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Blogparade: Meine Kindheitshelden

Kindheitshelden - Die Helden meiner Kindheit

Blogparade: Meine Kindheitshelden

Können fiktive Figuren einen prägen?
Ich sage: Ja!

Bei mir hat das besser funktioniert als so mancher Eltern- oder Lehrer-Ratschlag.
Selbst, wenn diese Figur nicht echt ist – man kann sich an ihr orientieren, sich etwas abschauen und lernen.

In meiner Kindheit gab es so einige Charaktere, die ich als Helden bezeichnen würde.

Junge Frauen, die für ihre Geschwister sorgen mussten.
Gewievte Diebinnen, die nachts auf Kunstraub gingen.
Toughe Vampirjägerinnen mit frechen Sprüchen auf den Lippen.
Mädchen, die im Brautkleid gegen die Bösen kämpften.
Mädchen ohne Eltern, die sich in einer neuen Umgebung zurecht finden mussten, aber dennoch ohne Vorurteile durch die Welt gingen.
Einhörner auf der Suche nach sich selbst und Zauberer ohne Magie.
Kleinen Jungen auf großer Reise in weichen Gänsefedern.
Tiere, die sich aufmachten, eine neue Heimat zu finden.
Na, hast du jemanden wiedererkannt? 🙂

Wer sind deine Kindheitshelden?

Von starken Frauen und Wanderlust – Chrissis Kindheitshelden

Sag das Zauberwort und du hast die Macht

Meine Kindheitshelden waren instinktiv immer die starken Frauen.
Außerdem zogen (und ziehen) mich Charaktere an, die anders sind; die für sich einstehen und an sich glauben. Das hat mich als kleines Mädchen schon beeindruckt.

Im heutigen Beitrag stelle ich dir deshalb die vier fiktiven Personen vor, die mich besonders beeindruckt haben. Kindheitshelden eben.
Ich bin gespannt, wen davon du kennst!

Übrigens: Weil immer wieder danach gefragt wird, wie mein Grafikstil eigentlich aussieht: So wie auf den folgenden Bildern zu meinen Kindheitshelden!
Für ZENtreasures und meine Kundenprojekte arbeite ich ganz anders, wenn ich aber „just 4 fun“ oder für meine Anime-Seite Treasure-Chest.org Grafiken erstelle, mache ich das in diesem Collagen-Stil.

Oscar François de Jarjayes / Lady Oscar (Die Rosen von Versailles)

Kindheitshelden: Oscar aus Lady Oscar/Die Rosen von Versailles

When I think about Oscar, I feel no fear of the unkown path in front of me.
– Marie Antoinette

Als seine 6. Tochter auf die Welt kommt, hat der französische General Jarjayes genug: Er tauft das Mädchen Oscar und beginnt, sie wie einen Jungen zu behandeln – und auch so zu erziehen.
Oscar lernt fechten, reiten, kämpfen – all das, was im Frankreich des 18. Jahrhunderts den Frauen verwehrt blieb. Mit einer enormen Leidenschaft und grenzenlosem Talent gesegnet, schafft sie es als erste Frau in die Leibgarde des französischen Kaiserhauses, wo sie sich schließlich mit Marie Antoinette anfreundet und sie ihr Leben lang begleiten wird – auch in die französische Revolution hinein…

Warum Oscar eine Heldin ist

… weil sie sich selbst akzeptiert!

Was du von ihr lernen kannst

Für Oscar war es zu Anfang schwer, ihre weibliche Seite zu akzeptieren, nachdem sie als Mann erzogen wurde. Doch setzte sie sich ausgiebig mit ihren Gefühlen auseinander, hinterfragte und erkannte sich schließlich selbst an.
Für mich ist das heute für eine Metapher: Egal, wie du erzogen wurdest, du hast es in der Hand, dich zu verändern.

Zudem setzte sie sich immer für ihre Überzeugungen ein und bot jedem die Stirn – egal wer er/sie war. Oscar machte nie einen Unterschied und behandelte das Volk genauso großherzig, wie ihre Liebsten.

Random Fact

Die Serie Lady Oscar war mit Sicherheit der Auslöser für meine Vorliebe für tragische Liebesgeschichten. Und der Film „Eiskalte Engel“.

Haruka Tenno / Sailor Moon

Kindheitshelden: Haruka aus Sailor Moon

Gender doesn’t make a difference. Do you think just because you’re a girl you’re always going to lose to a guy? If you think that, you can’t protect the ones you love.
– Haruka Tenno

Haruka ist ein eher androgyner Typ und wird deshalb immer wieder für einen Mann gehalten, auch wegen ihrer Vorliebe für Motorräder, Rennautos und – süße Mädchen.
Als erfolgreiche Formel-1-Pilotin ist sie es gewohnt, in einer von Männern dominierten Welt zu bestehen und weiß, sich durchzusetzen; durch Worte, wie durch Können.
Ihr Alter Ego Sailor Uranus ist die Kriegerin des Windes. Sie steht Sailor Moon zur Seite. Zuerst zwar nicht unbedingt als Freundin, später aber als unerlässliche Stütze.

Warum Haruka eine Heldin ist

Weil sie keinen Wert auf die Norm legt.

Was du von ihr lernen kannst

Haruka ist das klassische „Harte Schale, weicher Kern“-Persönlichkeit (den auch die vorgenannte Oscar besitzt). Sie wirkt schroff, überspielt damit aber nur ihre Sorge um Andere.
Sie steht zu ihrer Meinung und setzt meist durch, was sie will. Das heißt jedoch nicht, dass sie blind nur ihrer Wahrheit folgt: Auf wessen Meinung sie wert legt, den unterstützt und beschützt sie, mit allem, was sie hat – selbst, wenn sie selbst dadurch zurückstecken muss.

Und egal, welchem Geschlecht man angehört, für Haruka zählt nur dies: Man liebt, wen man liebt.

Random Fact

Mit Sailor Moon begann für mich eine Liebe, die bis heute anhält: die für Japan und Animes/Mangas.
Gefühlt jede Sailor Kriegerin war schon mein Liebling (mit Ausnahme von Usagi Tsukino/Sailor Moon selbst). Haruka bin ich schließlich ganz verfallen. Als Kind interessierte ich mich auch sehr für Astronomie und aus jetzt nicht mehr nachvollziehbaren Gründen war Uranus schon immer mein Lieblingsplanet… könnte also in die Entscheidung nach der Lieblings-Sailor-Kriegerin eine Rolle gespielt haben… 😀

Phoebe Halliwell / Charmed

Kindheitshelden: Phoebe Halliwell aus Charmed

Just because I protect the innocent doesn’t mean I have to be innocent all of the time.
– Phoebe Halliwell

Die jüngsten Geschwister haben Narrenfreiheit, so auch die Hexe Phoebe Halliwell. Dass das nicht nur Vorteile mit sich bringt, lernt sie schnell, denn als eine der „Charmed Ones“ hat sie täglich mit allerhand magischen – und nicht gerade netten – Wesen zu tun.
Acht Staffeln lang kämpft sie sich durch Dämonen, Liebesbeziehungen und Geschwister-Probleme. Dabei ist sie nicht auf den Mund gefallen und glänzt mit dem besten Modestil aller Hexen. (<- meine Meinung :D) Phoebes große Stärke dabei? Ihre empathische Art. Sie kann nicht nur durch Visionen in die Zukunft oder Vergangenheit sehen, sondern erkennt Probleme sofort und hat fast immer eine Lösung parat.

