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Monthly Recap: April 2017 – Anti-Aufschiebe-Taktik und ein Schreibtipp, der es in sich hat

Monthly Recap: April 2017

Monthly Recap #10 – April 2017: Anti-Aufschiebe-Taktik und ein Schreibtipp, der es in sich hat

Erlebt/Gereist:

Der April war – wie seine Wetterlage – wechselhaft. Es fühlte sich an, als sei ich täglich von einem Hoch in ein Tief gerutscht, nur um tags darauf wieder die gefühlt beste Zeit meines Lebens zu haben. Erlebst du solche Momente auch manchmal?
Ich kenne das von mir jedenfalls gar nicht.

Je mehr Zeit ich damit verbringe, zu texten, zu designen, zu fotografieren, zu zeichnen – eben all die kreativen Dinge, die mich glücklich machen – desto weniger habe ich das Gefühl, dass mein Brotjob im Büro noch das Richtige ist.
Er war schon immer ein Mittel zum Zweck; ein stabiles Einkommen. Ich habe kein Interesse an der Arbeit an sich, sie erfüllt mich nicht, fordert mich nicht und langweilt meistens nur (besonders in den Momenten, in denen ich gerne an eigenen Projekten weiterarbeiten würde… also täglich).

… So fühlt es sich an, wenn man seine Berufung gefunden hat.

Ich weiß, dass ich von meiner Selbstständigkeit noch lange nicht leben kann.
Ich weiß auch, dass in einem halben Jahr noch viel passieren kann und ich hart arbeiten muss, um nach vorne zu kommen.
Und mir ist klar, dass ich gerade auf hohem Niveau jammere.

Letztlich versuche ich also, mich an meinen eigenen Ratschlag zu halten und die Dinge auf mich zukommen zu lassen.
Wenn eines sicher ist, dann das: Es wird sich alles fügen.

Instagram-Recap:

All about Iceland! Immer noch und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht daran denke.
Mittlerweile habe ich fast alle Fotos gepostet, aber selbst zwei Monate nach der Reise bin ich immer noch total im Island-Modus.

Instagram-Feed mit Bildern aus Island und motivierenden Zitaten.
Instagram @zentreasures.de

Stolz auf:

2 Jahre ohne H&M!
Ich habe das hier noch nie thematisiert, aber im April 2015 entschied ich aus einer Laune heraus, dass ich nichts mehr bei H&M kaufen werde.
Wo ich früher ungefähr alle 8 Wochen Kleidung bei H&M geshoppt habe, die ich sowieso kaum getragen habe, hat sich das total reduziert.

Es gab eine einzige Ausnahme letzten Sommer: Ich brauchte für die Festivalsaison eine kompakte, schlichte Umhängetasche und im Schweden fand sie.

Mein Kaufverhalten in Sachen Kleidung hat sich komplett geändert, nicht nur bei H&M, sondern generell. Ich kaufe kaum mehr neue Kleidung.
Zugute kommt mir dabei, dass die Kollektionen und Trends der meisten Retailer einfach meinen Geschmack nicht mehr treffen.
Ich habe in den letzten zwei Jahren überhaupt nur 2x Kleidung gekauft – im Februar Funktionskleidung von Engelbert Strauss und Jeans bei ASOS, beides für Island.

Zwar bin ich noch weit entfernt von einer Capsule Wardrobe, wie sie z.B. Sunray erfolgreich trägt und auch der Nachhaltigkeitsfaktor spielte in dieser Entscheidung keine wirkliche Rolle, aber ich habe es durchgezogen und werde weiterhin dranbleiben!

Kannst du dir vorstellen, dir auch einen (Klamotten)Shopping-Stop aufzuerlegen?

Monthly Recap April auf ZENtreasures.de. Mit einem Schreibtipp, der gold wert ist, einer Anti-Aufschieberitis-Taktik und jeder Menge Vorfreude

Geklickt:

Einen Artikel, der mir Gänsehaut verschafft hat!
Weil Lina und ich einen Traum teilen: Für eine Weile ins Ausland zu gehen.
Sie macht es nun wahr und hat gebucht. Zwar geht es für sie in eine völlig andere Gegend, aber ich kann ihre Gefühle so dermaßen nachvollziehen.

Im Gegensatz zu ihr hänge ich allerdings noch am berühmten seidenen Faden – schneide ich ihn selbst ab? Oder baumle ich noch weiter?

Gelesen:

Nichts inspirierendes; nichts, wobei man etwas lernt – sondern pure Unterhaltung: Ich habe wieder mit Harry Potter angefangen!
Diesmal in Englisch und auf dem kindle statt als Buch.
Ich war nie der große Harry Potter Fan. Zwar mochte ich die Bücher gerne, aber Kindheitshelden waren Harry & Co. nie für mich. Macht aber nichts, denn bisher ist es sehr unterhaltsam 🙂

Übrigens: Besitzt du einen kindle und bist Amazon Prime Mitglied? Dann hast du Zugriff auf die kindle Leihbücherei, wo es alle 7 HP-Teile in englisch als kostenloses Bundle zu leihen gibt!

Was liest du gerade?

Geschaut:

Girlboss, die Serie.

Das Buch, das den Weg von Sophia Amoruso (Gründerin von Nasty Gal) erzählt, habe ich verschlungen.
Ich fand es inspirierend, erheiternd, aufrüttelnd – und Sophia mit ihrer erfrischenden Art entwickelte sich sofort zu einem #girlcrush.

