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Wie Glaubenssätze Einfluss auf deine Veränderung nehmen

Wie deine Glaubenssätze Einfluss auf deine Veränderung nehmen

Deine Gedanken haben enormen Einfluss auf die Realität.
Positive, motivierende Gedanken rütteln dich auf; spornen dich an.
Negative, desaströse Gedanken jedoch – sorgen dafür, dass du dich nicht vom Fleck bewegst.
Diese Gedanken nennt man Glaubenssätze.

„Ich bin doch sowieso zu blöd dazu.“
„Wieso sollte das ausgerechnet mir gelingen?“

Du kennst das, oder?
Ich jedenfalls schon.

Stell dir diese Glaubenssätze in deinem Kopf wie einen Glasbläser vor, der eine Vase formt. Der Glasbläser hat die volle Kontrolle über die Entstehung des Gefäßes. Er formt sie langsam und sorgfältig.
Macht er einen Fehler, ist das Kunstwerk zerstört. Er kann es nur durch mühevolle, langwierige Arbeit retten.

Ob es das wert ist?
Was denkst du?
Ist deine innere Einstellung es wert, von negativen Glaubenssätzen befreit zu werden?

Was sind Glaubenssätze – und wie entstehen sie?

Der Begriff „Glaubenssatz“ ist hier schon öfter gefallen und tatsächlich plane ich schon einen Beitrag dazu, da war ZENtreasures noch gar nicht online.

Glaubenssätze sind in deinem Denken fest verankerte Gedanken, die deine Persönlichkeit, deine Einstellung und dein Weltbild repräsentieren.
Sie können Sprichwörter sein oder markante Sätze, die jemand mal zu dir gesagt hat oder eigene Gedanken.
Du bist überzeugt, dass sie der Wahrheit entsprechen, du glaubst an sie – ohne sie je hinterfragt zu haben.

Unsere Glaubenssätze – und somit unsere Überzeugungen – werden zu 90% in unseren ersten sechs Lebensjahren festgelegt. Sie bleiben unser Leben lang bestehen.
Jeder Gedanke, der sich in deinem Bewusstsein festsetzt, wird irgendwann zur Realität.

Das Problem daran?

Dass sie unser weiteres Leben lang bestehen bleiben, ist die Schuld des sogenannten rekulären Aktivierungssystems.
Du kannst es dir vorstellen wie ein Schutzmechanismus für deine Gedanken. Es lässt nur die Informationen bis zu deinem Bewusstsein durch, die mit deinen Glaubenssätzen übereinstimmen.

Hast du seit der Grundschule geglaubt, du wärst handwerklich unbegabt, wirst du immer davon überzeugt sein, deine Möbel nicht allein aufbauen zu können – oder es gar nicht erst zu versuchen.

Falls doch, schaltet sich dein Bewusstsein ein.
„Moment“, sagt sich dein Bewusstsein. „Das stimmt aber nicht mit meinen Glaubenssätzen überein!“
Es aktiviert sein rekuläres Aktivierungssystem – und in deinen Gedanken kommt an: „Was rede ich? Es wäre schon schön, das neue Bett selbst aufzubauen, aber ich habe es bisher noch nie geschafft, sowas richtig zusammenzubauen, außerdem fehlen mir die Werkzeuge und es ist ohnehin besser, jemand anderes macht das. Ich mach es bloß kaputt.“

Wie deine Glaubenssätze Einfluss auf deine Veränderung nehmen

Negative Glaubenssätze und du wie sie identifizierst

Einen Glaubenssatz erkennst du daran, dass er sich ständig wiederholt; dir immer wieder in den Sinn kommt.

Glaubenssätze können natürlich auch positiv sein.