Was du von ihr lernen kannst

Es ist egal, was andere von dir denken, solange du dich gut so fühlst, wie du bist.

Warum Phoebe eine Heldin ist:

Weil sie immer so lebt, wie sie es will. Sie für ihre Überzeugungen eintritt. Und trotz ihrem toughen Auftreten immer zuerst an das Wohlergehen anderer denkt.

Phoebe war immer die „schlechte“ Schwester; die, die ihre Familie schnell verließ und sich in Partys und Männergeschichten stürzte. Nach ihrer Rückkehr nachhause gab es vor allem mit ihrer ältesten Schwester Prue ständig Zoff, weil diese ihren Lebensstil nicht nachvollziehen konnte.

So gefrustet und rebellisch wie Phoebe deshalb manchmal war – sie hat sich nicht unterkriegen lassen.
Sie hat ihr Leben immer so gelebt, wie sie es für richtig hielt – und so schließlich nach Jahren voller Ungewissheit ihre Berufung mit ihrer Zeitungskollumne gefunden.

Random Fact:

Mitten in meinem Charmed-Hype bekamen wir zuhause einen Internetanschluss. Ich durfte eine Stunde täglich online gehen und das erste, was ich suchte, waren Infos über Alyssa Milano, Phoebes Schauspielerin. Ich saugte alle Infos über sie auf, las Episodenguides und hatte sogar einen Ordner voller ausgedruckter Bilder mit ihr.
Außerdem war da ja noch ihre Liebschaft mit dem Dämonen Cole… (wie war das noch gleich mit tragischen Liebesgeschichten?).

Snufkin / Die Mumins

Kindheitshelden: Snufkin/ aus Die Mumins

All things are so very uncertain, and that’s exactly what makes me feel reassured.
– Snufkin

Jeden Frühling, wenn die ersten Blütenknospen zu sprießen beginnt, sind die Mumins in freudiger Erwartung, denn Snufkin, der „philosophierende Vagabund“ kehrt zurück!
Die trollartigen Wesen aus Tove Janssons Comics lieben seine Geschichten und die Weisheiten, die er verbreitet.
Niemand weiß so recht, was Snufkin eigentlich ist: Er trägt einen übergroßen Hut und sieht einem Menschen recht ähnlich. Unvergessen auch: Seine Mundharmonika (Diese Melodie ist Kindheitserinnerung pur!)

Was du von ihm lernen kannst

Mit Offenheit durch die Welt zu gehen!

Warum Snufkin ein Held ist

Snufkin war schon damals das, was man heute als „wanderlustinfiziert“ bezeichnen würde. Er war monatelang auf Reisen und jedes Mal, wenn er ins Mumintal zurückkehrte, hatte er Geschichten zu erzählen. Als kleines Kind habe ich das noch gar nicht so richtig verstanden und mich wie die Mumins einfach an seinen Erzählungen erfreut.
Heute kenne ich die andere Seite; die des Verreisens, des Staunenes und Erfahrungen machens, des Heimkommens und Weitererzählens.

Autoritäten beeindrucken ihn nicht und so hat er kein Problem, ihnen mitzuteilen, wenn er Dinge anders sieht.
Dennoch respektiert er alle Wesen und teilt sein Wissen gern, wenn er anderen dadurch weiterhelfen kann.

Random Fact

Ich bin als 7-jährige jeden Samstag für die Mumins um 6 Uhr früh aufgestanden, um sie im TV zu sehen. Damals wusste ich noch nicht, dass sie aus Finnland stammen – heute stärkt das meine Liebe zu diesem Land nur noch mehr.
 

Dieser Beitrag entstand für die Blogparade 'Meine Kindheitshelden'
Dieser Beitrag entstand ursprünglich für die Blogparade „Erzähl‘ mir von deinen Kindheitshelden“ von Tellyventure.
Aufgrund meines Tiefs in der letzten Zeit habe ich es jedoch nicht geschafft, den Text pünktlich fertigzustellen. Da ich aber sowieso einmal darüber schreiben wollte, wer mich schon in der Kindheit geprägt hat, gibt es diesen Post eben jetzt.

Hier findest du alle weiteren Infos zur Blogparade.

Warum auf meiner Liste weder Pippi Langstrumpf, noch Disney-Heldinnen zu finden sind?
Erstere mochte ich zwar, aber mir ist tatsächlich nichts im Kopf geblieben, dass sie getan oder gesagt hätte.

Und tatsächlich kenne ich kaum einen Disney-Film.
Soweit ich mich erinnere, war es in den späten ´90ern/frühen ´00ern einfacher, das Anime-Programm zu sehen, als einen Disney-Film. Die liefen tagsüber nicht und wir hatten keinen VHS-Player, um die Filme wenigstens auf Videokasette zu sehen. Aber wie so oft, hatte auch das sein Gutes, wie wir sehen.

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Der heutige Beitrag ist eher leichte Kost, dennoch hatte ich sehr viel Freude beim Schreiben.
Die nächsten Themen werden wieder besser zu ZENtreasures passen, versprochen.

Und wer sind deine Kindheitshelden?
 
 

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7 Dinge, die ich in 1 Jahr Morgenroutine gelernt habe

#ZenMorning 6: 7 Dinge, die ich in einem Jahr Morgenroutine gelernt habe & Auswertung Blogparade 'Guten Morgen - Meine Morgenroutine

7 Dinge, die ich in 1 Jahr Morgenroutine gelernt habe & Auswertung Blogparade

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich meinen Wecker eine Stunde früher gestellt.
Seither hat sich eine Menge getan. Ich habe ausprobiert, verworfen, nachjustiert – und die für mich ideale Morgenroutine gefunden.

Und weil ich so überzeugt davon bin, wollte ich wissen, wie andere darüber denken.
Das war der Startschuss für die erste Blogparade auf ZENtreasures!

Blogparade „Guten Morgen! Meine Morgenroutine“

… Was war ich nervös, als ich den Startbeitrag dazu online gestellt habe!

Obwohl jeder eine andere Morgenroutine hat, eins haben alle gemeinsam: Sie haben sie vor kurzem – oder vor längerer Zeit – in ihren Alltag integriert und wollen sie nicht mehr missen.

Das sind die Beiträge im Überblick

Lebensbummlerin steht eine Stunde früher auf als ich – obwohl sie absolut kein Morgenmensch ist. Warum sie es trotzdem tut? Weil sie es genießt, Zeit und Ruhe für sich zu haben; „herumzudümpeln“.