Als eine Netflix-Serie zum Buch verkündet wurde, war ich Feuer und Flamme. Die Beschreibung „Comedyserie“ schreckte mich allerdings ziemlich ab. Comedy mag ich nur, wenn es New Girl ist.
Trotzdem warf ich einen Blick in die erste Folge, die mit knapp 30 Minuten ohnehin nicht zu lang ist.

Und nein, als seichte Komik würde ich Girlboss nicht bezeichnen. Sicher, einiges ist arg übertrieben dargestellt, aber: Es kommt sofort dieses #girlboss Feeling hervor; man leidet mit Sophia mit, genauso wie man sich über ihr erstes erfolgreiches ebay-Geschäft freut. Auch die weiteren Folgen bleiben dem Schema treu.
Dennoch war die Serie für mich nicht mehr, als ein netter Zeitvertreib. Ich bleibe lieber bei der Buchversion.

Welche Serie guckst du gerade?

Geniale Anti-Aufschieberitis-Taktik + ein Schreibtipp, der gold wert ist

Gelernt:

Aufschieberitis kann man austricksen!

Je mehr ich mein eigenes Aufschiebeverhalten beobachte, desto häufiger fällt mir auf, dass ich nur eine Sache aufschieben muss und umso mehr Lust auf eine Andere habe.
… Okay, das klingt wirr.
Lass es mich so erklären.

Bei mir läuft das immer so:
Das Herz sagt: „Ich will schreiben!“
„Genau, du musst diesen Blogartikel nämlich noch fertigstellen!“, mischt sich der Kopf ein.
Und schon vergeht mir die Lust, den Beitrag zu schreiben.
Das heißt aber nicht, dass ich es dann ganz sein lasse – Herz und Bauch haben nämlich immer noch Lust aufs Schreiben.
Also mache ich mir das zunutze und schreibe trotzdem – nur eben keinen Blogpost, sondern zum Beispiel eine Szene für mein Romanprojekt.
So sind die „inneren Stimmchen“ zufrieden und ich bin es auch. Das klappt erstaunlich gut!

Wie findest du diesen Ansatz? … ich hoffe, es war verständlich erklärt. Ich finde mich gerade selbst etwas weird…

Word Count:

1.497 Wörter für mein Buch.

Davon abgesehen, habe ich im April so viel geschrieben wie noch nie. Aufträge, Blogposts, Website-Texte und – was mich ganz besonders freut – ich habe mit der Arbeit an meinem ersten ebook angefangen. Genaueres verrate ich noch nicht, aber wenn alles klappt, wird es im Juni erscheinen! 🙂

Schreibtipp

Manchmal fehlen uns die Worte. Oder besser: ein bestimmtes Wort.
Anstatt eine Lücke zu lassen oder eine halbe Ewigkeit im Duden nach einem Wort suchen, setz‘ einen Platzhalter ein!

Bei der späteren Überarbeitung kannst du nämlich über die Suchen- und Ersetzen-Funktion deines Schreibprogramms (meist ist es die Tastenkombi STRG + F) alle Platzhalter ausfindig machen und mit einem passenden Wort austauschen.

Ich habe das immer mit xxx gelöst – viele Texter und Autoren empfehlen aber ein Substantiv wie Elefant einzusetzen. Warum? Ich vermute, weil die Chance ziemlich gering ist, dass du es in deinem Text sonst brauchst. 🙂

Zitat des Monats:

Wenn das Herz sich schon entschieden hat, kann der Kopf einpacken.

Meistgeklickter Post auf ZENtreasures:

Der März-Recap und mein Beitrag übers Nett sein halten sich die Waage. (PS: Das Gewinnspiel geht noch bis morgen Abend!)

Ich freue mich besonders, dass meine Monatsrückblicke doch so gut ankommen! <3

Random Fact:

Mein Sternzeichen ist Fische. Das passt wie die Faust aufs Auge – ich bin ein Fisch, durch und durch. Kreativ und künstlerisch vielfältig begabt, verträumt, hilfsbereit, aber genauso ohne Disziplin, launisch und entscheidungsunfreudig.

Nur mein Element, das Wasser, mag ich gar nicht. 😉

Was im Mai ansteht:

Wien Prag haben wir verschoben, deshalb darf ich mich nun im Mai darauf freuen. Prag ist mit Abstand meine liebste Stadt und obwohl ich schon an die zehn Mal dort war, wird es nicht langweilig.

Fast noch aufgeregter bin ich allerdings über mein allererstes Fotoshooting, das Mitte des Monats stattfindet! Schon lange wollte ich neue Bilder von mir für diesen Blog und als ich die wunderbare Carolina von Foxografie entdeckt habe, war klar: Wenn ein Stil zu mir passt, dann ist es ihrer.
Die Vorfreude ist riesig!

Neuer Monat, gleiche Frage:
Wie war dein April? Welche Highlights gab es, was hat dich beschäftigt?
 

Geniale Anti-Aufschieberitis-Taktik + ein Schreibtipp, der gold wert ist
 

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Das Pareto-Prinzip. Deshalb musst du nicht perfekt sein!

