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7 Dinge, die ich in 1 Jahr Morgenroutine gelernt habe

#ZenMorning 6: 7 Dinge, die ich in einem Jahr Morgenroutine gelernt habe & Auswertung Blogparade 'Guten Morgen - Meine Morgenroutine

7 Dinge, die ich in 1 Jahr Morgenroutine gelernt habe & Auswertung Blogparade

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich meinen Wecker eine Stunde früher gestellt.
Seither hat sich eine Menge getan. Ich habe ausprobiert, verworfen, nachjustiert – und die für mich ideale Morgenroutine gefunden.

Und weil ich so überzeugt davon bin, wollte ich wissen, wie andere darüber denken.
Das war der Startschuss für die erste Blogparade auf ZENtreasures!

Blogparade „Guten Morgen! Meine Morgenroutine“

… Was war ich nervös, als ich den Startbeitrag dazu online gestellt habe!

Obwohl jeder eine andere Morgenroutine hat, eins haben alle gemeinsam: Sie haben sie vor kurzem – oder vor längerer Zeit – in ihren Alltag integriert und wollen sie nicht mehr missen.

Das sind die Beiträge im Überblick

Lebensbummlerin steht eine Stunde früher auf als ich – obwohl sie absolut kein Morgenmensch ist. Warum sie es trotzdem tut? Weil sie es genießt, Zeit und Ruhe für sich zu haben; „herumzudümpeln“.

Außerdem gibt sie ihre Tipps weiter. Einen davon hat sie von ihrer Heilpraktikerin bekommen und ich kann dir sagen: Er funktioniert. 😉

Auch Shin springt jeden Morgen sehr früh aus den Federn. Zwar praktiziert er keine große Morgenroutine, eine Sache gibt es allerdings, die er regelmäßig für sich tut: Auf dem Weg zur Arbeit Podcasts hören!

Was mir an Josefs Morgenroutine besonders gefällt, ist die Wichtigkeit, die er dem Frühstück mit seiner Frau einräumt. Die beiden essen jeden Morgen zusammen, obwohl sie in Schichten arbeitet und so die Frühstückszeiten immer variieren.

Josef empfiehlt außerdem, sich Vorbilder zu suchen: Besonders für (angehende) Selbstständige kann es äußerst hilfreich sein, sich an Anderen zu orientieren – auch bei der Morgenroutine!

Eine gute Morgenroutine bedeutet weniger Stress – das lässt sich schon mit wenig Aufwand umsetzen. Anna erklärt auf Fräulein Stressfrei fünf Basic-Schritte, die sie auch selbst umsetzt und sich so von der notorisch gestressten Snoozerin zu einem entspannten, gut gelaunten Menschen entwickelt hat.

Dass es sich im Winter schwerer aufsteht, hat auch Vanessa gemerkt und davon in den Kommentaren erzählt. Dennoch liebt sie ihre Morgenroutine und will sie jetzt wieder richtig angehen.

ZenMorning 6: 7 Dinge, die ich in einem Jahr Morgenroutine gelernt habe

Sirka berichtet, wie sich ihr Morgen über die Jahre gewandelt hat – unbewusst. Ihr Leben lang war sie erklärter Morgenmuffel, bis sie ihren Freund kennengelernt und sich an seinen Rhythmus angepasst hat. Mittlerweile steht sie gerne auf und frühstückt gemeinsam, anstatt liegenzubleiben.

Sport, Meditieren oder Zeichnen? Von wegen. Jollys Art, in den Tag zu starten, hat mich doch ein wenig überrascht: Sie putzt! Dass das auf Dauer jedoch nur Druck schafft, wurde ihr bald bewusst und sie entschied, etwas zu ändern. Alles nach dem Credo:

Die Morgenroutine tut gut, wenn man Dinge tut, die einem gut tun.

Well said, Jolly!

Jo kümmert sich morgens besonders um ihren Körper. Im Beitrag stellt sie ihre Beauty-Routine vor und die Produkte, die sie verwendet.
Denn auch die Entscheidung, ob du ein pflegendes, gut duftendes Duschgel verwendest oder irgendeines, trägt zum Wohlbefinden bei!

Marlene stellt in ihrem Post ihr frühes Leben ohne bewusste Morgenroutine ihrem jetzigen Ich mit Routine gegenüber. Die positiven Veränderungen sind bemerkenswert. Inspiration garantiert!

Hinter jeder unserer Handlungen ist eine bestimmte Intention versteckt. Ich wünsche mir, dass du dir deinen Intentionen bewusst wirst (ob sie nun positiv sind oder nicht), dir selbst auf den Grund gehst und in Zukunft achtsamer in den Tag startest und bewusster durchs Leben gehst!
Marlene – daseinealles.de

Im Gegensatz zu den Meisten hier, führt Robert schon seit einigen Jahren eine Morgenroutine durch, die ihn „gleich zu Beginn des Tages in Hochform bringt“. Er erklärt die einzelnen Bestandteile und was sie ihm bringen. Besonders das von ihm angesprochene Thema Sport hat mich mitgerissen, da mir das immer noch am Schwersten fällt.

Denise muss extrem früh raus. Ihr Tag startete meist mit schlechter Laune, Demotivation und Durchhängern. Kein Wunder, dass es ihr irgendwann reichte. Seit sie von Morgenroutinen erfahren hat, ist sie entschlossen, selbst eine zu etablieren. Lies hier, was sie sich vorgenommen hat!

Danke an euch alle!

7 Dinge, die ich in einem Jahr Morgenroutine gelernt habe

So sieht meine Morgenroutine aus (Stand: Mai 2017)

    Ein Glas lauwarmes Wasser trinken: Die erste Amtshandlung! Lange fiel mir das schwer; mittlerweile steht das Glas schon neben der Spüle, wo ich es auffülle und trinke, bevor ich irgendetwas anderes tue.
  • Sport: Ich geb’s zu, Sport war der Punkt, den ich am schnellsten „vergaß“ und der sich am schwersten wieder etablieren lässt. Außer Montagmorgen . Eine Lösungsidee: An den Tagen, an denen ich keinen Sport mache, will ich zumindest Yoga machen, um etwas Bewegung zu haben. Hast du weitere Tipps?
  • Meditation: Dieser Punkt hat sich – ganz entgegen meiner Erwartungen! – zu dem Morgenritual entwickelt, dass ich immer einbaue. Zwar meditiere ich noch lange nicht täglich, aber selbst an Tagen, an denen ich länger im Bett bleibe, lege ich wenigstens eine 5 Minuten Meditation ein.
  • Morgenseiten: Mein liebster Bestandteil damals – und auch heute noch. Drei Din A4 Seiten vollzuschreiben schaffe ich auch jetzt nicht, aber eine wird es jeden Tag.
  • (Weiter-)Bildung: 10 – 15 Minuten gebe ich mir, um in einem Sachbuch zu lesen (aktuell ENDLICH ‚The Power of now!‘ von Eckhart Tolle*) oder ein interessantes Youtube-Video zu schauen (z.B. TED-Talks).
  • Frühstück: Gefrühstückt wird täglich (außer, ich habe am Vortag vergessen, Brot zu kaufen). Mit süßen Breakfasts wie Porridge oder Overnight Oats kann man mich leider nur selten hinterm Ofen hervorlocken. Darauf muss ich Lust haben und so gibt es normalerweise ein Brot.
    Dafür habe ich mir angewöhnt, Obst in die Arbeit mitzunehmen und als Vormittagssnack zu essen.

Das Wochenende ist in diese Morgenroutine nicht miteinbezogen. Hier genieße ich die Zeit mit einer Tasse Tee und meiner Lieblings-TV-Serie, einem ausgiebigen Frühstück mit dem Freund – und ohne Zeitvorgaben.

7 Dinge, die ich in 1 Jahr Morgenroutine gelernt habe

Du merkst, meine Morgenroutine hat sich in den letzten 12 Monaten verändert.
Nachdem ich mich anfangs strikt an die S.A.V.E.R.S. aus Hal Elrods „Miracle Morning“ gehalten habe, wurde mir das irgendwann zu… aufgesetzt.

Deshalb habe ich über die Monate meine eigene Routine etabliert.