Außerdem gibt sie ihre Tipps weiter. Einen davon hat sie von ihrer Heilpraktikerin bekommen und ich kann dir sagen: Er funktioniert. 😉

Auch Shin springt jeden Morgen sehr früh aus den Federn. Zwar praktiziert er keine große Morgenroutine, eine Sache gibt es allerdings, die er regelmäßig für sich tut: Auf dem Weg zur Arbeit Podcasts hören!

Was mir an Josefs Morgenroutine besonders gefällt, ist die Wichtigkeit, die er dem Frühstück mit seiner Frau einräumt. Die beiden essen jeden Morgen zusammen, obwohl sie in Schichten arbeitet und so die Frühstückszeiten immer variieren.

Josef empfiehlt außerdem, sich Vorbilder zu suchen: Besonders für (angehende) Selbstständige kann es äußerst hilfreich sein, sich an Anderen zu orientieren – auch bei der Morgenroutine!

Eine gute Morgenroutine bedeutet weniger Stress – das lässt sich schon mit wenig Aufwand umsetzen. Anna erklärt auf Fräulein Stressfrei fünf Basic-Schritte, die sie auch selbst umsetzt und sich so von der notorisch gestressten Snoozerin zu einem entspannten, gut gelaunten Menschen entwickelt hat.

Dass es sich im Winter schwerer aufsteht, hat auch Vanessa gemerkt und davon in den Kommentaren erzählt. Dennoch liebt sie ihre Morgenroutine und will sie jetzt wieder richtig angehen.

ZenMorning 6: 7 Dinge, die ich in einem Jahr Morgenroutine gelernt habe

Sirka berichtet, wie sich ihr Morgen über die Jahre gewandelt hat – unbewusst. Ihr Leben lang war sie erklärter Morgenmuffel, bis sie ihren Freund kennengelernt und sich an seinen Rhythmus angepasst hat. Mittlerweile steht sie gerne auf und frühstückt gemeinsam, anstatt liegenzubleiben.

Sport, Meditieren oder Zeichnen? Von wegen. Jollys Art, in den Tag zu starten, hat mich doch ein wenig überrascht: Sie putzt! Dass das auf Dauer jedoch nur Druck schafft, wurde ihr bald bewusst und sie entschied, etwas zu ändern. Alles nach dem Credo:

Die Morgenroutine tut gut, wenn man Dinge tut, die einem gut tun.

Well said, Jolly!

Jo kümmert sich morgens besonders um ihren Körper. Im Beitrag stellt sie ihre Beauty-Routine vor und die Produkte, die sie verwendet.
Denn auch die Entscheidung, ob du ein pflegendes, gut duftendes Duschgel verwendest oder irgendeines, trägt zum Wohlbefinden bei!

Marlene stellt in ihrem Post ihr frühes Leben ohne bewusste Morgenroutine ihrem jetzigen Ich mit Routine gegenüber. Die positiven Veränderungen sind bemerkenswert. Inspiration garantiert!

Hinter jeder unserer Handlungen ist eine bestimmte Intention versteckt. Ich wünsche mir, dass du dir deinen Intentionen bewusst wirst (ob sie nun positiv sind oder nicht), dir selbst auf den Grund gehst und in Zukunft achtsamer in den Tag startest und bewusster durchs Leben gehst!
Marlene – daseinealles.de

Im Gegensatz zu den Meisten hier, führt Robert schon seit einigen Jahren eine Morgenroutine durch, die ihn „gleich zu Beginn des Tages in Hochform bringt“. Er erklärt die einzelnen Bestandteile und was sie ihm bringen. Besonders das von ihm angesprochene Thema Sport hat mich mitgerissen, da mir das immer noch am Schwersten fällt.

Denise muss extrem früh raus. Ihr Tag startete meist mit schlechter Laune, Demotivation und Durchhängern. Kein Wunder, dass es ihr irgendwann reichte. Seit sie von Morgenroutinen erfahren hat, ist sie entschlossen, selbst eine zu etablieren. Lies hier, was sie sich vorgenommen hat!

Danke an euch alle!

7 Dinge, die ich in einem Jahr Morgenroutine gelernt habe

So sieht meine Morgenroutine aus (Stand: Mai 2017)

    Ein Glas lauwarmes Wasser trinken: Die erste Amtshandlung! Lange fiel mir das schwer; mittlerweile steht das Glas schon neben der Spüle, wo ich es auffülle und trinke, bevor ich irgendetwas anderes tue.
  • Sport: Ich geb’s zu, Sport war der Punkt, den ich am schnellsten „vergaß“ und der sich am schwersten wieder etablieren lässt. Außer Montagmorgen . Eine Lösungsidee: An den Tagen, an denen ich keinen Sport mache, will ich zumindest Yoga machen, um etwas Bewegung zu haben. Hast du weitere Tipps?
  • Meditation: Dieser Punkt hat sich – ganz entgegen meiner Erwartungen! – zu dem Morgenritual entwickelt, dass ich immer einbaue. Zwar meditiere ich noch lange nicht täglich, aber selbst an Tagen, an denen ich länger im Bett bleibe, lege ich wenigstens eine 5 Minuten Meditation ein.
  • Morgenseiten: Mein liebster Bestandteil damals – und auch heute noch. Drei Din A4 Seiten vollzuschreiben schaffe ich auch jetzt nicht, aber eine wird es jeden Tag.
  • (Weiter-)Bildung: 10 – 15 Minuten gebe ich mir, um in einem Sachbuch zu lesen (aktuell ENDLICH ‚The Power of now!‘ von Eckhart Tolle*) oder ein interessantes Youtube-Video zu schauen (z.B. TED-Talks).
  • Frühstück: Gefrühstückt wird täglich (außer, ich habe am Vortag vergessen, Brot zu kaufen). Mit süßen Breakfasts wie Porridge oder Overnight Oats kann man mich leider nur selten hinterm Ofen hervorlocken. Darauf muss ich Lust haben und so gibt es normalerweise ein Brot.
    Dafür habe ich mir angewöhnt, Obst in die Arbeit mitzunehmen und als Vormittagssnack zu essen.

Das Wochenende ist in diese Morgenroutine nicht miteinbezogen. Hier genieße ich die Zeit mit einer Tasse Tee und meiner Lieblings-TV-Serie, einem ausgiebigen Frühstück mit dem Freund – und ohne Zeitvorgaben.

7 Dinge, die ich in 1 Jahr Morgenroutine gelernt habe

Du merkst, meine Morgenroutine hat sich in den letzten 12 Monaten verändert.
Nachdem ich mich anfangs strikt an die S.A.V.E.R.S. aus Hal Elrods „Miracle Morning“ gehalten habe, wurde mir das irgendwann zu… aufgesetzt.

Deshalb habe ich über die Monate meine eigene Routine etabliert.

Hier die wichtigsten Dinge, die ich in einem Jahr Morgenroutine gelernt habe:

1. Die wichtigste Regel: Es gibt keine Regeln

Egal, was dir Blogger oder Online-Gurus verkaufen wollen; welche Methode „die einzig Wahre für (d)ein besseres Leben ist!!!11“: glaub bitte nicht daran.