Das Pareto-Prinzip a.k.a. Die 80/20 Regel - So kannst du deinen Perfektionismus überwinden

Deshalb musst du nicht perfekt sein.
& Das Pareto-Prinzip

Mein Perfektionismus treibt mich regelmäßig an den Rand des Wahnsinns.
Manchmal habe ich 10 und mehr Entwürfe für ein Web-Layout erstellt und keines davon erblickte je das Licht der Web-Welt.
Warum es so viele Entwürfe sind? Weil ich jedes Mal wieder an folgenden Punkt kam:

Irgendwas fehlt. Wenn ich diesen Text um fünf Pixel nach links verschiebe… nee. Lieber nur drei. Und einen nach unten. Perfekt!
… Oder? Der Hintergrund könnte sowieso einen Tick grüner sein… Tannengrün oder Emerald? Sollte ich das Bild nicht anders positionieren? Es sieht schon gut aus, aber…

… Wenn ich das so schreibe, muss ich selbst darüber schmunzeln.

In Wirklichkeit ist dieser Vorgang grauenvoll, frustrierend und zeitraubend.

Ich sitze in der Perfektionismus-Falle.

Fakt ist nämlich: Alle 10 Entwürfe waren gut.

Anstatt weitere Stunden und Nerven an neuen Versuchen zu verschwenden, hätte ich eines der Vorhandenen nehmen und weiterbearbeiten können.

Noch schlimmer ist Perfektionismus nur noch in Kombination mit Aufschieberitis.
Das Eine entsteht aus dem Anderen. Ich weiß, wovon ich spreche.

Das Ergebnis des Ganzen: Nichts wird fertig – außer meine Nerven. Denn je weniger ich schaffe, desto mehr frustriert es mich.

Perfektionismus und seine Ursachen.

Fight Procrastination with the Pareto Principle

Kommen dir Situationen wie diese bekannt vor?

Gut möglich, dass du jetzt zusammen mit mir in der Perfektionismus-Falle sitzt.

Da war dieses weiße Kaninchen namens „Idee“, das uns ins bunte Wunderland lockte.
Nur sind wir scheinbar dem falschen Tier gefolgt, denn wo es uns hinbringt, ist es frostig und düster. Aber wir sind viele, also bleiben wir.

Perfektionismus heißt nichts anders, als dass du etwas perfekt, zu 100% – wenn nicht sogar 110% machst.
Der Traum eines jeden potenziellen Arbeitgebers, oder?
Naja. Nicht mehr, denke ich.

Denn gerade im Berufsleben kann uns übertriebener Perfektionismus fertig machen. Dauerhaft hoher Anspruch an uns selbst, gepaart mit ständiger Kritik; ebenfalls an uns selbst, schafft nur eines: Mehr Druck.

Und mal ehrlich: Kein Personaler will mehr hören, wie ach so perfektionistisch du bist.

Oft hindert uns die Angst vor Ablehnung oder Kritik davor, Dinge zu tun/auszusprechen/zu ändern, die uns eigentlich wichtig sind.
Mehr noch: Die Angst schürt den falschen Perfektionismus nur weiter an.

Ich gebe es ungern zu, aber das ist auch mein Problem.
Lieber kritisiere ich mich selbst vorab schon ausgiebig, bevor es jemand Anders tut, wenn mein Werk online ist.
Klingt bescheuert? Ist es auch.
Aber schwer abzulegen.

Wann kommt das Andere; weiße Kaninchen und zieht mich mit hinunter ins Wunderland?

Falls du dich jetzt fragst, warum ich überhaupt iiirgendetwas mit Design beruflich machen will? Nach meinem wenig rühmlichen ersten Auftrag und einer solchen Einstellung?

Berechtigte Frage.

Ich will es, weil ich es liebe. Trotz allem Nichts begeistert mich mehr als kreativ zu arbeiten und Photoshop ist eben zufälligerweise meine erste Wahl.
Außerdem will ich mir selbst beweisen, dass ich es eben trotz Selbstzweifel, Perfektionismus & Co. schaffen kann.

Wir pushen uns immer ans Limit und gehen am härtesten mit uns selbst ins Gericht.
Nur, um dann doch nicht zufrieden zu sein.

Warum willst du weniger Perfektionismus und mehr #einfachmachen?

„Da geht noch mehr?“ Nein. Diesmal nicht.
Es wird Zeit, dass wir uns endlich ein bisschen entspannen. Bist du dabei?

Den Schlüssel zum Wunderland gibt es hier:

Das Pareto-Prinzip oder: Die 80/20-Regel

Anfang des 20. Jahrhunderts untersuchte der Italiener Vilfredo Pareto die Verteilung des Bodenbesitzes in seinem Land.
Er stellte fest, dass 20% der italienischen Bevölkerung im Besitz von ganzen 80% des Bodens waren. Pareto forschte weiter und bemerkte bald, dass sich diese Verteilung auf viele andere Lebensbereiche übertragen ließ.

So entstand das Pareto-Prinzip.
Es besagt:

80% der Ergebnisse können mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen mit 80% die meiste Arbeit.

Das heißt, dass du einen Großteil deiner Ergebnisse in einem verhältnismäßig geringen Zeitaufwand schaffst. Je mehr Zeitaufwand (hust, Perfektionismus, hust!) du dann noch hineinsteckst, desto geringer werden deine weiteren Ergebnisse.

Das Pareto Prinzip. Den Perfektionismus mit der 80/20 Regel in den Griff kriegen

Ein paar Beispiele für das Pareto-Prinzip

Mit 20% deiner Freunde verbringst du 80% deiner Zeit.
80% der Vokabeln lernst du in 20% der Zeit.
80% deiner Zeit trägst du nur 20% deiner Klamotten. (True that!)
80% deines Blogposts schreibst du in 20% der Zeit.

In manchen Fällen verteilen sich die Werte ein wenig anders, aber der Grundsatz bleibt gleich.
Mit einem Mitteleinsatz von 20% könnten 80% aller Probleme gelöst werden.

