habe. Denn das hier ist mehr ein kurzfristig entstandener Erfahrungsbericht – ich war so begeistert, dass ich sofort darüber schreiben musste (deshalb ist er kürzer als meine üblichen Posts).

Daher: Keine Garantie auf psychologische Korrektheit.

Lass mich gerne wissen, was du von diesem Beitrag hältst und ob dich eine Fortsetzung/Erweiterung interessiert!

 

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Aufschieberitis – Warum du prokrastinierst und dagegen hilft

Über Aufschieberitis. Warum du prokrastinierst und was du dagegen tun kannst. ZENtreasures.de Blogpost

Im letzten Post habe ich bereits über meine berufliche Zukunft gesprochen.
Heute ist das Wohlbefinden; positive life, dran. Und dieser Beitrag fällt mir alles andere als leicht, denn gleich zu Anfang muss ich dir etwas gestehen. Etwas, das mich vielleicht nicht gerade sympathisch macht.

Hi, ich bin Chrissi… und ich leide unter akuter Aufschieberitis.

„Aha“, denkst du dir nun vielleicht, „ich hatte auch nur selten Lust, für meine Prüfungen zu lernen oder endlich die Küche aufzuräumen. Wir prokrastinieren doch alle mal.“

Das stimmt. Kennen wir wohl alle.

Nicht so cool ist es allerdings, wenn man nicht nur Alltagsdinge aufschiebt, sondern vielmehr die Dinge, die man eigentlich GERNE tut/tun würde.

Fällt mir irgendetwas ein, worauf ich Lust habe (z.B. ein neues Projekt in Photoshop umsetzen oder fotografieren), sagt eine gedehnte, lockend klingende Stimme in meinem Kopf:

„Komm, stresse dich doch heute nicht mehr. Mach das am Wochenende, wenn du ausgiebig Zeit hast!“
Du hast doch bald Urlaub, mach es da, denn dann kannst du dich richtig darauf konzentrieren!“

Und wann mache ich es letztendlich?
Nie.
Stattdessen schiebe und schiebe und schiebe ich meine Hobbys vor mir her. (Keine Sorge, meine Aufschieberitis beinhaltet auch ganz normale „blöde“ Dinge, nicht nur meine Hobbys.).

Mein Herz will so viele Dinge ausprobieren – vieles sind sogar nur Kleinigkeiten, schnell und einfach zu machen. Aber ich – ich schiebe sie wieder aufs nächste Wochenende. Seien wir ehrlich, das ist bescheuert. Total bescheuert.

Beispiele gefällig?

  • Das Leid mit den Sprachen: Ich liebe Sprachen, das Lernen derer fällt mir leicht. Eigentlich. Denn ich bringe mich nicht mal dazu, die 10 Minuten fürs tägliche Vokabeln lernen aufzuwenden. So bin ich in den letzten Jahren schon 2x an japanisch gescheitert und aktuell wohl auch an spanisch.
  • Briefe schreiben -heutzutage eine fast vergessene Tätigkeit und trotzdem eine wundervolle Sache. Eigentlich. In einem Anfall von #einfachmachen hatte ich Anfang Dezember in einer internationalen Facebook-Gruppe nach Brieffreundschaften gefragt. Es meldeten sich an die 10 Leute. Und bis heute habe ich keiner davon geschrieben.
  • Ich stehe jeden Morgen 30 Minuten früher auf als ich müsste. Um Laufen gehen, Yoga, gemütlich frühstücken oder an den PC setzen und schreiben – das waren ursprünglich mal die Gründe für weniger Schlaf. Stattdessen vertrödle ich die Zeit im Bad oder bei Youtube.
  • Von meinen „ewig in der Planung“-Homepage-Ideen, den halbherzigen Versuchen, endlich richtig mit einer Spiegelreflexkamera umgehen zu lernen und meiner seit Jahren nie wiederbeliebten Leidenschaft fürs Zeichnen brauchen wir gar nicht anfangen.

Ich werde zu all dem ja von niemandem gezwungen; alles ist rein freiwillig.
Und doch…

Ist es von vorne herein die Angst, etwas nicht hinzukriegen; gar zu scheitern?

Oder die Sorge, dass die Sache mir doch keinen Spaß macht und ich damit nur Zeit verschwendet habe?

Will ich es vielleicht immer noch nicht genug? Ist es wie mit dem Abnehmen – ich versuche es immer ein bisschen, aber so richtig unzufrieden bin ich mit meinem Körper dann scheinbar doch nicht, als dass ich auf meine Wochenend-Pizza mit Bier verzichten würde.

Ich glaube, bei mir ist es eine fiese Mischung aus allen Punkten.
Doch obwohl ich das weiß, kann ich bisher nicht aus meiner Haut. So schiebe ich stattdessen fröhlich weiter und verfluche mich selbst dafür.

Der Feierabend, der eigentlich einige Stunden für meine Hobbys wird mit faulem Rumliegen vor dem TV, am iPad oder am Gameboy vergeudet. (Ich suchte derzeit Dexter, böööse!)
„Was man in dieser Zeit alles machen könnte!“, würde meine Mutter sagen. Und sie ist eine wirklich vielbeschäftigte Frau.
Also, Warum mache ich nichts daraus?

Aufschieberitis - Warum du prokrastinierst und was dagegen hilft.

Hallo, Aufschieberitits: Warum schieben wir nur ständig Dinge auf?

Schon komisch, oder?
Warum macht man die Dinge, die man gerne tut, nicht? Dinge, die einen interessieren oder weiterbringen könnten – warum fängt man nicht an?