Jeder muss für sich die optimale Routine herausfinden und das geht nur, indem man viel aus- und rumprobiert.

Also lass dich nicht stressen. Betrachte solche „Vorgaben“ lieber als Ideen.
Lass dich davon inspirieren, aber fühl dich nicht gezwungen, sie genau so umsetzen zu müssen und nur dann eine Morgenroutine kreiieren zu können. Das führt nämlich eher dazu, dass du es am Ende ganz sein lässt. #storyofmylife

2. Mach dich nicht fertig, wenn es nicht klappt

Bei mir gab und gibt es immer wieder Durchhänger. Letzten Herbst kam ich beispielsweise überhaupt nicht mehr aus dem Bett – trotz fast 6 Monaten Morgenroutine.
Ich stand sogar wieder zu meiner alt-gewohnten Zeit auf. Die Stunde extra? Wurde zum Schlafen genutzt.

Zu Beginn hat mich das tierisch genernvt. Ich fand mich schwach und faul und wasweißich.

Irgendwann entschied ich aber, mich deswegen nicht mehr aufzuregen und diesen Zustand zu akzeptieren.

3. Wie viel Zeit am Morgen ist zu viel?

Eine Morgenroutine von anderthalb Stunden ist wunderbar, wenn man sie an einem freien Tag durchführen kann – ohne Zeitdruck.
Im Alltag hat sich das auf Dauer so nicht bewährt und mir – trotz Meditation & Co. – letztlich mehr Stress bereitet als vorher.
Ich wollte sie gerne weiterführen, so ist es nicht! Dennoch war es zu viel.

Deshalb habe ich mich auf das beschränkt, was mir am Wichtigsten ist und verteile den Rest über den Tag.
Yoga mache ich beispielsweise immer öfter am Abend. Zwar wird es in jeder Morgenroutine empfohlen, jedoch bringt es mich vor dem Schlafen runter.
That being said, Yoga ist morgens wie abends entspannend! 🙂

4. Wenn du mies gelaunt bist, ist es dein Morgen auch

Es gibt diese Tage, da nützt selbst die längste Meditation; das leckerste Frühstück nichts.
Um dem vorzubeugen, nutze ich folgenden Trick:

Sage dir bereits vor dem Einschlafen, dass morgen ein guter Tag wird!

Oft jammern wir ja schon nach einem langen Abend, weil wir früh raus müssen und viiiel zu wenig Schlaf haben werden – warum das nicht mal umdrehen?
Denke stattdessen, dass du super schlafen und erholt aufwachen wirst. Fünf Stunden Schlaf hin oder her.

Für mich funktioniert das in den meisten Fällen!

It's a good day to have a good day

It’s a good day, to have a good day!

5. „Alle erfolgreichen Menschen besitzen eine Morgenroutine!“

Quatsch, sage ich! Du musst keine Morgenroutine haben, um erfolgreich zu sein.
Was ist denn mit all den Nachteulen da draußen; denen, die erst nach Mitternacht so richtig aufblühen?

Gezwungen zum Frühaufsteher werden, nur um dann im Halbschlaf Morgenseiten zu schreiben?
Bitte nicht. Wenn du das wirklich umsetzen willst, taste dich langsam ran.

Für mich ist die Morgenroutine wirklich eins der besten Dinge, die ich meinem Leben geben konnte. Aber ich hatte auch nie Schwierigkeiten damit, um 6 Uhr morgens fit zu sein.
Du bist nicht weniger wert, wenn du dir diese Rituale auf den Vorabend legst! Denn vor dem Schlafengehen wünschen wir uns Entspannung (Yoga, Meditation, Lesen), sind aber gleichzeitig sehr aufnahmefähig (Morgenseiten, Affirmationen, Lesen).
Und wo wir schon dabei sind…

6. „Du bist ein guter Mensch“ – Affirmationen

Affirmationen und ich – wir wurden nicht recht warm bisher. Zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, ich habe sie schnell wieder aufgegeben und mich nicht mehr weiter damit beschäftigt, auch wenn sie im Miracle Morning als essentiell angesehen werden.
Wie stehst du zu dem Thema Affirmationen? Interessiert dich ein Blogbeitrag dazu?

7. Push für die Schreibroutine

Morgenseiten sind immer noch meine liebste Beschäftigung. Schreiben gibt mir so viel und so habe ich dank der Morgenseiten inzwischen eine Schreibroutine etabliert, die ich auch am Wochenende einhalte. Einfach, weil es mir Freude bereitet.

Wenn auch du Probleme damit hast, regelmäßig zu schreiben, versuch dich doch mal an Morgenseiten!
 

… Du siehst, selbst nach einem Jahr ist das Thema Morgenroutine extrem präsent bei mir.
Was hältst du davon? Welche Tipps setzt du um; welche würdest du gern noch umsetzen? 

ZenMorning 6: 7 Dinge, die ich in einem Jahr Morgenroutine gelernt habe

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Über Reinhold Messners und mein Leben am Limit (Buchreview)

Buchreview Reinhold Messner - Mein Leben am Limit

Der heutige Beitrag ist etwas anders als du es sonst von mir kennst.

Immer wieder werde ich gefragt, warum ich die Berge eigentlich so liebe.
Deshalb erzähle ich heute ein wenig aus meiner Kindheit – und stelle dir die Biographie eines Südtirolers, den ich ganz besonders schätze, vor.
Die Blogparade #meinBergbuch von Himmel die Berge hat den perfekten Anlass gegeben, über dieses Herzensthema zu sprechen. Eben ganz #meinBergbuch.

Woher meine Liebe zu den Bergen kommt

Klein-Chrissi war schon mit 5 Jahren dafür bekannt, die Berge rauf und runter zu laufen.

Als Bauernhof-Kind war ich jedes Jahr auf der Alm, um unsere Jungrinder zur „Sommerfrische“ bringen. Immer lief ich den Anderen voraus, kraxelte überall herum und verbrachte später sogar meine Ferien auf einer Alm.
… Letzteres war allerdings eine einmalige Sache. In meiner Fantasie sah ich mich jeden Tag in der Sonne liegen und bräunen und ein Buch nach dem Anderen lesen.
Die Realität sah etwas anders aus: Um 5:30 Uhr aufstehen, Stall vorbereiten, Rinder suchen gehen und auf Vollständigkeit durchzählen, den ganzen Tag Wanderer bedienen, nachmittags wieder Rinder zählen, Stallarbeit – und abends um 10 halbtot ins Bett fallen. Braungebrannt war ich nach diesen zwei Wochen allerdings wirklich. 🙂

Mein Papa erzählt noch heute ganz stolz die Geschichte, wie ich – noch nicht einmal ein Schulkind – stundenlang bei der Suche nach unseren Tieren half.
Die Jungrinder waren ausgebüxt und Maria, die Sennerin der Alm, total verzweifelt deswegen. Nachdem sie den ganzen Tag erfolglos gesucht hatte und ein Gewitter nahte (und ein Gewitter in den Bergen möchtest du nicht mitmachen!), zogen sie und mein Papa nochmal los. Die Rinder sich selbst überlassen kam nicht in Frage.
Die Familie sollte in der Almhütte auf ihre Rückkehr warten. Aber ich – ich wollte mitgehen.
Und das durfte ich.