Hier die wichtigsten Dinge, die ich in einem Jahr Morgenroutine gelernt habe:

1. Die wichtigste Regel: Es gibt keine Regeln

Egal, was dir Blogger oder Online-Gurus verkaufen wollen; welche Methode „die einzig Wahre für (d)ein besseres Leben ist!!!11“: glaub bitte nicht daran.

Jeder muss für sich die optimale Routine herausfinden und das geht nur, indem man viel aus- und rumprobiert.

Also lass dich nicht stressen. Betrachte solche „Vorgaben“ lieber als Ideen.
Lass dich davon inspirieren, aber fühl dich nicht gezwungen, sie genau so umsetzen zu müssen und nur dann eine Morgenroutine kreiieren zu können. Das führt nämlich eher dazu, dass du es am Ende ganz sein lässt. #storyofmylife

2. Mach dich nicht fertig, wenn es nicht klappt

Bei mir gab und gibt es immer wieder Durchhänger. Letzten Herbst kam ich beispielsweise überhaupt nicht mehr aus dem Bett – trotz fast 6 Monaten Morgenroutine.
Ich stand sogar wieder zu meiner alt-gewohnten Zeit auf. Die Stunde extra? Wurde zum Schlafen genutzt.

Zu Beginn hat mich das tierisch genernvt. Ich fand mich schwach und faul und wasweißich.

Irgendwann entschied ich aber, mich deswegen nicht mehr aufzuregen und diesen Zustand zu akzeptieren.

3. Wie viel Zeit am Morgen ist zu viel?

Eine Morgenroutine von anderthalb Stunden ist wunderbar, wenn man sie an einem freien Tag durchführen kann – ohne Zeitdruck.
Im Alltag hat sich das auf Dauer so nicht bewährt und mir – trotz Meditation & Co. – letztlich mehr Stress bereitet als vorher.
Ich wollte sie gerne weiterführen, so ist es nicht! Dennoch war es zu viel.

Deshalb habe ich mich auf das beschränkt, was mir am Wichtigsten ist und verteile den Rest über den Tag.
Yoga mache ich beispielsweise immer öfter am Abend. Zwar wird es in jeder Morgenroutine empfohlen, jedoch bringt es mich vor dem Schlafen runter.
That being said, Yoga ist morgens wie abends entspannend! 🙂

4. Wenn du mies gelaunt bist, ist es dein Morgen auch

Es gibt diese Tage, da nützt selbst die längste Meditation; das leckerste Frühstück nichts.
Um dem vorzubeugen, nutze ich folgenden Trick:

Sage dir bereits vor dem Einschlafen, dass morgen ein guter Tag wird!

Oft jammern wir ja schon nach einem langen Abend, weil wir früh raus müssen und viiiel zu wenig Schlaf haben werden – warum das nicht mal umdrehen?
Denke stattdessen, dass du super schlafen und erholt aufwachen wirst. Fünf Stunden Schlaf hin oder her.

Für mich funktioniert das in den meisten Fällen!

It's a good day to have a good day

It’s a good day, to have a good day!

5. „Alle erfolgreichen Menschen besitzen eine Morgenroutine!“

Quatsch, sage ich! Du musst keine Morgenroutine haben, um erfolgreich zu sein.
Was ist denn mit all den Nachteulen da draußen; denen, die erst nach Mitternacht so richtig aufblühen?

Gezwungen zum Frühaufsteher werden, nur um dann im Halbschlaf Morgenseiten zu schreiben?
Bitte nicht. Wenn du das wirklich umsetzen willst, taste dich langsam ran.

Für mich ist die Morgenroutine wirklich eins der besten Dinge, die ich meinem Leben geben konnte. Aber ich hatte auch nie Schwierigkeiten damit, um 6 Uhr morgens fit zu sein.
Du bist nicht weniger wert, wenn du dir diese Rituale auf den Vorabend legst! Denn vor dem Schlafengehen wünschen wir uns Entspannung (Yoga, Meditation, Lesen), sind aber gleichzeitig sehr aufnahmefähig (Morgenseiten, Affirmationen, Lesen).
Und wo wir schon dabei sind…

6. „Du bist ein guter Mensch“ – Affirmationen

Affirmationen und ich – wir wurden nicht recht warm bisher. Zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, ich habe sie schnell wieder aufgegeben und mich nicht mehr weiter damit beschäftigt, auch wenn sie im Miracle Morning als essentiell angesehen werden.
Wie stehst du zu dem Thema Affirmationen? Interessiert dich ein Blogbeitrag dazu?

7. Push für die Schreibroutine

Morgenseiten sind immer noch meine liebste Beschäftigung. Schreiben gibt mir so viel und so habe ich dank der Morgenseiten inzwischen eine Schreibroutine etabliert, die ich auch am Wochenende einhalte. Einfach, weil es mir Freude bereitet.

Wenn auch du Probleme damit hast, regelmäßig zu schreiben, versuch dich doch mal an Morgenseiten!
 

… Du siehst, selbst nach einem Jahr ist das Thema Morgenroutine extrem präsent bei mir.
Was hältst du davon? Welche Tipps setzt du um; welche würdest du gern noch umsetzen? 

ZenMorning 6: 7 Dinge, die ich in einem Jahr Morgenroutine gelernt habe

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Kill them with kindness – oder: Mach dich unbeliebt und glücklich

Mach dich unbeliebt und glücklich und nimm dir vom Leben, was du willst - Buch und Workbook von Diana Dreeßen

Ach, Sie schon wieder.

… sind das nicht die Worte, die du an einem Dienstagmorgen hören willst?

Ich auch nicht.

Ausgesprochen hat sie dieser überaus sympathische Mann – vermutlich ein Vertreter – der zum dritten Mal in zwei Wochen im Büro auftauchte und meine Chefin sprechen wollte.
„Sie ist im Urlaub.“, erklärte ich ihm schon damals.

Der Mann aber regte sich furchtbar auf und unterstellte mir, zu lügen.
Auf mein „Erklären Sie mir doch, worum es geht oder lassen Sie eine Visitenkarte da. Dann kann ich es weitergeben und Frau XXX meldet sich bei Ihnen, sobald sie wieder da ist.“
Das wollte er nicht – warum auch immer.

… In solchen Momenten bin ich die Ruhe in Person.
Je lauter mein Gegenüber wird, desto breiter wird mein freundliches Lächeln.

Aber dieser Kerl trieb es mit seinem erneuten Besuch auf die Spitze.
Er ging auf nichts ein, wollte nichts preisgeben und warf mir stattdessen ein „Wie soll jemand wie Sie mir helfen können?“

Und da platzte zum ersten Mal der Knoten in mir.

Mit erhobener Stimme teilte ich ihm mit, dass er mit so einem Niveau auf der Stelle das Büro verlassen soll. Das Gespräch war für mich beendet.

… Und tatsächlich. Ohne ein weiteres Wort verließ er daraufhin das Büro.

Glaub mir, danach zitterten meine Hände wie blöd und das Herz pochte mir bis zum Hals!
Selbst meine Kollegen waren überrascht – das waren sie von mir nicht gewöhnt.

Be kind…

In meinen Beitragsentwürfen gammelt schon seit 2015 ein Text über’s Nett sein vor sich her.
Immer mal wieder schrieb ich daran, aber… irgendetwas fehlte.

Weißt du, ich war schon immer die Nette.
Als Kind brachte es mich voran. Als Erwachsene iebenfalls.
Aueßerdem – bin ich gerne nett.

Gerade im Arbeitsalltag kristallisiert sich aber immer deutlicher heraus: Nettigkeit reicht nicht.
Es heißt: Beiß dich durch, sei dreist – so kommst du weiter!

Oft ärgere ich mich über Leute, die für ihre Dreistigkeit und Unverfrorenheit auch noch belohnt werden.
Du kennst das bestimmt:
Der Vordrängler an der Supermarktkasse, der dich halb umrennt, um nach vorne zu kommen.
Der Autofahrer, der sich im Kreisverkehr schnell vor dir hinein quetscht, wodurch du eine Vollbremsung machst und dein Herz ebenfalls.
Die Designerin, die viel mehr Aufträge bekommt als du, weil sie in jedem Gespräch erwähnt, was sie macht.

Ich für meinen Teil will mich aber nicht aufdrängen und nicht unhöflich sein.
Also bin ich nett und warte, bis ich an der Reihe bin. Denn ich will auf meine Art vorwärts kommen.
Zumindest war das immer meine feste Überzeugung.