Per Definition ist Aufschieberitis (oder auch Prokrastination) das ständig wiederkehrende Nicht-erledigen von ungeliebten Aufgaben.
Bestimmte Telefonate. Der Zahnarztbesuch. Die Steuererklärung.
Man schiebt diese Tätigkeiten immer weiter hinaus; verzögert dadurch das eigene Vorwärtskommen und wird letztlich unproduktiv und gefrustet.

Wir verbinden oft schlechte Erinnerungen mit den Dingen, die wir aufschieben.
Der Zahnarzt war sicher noch nie dein Freund – meiner ist es jedenfalls nicht.
Das unangenehme Telefonat mit der Tante, bei der man sich immer noch für das Weihnachtsgeschenk bedanken muss. Ehm ja. Sie wird uns kaum den Kopf herunterreissen, aber die Fantasie heißt nunmal nicht umsonst so.

(Gut, die Steuer mache ich tatsächlich ganz gerne. Wirklich!)

Antibiotika hilft nicht. Was dann?

Schlimm wird es, wenn der Aufschieberitis-Virus uns befällt und wir ihn nicht mehr losbekommen.
Antibiotika hilft hier nicht. Die Schule, die Uni oder die Arbeit einfach zu schwänzen, auch nicht.
Denn gerade das macht es nicht besser.

Aber es gibt Möglichkeiten, den Virus einzudämmen. Auch für mich und alle anderen, die selbst ihre Hobbys prokrastinieren.

Was wirklich hilft

1. Aufgaben stückeln.

Einmal durch den Fleischwolf, bitte.
Eine große Aufgabe in viele kleine Stückchen zu teilen, verringert die Gefahr der Aufschieberitis.
Überlege dir also, in welche kleinen „Untertätigkeiten“ du deine ungeliebte Große aufteilen kannst. Je kleiner und einfacher die einzelnen Schritte, desto eher ringst du dich für das große Ganze durch.

Ich habe mir das nun für meine Morgenroutine vorgenommen. Anstatt alles auf einmal zu wollen, versuche ich nun, mich nach und nach zu ändern.
Dieses Schema, ebenso wie das Thema „Morgenroutine“ finde ich extrem spannend, deshalb wird es zu beidem bald noch ausführliche Beiträge geben.

2. Trenne dich.

… Trenne dich von Tätigkeiten, die du sowieso immer wieder aufschiebst. Denn solche Dinge bringen dich nicht weiter.

Das klingt einschüchternd, oder?
Ich habe mich daher – vorerst – von einer eher kleinen Sache getrennt.
Erinnert du dich, dass ich weiter oben schrieb, Brieffreundschaften zu suchen? Nun, inzwischen ist es Ende Februar und ich habe noch keinen einzigen Brief fertiggestellt; geschweige denn, abgeschickt. Eine halbherzige „Oh, Briefe schreiben ist doch schwieriger als gedacht, haha“-Nachricht war schnell geschrieben. Die Erinnerung in meinem Handy – die wurde trotzdem Woche für Woche weitergestellt. Das schlechte Gewissen wuchs.
Als ich kürzlich wiedereinmal versuchte, einen Brief aufzusetzen, wurde mir endgültig klar: Das hier bringt nichts. Hör auf damit, bevor du es noch länger schiebst.
Und so habe ich nach einer halben Seite aufgegeben und stattdessen eine Nachricht an die Wartenden geschickt. Habe erklärt, dass ich die Brieffreundschaft gerne abbrechen möchte, mich entschuldigt und ihnen alles Gute gewünscht.

Glaube mir, das fühlte sich so gut an!
Natürlich war niemand begeistert. Dennoch warf mir niemand Beschimpfungen an den Kopf oder wünschte mir eine lebenslange Schreibblockade (Gott bewahre!).
Ich konnte zufrieden die Erinnerung „Brief an XXX schreiben!“ in meinem Handy abhaken und das schlechte Gewissen ruhig stellen.

Du siehst, selbst wenn es nur solche Kleinigkeiten sind. Wenn sie uns beschäftigen, sind sie nicht klein. Sie sind es wert, sich damit auseinanderzusetzen.
Auch, wenn du vielleicht jemanden dadurch enttäuscht, letztlich musst du dich für das entscheiden, was dir wichtiger ist.
Mir waren Brieffreunde offensichtlich doch nicht so wichtig, denn sonst hätte ich mich vielleicht schon längst an die Briefe gesetzt. Tat ich nicht – und trotzdem fühle ich mich jetzt um ein vielfaches besser. Denn der Druck ist weg.

Eine Möglichkeit von Vielen…

Diese beiden Tipps ändern nichts daran, dass ich immer noch Dinge aufschiebe, die ich gerne tue.
Dafür habe ich gelernt, besser in mich zu hören und abzuwägen.
Ich weiß, dass ich Sprachen lernen will.
Ich weiß, dass ich morgens immer noch Sport machen will.

Ich weiß auch, dass es wohl noch dauert, bis ich das hinbekomme.

Aber: Auch Zentreasures stand auf dieser Liste, anderthalb Jahre lang. Ich habe das „große Ganze“ = ‚einen Blog zum Thema Selbstverwirklichung und positivieren Lebensstil‘ in viele kleine Schritte aufgeteilt.
Es hat funktioniert. Deswegen liest du heute diesen Eintrag. Und er motiviert dich hoffentlich, deiner Aufschieberitis den Kampf anzusagen.

Falls nicht – ich bin gerne bereit, auch deiner Aufschieberitis mithilfe motivierender Worte einen Tritt in den Hintern zu verpassen!

Schreib mir, wie es dir mit diesem Thema geht! Hast du weitere gute Anti-Aufschieberitis-Mittel auf Lager?

Aufschieberitis - Warum du prokrastinierst und was dagegen hilft.
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