Zu dritt streiften wir durch mir völlig unbekanntes Almgebiet, abseits von Wegen, durch Wälder und Moore.
Ich erinnere mich dunkel an hüfthohes, braunes Gras mit Morastlöchern dazwischen, bei denen mein Papa mich hochnehmen musste, weil ich sonst eingesunken wäre.
Außerdem ist es in meiner Erinnerung schwülheiß, mit einem seltsamen gelblichen Licht; überall zirpte es, während der Himmel dunkelgrau wurde.

Nicht der optimalste Zeitpunkt für eine Wanderung ohne Ziel.

Buchreview Reinhold Messner - Mein Leben am Limit

Drei Stunden waren wir unterwegs, bis wir die Rinder schließlich fanden; alle unversehrt.
Das Gewitter erreichte uns glücklicherweise erst auf dem Rückweg und so kamen wir völlig durchnässt wieder an der Hütte an.

Aber auch in den folgenden Jahren habe ich die Berge nie aus den Augen verloren.
Wie du vielleicht weißt, gehe ich regelmäßig wandern (momentan ist mein Instagram Account zwar voller Island-Fotos, aber normalerweise poste ich dort meine Berg-Bilder.). Ein riesen Pluspunkt ist, dass ich sehr nahe an den Alpen lebe – ich muss quasi nur umfallen, und habe schon diverse Wanderwege vor mir. (Gut, das ist eeetwas übertrieben ;-).
Für 2017 habe ich mir die bisher größte Herausforderung vorgenommen – eine Alpenüberquerung. Von Bayern über Tirol nach Italien; eine Woche lang.
Um so eine Wanderung zu packen, muss ich aber noch trainieren, was sich zuzugebenermaßen durch meine vielen Reisen verzögert.
Wenn es soweit ist, erzähle ich hier aber sicher davon. 🙂

Das Südtirol-Trauma – und was Reinhold Messner damit zu hat

Abgesehen von den Tagen in den Bergen ging mein einziger Urlaub als Kind/Jugendliche nach Südtirol. Jedes Jahr zur gleichen Zeit in den gleichen Ort; in dieselbe Unterkunft.

Mit 14 hatte ich es statt und streikte. Südtirol war blöd.

Und Reinhold Messner? Der – als gebürtiger Südtiroler – auch. Grundsätzlich.

Blöd von mir, so voreilige Schlüsse zu ziehen, immerhin war er von Klein auf ein Bergfex – wie ich.

Denn 10 Jahre später hörte ich von seinen Messner Mountain Museum Konzept. Und war Feuer und Flamme. Museen über die Berge und den Alpinismus; in alten Burgen, in Gletschern oder in Stein gehauen – das musste ich sehen!
So kam ich 2015 wieder nach Südtirol, besuchte eins seiner Museen… und war fortan sein Fan. 🙂

Ich entschuldige mich im aller Form bei allen Südtirolern – ihr habt es wunderschön und… im Sommer komme ich wieder!

Im selben Jahr habe ich Reinhold Messner dann zum ersten Mal im Rahmen seiner „Über-Leben“-Tour live gesehen.
Er redete zu schnell, wirkte irgendwie kantig und so, als würde er überall auf der Welt lieber sein als auf diesem Podest… Aber halleluja! Wie dieser Mann über Berge sprach – als seien sie eine Geliebte.
Und diese Geliebte schätzt er, ist um ihr Wohlergehen besorgt und manchmal auch ein wenig egoistisch ihr gegenüber.

#meinBergbuch:
Reinhold Messner – Mein Leben am Limit

Buchreview Reinhold Messner - Mein Leben am Limit

Reinhold Messner - Mein Leben am Limit
Reinhold Messner – Mein Leben am Limit:
Untertitel: Eine Autobiographie in Gesprächen mit Thomas Hüetlin
Erschienen 2004 im Piper Verlag. Neuauflage 2014.
ISBN 978-3-492-24535-7

Bei Amazon kaufen: Taschenbuchausgabe* kindle ebook*
PS: Ich freue mich, wenn du mich über die Affiliate Links hier unterstützt (das gibt keine Extrakosten für dich) – aber noch mehr freut sich dein lokaler Buchhändler, bei dem du das Buch mit Sicherheit auch kaufen oder zumindest bestellen kannst. 🙂

Über das Buch

23 Stunden sind Journalist Thomas Hüetlin und sein Interviewpartner Reinhold Messner angeblich zusammengesessen. 23 Stunden, in denen fast 60 Jahre eines Lebens abgehandelt werden. Eine Biographie in Dialog-Form – kann das funktionieren?
Ich bin normalerweise kein Fan davon, aber gerade durch den Dialog liest es sich auch an den unangenehmen Stellen relativ leicht und ich fühlte mich durchweg unterhalten.

Kurze Abschnitte erzählt Messner in der Ich-Form.

Thomas Hüetlin stellt kluge Fragen; hinterfragt und bringt schonungslos auf den Punkt.
Messners Antworten fallen dadurch manchmal etwas schroff aus – aber das ist einfach seine Art.

Und darum geht es in „Mein Leben am Limit“

Um Messners Leben.
Von seiner Kindheit über erste Klettertouren mit dem Vater, den Brüdern; Höhentouren in den Himalaya, und unzählige Rekorde und Erstbesteigungen.
Ungeschönt wird auch die Geschichte um den Tod seines jüngeren Bruders Günther besprochen – nach 40 Jahren ist das noch immer ein kontroverses Thema. (Viele – auch damalige Weg- und Wandergefährten, unterstellen Reinhold, dass er seinen Bruder aus Geltungssucht am Nanga Parbat zurückließ, wo dieser dann umkam. Ich persönlich glaube ihm, dass das nicht der Hintergrund war.)
Selbst als Dialog sind seine Erinnerungen an diese extreme Zeit absolut mitreißend. Mich fror es quasi instinktiv, obwohl ich beim Lesen in der Sonne saß…

Doch – so banal es klingt – das Leben geht weiter und so erzählt Reinhold Messner auch über die Zeit danach; über Kritik an seiner Person und Rechtfertigungen; über folgende Touren, seine Zeit im EU-Parlament und neue Wege in die Wüste und in Gletscherhöhlen, und über den zweiten großen Traum – den von seinen schon angesprochenen Alpin-Museen.

Diese sind ein wahrer Schatz für Bergfreunde. Ich war damals im Messner Mountain Museum Firmian bei Bozen und völlig geplättet. Einen halben Tag verbrachte ich dort und träume mich seither immer wieder hin.

„Mein Leben am Limit“ habe ich übrigens dort gekauft. Die Verkäuferin fragte, ob ich nicht ein signiertes Exemplar wollte – wollte ich! Bis heute ist es ein ganz besonderes Souvenir für mich.