Für mich bedeutet das im Umkehrschluss aber auch: Einen Großteil meiner Zeit habe ich bisher für nur 20% an Ergebnissen verplempert.

Was das Pareto-Prinzip dir nicht gibt

100%.

Es bringt nichts, 20% Aufwand und 80% Ergebnis miteinander zu addieren und bäm, 100%! Diese beiden Dinge sind nicht dasselbe.
3x die Woche Salat zu essen, wird nicht reichen, um dich schlanker zu machen.

Erwartest du 100% des Ergebnisses, dann gib‘ auch 100%!

Super Rat, Chrissi. Und wie mache ich das?

Gehe das Problem aus einer anderen Perspektive an!

Du weißt nicht, was du willst?
Warum versuchst du es nicht andersherum?

Oft fällt uns eher auf, was wir nicht mögen/was uns nicht gefällt. Nutze das für dich!
Frage dich also: Was willst du NICHT?
Ich wette, hier fallen dir sofort einige Beispiele ein.

Wenn ich bei einem Design in der Perfektionismus-Falle stecke, lasse ich ein, zwei Tage vergehen und schaue mir dann alle Entwürfe nacheinander wieder an. Die, die nicht in den ersten fünf Sekunden überzeugen, werden gelöscht. Rigoros.

Und für alle Fälle gibt es immer noch die Wiederherstellen-Funktion des digitalen Papierkorbes.

Setze dir ein Zeitlimit!

Früher fand ich oft genau dann an Allem etwas auszusetzen, wenn eine Deadline drohte.
Inzwischen arbeite ich aktiv damit und setze mir ein zeitliches Limit..

Bis wann willst du deinen Blogbeitrag fertig haben? Heute Abend, 20 Uhr?
Wie lange wirst du dafür brauchen? 4 Stunden?
Dann nimm‘ dir die Zeit; blocke sie dir im Kalender und schreibe.

Wichtig ist, dein Zeitlimit genau einzuhalten. Fünf Minuten mehr sind vielleicht kein Weltuntergang. Aber alles, was darüber hinaus geht, stürzt dich zurück in die Perfektionismus-Grube.

Wechsle deine Arbeitsweise, um wieder in den Flow zu kommen!

Bloggen läuft zwar nicht, aber vielleicht schreibst du erstmal etwas anderes, um in den Flow zu kommen? Beantworte E-Mails oder Kommentare oder nimm dir ein Blatt Papier und kritzle darauf herum.

Wenn du gar nicht weißt, was du schreiben sollst, empfehle ich dir meine Tipps zum Schreiben von Morgenseiten.

Mach‘ mal Pause!

Gerade, wenn du nicht den Geistesblitz hast, wie du weiterarbeiten sollst – lege dein Projekt beiseite. Es wird in diesem Moment nichts besseres dabei rauskommen.
Wirklich nicht.

Beschäftige dich erstmal mit etwas ganz Anderem. Gehe raus oder wirf Netflix an und lass dich eine Stunde lang berieseln.
Ich kochte zum Beispiel oft, wenn ich feststecke.

Für mich funktioniert das nicht immer, aber vielleicht ist es für dich genau die richtige Methode.

So nutzt du dieses Wissen am besten für dich

Merke es dir. Verinnerliche es. Klebe es dir mit einem Post-It an deinen Bildschirm oder den Badezimmer-Spiegel – egal wo, nur erinnere dich immer wieder daran, dass du nicht perfekt sein musst – und deine Arbeit ebenfalls nicht.

Mir hat allein dieser Gedanke schon unheimlich geholfen.

Das heißt nicht, dass ich plötzlich keine Perfektionistin mehr bin.
Ich höre aber auf, wenn ich zufrieden bin. Denn mittlerweile weiß ich, dass es gut genug ist und dass weitere Änderungen so gering sein werden, dass ich es auch jetzt schon fertigstellen kann.

Genau dann, wenn du wieder vor dem Kaninchenloch stehst und nicht weißt, ob du springen sollst oder nicht.
Spring.

Und freu dich! Du hast gerade etwas Wundervolles geschaffen!

Das Pareto-Prinzip a.k.a. Die 80/20 Regel - So kannst du deinen Perfektionismus überwinden

 
Und jetzt erzähl mir: Wo kannst du das Pareto-Prinzip für dich anwenden?
 

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Aufschieberitis #2 – Ein Update zur Prokrastination

Prokrastination - Ein Update zu meiner Aufschieberitis

Aufschieberitis #2
– Ein Update zur Prokrastination

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung
– nie war ich mir dieser Aussage so bewusst wie jetzt.

Die Augen geöffnet hat mir ausgerechnet ein Vorstellungsgespräch.

Deshalb wird es Zeit für ein Update in Sache Prokrastination.
Here we go: Aufschieberitis, part 2.

Wie Chefs das mit der Prokrastination finden

Im Mai diesen Jahres suchte ich mir einen Nebenjob.
So ein kleines „Fuck-Off“-Polster fürs Konto schwebte mir schon lange vor, jedoch war ich nie aktiv auf der Suche. Eine 40-Stunden-Stelle plus diverse zeitaufwändige Hobbys…
Wenn es nicht akut wird, prokrastiniert man. Ähem.

Aber spulen wir ein wenig weiter zurück.
Bevor ich diesen Nebenjob überhaupt bekam, erlebte ich ein Vorstellungsgespräch, welches mir einen richtigen Motivations-Kick versetzt hat. Mit Schmackes. And I liked it.