Hat sich ein Glaubenssatz erstmal in deinem Kopf verankert, macht sich dein Geist auf die Suche nach Bestätigungen. Schließlich muss der Glaubenssatz ja wahr sein, nicht?
Wenn du dir vorstellst, du seist hässlich, wird dein Gehirn dir beim nächsten Blick in den Spiegel die Bestätigung liefern. „Da wächst schon wieder ein Pickel. Und meine Nase ist auch viel zu groß. Unästethisch. Wer soll mich schon mögen?“

Das ist das – ich formuliere es mal vorsichtig – „gefährliche“ an Glaubenssätzen.
Wenn du von Haus aus positiv denkst, mit dir zufrieden bist und überzeugt davon bist, dass du dein Traumleben verdient hast, schenkt dein Gehirn dir die Bestätigung dessen.

Nichts passiert zufällig.
Auch dein Erfolg ist kein Zufall, sondern reine Einstellungssache.

Beispiele für negative Glaubenssätze

Ich wette, du kennst mindestens einen davon:

  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
  • Ich bin zu dumm dafür.
  • Natürlich kann ich das nicht. Ich war ja noch nie gut in Sport.
  • Das war schon immer so.
  • Ich bin wertlos/unattraktiv/langweilig.
  • Geld verdirbt den Charakter.
  • Niemand liebt mich.
  • Arbeit abgeben? Am Ende muss ich ja doch alles selber machen.
  • Kreative Arbeit ist wertlos.
  • Ich muss noch viel lernen.
  • Lernen fällt mir schwer.
  • Ohne meine Belohnungs-Schokolade bin ich zu nichts zu gebrauchen.

Mein ‚guilty Glaubenssatz‘

Save the best for last – Heb‘ dir das Beste bis zum Schluss auf

Dieser Glaubenssatz entstand ursprünglich durch etwas so Banales wie das Mittagessen. Denn das, was du am liebsten magst, isst du zum Schluss, um die Vorfreude aufzubauen.
Erst wurden Rosenkohl, Zucchini und andere unbeliebte Speisen gegessen, danach belohnte man sich mit den besten Stücken.
Der Teller musste leer gegessen werden. So aß ich also erst, was ich nicht mochte und hob mir die besten Teile bis zum Schluss auf.

Der Witz daran: War ich bei meinen Lieblingsspeisen angelangt, hatte ich keinen Hunger mehr.
Oft wunderte ich mich noch, warum ich schon satt war, bevor ich die wirklich leckeren Teile überhaupt nur angerührt hatte. Well well.

Ich habe es jahrelang nicht geschnallt. Vielmehr habe ich diesen Glaubenssatz später auch auf andere Bereiche meines Lebens geschoben:
Erst Arbeiten gehen und den Haushalt schmeißen, dann das „Schmankerl“ in Form eines Feierabend-Biers mit Freunden.
Erst auf Reisen jeden Tag das ungeliebte Frühstück verschlingen, bevor ich mir dann Sonntags ENDLICH den Obstteller gönne, der mich schon die ganze Woche anlacht.

Ist das nicht bescheuert?

Auch wenn es ein gutgemeinter Ratschlag meiner Eltern war (wenn auch unterschwellig – denn Mama musste ja irgendwie für meine Gemüse-Zufuhr sorgen), er hat sich dermaßen verfestigt, dass ich mir letzten Endes damit schadete.

Glaubenssätze von Tatsachen unterscheiden

Wichtig ist, solche und ähnliche Glaubenssätze von Tatsachen zu unterscheiden.
Denn wer solche destruktiven Gedanken hat wie „Ich bin total unfähig“, hält sie für Tatsachen.

Aber: Ein Glaubenssatz ist keine Tatsache und entspricht nicht der Realität!

Eine Tatsache ist:
„Meine Arbeit macht mir keinen Spaß.“

Ein Glaubenssatz dagegen ist:
„Ich kriege nicht mal die einfachsten Aufgaben hin – ich bin echt zu blöd für diesen Job.“

Glaubenssätze werden nie in Frage gestellt. An sich ist das ja gut so.
Ist der Glaube doch der Anker, an dem wir Menschen uns festhalten.