Man muss Reinhold Messner nicht mögen.
Aber: Dieser Mann sprüht einfach vor Liebe und Ehrfurcht zu den Bergen, sodass mir immer wieder die Emotionen durchgehen, wenn ich ihn reden höre – oder eben lese.
Weil ich seine Ansichten absolut nachvollziehen kann.

Buchreview Reinhold Messner - Mein Leben am Limit

3 Lebensweisheiten, die du von Reinhold Messner lernen kannst

Wie oft habe ich mir gesagt: Es ist genug! Trotzdem, Wochen später, wenn die Anstrengung, die Sorgen, die Schinderei vergessen waren, begann ich von einer neuen Herausforderung zu träumen; eine neue Klettertour zu planen.

Dieser Mann lebt seine Passion mit allem, was er hat.
Ich kann das nachvollziehen. Wie steht es mit dir?

Natürlich sind wir keine Kletterer (oder bist du einer? Dann hast du meinen höchten Respekt!), aber ich kenne solche Situationen. Wie oft verfluche ich Photoshop lautstark, weil mir ein Webdesign nicht so gelingen will, wie ich es mir vorstelle. Ich werde erst sauer, später beleidigt und schalte den PC schließlich drei Tage lang nicht mehr an.
Bis… die Lust zurück kommt; die Muse sich wieder zeigt. Und ich setze ich wieder ran und es läuft und ich liebe Photoshop und die ganze Welt……

Nach meinem Verständnis ähnelt Reinhold Messners Beschreibung dem, was auch Liz Gilbert in „Big Magic“ thematisiert: Wir haben diese Leidenschaft in uns und sie will raus – egal, wie sehr wir uns dagegen sträuben.

Was ist deine absolute Leidenschaft? Wobei fühlst du diesen immer wiederkehrenden Ansporn?

Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich versäume mein Leben. Indem ich mit allem guten Willen versuchte, meinen Ingenieur zu machen, zwang ich mich zu etwas, was ich nicht wollte.

Obwohl Messner die 60er Jahre beschreibt, ist dieses Thema so aktuell.
Wir würden gerne unseren Träumen folgen und doch drängen uns die Umstände so oft in ein anderes Leben. Das mag okay sein; manchmal aushaltbar – aber der Gedanke, sein Leben nicht vollständig und selbstbestimmt zu leben, bleibt.

Egal, wohin dich andere treiben, egal, was sie für Erwartungen an dich haben – am Ende wirst du dem Ruf deines Traumes hören und ihm folgen können.
Jeder hat eine Berufung. Für mich eine schöne Vorstellung!

Wann waren Sie zuletzt glücklich? – […] Glück. Ich sehne es nicht ständig herbei. Und wenn ich keins habe, schaffe ich es mir an.

Ich mag die Einstellung, die Herr Messner zu Glück hat. Er sagt nichts anderes aus, als dass wir für unser Glück selbst verantwortlich sind (auch, wenn wir uns das oft nicht zutrauen oder gar nicht vorstellen können).
Im weiteren Gespräch zählt er übrigens auf, was Glück für ihn bedeutet: Ein toller Satz, der beim Schreiben entstand. Ein Glas Wein mit guten Freunden. Spielende Kinder. Ein Waldspaziergang. Neue Ideen.

Zu vorhersehbar? Vielleicht.
Aber ich finde, alles, was glücklich macht, zählt. Egal wie unbedeutend es für jemand anderen sein mag.

Was ist Glück für dich?

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Vielleicht hat dich dieser Beitrag glücklich gemacht? Mich auf jeden Fall.
Und ich hoffe, Ruth ist glücklich mit all den Einsendungen für ihre Blogparade.

PS: Apropos Blogparade: Hast du Lust bei meiner mitzumachen?

Bei mir sind es die Berge – welche Leidenschaft hast du und warum? 

Buchreview Reinhold Messner - Mein Leben am Limit
 

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Guten Morgen! Meine Morgenroutine finden – Blogparade

So kannst du deine Morgenroutine finden

Heute war wieder so ein Tag.
Du kennst ihn; wir kennen ihn alle.

Ein Tag, an dem schon beim Aufstehen irgendetwas schief läuft und du das Gefühl nicht loswirst, dass der Tag schon jetzt für die Tonne ist.
Wie zäher, schwarzer Kaugummi zieht sich dieser Gedanke durch den ganzen Tag – und lockt so alles an negativen Einflüssen, Fettnäppfchen, Peinlichkeiten und Ärgernissen an, die das Universum zu bieten hat.
Und das Universum ist in der Hinsicht ziemlich einfallsreich.

Schlecht geschlafen, hundemüde, der Himmel um 6:15 Uhr morgens dunkel und dicke Regenschauer klopfen ans Fenster. Nichts, was mir den Blick aus dem Fenster versüßt.
Im Bad trödle ich länger als üblich und ärgere mich anschließend, dass ich nur noch 15 Minuten Zeit zum Lesen und der obligatorischen Tasse Tee habe.
Den Gedanken an Sport habe ich bereits beim Zähneputzen verdrängt, außerdem fehlt mir die Lust, noch 10 Minuten meiner Zeit für eine Meditation zu opfern.

Um 7:10 Uhr verlasse ich das Haus.
Noch immer ist es duster und der Regen nicht weniger geworden.
Gestern waren wir zu faul, um noch einkaufen zu gehen, deshalb gehe ich im Kopf die Einkaufsliste durch, entriegle mein Auto, öffne die Tür… und KLATSCH, schlage ich mir diese an den Kopf.

Türrahmen-Ecke trifft Hirn, mich der Schmerz und mir entfährt ein lauter Fluch.

In der Arbeit erzähle ich kleinlaut von meinem Malheur, weil ich fürchte, die Kollegen würden sonst nur auf die Beule an meinem Haaransatz – inzwischen ist sie rot und deutlich sichtbar – starren.

Weiter jammern kann ich nicht, denn die Kinder der Chefs wollen bespaßt werden – vor der Schule und von mir.
Als mir die Aufgabe übertragen wird, Unterlagen von weit vor meiner Zeit zu finden und ich zwei Stunden erfolglos mit der Sucherei verbringe, ist meine Stimmung im Keller. Das einzige, das aufblüht, ist die Beule auf meiner Stirn – und der zugehörige Kopfschmerz.
Und es ist erst 10 Uhr morgens… Heute kommt sicher noch mehr Mist auf mich zu.

So kannst du deine Morgenroutine finden!
Szenenwechsel – Einige Wochen später.
Ich wache auf, weil es hell in meinem Schlafzimmer geworden ist. Ein Blick auf den Wecker verrät mir, dass er erst in 10 Minuten klingeln wird – aber das ist egal, denn ich habe Lust, jetzt schon aufzustehen.
Nach ein paar Dehnübungen rolle ich meine Yoga-Matte aus und beginne meine Morgenroutine. Erst Sport – dann ist der weg und ich bin stolz! – dann Yoga und schließlich eine Morgen-Meditation. In der Zwischenzeit ist mein Tee trinkbereit. Ich genehmige mir eine Tasse und setze mich mit meinem Block auf die Couch. Morgenseiten schreiben.
Ich kritzle ganze drei Seiten voll und würde am liebsten noch länger, aber es wird Zeit, mich für die Arbeit fertigzumachen.