Inzwischen frage ich mich, ob Nett sein nicht auch eine Grenze erreichen kann. Nämlich die, an der du nicht mehr weiterkommst, und härtere Geschütze auffahren musst. Worte oder gar Ellenbogen.

Mach dich unbeliebt und glücklich – und nimm dir vom Leben was du willst

Was meine doch sehr naive Einstellung ins Wanken gebracht hat?
Das Buch „Mach dich unbeliebt und glücklich – und nimm dir vom Leben was du willst“ von Diana Dreeßen.*

Mach dich unbeliebt und glücklich und nimm dir vom Leben, was du willst

Die Autorin beschreibt ein spannendes Konzept: Du magst vielleicht nicht überall beliebt sein, aber du bist glücklich und lebst dein Leben so, wie du es willst.

Und Diana Dreeßen hat es wahr gemacht: Nachdem sie jahrelang an der Frankfurter Börse arbeitete, folgte sie fast 20 Jahre später endlich ihrer Berufung und wurde Managementtrainerin.

Wir können unser Leben nur dadurch verändern, dass wir uns selbst verändern. Wenn wir selbst anders denken und handeln, müssen auch die Menschen um uns herum anders mit uns umgehen.

So einfach gesagt, so schwierig umzusetzen.

Etwas, das du als Kind von deinen Eltern beigebracht oder vorgelebt bekommst; das sich zehn, 20, 30 Jahre lang in deinem Bewusstsein verankert hat, kannst du nicht einfach so ablegen.

Diana Dreeßen nennt die Hauptursache für dieses Verhalten – und erklärt, wie man sie überwinden kann.

Die Harmoniefalle

Neulich schrieb ich noch über die Perfektionismus-Falle – nun haben wir die nächste Falle, aus der man sich ähnlich schwer befreien kann.

Wie wichtig ist es dir, dass du beliebt bist und von anderen als „nett“ beschrieben wirst?
Wie viel Wert legst du darauf, wie andere dich wahrnehmen?

Dahinter stecken meist Selbstzweifel.
„Ich habe Angst, etwas falsch zu machen.“
„Ich will mit Niemandem streiten.“
„Was werden die Anderen denken, wenn ich keine Antwort weiß?“

Wenn du lieber schweigst, anstatt ein unangenehmes Thema anzusprechen, machst du dir vermutlich genau um solche Fragen Gedanken. Willkommen in der Harmoniefalle.

Diana Dreeßen bringt es auf den Punkt:

Wer nichts sagt, spielt nicht mit.

Das heißt, es kann sich lohnen, einfach zu fragen und deine Wünsche und Bedürfnisse auszuformulieren.

… but don’t take no bullshit

Das Kontroverse an diesem Buch – und zugleich der Kern: Wenn du glücklich sein willst, wirst du immer wieder anecken.
Die große Frage ist: Nimmst du das in Kauf, oder bist du lieber allseits beliebt, aber unglücklich?

Ging dein erster Gedanke auch lautstark in die Richtung „Klar will ich glücklich sein, egal, was die Anderen denken!“?
Meiner natürlich auch.
Aber ich habe lange Zeit lieber selbst zurückgesteckt, als jemanden vor den Kopf zu stoßen oder mich gar unbeliebt zu machen.

Meinen Geburtstag im März beispielsweise verbrachte ich im Ausland.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie viel Gejammer es Vorab von allen Seiten deswegen gab:
Ist dir deine Familie denn gar nicht wichtig?
Das kannst du doch den Leuten nicht antun, die dir gratulieren wollen!

… doch, kann ich. Tat ich. Und hatte eine fantastische Zeit.

Glaub mir, früher hätte ich die Reise verschoben. Nicht meinetwegen. Sondern, weil Andere (Familie/Verwandte/Freunde/Kollegen) es von mir erwarteten.

Warum es sich und Anderen nicht leichter machen und von vorneherein das tun, was man selbst will?

Und hier ging es nur um einen Geburtstag.

Vielleicht hast du angeeckt; manche vor den Kopf gestoßen, aber das Gemecker kannst du ausblenden. Wirklich.
Klar, gewisse Dinge im Leben haben wir nicht in der Hand: Krankheiten, Todesfälle, Arbeitslosigkeit.

Dennoch bin ich der Meinung; ein Abenteuer, eine außergewöhnliche Erfahrung – oder einfach nur ein gutes Gefühl im Bauch – ist so viel mehr wert, als Andere zufriedenzustellen.

Was ist wichtiger als dein eigenes Glück?

Ja, das Glück deiner Lieblingsmenschen ist wichtig; soll es sein.
Aber sieh es einmal so: Wenn du unglücklich bist, wie sollst du jemand anderen happy machen?
Genauso liegt diesen Menschen auch DEIN Glück am Herzen!
Du bist glücklich, sie sind glücklich – eine Win-Win-Situation. 🙂

Be nice but take no bullshit.

So eine Einstellung legt man sich natürlich nicht von heute auf morgen zu.
In „Mach dich unbeliebt und glücklich“ nennt Diana Dreeßen die „Sieben Schlüssel“ als nützliches Werkzeug.

Die Sieben Schlüssel

Ich reiße sie hier nur kurz an, sonst müsste ich den Rahmen nur noch mehr sprengen.
Wenn du Fragen dazu hast, stell sie gerne in den Kommentaren oder per Mail – oder lies das Buch!

1. Dein persönlicher Kompetenzraum

Dein Kompetenzraum ist quasi ein imaginärer Raum, an dem du all deine Fähigkeiten, Talente und Erfolge sammelst und dir so für Tage voller Selbstzweifel einen Ort schaffst, an dem du neue Kraft schöpfen kannst.

2. Lass Altes los und fang an, an dich zu glauben!

Um ein neues Selbstbewusstsein aufzubauen, musst du dich vom Altem trennen. Egal, ob das Denkmuster, Glaubenssätze oder sogar Menschen sind.
Einfach ist das nicht.

Diana Dreeßen schlägt da eine ungewöhnliche, aber sehr effektive Methode vor: Den Container.
Stell dir doch mal vor, ein riesiger Container würde vor deinem Haus stehen und nur darauf warten, dass du dein Leben entrümpelst.
In diesen packst du

  • deine Ängste (a la „Warum tue ich dieses und jenes nicht? Was könnte schief gehen?“)
  • deine Glaubenssätze (Dinge, die du schon von Klein auf so beigebracht bekommen hast, wie z.B. „Ich muss immer nett und bescheiden sein, damit ich gemocht werde“ oder „Arbeit darf keinen Spaß machen“)
  • deine Werte (wie stehst du zu Geld, zu Arbeit, zu Pünktlichkeit, usw. und vorallem: Sind diese Werte für dich noch aktuell?)
  • deine mögliche übertriebene Harmoniesucht (das soll dir verdeutlichen, was ich oben schon angesprochen habe: Viele Menschen kommen durch Dreistigkeit weiter und die Netten gucken blöd aus der Wäsche – es gilt, ein richtiges Maß zu finden)
  • deinen Perfektionismus (Musst du wirklich perfekt sein? Bist du nicht schon gut so, wie du bist?)

Loslassen fällt fast jedem schwer. Es wird eine also Weile dauern, bis du deinen Container voll gemacht hast und ihn abholen lassen kannst.

Ich mache solche Loslassens-Übungen übrigens immer ganz symbolisch. Dazu male ich einen Mülleimer (oder in diesem Fall einen Sperrmüllcontainer) auf ein Blatt Papier, „befülle“ ihn mit all dem, was ich „entsorgen“ will und werfe das Blatt dann tatsächlich in den Abfall. Das befreit!

Mach dich unbeliebt und glücklich und nimm dir vom Leben, was du willst. Buch und Workbook von Diana Dreeßen

3. Lerne, dich durchzusetzen!

Kennst du deine Ziele?
Wie Diana Dreeßen schreibt:

Wenn man keine Ahnung hat, wofür es sich lohnt zu kämpfen, dann ist es schwer, sich aus seinen alten Verhaltensmustern herauszubewegen.