Nun gut; das war, nachdem ich klatschnass 20 Minuten zu spät am vereinbarten Ort eingetroffen bin, weil ich den Eingang nicht fand. Hach ja.

Bei meiner Bewerbung war ich mutig.
Da es „nur“ um eine Home-Office-Arbeit ging, probierte ich mich ein wenig aus – setzte den Lebenslauf grafisch um, packte ein paar bayerische Sätze mit hinein und… gab auch die URL von ZENtreasures mit an.

Einmal abgeschickt, gefreut – und dann schlagartig ernüchtert worden: Denn diesen Beitrag wird wohl kein Personaler gerne lesen.
Aber für die Dauer der Bewerbungsphase offline setzen? Wollte ich auch nicht.

Wenn man mich wegen ein weeeenig Disziplinlosigkeit und Aufschieberitis ablehnen würde, war es eben so. Verdrängungstaktik, aktiviert!

Man kann sich viel einreden. Ich besonders.

Prokrastination - Ein Update zum Thema Aufschieberitis

Eine Offenbarung – im Jobinterview!?

Um auf mein unpünktliches, tropfnasses Ich zurückzukommen: Natürlich sprach der Firmenchef mich auf diesen Blog an. Natürlich sprach er mich auf genau diesen Beitrag an.

Aber was er sagte, war so gar nicht das, was ich mir in diversen Angstträumen (nunja, fast) ausgemalt hatte.

Im Gegenteil.

Er hielt mich für mutig.

Und erwähnte genau das, was ich eingangs schon zitierte:

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung

Ich war baff.
Von dieser Perspektive aus hatte ich die Sache noch nicht betrachtet.

Eigentlich ist es logisch. Aber der Wald und die Bäume, nicht wahr?

Wenn man sich eingesteht, das man ein Problem hat, kann man daran arbeiten.
Kann es besser machen und vielleicht sogar irgendwann aus der Welt schaffen.

Das war genau der Kick, den ich brauchte. Die Stelle habe ich übrigens bekommen.

Prokrastination - Ein Update zum Thema Aufschieberitis

Kopf vs. Herz

So klischeehaft es klingt: Dein Kopf mag vielleicht oft Recht haben, aber die Wahrheit steckt in deinem Herzen; im Bauchgefühl.
Tatsächlich höre ich inzwischen mehr in mich rein. Und merke deutlich: Dieser Kopf; diese kleine fiese Stimme darin, veräppelt mich. Die ganze Zeit.

Sie sagt mir Dinge wie „Ach komm, das hat doch noch bis zum Wochenende Zeit.“

„Denk nur daran, wie anstrengend das wird… du bist doch ohnehin so müde. Und eine Blase hast du auch. Nicht, dass die schlimmer wird.“

Sie scheint besorgt.
Glaub mir, unzählige Mal bin ich bereits darauf reingefallen.
Ja, ich habe deshalb auch schon Wanderungen abgesagt. Reisen oder Einladungen ausgeschlagen.
Und mich danach unheimlich geärgert.

Diese Kopfstimme stelle ich mir übrigens als Hyäne vor. Als eine hungrige Hyäne.

Sie tritt nur zum Vorschein, wenn es um Ausbrüche aus dem Alltag geht; wenn sie raus aus der Comfort Zone soll.

Vorher wartet sie geduldig, bis ich etwas Neues/Anderes plane – also quasi bis jemand Beute reißt. Sobald die Beute, bestehend aus einem neuen Gedanken wie „Ich melde mich jetzt für den Pilates-Kurs an!“, am Boden liegt, pretscht sie los und schlägt ihre Zähne hinein.

Pilates ist wehrlos dagegegen.

… Ja, ich finde, der Vergleich passt.

Procrastination makes easy things hard, hard things harder.

Herz gewinnt

Seitdem ich weiß, dass ich diese Gedanken einfach zulassen muss – und trotzdem das tue, was mein Herz will, drängt das auch die Prokrastination in den Hintergrund.

Die Hyäne ist plötzlich unsicher; traut sich nicht mehr recht heran.
Denn da ist ein Löwenherz, das die Beute aus neuen Erlebnissen und Veränderungen für sich will.

Immer öfter siegt das Herz über den Kopf.

Seit ich mehr in mich hineinhorche, fällt es mir leichter, den Kopf auszuschalten und stattdessen das Bauchgefühl zu Wort kommen zu lassen.

Das Herz verstehen – lerne, in dich hineinzuhorchen

Wie soll das gehen? In mich hinein horchen? Das spüren, was mein Herz/mein Bauchgefühl will?

Die schlechte Nachricht: Es gibt keine Methode; kein Rezept, um besser auf deinen Bauch zu hören.

Die Gute: Weil es kein Rezept gibt, kann es jeder. Du auch, versprochen.

Was fühlt dein Herz, wenn dein Kopf wieder quer schießt?

Mir hilft es, darauf zu achten, wie ich mich fühle, wenn die Kopfstimme wieder lockt.

Probier‘ es aus:

Spürst du Erleichterung bei dem Gedanken an eine Veränderung/ein anstehendes Erlebnis? Oder sogar Bedauern? Dann hat sie wohl recht und dir ist es offiziell erlaubt, es zu lassen/aufzuschieben.

Spürst du (Vor-)Freude? Dann bloß nicht auf das Stimmchen von oben hören! Diese Hyäne wird heute nicht zum Zug kommen.

Letztlich ist es egal, was du spürst.