Ich bin kein gläubiger Mensch. Zumindest nicht in der Hinsicht, dass der Glaube an Gott oder eine höhere Macht mir Kraft gibt. Ich glaube – an mich. Meine Fähigkeiten, mein Urteilsvermögen, mein Menschenverstand.
Es gab allerdings Zeiten, da habe ich das nur so dahingesagt. In Wirklichkeit war ich nicht von der Überzeugung erfüllt, mit der ich “Ich glaube an mich!” aussprach.
Vielmehr dachte ich insgeheim „Ich kann das ja doch nicht.“, wenn es um berufliche Entscheidungen und Selbstständigkeit ging.
Negativer Glaubenssatz detected!

Meine Familie ist bekannt dafür, immer zu spät zu kommen. Mal davon abgesehen, wie unhöflich das gegenüber den Wartenden ist, nervt es uns auch selbst.
Da werden Witze gemacht „Typisch. Ihr seid wieder die letzten.“
Ich dachte selbst 25 Jahre lang, dass ich einfach nicht in der Lage sei, pünktlich zu sein. Es liegt ja in der Familie. Da kann man nichts machen.
Auch das ist ein negativer Glaubenssatz.

Das ist allerdings nur meine Realität, nicht die Wirklichkeit!
Nur weil ich denke, nichts gegen meine Unpünktlichkeit tun zu können und es ohnehin jeder von mir erwartet, heißt das nicht, dass ich die Unpünktlichkeit akzeptieren muss.

Ich kann dem aktiv entgegen wirken.

Es hat gedauert, bis ich das wahrhaben wollte. Seit ich es verstanden habe, fällt es mir viel leichter, negativen Glaubenssätze keine so große Beachtung mehr zu schenken.
Und keine Sorge, du kannst das auch.

Never let your fear decide your future.

Negative Glaubenssätze in etwas Positives umwandeln

Machen wir uns daran, deinen negativen Glaubenssätzen ihre Wirkung zu nehmen.
Lass uns zusammen einen Glaubenssatz auflösen, mit dem ich lange zu kämpfen hatte – und der mich ultimativ davon abhielt…

Der wichtigste Schritt, um deine Glaubenssätze zu entlarven?

Sie aufzuschreiben.

Such dir einen ruhigen Ort und forsche in dich hinein. Welche Sätze kommen dir immer wieder in den Kopf?
Was denkst du, wenn du Fehler gemacht hast?

Notiere dir all diese Sätze. Das kann in ein paar Minuten erledigt sein, aber wenn es dir wie mir geht, wirst du diese Übungen zwei, drei Mal wiederholen müssen, um alle Glaubenssätze zu erfassen.

Gehe einen Satz nach dem anderen durch und beantworte dir folgende Fragen (du kannst sie auch gerne daneben notieren, das macht es visueller):

  1. Verbessert sich mein Leben wirklich, wenn ich an diesem Glaubenssatz festhalte?
  2. Was könnte passieren, wenn ich ihn loslasse?
  3. Warum ist dieser Glaubenssatz totaler Blödsinn und entspricht nicht der Realität?

Durch dieses Hinterfragen nimmst du dem Glaubenssatz seine Unfehlbarkeit.
Ich streiche am Schluss die alten Glaubenssätze durch – das suggeriert, dass ich damit abgeschlossen habe.

Am Schluss formulierst du den Glaubenssatz in etwas positives um.
So wird aus „Save the best for last“„Ich bestimme selbst und genieße jederzeit so, wie es mir gerade gut tut“.
Und ich fühle mich besser, weil der Druck verschwunden ist.

Wichtig ist, diesen neuen, positiven Glaubenssatz zu verinnerlichen.
Das klappt am besten, indem du ihn notierst und ihn dir jeden Tag vorsagst/durchliest.
Ich habe meine positiven Glaubenssätze in einer Notiz am Handy gespeichert, wo ich jederzeit Zugriff habe.

Ist dir schon leichter ums Herz geworden?

Veränderung braucht Zeit

Wie deine Glaubenssätze Einfluss auf deine Veränderung nehmen

Ich habe viel zum Thema Glaubenssätze recherchiert und eine Sache stieß mir regelmäßig sauer auf: Das Verändern von Glaubenssätzen wird immer als so easy dargestellt. Als müsstest du einfach nur entscheiden, einen negativen Glaubenssatz loszulassen und – paff – wird alles gut.