Um dich durchsetzen zu können, musst du also wissen, warum du es tust!
Wenn du z.B. genau weißt, dass du den Anforderungen dieses neuen Jobs gerecht werden kannst, macht dich das automatisch viel selbstbewusster, als wenn du dir insgeheim nicht sicher bist, ob du es packst.
Wird dich das Wissen, dass auch dein nerviger Kollege mit dieser neuen Stelle liebäugelt, anstacheln oder gibst du direkt auf?

Begegne anderen möglichst immer mit Wohlwollen. So wie ich das in meinem Beispiel zu Beginn gemacht habe: Die ersten beiden Male war ich immer freundlich zu dem Vertreter und auch beim letzten Mal versuchte ich nach bestem Gewissen, zu helfen.

Eigentlich ist es ganz einfach: Hast du ein Ziel vor Augen, belasse es genau da: Immer im Blickfeld! Lass dich nicht vom Weg abbringen (Umwege sind okay!) und mach keine Kompromisse.
Du kannst nur das beeinflussen, was du selbst in Bewegung setzt!

4. Du bist mehr, als du denkst: Deine Rollen und Facetten

Wir Menschen ordnen uns gegenseitig zu gerne in bestimmte Rollen ein. Die graue Maus. Die falsche Schlange. Die Süße. Der Choleriker.
Gut möglich, dass auch du so eine Rolle eingenommen hast – egal, ob das von dir oder von anderen ausging.
Du kannst diese Rolle jedoch steuern. Wir alle sind so facettenreich und gerade wenn man sich neu kennenlernt, setzt sich schnell ein Bild fest, das einen bestimmten Typ darstellt und nicht die vielen verschiedenen Facetten.
So sage ich, dass ich die Nette bin. Für Franzi bin ich aber die „coole Sau aus München“. Schon ein gewisser Unterschied, nicht wahr?

Lass dich nicht in eine Rolle drängen, die dir gar nicht oder nur zum Teil entspricht!
Entscheide dich stattdessen für den Part, der du gerne sein willst und zeige das! Träumen ausdrücklich erlaubt! 🙂

5. Bereite dir Strategien für schwierige Situationen vor

Hast du es, Präsentationen oder Referate vor Publikum zu halten?
Ein gutes Bild willst du aber trotzdem abgeben, nicht wahr? Sehr wahrscheinlich hat jemand sein Vertrauen in dich gesetzt und zu kneifen wäre noch wesentlich schlimmer (… finde ich zumindest, ich trage allerdings gerne vor).

Da gibt es nur eine Lösung: Bereite dich bestmöglich darauf vor!
Übe, teste, lerne auswendig. Hab einen Plan B (und C und D) für den Notfall vorbereitet. Einen zweiten Stick mit der Präsentation, weil der erste nicht funktioniert. Oder jemanden, der für dich einspringt. You get the idea.

Ich lege mir z.B. für schwierige Telefonate immer ein Script bereit, an das ich mich, so gut es geht, halte. Das gibt mir Sicherheit und sorgt dafür, dass ich die Aufgabe eher durchziehe als völlig unvorbereitet mit dem Anruf konfrontiert zu werden.

Außerdem stelle ich mir immer vor, wie ich etwas schaffe. Das zu lernen, hat lange gedauert. Anfangs dachte ich wirklich, ich würde mich damit selbst belügen.
Mittlerweile denke ich automatisch an das bestmögliche Ergebnis – und an das Schlimmste, das passieren kannn… und das meist gar nicht so schlimm ist, wie ich meine.

6. Wo stehst du – deine Positionierung im Leben

Manchmal reicht eine Entscheidung aus, um alles über den Haufen zu werfen.
Wir haben gewisse Erwartungen, andere Menschen in unserem Umfeld ebenfalls. Manchmal decken sich diese Erwartungen, oft tun sie es nicht. Und von allen Seiten folgen gute Ratschläge und Vorwürfe.
Eins ist sicher: Dabei kristallisiert sich heraus, wer deine wahren Freunde sind und an dich glaubt.
Und selbst wenn keiner an dich glaubt, dann kannst du das doch wenigstens tun, oder?

Gib dir ruhig die Erlaubnis, das zu tun, was du willst (mehr dazu gleich) und setze dir Prioritäten!

7. Erkenne, was du willst und was nicht

Oder: Mach’s wie Pippi Langstrumpf! Sie ist sich sicher, dass sie jeder Herausforderung gewachsen ist und kein Sturm bringt ihre Einstellung ins Wanken – und wenn doch, macht sie das Beste daraus.
Was hindert dich daran, genauso zu leben wie Pippi; mit unerschütterlichem Willen und einem Ziel vor Augen? Denn findet, dass du es verdient hast, deine Träume zu leben – und das sehe ich ganz genauso.
Was macht dich glücklich? Wofür brennst du?

Diana Dreeßen schlägt in ihrem Buch vor, einen „Film“ zu drehen.
Lege dir dazu wieder ein Blatt Papier bereit und notiere alle Wünsche, die dir einfallen.
Denke dann an die „Schauspieler“; alle Personen, die in deinem Film vorkommen sollen. Selbes Spiel mit den „Drehorten“. Wo spielt der Film deines Lebens? Wo willst du leben? Wie fühlst du dich dabei?
All das verbindest du jetzt miteinander und „drehst“ die einzelnen Szenen. Das kannst du durch Schreiben, malen oder tatsächliches filmen machen.

Was das ganze bringt?
Du programmierst dein Unterbewusstsein damit auf etwas, das wirklich passiert. Es hält den Film für richtig und wird alles daran setzen, ihn auch wahr zu machen.

Mehr über das Buch + Gewinnspiel

Meine liebste Botschaft aus dem Buch ist ZENtreasures pur:

Du darfst dir erlauben, deiner Berufung zu folgen und an deinen Zielen zu arbeiten!
Du musst glücklich werden. Es ist dein Leben.

„Mach dich unbeliebt und glücklich“ ist keine steife Theorie, sondern ein Mitmach-Buch. Eins, wo du dir Stift und Notizbuch bereit legst – oder den Textmarker, wenn du lieber direkt im statt mit dem Buch arbeitest.

Die Aufmachung hat mir sofort gefallen: immer wieder pink hervorgehobene Überschriften und… Kakteen!

Außerdem mag ich die Art, wie Diana Dreeßen mit den Lesern spricht. Modern, offen, persönlich und mit jeder Menge Beispielen aus ihrer Coaching-Praxis.

Passend dazu hat der Verlag Ende 2016 ein Workbook herausgebracht.

Mach dich unbeliebt und glücklich und nimm dir vom Leben, was du willst. Buch und Workbook von Diana Dreeßen width=

Durchsetzen leicht gemacht – so werden Sie in 7 Schritten unbesiegbar!*
ist ein Intensivtraining voller Übungen, Listen und Fragebögen daher, die helfen, sich selbst und sein Verhalten besser kennenzulernen.
Es ist kein Muss, denn alles Wesentliche lernst du über das Buch.
Wenn dir aber „Adult Homework“ genauso viel Spaß macht wie mir, solltest du dir das Workbook holen.

Suchst du allerdings etwas, das du an zwei, drei Abenden abhaken kannst, ist dieses Training nichts für dich.
Hier geht es nicht um ein paar Vokabel-Übungen zum Auswendig lernen, sondern um Persönlichkeitsentwicklung. Das Ziel ist, etwas, das du im wahrscheinlichsten Fall schon seit Jahrzehnten aufgebaut hast, dauerhaft zu verändern.

Mir gingen viele Übungen leicht von der Hand (z.B. das Aufzählen der eigenen Talente und Fähigkeiten).
An anderen wiederum habe ich mir den Kopf zerbrochen, keine Lösung gefunden (oder nicht finden wollen) … und das Workbook zwei Wochen lang nicht mehr angerührt (z.B. die Rollen und den Perspektivenwechsel).

Die Aufgaben erfordern viel Ehrlichkeit mit sich selbst!

Mach dich unbeliebt und glücklich und nimm dir vom Leben, was du willst

Infos zum Buch

Mach dich unbeliebt und glücklich… und nimm dir vom Leben, was du willst!
Erschienen 2014 im dtv Verlag. Neuauflage 2016.
ISBN: 978-3-423-26050-3
237 Seiten, broschiert

Bei Amazon kaufen: Buch* || kindle Version* || Workbook*

PS: Ich freue mich, wenn du mich über die Affiliate Links hier unterstützt (das bedeutet keine Extrakosten für dich)! 🙂

Win win win!