Wichtig ist, dass du in dich hineinhörst und annimmst, was dir entgegenkommt.

Aufschieberitis ist nicht heilbar, denke ich. Aber eindämmen lässt sie sich.

Auch das ist auch eine Form der Selbsterkenntnis.
Und ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Prokrastination - Ein Update zum Thema Aufschieberitis

Was sagst du dazu? Stimmst du mir zu?
Oder hast du vielleicht sogar deinen ganz eigenen Anti-Aufschieberitis-Tipp, den wir alle kennen sollten?

 

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Wie du negative Gedanken leichter loswerden kannst

Negative Gedanken loswerden

Wie du negative Gedanken leichter loswirst

Es ist Freitag Mittag. Der Wetterbericht sagt ein sonniges, warmes Wochenende voraus.
Ich habe Lust auf die Berge. Lust, Wandern gehen.
Eigentlich.

Denn sofort plagt mich das schlechte Gewissen: „Du wolltest doch dein Wochenende zuhause verbringen! Wie willst du deine To-Do’s abarbeiten, wenn du nur einen Tag Zeit hast? Schließlich fällt der Samstag komplett weg, wenn du eine Bergtour machst. Mensch! Sei vernünftig!“

Ich lasse diese negativen Gedanken kurz sacken.

Denke dann #yolo, hole mein Handy aus der Tasche und tippe: „Wollen wir morgen in die Berge?“

Die Antwort kommt prompt. Natürlich will sie in die Berge.

Ich freue mich.
Und frage mich gleichzeitig, was ich hier gerade getan habe. Diese Anstrengung beim Wandern und der darauffolgende Muskelkater, die volle To-Do-List, eigentlichhabichkeinenBock…

Heute tue ich nicht, was ich denke

Tags darauf.
Meine Schwester, Partnerin in crime, erklärt, dass sie noch nicht sicher ist, wohin es heute geht.
Die eine Tour dauert nur ca. 1,5 Stunden, geht aber durchgängig knackig bergauf.
Tour Nummer 2 verläuft relativ gerade, dafür ist man gut drei Stunden unterwegs.

Na, da bevorzuge ich doch eindeutig die Zweite, weswegen ich laut sage „Die Erste.“
… die darauffolgende Fluchtirade in meinem Inneren ignoriere ich lieber.

Selbes Spiel am Ziel.
Wir sind bereits an der Alm und müssten nicht mehr weiter. Es gibt noch einen Berggipfel, der zwar nicht mehr Aussicht bietet als wir schon haben. Ob ich hinauf will?

Die Gedanken in meinem Kopf überschlagen sich beinahe, so laut schreien sie „NEIN! Bloß nicht noch weiter bergauf!“
Mein Bauchgefühl seufzt, ich kann es förmlich spüren.
Also sage ich wieder: „Wenn wir schon hier sind, müssen wir auch noch zum Gipfel.“

Negative Gedanken loswerden

Lass mich dir gesagt sein, die Wanderung war verdammt anstrengend. Mehr als 600 Höhenmeter machen sich bemerkbar. Mein Shirt war durchgeschwitzt, die Nase lief ständig und ja, auch heute spüre ich noch den Muskelkater.

Doch wurde mir während der Wanderung immer wieder bewusst: Hey, ich kann das!
Mein untrainierter Körper ist sehr wohl dazu in der Lage, eine anstrengende Bergtour mitzumachen.

Außerdem war ich einen Tag später umso motivierter, mich an den Rechner zu setzen und abzuarbeiten, was ich mir vorgenommen hatte.

Negative Gedanken? Aufgelöst.

Ich habe nicht alles geschafft, bin aber wesentlich weiter gekommen, als ursprünglich gedacht.
Positivität und gute Laune traten an die Stelle negativer Gedanken.
Win-Win!

Nun habe ich wahnsinnig viel über’s Wandern geschrieben.
Wenn du nun denkst, dass man dieses Gedankenspiel sowieso nicht auf das wahre Leben/den Alltag anwenden kann – doch, kann man.

Spulen wir noch ein wenig weiter zurück, auf Donnerstag (= einen Tag vor meinem bewussten Ausbruch aus der Comfort Zone).
Mein Lieblingskollege (der mit dem Konjunktiv) war kurz nach meinem China-Aufenthalt selbst im Urlaub.
Bei seiner Rückkehr ins Büro erwartete ihn ein Berg voll Arbeit – den er immer noch abzuarbeiten versuchte.

Eine Idee formte sich in mir. Negative Gedanken direkt hinterher.

„Biete ihm nicht an, den Angebotsstapel zu übernehmen. Du hast darauf eh keinen Bock. Biete es ihm nicht an. Bieteesihmnichtanbieteesihm…“

Doch. Ich bot es ihm an.
Das Ergebnis? Er war happy, ich mit mir zufrieden und um ein Stück Dankes-Schokolade reicher. 🙂

Wie du negative Gedanken loswerden kannst

Negative Gedanken loswerden – wie du vorgehen kannst

Nur du allein bist dafür verantwortlich, was in deinem Kopf passiert. Du selbst hast diese negativen Gedankengänge – niemand sonst.
Das klingt vielleicht hart, aber: Dadurch hast du auch die volle Befugnis, sie zu ändern.

Du bist verantwortlich für deine Realität!