Du fühlst dich dumm? – Dann fang einfach an, ab heute zu lernen und schlau zu werden.
Du findest dich hässlich und deswegen liebt dich niemand? – Sage dir, du bist schön und irgendwo wartet die richtige Person auf dich?

Hahaha ha.
So funktioniert das Leben nicht.

… Und ja, ich hasse es, jetzt die Spielverderberin zu sein, doch Veränderung braucht Zeit.
Einen negativen Glaubenssatz in einen positiven Gedanken zu verwandeln, braucht Zeit. Viel Zeit.
Es braucht Kontinuität; dranbleiben ist gefragt!

Aus eigener Erfahrung – ich arbeite seit ca. 2,5 Jahren mehr oder weniger aktiv an meinen Glaubenssätzen – kann ich dir wirklich nur raten, dran zu bleiben. Denn nur, weil du einen negativen Glaubenssatz positiv umformulierst, ändert sich deine innere Einstellung nicht von jetzt auf gleich (leider!).
Vergiss nicht, die meisten deiner Glaubenssätze existieren bereits dein Leben lang. Sie lassen sich nicht plötzlich ausknipsen. Aber sie lassen sich ausknipsen.

Dennoch ist es ein riesengroßer, unterstützender Schritt für deine Veränderung, wenn du dich mit deinen Glaubenssätzen auseinandersetzt.

Damit die nächste Figur des Glasbläsers deines Lebens eine ganz besondere wird.
 

Hast du noch Fragen zu dem Thema?
Verrätst du mir einen Glaubenssatz, von dem du dich gerne befreien würdest?

Wie deine Glaubenssätze Einfluss auf deine Veränderung nehmen
 

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Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst

Deine Freunde Stefan und Stefanie wollen einen Marathon laufen.
Stefan geht die Sache zielstrebig an: Er markiert sich das Start-Datum im Kalender, stellt sich einen Trainingsplan zusammen und trainiert täglich für sein Ziel.
Er erzählt allen in seinem Umfeld von seinem Plan, wird motiviert; er trackt seine Laufzeiten und pusht sich zu immer neuen Höchstleistungen.

Stefanie macht es anders: Sie markiert sich zwar auch das Start-Datum im Kalender, weiß aber nicht, wie genau sie nun weiter vorgehen soll.
Also geht sie wie gewohnt 3x pro Woche laufen.
Der Marathon rückt aus ihren Gedanken und niemand erinnert sie daran oder spornt sie an.
Ihre Zeiten verbessern sich, aber sie verändert nichts an ihrer gewohnten Laufstrecke.

Als der Tag des Laufs gekommen ist, gehen beide an den Start.

Was denkst du – wer von beiden wird den Marathon erfolgreich abschließen und wer wird aufgeben?

Was ist ein Mindset und wie finde ich es?

Alle reden davon:

Du brauchst das richtige Mindset!

Schön und gut, nur was ist das überhaupt? Wie finde ich es? Kann man das essen?

Dein Mindset ist das, was dich antreibt; dich motiviert. Deine innere Einstellung.
Es fußt auf deinen Glaubenssätzen. Wenn du dir dauernd einredest, du wärst dumm, hässlich und zu nichts zu gebrauchen – glaubst du es irgendwann.
Dein Kopf; deine Gedanken gaukeln dir vor, dass es genau so ist.

Genauso verstärkt dein Mindset aber auch die positiven Gedanken. Du bist davon überzeugt, dass du deinen Traum, erfolgreiche Buchbloggerin zu werden, verwirklichen wirst?
Solche Gedanken mag dein Mindset! Denn es hilft dir dabei, sie wahr werden zu lassen.

Du kannst dir das Mindset wie einen massiven Baumstamm vorstellen. Es ist das Fundament deiner persönlichen Entwicklung und deines zukünftigen Erfolges.
Die Baumkrone – der Schmuck – stellen deine Talente und Fähigkeiten dar.