Eine/n von euch darf ich nun glücklich (und mich beliebt ;-)) machen: Ich verlose ein Set aus Buch und Workbook!

Mach dich unbeliebt und glücklich und nimm dir vom Leben, was du willst.

Die Bücher sind neu; ich habe sie nur verwendet, um die Fotos für diesen Beitrag zu schießen.

Beides wurde mir kosten- und bedingungslos vom dtv Verlag zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank an die liebe Laura für den netten Kontakt!

Das Gewinnspiel wurde beendet und Fou wurde als Gewinnerin ausgelost!

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Unbeliebt und glücklich… oder beliebt und dafür unglücklich? Wie stehst du zu dieser Thematik?
Kennst du das Buch?
 

Mach dich unbeliebt und glücklich und nimm dir vom Leben, was du willst. Ein Plädoyer für's auch mal nicht Nett sein!
 

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Das Pareto-Prinzip. Deshalb musst du nicht perfekt sein!

Das Pareto-Prinzip a.k.a. Die 80/20 Regel - So kannst du deinen Perfektionismus überwinden

Deshalb musst du nicht perfekt sein.
& Das Pareto-Prinzip

Mein Perfektionismus treibt mich regelmäßig an den Rand des Wahnsinns.
Manchmal habe ich 10 und mehr Entwürfe für ein Web-Layout erstellt und keines davon erblickte je das Licht der Web-Welt.
Warum es so viele Entwürfe sind? Weil ich jedes Mal wieder an folgenden Punkt kam:

Irgendwas fehlt. Wenn ich diesen Text um fünf Pixel nach links verschiebe… nee. Lieber nur drei. Und einen nach unten. Perfekt!
… Oder? Der Hintergrund könnte sowieso einen Tick grüner sein… Tannengrün oder Emerald? Sollte ich das Bild nicht anders positionieren? Es sieht schon gut aus, aber…

… Wenn ich das so schreibe, muss ich selbst darüber schmunzeln.

In Wirklichkeit ist dieser Vorgang grauenvoll, frustrierend und zeitraubend.

Ich sitze in der Perfektionismus-Falle.

Fakt ist nämlich: Alle 10 Entwürfe waren gut.

Anstatt weitere Stunden und Nerven an neuen Versuchen zu verschwenden, hätte ich eines der Vorhandenen nehmen und weiterbearbeiten können.

Noch schlimmer ist Perfektionismus nur noch in Kombination mit Aufschieberitis.
Das Eine entsteht aus dem Anderen. Ich weiß, wovon ich spreche.

Das Ergebnis des Ganzen: Nichts wird fertig – außer meine Nerven. Denn je weniger ich schaffe, desto mehr frustriert es mich.

Perfektionismus und seine Ursachen.

Fight Procrastination with the Pareto Principle

Kommen dir Situationen wie diese bekannt vor?

Gut möglich, dass du jetzt zusammen mit mir in der Perfektionismus-Falle sitzt.

Da war dieses weiße Kaninchen namens „Idee“, das uns ins bunte Wunderland lockte.
Nur sind wir scheinbar dem falschen Tier gefolgt, denn wo es uns hinbringt, ist es frostig und düster. Aber wir sind viele, also bleiben wir.

Perfektionismus heißt nichts anders, als dass du etwas perfekt, zu 100% – wenn nicht sogar 110% machst.
Der Traum eines jeden potenziellen Arbeitgebers, oder?
Naja. Nicht mehr, denke ich.

Denn gerade im Berufsleben kann uns übertriebener Perfektionismus fertig machen. Dauerhaft hoher Anspruch an uns selbst, gepaart mit ständiger Kritik; ebenfalls an uns selbst, schafft nur eines: Mehr Druck.

Und mal ehrlich: Kein Personaler will mehr hören, wie ach so perfektionistisch du bist.

Oft hindert uns die Angst vor Ablehnung oder Kritik davor, Dinge zu tun/auszusprechen/zu ändern, die uns eigentlich wichtig sind.
Mehr noch: Die Angst schürt den falschen Perfektionismus nur weiter an.

Ich gebe es ungern zu, aber das ist auch mein Problem.
Lieber kritisiere ich mich selbst vorab schon ausgiebig, bevor es jemand Anders tut, wenn mein Werk online ist.
Klingt bescheuert? Ist es auch.
Aber schwer abzulegen.

Wann kommt das Andere; weiße Kaninchen und zieht mich mit hinunter ins Wunderland?

Falls du dich jetzt fragst, warum ich überhaupt iiirgendetwas mit Design beruflich machen will? Nach meinem wenig rühmlichen ersten Auftrag und einer solchen Einstellung?

Berechtigte Frage.

Ich will es, weil ich es liebe. Trotz allem Nichts begeistert mich mehr als kreativ zu arbeiten und Photoshop ist eben zufälligerweise meine erste Wahl.
Außerdem will ich mir selbst beweisen, dass ich es eben trotz Selbstzweifel, Perfektionismus & Co. schaffen kann.

Wir pushen uns immer ans Limit und gehen am härtesten mit uns selbst ins Gericht.
Nur, um dann doch nicht zufrieden zu sein.

Warum willst du weniger Perfektionismus und mehr #einfachmachen?

„Da geht noch mehr?“ Nein. Diesmal nicht.
Es wird Zeit, dass wir uns endlich ein bisschen entspannen. Bist du dabei?

Den Schlüssel zum Wunderland gibt es hier:

Das Pareto-Prinzip oder: Die 80/20-Regel

Anfang des 20. Jahrhunderts untersuchte der Italiener Vilfredo Pareto die Verteilung des Bodenbesitzes in seinem Land.
Er stellte fest, dass 20% der italienischen Bevölkerung im Besitz von ganzen 80% des Bodens waren. Pareto forschte weiter und bemerkte bald, dass sich diese Verteilung auf viele andere Lebensbereiche übertragen ließ.

So entstand das Pareto-Prinzip.
Es besagt:

80% der Ergebnisse können mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen mit 80% die meiste Arbeit.

Das heißt, dass du einen Großteil deiner Ergebnisse in einem verhältnismäßig geringen Zeitaufwand schaffst. Je mehr Zeitaufwand (hust, Perfektionismus, hust!) du dann noch hineinsteckst, desto geringer werden deine weiteren Ergebnisse.

Das Pareto Prinzip. Den Perfektionismus mit der 80/20 Regel in den Griff kriegen

Ein paar Beispiele für das Pareto-Prinzip

Mit 20% deiner Freunde verbringst du 80% deiner Zeit.
80% der Vokabeln lernst du in 20% der Zeit.
80% deiner Zeit trägst du nur 20% deiner Klamotten. (True that!)
80% deines Blogposts schreibst du in 20% der Zeit.

In manchen Fällen verteilen sich die Werte ein wenig anders, aber der Grundsatz bleibt gleich.
Mit einem Mitteleinsatz von 20% könnten 80% aller Probleme gelöst werden.

Für mich bedeutet das im Umkehrschluss aber auch: Einen Großteil meiner Zeit habe ich bisher für nur 20% an Ergebnissen verplempert.

Was das Pareto-Prinzip dir nicht gibt

100%.

Es bringt nichts, 20% Aufwand und 80% Ergebnis miteinander zu addieren und bäm, 100%! Diese beiden Dinge sind nicht dasselbe.
3x die Woche Salat zu essen, wird nicht reichen, um dich schlanker zu machen.

Erwartest du 100% des Ergebnisses, dann gib‘ auch 100%!

Super Rat, Chrissi. Und wie mache ich das?

Gehe das Problem aus einer anderen Perspektive an!

Du weißt nicht, was du willst?
Warum versuchst du es nicht andersherum?

Oft fällt uns eher auf, was wir nicht mögen/was uns nicht gefällt. Nutze das für dich!
Frage dich also: Was willst du NICHT?
Ich wette, hier fallen dir sofort einige Beispiele ein.

Wenn ich bei einem Design in der Perfektionismus-Falle stecke, lasse ich ein, zwei Tage vergehen und schaue mir dann alle Entwürfe nacheinander wieder an. Die, die nicht in den ersten fünf Sekunden überzeugen, werden gelöscht. Rigoros.