Was siehst du vor deinem inneren Auge, wenn dich wieder ein negativer Gedanke befällt?
Schweiß, Muskelkater – sehe ich zum Beispiel, wenn ich ans Wandern denke.
Doch ich sehe auch Glück, Sonnenschein und vermutlich eine grandiose Aussicht – die heutigen Beitragsbilder gäbe es nicht, wenn ich meine negativen Gedanken nicht überwunden hätte.

Das Positive muss das Negative überwiegen.

Achte auf deine Gedanken. Wann denkst du etwas Negatives, wann positiv?
Nimm bewusst wahr, wenn du gerade etwas denkst, was dich schlecht macht/dich aufhält/nur wieder für Prokrastination sorgt.

Registriere diesen negativen Gedanken – und dreh ihn um.
Mach ihn positiv und motivierend.

Ja, ich hatte keine Lust, meinem Arbeitskollegen unter die Arme zu greifen.
Warum ich dennoch das Gegenteil von dem Ausgesprochen habe, was ich dachte?
Weil ich wusste, dass dies a) ein Sprung aus meiner Komfortzone und weg von den negativen Gedanken ist und ich b) einem Mitmenschen eine Last abnehmen kann. Denn letztlich war es für mich kein Aufwand, ihm zu helfen.
Das bisschen Zeit, das es mich gekostet hat, ist kein Vergleich zu dem großartigen Gefühl danach.

Rede dir also wirklich ein, dass etwas gut ausgeht/du das Richtige tust/du Bock drauf hast, diese sportliche Betätigung jetzt durchzuziehen.
Fühlt sich das an wie Selbstbetrug? Ist es nicht.

Sprichst du diesen „verkehrten Gedanken“ aus, wird er real.
Indem man etwas ausspricht, macht man es zur Realität. Manchmal mag das ein Fehler sein oder zu Problemen führen. Viel öfter jedoch wirst du dich besser fühlen.

Die negativen Gedanken kommen sowieso von allein. Das ist nur menschlich.
Doch wir haben es in der Hand, unsere Realität positiv zu gestalten.

Tatsächlich beobachte ich diese kleine große Veränderung an mir erst seit wenigen Tagen.
Und mir gefällt, was ich sehe.

Wie du negative Gedanken loswerden kannst

Eine kleine Anmerkung zum Schluss
Ich weiß nicht, ob dieser Text psychologisch Sinn macht. Ob er überhaupt Sinn macht.
Ich weiß auch nicht, ob ich wirklich in Worte fassen konnte, was ich gefühlt/gelernt habe. Denn das hier ist mehr ein kurzfristig entstandener Erfahrungsbericht – ich war so begeistert, dass ich sofort darüber schreiben musste (deshalb ist er kürzer als meine üblichen Posts).

Daher: Keine Garantie auf psychologische Korrektheit.

Lass mich gerne wissen, was du von diesem Beitrag hältst und ob dich eine Fortsetzung/Erweiterung interessiert!

 

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Sei schlau: Zielsetzung mit der SMART-Methode

Ziele setzen mit der SMART-Methode

Ha – was für ein Wortspiel! 😉

Vorige Woche habe ich dich tief in meine Karten blicken lassen und meine Quartalsziele für die nächsten drei Monate verraten.

Zu diesem Zweck habe ich mich ausgiebig mit konkreter Zielsetzung befasst.

Heute tauchen wir also ein wenig tiefer in die Materie ein; außerdem stelle ich dir eine praktische Methode vor, die dir bei deiner persönlichen Zielsetzung hilft.

Warum konkrete Zielsetzung sinnvoll ist

Ich denke, ich lehne mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass es eine Sache gibt, die wir alle gemeinsam haben: Neujahrs-Vorsätze. Und das Nicht-Einhalten derer.

Im Rausch aus blitzenden Feuerwerkskörpern, den liebsten Menschen um Einen herum und dem ein oder anderen Glas Sekt, fällt es leicht. Dieses „JA, diesmal ändere ich wirklich was!“.
Kennst du?
Kennst du.

Lange habe ich mich an Silvester damit gebrüstet, mir für’s kommende Jahr nichts vorzunehmen. „Halte ich ja sowieso nicht ein.“
Ein offenes Eingeständnis dessen, dass ich keine Disziplin habe und das auch noch lustig finde? Ha ha.

Stolz bin ich darauf nun wirklich nicht mehr.

Doch warum hatte ich eigentlich solch eine Meinung von mir?
Warum hielt ich meine Vorsätze nie durch – und auch sonst niemand in meinem Umfeld?

Konkrete Zielsetzung ist der Punkt.

Ich möchte mehr Sport machen.

Dieses Jahr suche ich mir wirklich einen neuen Job!

Im neuen Jahr mache ich eine Weltreise!

Ich will endlich weniger fernsehen und mehr Bücher lesen.

All diese Beispiele sind keine konkrete Zielsetzung.

Wie du Ziele so formulierst, dass dir die Umsetzung leichter fällt? Vorhang auf für die SMART-Methode.

Ziele setzen mit der SMART-Methode

Konkrete Ziele setzen mit der SMART-Methode

Richtige Zielsetzung kann einschüchternd wirken – und glaube mir, mich hat sie oft genug überfordert. Ein Grund mehr, warum sich die Neujahrsvorsätze regelmäßig in Luft auflösten.

Deshalb gebe ich dir eine Methode an die Hand, die für mich sehr gut funktioniert:

Die SMART-Methode

Anhand dieser Formel baust du dir deine Ziele auf.