Bei vielen von uns ist dieser Stamm ein dünner Ast, kaum dick genug, um massivem Gegenwind zu trotzen.
Aber du kannst lernen, diesen Ast wachsen zu lassen und zu einem festen Anker werden zu lassen.

Darum ist das Mindset so wichtig für deinen Erfolg

Kommen wir auf das Marathon-Beispiel von oben ein.
Was denkst du, wer hat es über die Ziellinie geschafft?

Richtig, Stefan. Denn sein Mindset war das Richtige.
Er hat sich ganz auf dieses Ziel konzentriert und alles dafür getan, was nötig war.

Stefanies Mindset dagegen lässt auf eines schließen: Sie wollte es nicht fest genug.

Um ein Ziel zu erreichen musst du es wirklich wollen. Zu 100%, nein, zu 110%.
Du musst deine Zeit und deine Leidenschaft in dieses Ziel stecken. Langfristig. Ich verwende dieses “muss” normalerweise nicht gerne, aber hier „muss“ es sein.

Halbherzigkeit bringt dich nicht aus der Mittelmäßigkeit heraus.
Glaub mir, ich habe das selbst oft genug erlebt. Mein Mindset war lange Zeit kaum präsent.
Doch die Planung für mein eigenes Business hat ein Feuer entfacht, das beständig loderte. Das kannte ich von mir überhaupt nicht.
Meist begeistert mich etwas eine Nacht lang oder eine Woche und dann geht es mir wie Stefanie und der Gedanke wird zur unwichtigen Nebensache.
Der Baum verkümmert.

Lass nicht zu, dass dein Traum ebenso verkümmert.

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst
 

Scheitern ist okay!

Auch das gehört in dein Mindset!
Denn viele von uns (ich eingeschlossen) geben direkt auf, wenn sie es nicht schaffen, das erste Hindernis zu überwinden oder sich eine unerwartete Hürde in den Weg stellt.

Scheitern ist ganz normal. Es gehört zum Prozess deiner Veränderung!

„Aus Fehlern lernt man“ entlockt dir vielleicht nur ein genervtes Augenrollen, doch – dieser Spruch ist wahr!

Ich habe mit diesem Thema in meinem Beitrag über Selbstreflexion bereits ausgiebig gewidmet. Lies gerne rein, wenn du möchtest.

Wichtiger ist mir heute der Fokus auf einen anderen Punkt:
Es wird immer jemanden geben, der besser ist als du.

Jemanden, der besser schreibt, besser singt, schneller lernt, mehr verkauft, mehr verdient und durchschlagende Ideen vor dir veröffentlicht.
Lass dein Mindset davon nicht runterziehen. Das hat nichts mit dir zu tun!

Stell dir vor, J. K. Rowling hätte Harry Potter nie veröffentlicht, nur, weil sie dachte, dass es doch schon genug Zauberer-Geschichten gibt. Was wäre uns da für eine generationenverändernde Buchreihe vorenthalten geblieben!

Erlaube dir zu scheitern, daraus zu lernen und trotzdem weiterzumachen.
Der Baum, aus dem dein Mindset besteht, wird so nur noch weitere Wurzeln schlagen.

Dein Umfeld und dein Mindset, Status: Es ist kompliziert

Es heißt, du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du dich am meisten umgibst.

Sind diese fünf wichtigsten Menschen Personen, die erfolgreich in ihren Berufen sind und in ihrer Arbeit aufgehen? Dann ist es wahrscheinlich, dass du genauso bist.

Sind diese Fünf allerdings Dauer-Jammerer ohne große Ziele, wirst du in ihren Sog gezogen und dich ebenso kraft- und ziellos fühlen.

Aber auch du kannst durch deine positive Einstellung die Leben der anderen fünf Menschen um dich herum verändern, wenn du über das richtige Mindset verfügst.

Jeder kann sich ändern.
Wenn er will.