Aus einem Implus heraus frage ich meine Schwester per WhatsApp, ob wir am Wochenende wandern gehen. Es ist erst Dienstag, aber ein bisschen Vorfreude kann man sich ruhig schon machen.
Allein der Gedanke daran verursacht mir ein warmes Gefühl im Bauch.

Im Anschluss, so habe ich gerade beschlossen, werde ich zwei Freunden schreiben, die beide schon ziemlich lange auf eine E-Mail von mir warten – und mir trotzdem wunderschöne, lange Kommentare hinterlassen haben.
Das hat mich glücklich gemacht und nun will ich sie glücklich machen.

Obwohl ich spät dran bin, weil ich an der Tankstelle länger als gewohnt warten musste, lasse ich mich nicht hetzen.

Kaum auf den Firmenparkplatz, werde ich schon von den Kindern meiner Chefs begrüßt. Der Große erzählt mir im Vorbeigehen, dass er heute Wandertag mit seiner Schulklasse hat und die Kleine, noch im Schlafanzug, lobt mein blaues Kleid. (Später wird sie übrigens ordentlich angezogen ins Büro watscheln – auch in einem blauen Kleid, weil „wir beide Kleid“, wie sie mir erklärt. Und obwohl ich nicht der größte Kinder-Freund bin, werde ich nicht umhin kommen, mich zu freuen.)

Im Büro habe ich noch nichtmal meine Tasche abgesetzt, das klingelt das Telefon sturm.
Kaum aufgelegt, muss ich mich wiedereinmal auf die Suche nach uralten Akten machen. Innerlich graut es mir, aber diesmal werde ich mit einem Kollegen, der mir spontan seine Hilfe anbietet, schnell fündig.

Kurz geht der Griff zum Handy. Ein Kommentar und eine E-Nail von einem Verlag! Mein Herz klopft und ich bin jetzt schon aus dem Häuschen.

Es ist erst 10 Uhr morgens! Heute kommen sicher noch einige großartige Dinge auf mich zu.

So kannst du deine Morgenroutine finden

An welchem dieser beiden Tage bin ich glücklich ins Bett gegangen?

Natürlich am zweiten Tag.

Warum das so ist?
Durch ein Zusammenspiel verschiedener Dinge war ich von Anfang an gut gelaunt: Das Wetter hat gepasst; ich hatte mehr Zeit, war entspannter.
Und: Ich führte meine Morgenroutine durch.

… ich behaupte nicht, dass es allein der Verdienst der Morgenroutine ist, die meinen All-Tag zu einem guten Tag gemacht hat.

Es ist eine Sache der Einstellung.

Wenn dich so eine Kleinigkeit wie schlechtes Wetter schon dazu bringt, deinen ganzen Tag – diese rund 15 Stunden, die noch vor dir liegen – zu verfluchen – dann liegt es möglicherweise an einer negativen Grundeinstellung.
Für mich war es an diesem Tag/zu dieser Zeit jedenfalls so.

Aber so ein neuer Morgen kann erstmal nichts dafür, wie du ihn findest. Er ist einfach.
Deshalb ist es unheimlich wichtig, den Tag mit einer positiven Einstellung zu starten. Und dafür ist die Morgenroutine da.

Viele Menschen setzen Frühaufstehen eher mit einem Albtraum gleich als mit Etwas, worauf sie sich freuen.

Dass ich total überzeugt von meiner Morgenroutine bin, habe ich oft genug erzählt.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich sie jeden Tag praktiziere. Gerade im Winter war es wirklich schwer und oft habe ich die Stunde Extra-Schlaf ausgenutzt, anstatt den Tag mit Yoga, Meditation & Co. zu beginnen.

Aber ich merke, wie viel positiver und motivierter ich bin, wenn ich mir Zeit für die Routine am Morgen nehme.

Ein weiterer großer Vorteil ist nicht von der Hand zu weisen: Die Zeit, die du dir damit schenkst.
Für die meisten von uns sind die Morgenstunden die einzige Möglichkeit, etwas in Ruhe für sich zu tun.

Ich kann mich zum Beispiel nach der Arbeit nicht mehr zum Sport aufraffen, also mache ich ihn morgens gleich als Erstes. Sonst würde ich gar keinen Sport treiben.

Morgens etwas zu tun, auf das man stolz ist, bildet die Basis für einen guten Tag!

Vorhang auf für die Blogparade
„Guten Morgen! Meine Morgenroutine finden“

Zum Thema Morgenroutine finden habe ich hier ja schon eine Menge erzählt.
Aus diesem Grund steht die allererste, von ZENtreasures organisierte, Blogparade genau unter diesem Motto!

Erzähl mir von deiner ganz persönlichen Morgenroutine!

Ein paar Anregungen als Hilfestellung:

  • Wie hast du sie gefunden?
  • Seit wann praktizierst du sie?
  • Wann stehst du auf?
  • Was machst du alles?
  • Kannst du bestimmte Übungen/Meditationen/Bücher/ect. empfehlen?

Du solltest eine Morgenroutine haben oder gerade eine einführen.
Mach dir dabei keine Sorgen, wenn sie ganz anders ist als meine. Selbst wenn du dich morgens nur für die Arbeit/Uni fertigmachst und dabei Musik hörst, ist das eine kleine Morgenroutine.
Und genau davon möchte ich in dieser Blogparade erfahren!

Für mehr Inspirationen klick dich doch durch meine #Zen-Morning Reihe.

Was macht deinen Morgen zu einem Guten Morgen? Chrissi von @zentreasures_de möchte deine Morgenroutine in ihrer Blogparade dabei haben!

So kannst du deine Morgenroutine finden

So nimmst du an der Blogparade teil

Stelle bis Freitag, 28.04.2017, deinen Beitrag zum Thema online.
Du kannst auch gerne einen vorhandenen Post wiederverwenden!

Erwähne diese Blogparade dabei namentlich und verlinke auf meinen Ausgangspost.
Die URL: http://zentreasures.de/blogparade-guten-morgen-meine-morgenroutine

Wenn du fertig bist, hinterlasse mir unter diesem Beitrag einen Kommentar mit dem Link zu deinem Post.

Ich sammle alle Beiträge in einer ausführlichen Zusammenfassung und teile sie hier und auf meinen Social Media Kanälen.
Die schönsten Beiträge werde ich zudem in einem ebook veröffentlichen.

Und jetzt bin ich neugierig: Was für eine Morgenroutine hast du? Wie hast du sie gefunden? Erzähl mir davon!
Du kannst diesen Beitrag auch gerne mit allen teilen, für die das Thema interessant sein könnte. 🙂

 

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Kleiner Satz mit großer Wirkung: So kriegst du, was du willst

Einfach fragen - So kriegst du, was du willst! Ein kleiner Satz mit großer Wirkung

Kleiner Satz mit großer Wirkung:
So kriegst du, was du willst

Es gibt Menschen, denen fällt alles in den Schoß.
Sie ergattern mit Leichtigkeit ihren Traumjob, führen ein beneidenswertes Leben, sind glücklich – und tragen dieses Glück für alle sichtbar mit sich herum.
Die volle Packung eben.

