Sei schlau: Zielsetzung mit der SMART-Methode

Ziele setzen mit der SMART-Methode

Ha – was für ein Wortspiel! 😉

Vorige Woche habe ich dich tief in meine Karten blicken lassen und meine Quartalsziele für die nächsten drei Monate verraten.

Zu diesem Zweck habe ich mich ausgiebig mit konkreter Zielsetzung befasst.

Heute tauchen wir also ein wenig tiefer in die Materie ein; außerdem stelle ich dir eine praktische Methode vor, die dir bei deiner persönlichen Zielsetzung hilft.

Warum konkrete Zielsetzung sinnvoll ist

Ich denke, ich lehne mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass es eine Sache gibt, die wir alle gemeinsam haben: Neujahrs-Vorsätze. Und das Nicht-Einhalten derer.

Im Rausch aus blitzenden Feuerwerkskörpern, den liebsten Menschen um Einen herum und dem ein oder anderen Glas Sekt, fällt es leicht. Dieses „JA, diesmal ändere ich wirklich was!“.
Kennst du?
Kennst du.

Lange habe ich mich an Silvester damit gebrüstet, mir für’s kommende Jahr nichts vorzunehmen. „Halte ich ja sowieso nicht ein.“
Ein offenes Eingeständnis dessen, dass ich keine Disziplin habe und das auch noch lustig finde? Ha ha.

Stolz bin ich darauf nun wirklich nicht mehr.

Doch warum hatte ich eigentlich solch eine Meinung von mir?
Warum hielt ich meine Vorsätze nie durch – und auch sonst niemand in meinem Umfeld?

Konkrete Zielsetzung ist der Punkt.

Ich möchte mehr Sport machen.

Dieses Jahr suche ich mir wirklich einen neuen Job!

Im neuen Jahr mache ich eine Weltreise!

Ich will endlich weniger fernsehen und mehr Bücher lesen.

All diese Beispiele sind keine konkrete Zielsetzung.

Wie du Ziele so formulierst, dass dir die Umsetzung leichter fällt? Vorhang auf für die SMART-Methode.

Ziele setzen mit der SMART-Methode

Konkrete Ziele setzen mit der SMART-Methode

Richtige Zielsetzung kann einschüchternd wirken – und glaube mir, mich hat sie oft genug überfordert. Ein Grund mehr, warum sich die Neujahrsvorsätze regelmäßig in Luft auflösten.

Deshalb gebe ich dir eine Methode an die Hand, die für mich sehr gut funktioniert:

Die SMART-Methode

Anhand dieser Formel baust du dir deine Ziele auf.

„SMART“ ist eine Abkürzung für

 S = Specific (spezifisch) – Was genau willst du erreichen?
M = Measurable (messbar) – Woran erkennst du, dass du dein Ziel erreicht hast?
A = Achievable (erreichbar) – Setze dir ein Ziel, dass du auch erreichen kannst!
R = Realistic (realistisch) – Kann dein Vorhaben funktionieren? Sei realistisch!
T = Time framed (zeitlicher Rahmen) – In welchem Zeitraum willst du es erreichen? 

Sprich, deine Ziele müssen spezifisch, messbar, erreichbar und realistisch sein sowie einen zeitlichen Rahmen haben.

Was bedeutet das nun genau?

Nehmen wir nochmal die Aussagen von oben:
„Ich möchte mehr Sport machen.“
Löbliches Vorhaben, aber dieses Ziel ist leider gar nicht SMART.

Jetzt teilen wir unser Ziel nach den einzelnen Eigenschaften auf:

S = Das spezifische Ziel

„Ich gehe joggen.“

M = Das messbare Ziel

„Ich gehe drei Mal pro Woche joggen.“

A = Das erreichbare Ziel

„Ich jogge jeweils für 30 Minuten.“

R = Das realistische Ziel

„Alle fünf Minuten gehe ich eine Minute lang.“

T = Der zeitliche Rahmen

„Bis zum Quartalsende ziehe ich das durch.“

Zusammen ergibt das „Bis zum Quartalsende (zeitlicher Rahmen) gehe ich 3x pro Woche (messbar) für je 30 Minuten (erreichbar) joggen (spezifisch). Alle fünf Minuten mache ich eine 1-minütige Gehpause (realistisch).“