Do what makes your soul most alive

Du musst nicht immer tun, was Anderen gefällt. Zumindest nicht dann, wenn es um deine Zukunft geht – siehst du, DEINE Zukunft. Nicht die deiner Eltern, deiner Tante Erna, deines Großvaters oder die der 4.-Klass-Lehrerin, die damals meinte, du könntest ebenfalls Lehrerin werden, weil du so gut in Mathe warst. Denn du hasst Mathe. Ja, ich spreche da gerade von mir.

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst. Zitat Do what makes your soul most alive.

Do what makes your soul most alive
– Tue, was deine Seele am Leben hält.

Dieses Zitat habe ich sogar schon mal gepostet, aber damals mehr mit Arbeit und Berufung in Verbindung gebracht.
Dabei lebt unsere Seele nicht nur von Arbeit.
Auch in unserer freien Zeit sollten wir tun, was uns Freude bereitet. Oder besser: Wir sollten – soweit möglich – immer tun was unsere Seele mit Leben erfüllt.
Nur das weckt Glücksgefühle, Leidenschaft und Vorfreude – wie bei einem kleinen Bäumchen, das im Frühling endlich austreiben und seine leuchtend grünen Blätter zeigen darf.

Finde dein Mindset: Übungen

Lebe deinen perfekten Tag

Meine Lieblingsübung, die ich jedes Jahr einmal mache, seit ich Ende 2014 mit meinem Veränderungs-Prozess angefangen habe.

Du darfst nämlich träumen! So wild und bunt und unrealistisch, wie du nur willst.
Überlege dir, wie dein perfekter Tag aussieht – in allen Details. Wann stehst du auf, was frühstückst du, was arbeitest du, mit wem umgibst du dich, usw.

Ich habe dir dazu ein 2-seitiges PDF-Worksheet erstellt. Du kannst es dir hier herunterladen und es direkt am PC ausfüllen oder ausdrucken.

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst. Worksheet Download

Interview mit dir selbst

Spiel Karla Kolumna! Stelle dir selbst ein paar Mindset- und Zukunfts-bezogene Fragen – und beantworte sie.

Folgende Fragen kannst du dir stellen:

  • Wenn ich morgen genau das tun könnte, was meiner Berufung entspricht: Was würde ich tun?
  • Wie würde ich diese Sache angehen?
  • Welche Probleme/Hürden könnten sich mir in den Weg stellen?
  • Wie würde ich sie lösen?
  • Was erhoffe ich mir von meiner Berufung; welches Ziel will ich damit erreichen?

Die Ergebnisse notierst du oder nimmst sie dir als Sprachmemo auf. Hauptsache, du kannst immer wieder darauf zugreifen, wenn dein Mindset wieder schwankt!

Present Me vs. Future Me

Diese Übung ist ideal für dich, wenn du ein visueller Typ bist. Und gerne malst. 🙂
Nimm dir zwei leere Seiten in einem Notizbuch vor. Ein großes Blatt Papier geht auch, wenn du es in der Mitte faltest. Wichtig ist, zwei Seiten nebeneinander zu haben.

Jetzt male dich selbst auf die linke Seite. Es kommt hier nicht auf den künstlerischen Wert an, aber es soll erkennbar sein, dass du es in deiner aktuellen Form bist.
Was trägst du gerade? Wie ist deine Stimmung? Lächelst du? Wie sieht dein Körper aus? Wie deine Haltung?

Schreibe dann alles auf, was dich momentan ausmacht.
z.B. unzufrieden, gelangweilt, 5 kg zu viel/wenig, langweilige Frisur, schöne Frisur, traurig, glücklich, usw.

Auf die rechte Seite malst du dich erneut. Diesmal aber dein Wunsch-Ich. So willst du in einem Jahr sein.
Hast du vorher beispielsweise ein trauriges Gesicht gemacht, malst du dich jetzt lachend. Hattest du vorher langweilige Klamotten an, trägst du jetzt das, was du magst.
Hast du dir schon immer bunte Haare gewünscht, aber bisher nur deinen langweiligen Braunton auf dem Kopf? Dann hat dein “Future Me” vielleicht pinke Haare.