Und für alle Fälle gibt es immer noch die Wiederherstellen-Funktion des digitalen Papierkorbes.

Setze dir ein Zeitlimit!

Früher fand ich oft genau dann an Allem etwas auszusetzen, wenn eine Deadline drohte.
Inzwischen arbeite ich aktiv damit und setze mir ein zeitliches Limit..

Bis wann willst du deinen Blogbeitrag fertig haben? Heute Abend, 20 Uhr?
Wie lange wirst du dafür brauchen? 4 Stunden?
Dann nimm‘ dir die Zeit; blocke sie dir im Kalender und schreibe.

Wichtig ist, dein Zeitlimit genau einzuhalten. Fünf Minuten mehr sind vielleicht kein Weltuntergang. Aber alles, was darüber hinaus geht, stürzt dich zurück in die Perfektionismus-Grube.

Wechsle deine Arbeitsweise, um wieder in den Flow zu kommen!

Bloggen läuft zwar nicht, aber vielleicht schreibst du erstmal etwas anderes, um in den Flow zu kommen? Beantworte E-Mails oder Kommentare oder nimm dir ein Blatt Papier und kritzle darauf herum.

Wenn du gar nicht weißt, was du schreiben sollst, empfehle ich dir meine Tipps zum Schreiben von Morgenseiten.

Mach‘ mal Pause!

Gerade, wenn du nicht den Geistesblitz hast, wie du weiterarbeiten sollst – lege dein Projekt beiseite. Es wird in diesem Moment nichts besseres dabei rauskommen.
Wirklich nicht.

Beschäftige dich erstmal mit etwas ganz Anderem. Gehe raus oder wirf Netflix an und lass dich eine Stunde lang berieseln.
Ich kochte zum Beispiel oft, wenn ich feststecke.

Für mich funktioniert das nicht immer, aber vielleicht ist es für dich genau die richtige Methode.

So nutzt du dieses Wissen am besten für dich

Merke es dir. Verinnerliche es. Klebe es dir mit einem Post-It an deinen Bildschirm oder den Badezimmer-Spiegel – egal wo, nur erinnere dich immer wieder daran, dass du nicht perfekt sein musst – und deine Arbeit ebenfalls nicht.

Mir hat allein dieser Gedanke schon unheimlich geholfen.

Das heißt nicht, dass ich plötzlich keine Perfektionistin mehr bin.
Ich höre aber auf, wenn ich zufrieden bin. Denn mittlerweile weiß ich, dass es gut genug ist und dass weitere Änderungen so gering sein werden, dass ich es auch jetzt schon fertigstellen kann.

Genau dann, wenn du wieder vor dem Kaninchenloch stehst und nicht weißt, ob du springen sollst oder nicht.
Spring.

Und freu dich! Du hast gerade etwas Wundervolles geschaffen!

Das Pareto-Prinzip a.k.a. Die 80/20 Regel - So kannst du deinen Perfektionismus überwinden

 
Und jetzt erzähl mir: Wo kannst du das Pareto-Prinzip für dich anwenden?
 

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Guten Morgen! Meine Morgenroutine finden – Blogparade

So kannst du deine Morgenroutine finden

Heute war wieder so ein Tag.
Du kennst ihn; wir kennen ihn alle.

Ein Tag, an dem schon beim Aufstehen irgendetwas schief läuft und du das Gefühl nicht loswirst, dass der Tag schon jetzt für die Tonne ist.
Wie zäher, schwarzer Kaugummi zieht sich dieser Gedanke durch den ganzen Tag – und lockt so alles an negativen Einflüssen, Fettnäppfchen, Peinlichkeiten und Ärgernissen an, die das Universum zu bieten hat.
Und das Universum ist in der Hinsicht ziemlich einfallsreich.

Schlecht geschlafen, hundemüde, der Himmel um 6:15 Uhr morgens dunkel und dicke Regenschauer klopfen ans Fenster. Nichts, was mir den Blick aus dem Fenster versüßt.
Im Bad trödle ich länger als üblich und ärgere mich anschließend, dass ich nur noch 15 Minuten Zeit zum Lesen und der obligatorischen Tasse Tee habe.
Den Gedanken an Sport habe ich bereits beim Zähneputzen verdrängt, außerdem fehlt mir die Lust, noch 10 Minuten meiner Zeit für eine Meditation zu opfern.

Um 7:10 Uhr verlasse ich das Haus.
Noch immer ist es duster und der Regen nicht weniger geworden.
Gestern waren wir zu faul, um noch einkaufen zu gehen, deshalb gehe ich im Kopf die Einkaufsliste durch, entriegle mein Auto, öffne die Tür… und KLATSCH, schlage ich mir diese an den Kopf.

Türrahmen-Ecke trifft Hirn, mich der Schmerz und mir entfährt ein lauter Fluch.

In der Arbeit erzähle ich kleinlaut von meinem Malheur, weil ich fürchte, die Kollegen würden sonst nur auf die Beule an meinem Haaransatz – inzwischen ist sie rot und deutlich sichtbar – starren.

Weiter jammern kann ich nicht, denn die Kinder der Chefs wollen bespaßt werden – vor der Schule und von mir.
Als mir die Aufgabe übertragen wird, Unterlagen von weit vor meiner Zeit zu finden und ich zwei Stunden erfolglos mit der Sucherei verbringe, ist meine Stimmung im Keller. Das einzige, das aufblüht, ist die Beule auf meiner Stirn – und der zugehörige Kopfschmerz.
Und es ist erst 10 Uhr morgens… Heute kommt sicher noch mehr Mist auf mich zu.

So kannst du deine Morgenroutine finden!
Szenenwechsel – Einige Wochen später.
Ich wache auf, weil es hell in meinem Schlafzimmer geworden ist. Ein Blick auf den Wecker verrät mir, dass er erst in 10 Minuten klingeln wird – aber das ist egal, denn ich habe Lust, jetzt schon aufzustehen.
Nach ein paar Dehnübungen rolle ich meine Yoga-Matte aus und beginne meine Morgenroutine. Erst Sport – dann ist der weg und ich bin stolz! – dann Yoga und schließlich eine Morgen-Meditation. In der Zwischenzeit ist mein Tee trinkbereit. Ich genehmige mir eine Tasse und setze mich mit meinem Block auf die Couch. Morgenseiten schreiben.
Ich kritzle ganze drei Seiten voll und würde am liebsten noch länger, aber es wird Zeit, mich für die Arbeit fertigzumachen.

Aus einem Implus heraus frage ich meine Schwester per WhatsApp, ob wir am Wochenende wandern gehen. Es ist erst Dienstag, aber ein bisschen Vorfreude kann man sich ruhig schon machen.
Allein der Gedanke daran verursacht mir ein warmes Gefühl im Bauch.

Im Anschluss, so habe ich gerade beschlossen, werde ich zwei Freunden schreiben, die beide schon ziemlich lange auf eine E-Mail von mir warten – und mir trotzdem wunderschöne, lange Kommentare hinterlassen haben.
Das hat mich glücklich gemacht und nun will ich sie glücklich machen.

Obwohl ich spät dran bin, weil ich an der Tankstelle länger als gewohnt warten musste, lasse ich mich nicht hetzen.

Kaum auf den Firmenparkplatz, werde ich schon von den Kindern meiner Chefs begrüßt. Der Große erzählt mir im Vorbeigehen, dass er heute Wandertag mit seiner Schulklasse hat und die Kleine, noch im Schlafanzug, lobt mein blaues Kleid. (Später wird sie übrigens ordentlich angezogen ins Büro watscheln – auch in einem blauen Kleid, weil „wir beide Kleid“, wie sie mir erklärt. Und obwohl ich nicht der größte Kinder-Freund bin, werde ich nicht umhin kommen, mich zu freuen.)

Im Büro habe ich noch nichtmal meine Tasche abgesetzt, das klingelt das Telefon sturm.
Kaum aufgelegt, muss ich mich wiedereinmal auf die Suche nach uralten Akten machen. Innerlich graut es mir, aber diesmal werde ich mit einem Kollegen, der mir spontan seine Hilfe anbietet, schnell fündig.

Kurz geht der Griff zum Handy. Ein Kommentar und eine E-Nail von einem Verlag! Mein Herz klopft und ich bin jetzt schon aus dem Häuschen.