Ich war nie so.
Viel mehr halte ich es wie der großartige Lemmy Kilmister, der einmal sagte:

Glück ist was für Arschlöcher. Nur wer sonst nichts auf dem Kasten hat, braucht Glück.

Vielleicht ein wenig drastisch, aber im Kern hat er völlig recht: Das Glück mag nicht auf deiner Seite sein, aber mit Neugier, harter Arbeit und einer gewissen Prise Kreativität kommst du genauso an dein Ziel.
Natürlich dauert es; ist hart und oft genug willst du alles nur hinschmeißen – doch du hast es dir erarbeitet. Du.
Und das zählt am Ende genauso, wie wenn dir alles nur in den Schoß fällt.

Trotzdem gibt es einen entscheidenen Punkt abseits von purem Glück, den erfolgreiche Menschen tun – und den du von ihnen lernen kannst.

Weißt du, was all diese vermeintlich beneidenswerten Menschen anders machen als wir?

Sie fragen.

Einfach fragen - So kriegst du, was du willst
„You don’t get what you don’t ask for.“

Du kriegst es nicht, wenn du nicht danach fragst. As simple as that.

Noch drastischer ausgedrückt: Egal, was du brauchst – wenn du nicht danach fragst, wird die Antwort von vornherein „Nein!“ lauten.
Und nicht dein Gegenüber gibt sie dir, sondern du selbst.

Nein zu Veränderung.
Nein zu einem positiveren Leben.
Nein dazu, selbst eine „volle Packung“ zu werden.

Ich will genau das alles nicht mehr. Wie steht’s mit dir?

„You don’t get what you don’t ask for.“

Lange habe ich gegrübelt: Wie bringe ich dir dieses Satz; diese Einstellung, näher, ohne dass es komplett bescheuert rüberkommt? (Die Selbstzweifel, wir erinnern uns.)
Durch Jans BlogparadeKleine Idee mit großer Wirkung“ bekam ich aber den richtigen Impuls.

Denn ja, es ist nur ein einfacher kleiner Satz.
Und doch ist er mittlerweile sowas wie mein persönliches Mantra. In heiklen Situationen spreche ich die Worte gedanklich immer wieder vor mir her – denn sonst würde ich nicht fragen.

Dabei ist es egal, worum es geht. Vielleicht hast du den Wunsch, in einem neuen Aufgabengebiet in deinem Betrieb tätig zu werden?
Oder hast eine Firma entdeckt, mit der du unbedingt eine Blog-Kooperation eingehen willst?

Selbst, wenn es nur die Frage nach einem kurzfristigen Urlaub ist. Du solltest sie stellen!

Du Angst zu fragen: Kann ich mir freinehmen?

Ein ehemaliger Vorgesetzter hatte offensichtlich Freude daran, Mitarbeiter zu schikanieren. Selbst die Frage nach ein paar Urlaubstagen wurde zum Spießrutenlauf. (Uns war es ohnehin nur erlaubt, maximal zwei Wochen am Stück wegzubleiben.)

„Haben Sie sich das überhaupt verdient?“ war seine beliebteste Aussage, mit der er uns regelmäßig vor den Kopf stieß.

Der eine Teil der Kollegen ließ sich dadurch völlig verunsichern und knickte ein. Die Anderen begannen, zu diskutieren – und marschierten mit verärgertem Gesicht wieder aus dem Büro, weil sie ein „Nein“ kassiert hatten.

Ich probierte es auf die freundliche Tour. Lächeln, Augenkontakt halten und „Natürlich! Ich habe mir sogar drei Wochen Urlaub verdient!“

Was sich nach einer souveränen Reaktion anhört, war in Wirklichkeit ein einziger Bluff.
Denn eigentlich war es so: Ich hatte so richtig Schiss.
Wenn ich Urlaub plante, zögerte ich den Gang zu meinem Chef immer so weit hinaus wie es nur ging.
Schon Tage vorher plagten mich Anspannung und reine Übelkeit.

Ich traute mich einfach nicht, zu fragen.
Wegen eines Urlaubsantrags. Etwas, das jedem Mitarbeiter grundsätzlich zusteht.

Eigentlich vollkommen bescheuert, oder?

Und doch: In den 4 Jahren, in denen ich dort angestellt war, bekam ich als Einzige drei Wochen frei und hatte fortan kein Problem mehr, die Genehmigung meines Chefs zu bekommen.

You don't get what you don't ask for

Es lebt sich so viel leichter, wenn du fragst.

Die Situation oben zeigt, dass es durchaus eine positiven Effekt haben kann, wenn du dich traust – und dabei ging es nur die Frage nach Urlaub.

Mir war klar, dass sich nichts ändern würde, wenn ich nie fragte. Die Bauchschmerzen und die Anspannung waren deshalb nicht weg, aber sie wurden leichter.

Ja, du wirst dich dazu durchringen und deine Komfortzone verlassen müssen. Gerade, wenn du von Natur aus introvertiert und/oder schüchtern bist, kann selbst so eine einfache Frage eine Menge Überwindung bedeuten.
Mir ging (und geht!) es ja genauso.

Aber wenn du nicht fragst, wirst du nie wissen, was passiert wäre. Du gibst damit von vorneherein auf.

Gehen wir das Problem einmal von der anderen Seite an:

Weißt du, was das Schlimmste ist, das passieren kann?

Dass dein Gegenüber „nein“ sagt.
Nein, der Spontanurlaub ist so gerade nicht drin.
Nein, ich habe keine Zeit für eine Kooperation.
Nein, wir suchen gerade keine neue Bürokraft.

Weißt du auch, was daran gut ist?

  1. Du hast gefragt. Hast dich getraut, etwas auszusprechen, was dir vielleicht schon länger auf der Seele liegt. Und das fühlt sich fantastisch an, nicht wahr?
  2. Du weißt, woran du bist. Keine insgeheimen Spekulationen und Hoffnungen mehr, sondern Klarheit.
  3. Ja, vielleicht bekommst du nicht die Antwort, die du dir erhofft hast. Aber in den allermeisten Fällen wird sie nichts mit dir zu tun haben, sondern liegt an deinem Gegenüber. Er hat schlicht keine Zeit, keine Lust oder andere Beweggründe. Du hast dir aber nichts vorzuwerfen.

„You don’t get what you don’t ask for.“

Es ist nur ein kleiner, auf den ersten Blick unbedeutender, Satz.
Aber er ändert dich.
Dennoch hast du es verdient, glücklich zu sein. Genauso wie diese „beneidenswerten Menschen“.
Und mit dieser Technik kannst du dazu erheblich beitragen.

Einfach fragen - So kriegst du, was du willst

Wann hast du zuletzt getraut, etwas zu fragen, du lange mit dir herumgetragen hast?

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