Auch hier schreibe wieder stichpunktartig auf, wie du dich dann fühlen willst.

Ziel dieser Übung ist es, dich selbst in einem Jahr vor dir zu sehen. So willst du sein. Dieses Bild erinnert dich immer wieder daran und stärkt dein Mindset.

Eine weitere hilfreiche Übung, um dein Mindset zu finden, ist das Vision Board. Hier habe ich einen Artikel dazu verfasst.

Außerdem find ich diese Meditation sehr angenehm, weil sie dich auf das Thema Mindset und die dazugehörigen Übungen einstimmt: Seeing your true self Meditation – The Honest Guys
 
Diesem Beitrag werde ich demnächst eine Podcast-Folge widmen – jap, ich werde es angehen!. Wenn du also noch Fragen zum Thema Mindset hast, stell sie mir in den Kommentaren! So kann ich sie im Podcast klären.

Und jetzt widme dich deiner inneren Einstellung. Du hast es verdient, deine Berufung zu leben und dich selbst zu verwirklichen!

Hast du von dem Begriff Mindset schon gehört?
Wofür wünscht du dir ein stärkeres Mindset?

 

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst
 
 

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So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

Tief überwinden, auch wenn alles nervt

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

Disclaimer
Dies ist keine Depressions-Beratung. Ich maße mir nicht an, genug darüber zu wissen.

Hier teile ich meine Erfahrungen und Learnings daraus, wie man ein temporäres Tief überwinden kann.

Wie kann man ein Tief überwinden, das einem völlig den Antrieb raubt?

Sommer. Da will man fantastische Menschen kennenlernen, Nächte durchtanzen, Träume leben.
Meine Zeit in Finnland im Juni war genau das.
Davon beflügelt tat ich etwas, das schon lange überfällig war – und ließ mich dann von der Reaktion und der daraus folgenden Angst total aus der Bahn in hinein in das schlimmste Tief seit Jahren werfen.

Vorneweg: Mir geht es gut. Ich bin da wieder herausgekommen.
Das heißt nicht, dass der Grund für mein Tief abgetaucht ist. Er ist immer noch da, aber ich räume ihm keine Präsenz mehr ein – soweit möglich. Stattdessen konzentriere ich mich auf mich selbst und die Erfüllung meiner Pläne. Fühlt sich ohnehin viel besser an, als dauernd wie in Trance seinen Ärger zu unterdrücken.

Wenn selbst Yoga nichts mehr hilft

Was tut man, um ein Tief zu überwinden, das sein Denken völlig vereinnahmt hat?
Meditation? Yoga? Rausgehen? Laut Musik hören und sich dabei die Seele aus dem Leib schreien?
Nichts davon half. Es lockerte die Wassermassen vielleicht ein wenig, senkte den Druck. Dauerhaft an Land ziehen konnte ich mich trotzdem nicht.

Ich fühlte mich an manchen Tagen (gerade, wenn es beruflich Ärger gab) wie in einem Sturm mitten im Meer. Schiffbrüchig.Nein, ich gebe nicht auf!

Aber Halt fand ich nicht.
Und während ich paddelte und versuchte, oben zu bleiben, kam der Ärger zurück und drückte mich erneut unter Wasser.

Meine Blockade wirkte sich schließlich auch auf diesen Blog aus.
Ich befolgte kaum einen meiner eigenen, funktionierenden (!) Ratschläge mehr.
Wie hätte ich weiter darüber schreiben sollen, wie großartig eine Morgenroutine ist, wenn ich sie seit Wochen nicht mehr nutzte?
Ich hätte mich wie eine Lügnerin gefühlt.

ZENtreasures ist der Ort, an dem ich meinen Weg zu einem positiveren Leben und zu meiner Berufung teile (= Erfahrungen, Rückschläge, Erfolge und all das, was mich vorangebracht hat).
Damit du als Leser/in widerum selbst angespornt wirst; ins Tun kommst oder einfach neue Herangehensweisen ausprobierst.