Es ist erst 10 Uhr morgens! Heute kommen sicher noch einige großartige Dinge auf mich zu.

So kannst du deine Morgenroutine finden

An welchem dieser beiden Tage bin ich glücklich ins Bett gegangen?

Natürlich am zweiten Tag.

Warum das so ist?
Durch ein Zusammenspiel verschiedener Dinge war ich von Anfang an gut gelaunt: Das Wetter hat gepasst; ich hatte mehr Zeit, war entspannter.
Und: Ich führte meine Morgenroutine durch.

… ich behaupte nicht, dass es allein der Verdienst der Morgenroutine ist, die meinen All-Tag zu einem guten Tag gemacht hat.

Es ist eine Sache der Einstellung.

Wenn dich so eine Kleinigkeit wie schlechtes Wetter schon dazu bringt, deinen ganzen Tag – diese rund 15 Stunden, die noch vor dir liegen – zu verfluchen – dann liegt es möglicherweise an einer negativen Grundeinstellung.
Für mich war es an diesem Tag/zu dieser Zeit jedenfalls so.

Aber so ein neuer Morgen kann erstmal nichts dafür, wie du ihn findest. Er ist einfach.
Deshalb ist es unheimlich wichtig, den Tag mit einer positiven Einstellung zu starten. Und dafür ist die Morgenroutine da.

Viele Menschen setzen Frühaufstehen eher mit einem Albtraum gleich als mit Etwas, worauf sie sich freuen.

Dass ich total überzeugt von meiner Morgenroutine bin, habe ich oft genug erzählt.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich sie jeden Tag praktiziere. Gerade im Winter war es wirklich schwer und oft habe ich die Stunde Extra-Schlaf ausgenutzt, anstatt den Tag mit Yoga, Meditation & Co. zu beginnen.

Aber ich merke, wie viel positiver und motivierter ich bin, wenn ich mir Zeit für die Routine am Morgen nehme.

Ein weiterer großer Vorteil ist nicht von der Hand zu weisen: Die Zeit, die du dir damit schenkst.
Für die meisten von uns sind die Morgenstunden die einzige Möglichkeit, etwas in Ruhe für sich zu tun.

Ich kann mich zum Beispiel nach der Arbeit nicht mehr zum Sport aufraffen, also mache ich ihn morgens gleich als Erstes. Sonst würde ich gar keinen Sport treiben.

Morgens etwas zu tun, auf das man stolz ist, bildet die Basis für einen guten Tag!

Vorhang auf für die Blogparade
„Guten Morgen! Meine Morgenroutine finden“

Zum Thema Morgenroutine finden habe ich hier ja schon eine Menge erzählt.
Aus diesem Grund steht die allererste, von ZENtreasures organisierte, Blogparade genau unter diesem Motto!

Erzähl mir von deiner ganz persönlichen Morgenroutine!

Ein paar Anregungen als Hilfestellung:

  • Wie hast du sie gefunden?
  • Seit wann praktizierst du sie?
  • Wann stehst du auf?
  • Was machst du alles?
  • Kannst du bestimmte Übungen/Meditationen/Bücher/ect. empfehlen?

Du solltest eine Morgenroutine haben oder gerade eine einführen.
Mach dir dabei keine Sorgen, wenn sie ganz anders ist als meine. Selbst wenn du dich morgens nur für die Arbeit/Uni fertigmachst und dabei Musik hörst, ist das eine kleine Morgenroutine.
Und genau davon möchte ich in dieser Blogparade erfahren!

Für mehr Inspirationen klick dich doch durch meine #Zen-Morning Reihe.

Was macht deinen Morgen zu einem Guten Morgen? Chrissi von @zentreasures_de möchte deine Morgenroutine in ihrer Blogparade dabei haben!

So kannst du deine Morgenroutine finden

So nimmst du an der Blogparade teil

Stelle bis Freitag, 28.04.2017, deinen Beitrag zum Thema online.
Du kannst auch gerne einen vorhandenen Post wiederverwenden!

Erwähne diese Blogparade dabei namentlich und verlinke auf meinen Ausgangspost.
Die URL: http://zentreasures.de/blogparade-guten-morgen-meine-morgenroutine

Wenn du fertig bist, hinterlasse mir unter diesem Beitrag einen Kommentar mit dem Link zu deinem Post.

Ich sammle alle Beiträge in einer ausführlichen Zusammenfassung und teile sie hier und auf meinen Social Media Kanälen.
Die schönsten Beiträge werde ich zudem in einem ebook veröffentlichen.

Und jetzt bin ich neugierig: Was für eine Morgenroutine hast du? Wie hast du sie gefunden? Erzähl mir davon!
Du kannst diesen Beitrag auch gerne mit allen teilen, für die das Thema interessant sein könnte. 🙂

 

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10 Dinge, mit denen dieser Blog mein Leben verändern konnte

Denkst du, ein Blog kann dein Leben verändern? Ja, tut er! Hier erzähle ich, was ich in einem Jahr als professionelle Bloggerin gelernt habe.

1 Jahr ZENteasures – 10 Dinge, mit denen dieser Blog mein Leben verändern konnte

Am 17.02.2016 ging der erste Beitrag hier online. Nach fast 1,5 Jahren des Planens, Überdenkens und sich-doch-nicht-Trauens. Wer gätte gedact, dass ein Blog ein Leben verändern kann?

Im Nachhinein betrachtet ärgere ich mich manchmal über mich selbst und meine (völlig unbegründete!) Angst. Genauso ist es aber müßig, weiter darüber nachzudenken, denn letztlich war ich noch nicht bereit.
Sicher, ich hätte in diesem Jahr mehr schaffen können. Mehr posten, mehr promoten, mehr „auf Business machen“. Aber auch das fühlte sich nicht richtig an.

Ich glaube, dass alles zu seiner Zeit kommt und passieren wird, wenn man bereit ist.

Denn ja, so übertrieben es klingt: Bloggen KANN ein Leben verändern. Und ZENtreasures ist das Beste, das mir bisher passiert ist. #nojoking

Ab ins 2. Jahr: Wo soll es hingehen?

Die Leserumfrage vom Januar (Danke für deine Teilnahme!), bestätigte mich auf meinem Weg; gab mir aber auch viel neuen Input.
Ein Großteil von euch setzt Träume aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht um. Okay, dabei kann ich (leider) nicht helfen.
Einige sind unzufrieden mit ihrem Leben, ruhen sich aber aus Bequemlichkeit oder mangels Alternativen aus und verändern nichts. Da mir das allzu bekannt vorkommt, werde ich in der Hinsicht sicher noch mehr Hilfestellungen bieten.

Außerdem kam mehrfach der Wunsch nach den Büchern/Blogs/Methoden, die mir weitergeholfen haben. Nächsten Dienstag gibt es dazu schon einen ausführlichen Ressourcen-Post.

Ich will in Zukunft noch mehr Content für dich kreiieren, um dich auf deinem eigenen Weg in Richtung Selbstverwirklichung zu unterstützen.
Außerdem wird es mehr Exklusiv-Inhalte für meine #ZENletters Abonnenten geben (gehörst du schon dazu?); ich arbeite an einem Podcast und seit Monaten steht auch noch diese Youtube-Idee im Raum… aber noch fehlen mir da konkrete Themen.

Gibt es etwas, das du hier gerne sehen/lesen möchtest?

Denkst du, ein Blog kann dein Leben verändern? Ja, tut er! Hier erzähle ich, was ich in einem Jahr als professionelle Bloggerin gelernt habe.

Meine Learnings aus 1 Jahr professionellem Bloggen – und was du für dich daraus mitnehmen kannst

1.So ein Blog ist lebensverändernd. Also versuch’s doch einfach mal!