Ein weiteres Beispiel:

Nicht SMART: „Dieses Jahr suche ich mir wirklich einen neuen Job!“

S = Das spezifische Ziel

„Ich will eine neue Arbeitsstelle.“

M = Das messbare Ziel

„Es soll eine Bürotätigkeit sein und das Gehalt soll bei 3.000 Euro brutto liegen.“

A = Das erreichbare Ziel

„Pro Woche schreibe ich drei Bewerbungen.“

R = Das realistische Ziel

„Die Suche wird ein 1/2 Jahr dauern.“

T = Der zeitliche Rahmen

„Bis Oktober diesen Jahres.“

Das konkrete Ziel: „Ich will eine neue Arbeitsstelle (spezifisch) im Büro mit einem Verdienst von 3.000 Euro (messbar). Ich nehme mir die Zeit, pro Woche drei Bewerbungen zu schreiben (erreichbar). Bis Oktober will ich wechseln (zeitlicher Rahmen); d.h. ich habe noch ein halbes Jahr für die Suche Zeit (realistisch).“

Die Reihenfolge der SMART-Formel spielt dabei keine Rolle, wie du siehst.

Wenn es dir ähnlich geht wie mir, wird dich dieses System erst mal ein wenig Übung kosten.

Dadurch lernst du, deine Ziele genauer aufzudröseln und verinnerlichst sie gleichzeitig.

Natürlich musst du nächstes Silvester keinen 10-minütigen Monolog darüber halten, dass du dir einen neuen Job suchst und wie SMART du das zu tun gedenkst. 😉 Solange du dein Ziel so irgendwo aufgeschrieben hast, wo du es immer wieder sehen/abrufen kannst, ist alles prima.

Egal, was dein Ziel ist – schreib‘ es auf!

Durch das Aufschreiben merkst du dir dein Ziel viel besser, als wenn du es nur im Kopf behältst.

Außerdem neigen wir Menschen (… also ich auf jeden Fall) dazu, uns selbst zu belügen. Der Gedanke „Ich werde 3x pro Woche Sport machen.“ Lässt sich viel zu leicht verschieben. Oder ändern. Oder ignorieren und in den hintersten Winkel deines Gedächtnisses verbannen.

Schwarz auf weiß vor dir liegend bekommt dein Ziel gleich eine ganz andere Gewichtung. Quasi ein Vertrag mit dir selbst, den du per Brief und Sigel unterschrieben hast.

Ob du deine Ziele in einer Notiz-App am Handy oder auf einem Blatt Papier aufschreibst, bleibt dir überlassen.

Hauptsache, aufgeschrieben.

Ein Tipp dazu: Schreibe in der Ich-Form (1. Person) und im Präsens. (Tschüss, Konjunktiv! Dich wollen wir hier nicht!).
Indem du dich selbst ansprichst, verdeutlichst du dir noch einmal, dass du dieses Ziel wirklich erreichen willst.

The best project you'll ever work on is you

The best project you’ll ever work on is you

Wenn du dich ähnlich schwer damit tust, dir konkrete Ziele zu setzen, kann ich nur sagen: Probier‘ die SMART-Methode einmal aus!

Sie mag anfangs vielleicht einschüchternd wirken, aber du kriegst den Dreh schnell raus.

Falls du nicht klar kommst, schreibe mir gerne dein Ziel (als Kommentar oder privat per E-Mail), dann machen wir zusammen ein SMARTes Goal daraus.

Ab jetzt gibt es keine Ausreden zu „vergessenen“ Vorsätzen mehr!

Ich verabschiede mich nun in den Urlaub – es geht nach Peking, China!
Für die kommenden beiden Montage sind Blogposts vorgeplant. Hoffentlich habe ich mir bis zu meiner Rückkehr abgewöhnt, das Wort „smart“ groß zu schreiben… 😉

Pass‘ auf dich auf; bis bald!

Verrätst du mir bis dahin deine Ziele in den Kommentaren?

Ziele setzen mit der SMART-Methode

4 Comments
Previous Post
Warum Adult Coloring Books überraschend gute Achtsamkeitsübungen sind
Next Post
Alles über Evernote - meine liebste Planungs- und Notizapp