„SMART“ ist eine Abkürzung für

 S = Specific (spezifisch) – Was genau willst du erreichen?
M = Measurable (messbar) – Woran erkennst du, dass du dein Ziel erreicht hast?
A = Achievable (erreichbar) – Setze dir ein Ziel, dass du auch erreichen kannst!
R = Realistic (realistisch) – Kann dein Vorhaben funktionieren? Sei realistisch!
T = Time framed (zeitlicher Rahmen) – In welchem Zeitraum willst du es erreichen? 

Sprich, deine Ziele müssen spezifisch, messbar, erreichbar und realistisch sein sowie einen zeitlichen Rahmen haben.

Was bedeutet das nun genau?

Nehmen wir nochmal die Aussagen von oben:
„Ich möchte mehr Sport machen.“
Löbliches Vorhaben, aber dieses Ziel ist leider gar nicht SMART.

Jetzt teilen wir unser Ziel nach den einzelnen Eigenschaften auf:

S = Das spezifische Ziel

„Ich gehe joggen.“

M = Das messbare Ziel

„Ich gehe drei Mal pro Woche joggen.“

A = Das erreichbare Ziel

„Ich jogge jeweils für 30 Minuten.“

R = Das realistische Ziel

„Alle fünf Minuten gehe ich eine Minute lang.“

T = Der zeitliche Rahmen

„Bis zum Quartalsende ziehe ich das durch.“

Zusammen ergibt das „Bis zum Quartalsende (zeitlicher Rahmen) gehe ich 3x pro Woche (messbar) für je 30 Minuten (erreichbar) joggen (spezifisch). Alle fünf Minuten mache ich eine 1-minütige Gehpause (realistisch).“

Ein weiteres Beispiel:

Nicht SMART: „Dieses Jahr suche ich mir wirklich einen neuen Job!“

S = Das spezifische Ziel

„Ich will eine neue Arbeitsstelle.“

M = Das messbare Ziel

„Es soll eine Bürotätigkeit sein und das Gehalt soll bei 3.000 Euro brutto liegen.“

A = Das erreichbare Ziel

„Pro Woche schreibe ich drei Bewerbungen.“

R = Das realistische Ziel

„Die Suche wird ein 1/2 Jahr dauern.“

T = Der zeitliche Rahmen

„Bis Oktober diesen Jahres.“

Das konkrete Ziel: „Ich will eine neue Arbeitsstelle (spezifisch) im Büro mit einem Verdienst von 3.000 Euro (messbar). Ich nehme mir die Zeit, pro Woche drei Bewerbungen zu schreiben (erreichbar). Bis Oktober will ich wechseln (zeitlicher Rahmen); d.h. ich habe noch ein halbes Jahr für die Suche Zeit (realistisch).“

Die Reihenfolge der SMART-Formel spielt dabei keine Rolle, wie du siehst.

Wenn es dir ähnlich geht wie mir, wird dich dieses System erst mal ein wenig Übung kosten.

Dadurch lernst du, deine Ziele genauer aufzudröseln und verinnerlichst sie gleichzeitig.

Natürlich musst du nächstes Silvester keinen 10-minütigen Monolog darüber halten, dass du dir einen neuen Job suchst und wie SMART du das zu tun gedenkst. 😉 Solange du dein Ziel so irgendwo aufgeschrieben hast, wo du es immer wieder sehen/abrufen kannst, ist alles prima.

Egal, was dein Ziel ist – schreib‘ es auf!

Durch das Aufschreiben merkst du dir dein Ziel viel besser, als wenn du es nur im Kopf behältst.

Außerdem neigen wir Menschen (… also ich auf jeden Fall) dazu, uns selbst zu belügen. Der Gedanke „Ich werde 3x pro Woche Sport machen.“ Lässt sich viel zu leicht verschieben. Oder ändern. Oder ignorieren und in den hintersten Winkel deines Gedächtnisses verbannen.

Schwarz auf weiß vor dir liegend bekommt dein Ziel gleich eine ganz andere Gewichtung. Quasi ein Vertrag mit dir selbst, den du per Brief und Sigel unterschrieben hast.

Ob du deine Ziele in einer Notiz-App am Handy oder auf einem Blatt Papier aufschreibst, bleibt dir überlassen.

Hauptsache, aufgeschrieben.

Ein Tipp dazu: Schreibe in der Ich-Form (1. Person) und im Präsens. (Tschüss, Konjunktiv! Dich wollen wir hier nicht!).
Indem du dich selbst ansprichst, verdeutlichst du dir noch einmal, dass du dieses Ziel wirklich erreichen willst.

The best project you'll ever work on is you

The best project you’ll ever work on is you

Wenn du dich ähnlich schwer damit tust, dir konkrete Ziele zu setzen, kann ich nur sagen: Probier‘ die SMART-Methode einmal aus!

Sie mag anfangs vielleicht einschüchternd wirken, aber du kriegst den Dreh schnell raus.

Falls du nicht klar kommst, schreibe mir gerne dein Ziel (als Kommentar oder privat per E-Mail), dann machen wir zusammen ein SMARTes Goal daraus.

Ab jetzt gibt es keine Ausreden zu „vergessenen“ Vorsätzen mehr!

Ich verabschiede mich nun in den Urlaub – es geht nach Peking, China!
Für die kommenden beiden Montage sind Blogposts vorgeplant. Hoffentlich habe ich mir bis zu meiner Rückkehr abgewöhnt, das Wort „smart“ groß zu schreiben… 😉

Pass‘ auf dich auf; bis bald!

Verrätst du mir bis dahin deine Ziele in den Kommentaren?

Ziele setzen mit der SMART-Methode

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