Okay. Die Überschrift ist der Witz des Jahrhunderts. Wenn es dir nur ännähernd so geht wie mir, überdenkst du jede Entscheidung tausendmal – und machst sie in den meisten Fällen doch nicht.
Es gibt kein Geheimrezept, wie du am besten deine Komfortzone verlässt. Unser Hirn ist darauf gepolt, immer den bequemsten Weg auszusuchen – den, der ihm am wenigsten Anstrengung kostet.
Und so ein Blog ist anstrengend. Die Pflege ist zeitintensiv und es gibt so viel, woran du denken musst (Themen, Design, SEO, Rechtschreibung, Verlinkungen, Fotos,…)

Aber: Für mich war ZENtreasures seit Tag Eins eine Bereicherung. Zu 100%. Ich habe immer noch genügend Postentwürfe in petto und fast täglich neue Ideen. Und vorallem ist der Spaß nach wie vor groß, wenn nicht sogar gewachsen.
Obwohl es wesentlich mehr Arbeit ist, als ich dachte.

Wenn du selbst mit dem Gedanken spielst, zu bloggen (egal zu welchem Thema), mach es!
So ein Blog ist blitzschnell erstellt und du kannst direkt loslegen.
Ich bin der festen Überzeugung, das jeder von uns etwas zu sagen hat, das die Welt hören sollte (… außer Donald Trump…).

Also trau dich!
… Das gilt übrigens für alle Bereiche des Lebens! 🙂

2. Du musst nicht alles bieten.

Würdest du vielleicht gerne – mir ging es genauso.
Ein breit gefächertes Themengebiet muss nicht unbedingt mehr Besucher bedeuten. Willst du Menschen ansprechen oder Klicks?
Es spricht nichts dagegen, dass du viele Bereiche auf deinem Blog behandeln willst. Mit der Zeit wird sich von selbst herauskristallisieren, was dir besonders Spaß macht und am besten bei deinen Besuchern ankommt.

Ich wollte beispielsweise jeden Monat über meine Ziele – und ihren Fortschritt schreiben; gab das Ganze aber schon nach einem Monat wieder auf.
Und im Gegensatz dazu hatte ich meine Interview-Reihe #ZENtalks absolut nicht auf dem Schirm, als ich angefangen habe.

Es ist keine Schande, eine Reihe nicht fertigzustellen oder einen alten Beitrag zu löschen, weil du dich damit nicht mehr identifizieren kannst.

3. Persönlicher Austausch ist essentiell

In letzter Zeit beklagten sich einige große (Mode-)Blogger über sinkendes Feedback ihrer Leser.
Das Problem ist dieses: Ich verstehe die Seite der Blogger – mir ist deine Rückmeldung auch extrem wichtig. Doch viele machen es sich leicht: Sie freuen sich über Kommentare, gehen aber selbst kein bisschen darauf ein.
Deshalb verstehe ich auch die Seite der Kommentierenden: Klar verteilt man schnell ein Like oder lobt einen Beitrag.

Aber: Wozu sollte ich mir als Leser öfter die Mühe machen, einen ausführlichen Kommentar zu hinterlassen, wenn ich nie eine Reaktion des Bloggers darauf bekomme?

Gerade zu Anfang von ZENtreasures wusste ich nicht, wie ich mit Feedback umgehen sollte und vernachlässigte die Kommentare total.
Inzwischen beantworte ich sie aber alle – einfach, weil ich finde, dass die Mühe des Kommentierenden dadurch besser wertgeschätzt wird.

Ich wiederhole mich nochmal: Behandle deine Leser wie Menschen, nicht wie Klickzahlen.
Beantworte Fragen, Kommentare und hinterlasse selbst Feedback bei Anderen aus deiner „Branche“.

4. Es gibt noch Andere da draußen…!

Andere Blogger nämlich; andere Menschen mit denselben Interessen, Sorgen, Gedanken.

Jahrelang las ich nur dieselben 5, 6 Blogs. Ich hatte gar kein Interesse daran, Neue zu suchen.
Aber wenn du selbst bloggst, besonders in so einer Nische wie hier, schaust du dich wieder nach neuen Blogs um. Plötzlich öffnest du deine Augen und entdeckst so viele tolle Webseiten; spannende Menschen und inspirierende Geschichten.

Gerade dank sozialen Netzwerken wie Instagram ist es super easy geworden, ähnlich tickende Menschen zu finden und sich zu vernetzen.

Man kann sich gegenseitig motivieren, Ideen austauschen und das ist so viel wert!

5. Organisation ist das A & O

… sonst kann es nämlich gut sein, dass du schneller wieder aufgibst, als dir lieb ist.

Ich bastle seit mehr als 12 Jahren Websites und blogge genauso lange. Aber meine Beiträge geplant habe ich nie; sah nicht einmal eine Notwendigkeit darin (und dabei habe ich sogar im Print-Bereich gearbeitet, wo ein Redaktionsplan gang und gäbe ist. Ups.).

Wenn du auf professioneller Ebene bloggen willst, musst du lernen, dich zu organisieren. Führst du „nur“ einen Hobbyblog, ist ein Plan kein Muss. Ich empfehle es dennoch; einfach, um den Überblick zu behalten.

Wie du das machst, liegt ganz bei dir. Für die Einen funktioniert vielleicht ein Wandkalender, für Andere ein Trello-Board.
Ich plane meine Beiträge und die Social Media Posts mit einem Google Pages Sheet – also quasi einer ganz normalen Excel-Tabelle. Blogentwürfe schreibe ich in Evernote, das immer noch mein Lieblings-Tool ist.

7. Curiosity makes the cat alive!

Seit ich an ZENtreasures arbeite, habe ich viele alte und neue Interessen (wieder-)entdeckt. Es macht solchen Spaß, sich in neue Themen einzulesen und frühere Leidenschaften wieder aufzunehmen.

U.a. erweitere ich gerade meinen Software-Horizont: Nach 15 Jahren nur mit Photoshop wird es Zeit, andere Adobe Programme auszuprobieren. Und ich habe den größten Spaß dabei, mich mit InDesign und Illustrator zu spielen.
Außerdem lerne ich manuelle Fotografie und meine Liebe für japanische Anime & Manga ist wieder neu entfacht.

Lernen kann unheimlich Spaß machen, wenn es etwas ist, das dich interessiert!

8. Ich war noch nie so selbstbewusst!

Durch das Feedback hier (danke!) bin ich so viel überzeugter von meinen Fähigkeiten als früher!

Ich fand zum Beispiel immer, dass ich gut schreiben kann. Aber seitdem mir fremde Menschen hier mitteilen, sie würden meinen Schreibstil mögen, glaube ich wirklich daran.

Lob und Feedback von anderen treibt an. Du solltest immer auf deine Fähigkeiten stolz sein, aber es schadet nicht, ab und an Bestätigung zu bekommen.

9. Prioritäten verschieben sich

ZENtreasures hat mich fokussierter und disziplinierter werden lassen.
Ja, ich schiebe immer noch oft genug auf. Leider.
Aber ich habe in den letzten Monaten gemerkt, wie sich meine Prioritäten hin zum Blog und weg von anderen Dingen schieben.

Mittlerweile lasse ich lieber eine Party sausen, um noch einen Blogbeitrag vorzubereiten. Früher hätte ich das nicht gemacht.

Natürlich ist bloggen ein sehr zeitintensives Hobby, aber warum solltest du nicht deine Zeit mit etwas verbringen, das du liebst?

10. Es kommt alles, wie es kommen muss

Noch so ein Satz, den ich immer für völlig übertrieben gehalten habe.
Aber er ist vermutlich der wichtigste in dieser Aufzählung: Es wird sich alles genau so fügen, wie es sein soll.

Vielleicht hast du eine Chance verpasst, dein Leben zu verändern, und ärgerst dich darüber.
Aber vielleicht musste es so kommen. Weil sich morgen oder in einem Jahr eine andere, neue Chance auftut.

Ich konnte die Arbeitszeiten in meinem Brotjob reduzieren (hätte ich nie erwartet!), ich durfte erste Kooperationserfahrungen sammeln, Gastposts und Beiträge für spannende Blogparaden schreiben – andere Menschen kamen von sich aus auf mich zu und baten mich um meine Teilnahme.
Ganz ehrlich, das ist ein unglaubliches Gefühl! Und ich weiß, das ist erst der Anfang.

Ich blicke positiver in die Zukunft als ich es noch vor anderthalb Jahren getan hätte.
Wie steht’s mit dir?

HAPPY BIRTHDAY, ZENTREASURES!
Denkst du, ein Blog kann dein Leben verändern? Ja, tut er! Hier erzähle ich, was ich in einem Jahr als professionelle Bloggerin gelernt habe.
 

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