Komischerweise bin ich nicht die einzige, deren Sommer von einem persönlichen Tief verdunkelt wurde. Jolly hatte z.B. mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Wenn du dir häufig zu viel Druck machst und dadurch in ein Tief hineinrutscht, kann ich dir ihren Beitrag nur ans Herz legen!
Ich habe mich gefragt, ob wir unbewusst miteinander verbunden sind und deswegen zur selben Zeit ähnliches durchmachten? Doch das ist Stoff für einen anderen Beitrag.

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

So kannst du dein Tief überwinden (auch, wenn es anfangs unmöglich erscheint!)

Doch damals war mir das nicht bewusst, weil ich in meinem eigenen Sturm festsaß. Zuerst musste ich mich um mich selbst kümmern.
Zuerst musst du dich um dich selbst kümmern.
Um dein Tief überwinden zu können, musst du verstehen, was deine Gedanken mit dir machen.

„What you think you become“

– das funktioniert auch in die andere Richtung. Denkst du negativ, ziehst du weitere Negativität an.

Das Universum (… Gott, Energie, eine höhere Macht; setze hier ein, wen/was du möchtest) hat dich immer auf dem Schirm. Es denkt sich „Sowas, Chrissi ist im Moment ja ganz schön negativ eingestellt… Das heißt, ich gebe ihr noch mehr Negatives. Scheinbar will sie es so.“

Das ist das Gesetz der Anziehung. Das Universum gibt dir das, nach dem du forderst – selbst wenn es eigentlich nicht gewollt ist. Es unterscheidet nicht. Es gibt, was du ausstrahlst.
Und du kannst nicht ständig negativ denken und frustriert sein und dann positive Veränderungen in deinem Leben erwarten!

Nimm dein Tief an und akzeptiere es

Tiefs sind normal. Tiefs sind menschlich.
Und sie sind nicht dauerhaft.

Wenn es mir nicht gut geht, neige ich dazu, unterzutauchen.
Das ist keine Eigenschaft, auf die ich sonderlich stolz bin. Aber auch keine, die sich so leicht ablegen lässt.

Unterdrücken oder davonlaufen sind keine Lösung.
Du kannst nur mit deinem Tief umgehen und es überwinden, wenn du deine Emotionen und den Schmerz zulässt!

Es ist okay, eine Zeit lang unterzutauchen. Heilung erfährst du jedoch nur, wenn du dich damit auseinandersetzt und akzeptierst, dass der Schuh gewaltig drückt.

Laura Seiler hat eine – wie ich finde – wunderbare Metapher geschaffen: Stell dir vor, du bist wie das Meer. Ein Ozean aus den unterschiedlichsten Blau-Facetten.
Manchmal brodelt es an deiner Oberfläche. Du bist unruhig und deine Wellen schlagen hoch.
Aber unter der Oberfläche ist es ruhig. Du bist immer noch du. Ein tiefes, ruhiges blau.

Die Ruhe, das Glück und die positiven Gedanken stecken immer noch in dir, auch wenn du es gerade nicht merkst!

Akzeptanz ist der erste Schritt. Jetzt gilt es, tiefer zu tauchen.

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Fische im Trüben um Klarheit zu finden

Auf den ersten Blick erscheint alles doof. Unfair. Beschissen.
Um aus diesem negativen Gedankenstrudel wieder herauszukommen und dein Tief zu überwinden, musst du sprichwörtlich erst einmal tiefer tauchen. Forschen, was unter der Oberfläche aus Frust liegt.

Was ist es, das dich so fühlen lässt?

Bei mir waren es Handlungen anderer Menschen.
Den wirklichen Schaden richtete ich aber selbst an.
Weil ich durchgehend daran dachte. An Gespräche durch zusammengebissene Zähne und gezwungene Lächeln. An unterschwelligen Ärger, der sofort wieder hochkochte, wenn ich die betreffende Person nur vorbeigehen sah.

Ich ließ mich so davon einsaugen, dass sich mein Denken nur noch darum drehte (das kann ich gut!).

Hinzu kamen weitere Sorgen: Angst vor der Selbstständigkeit und möglichen daraus entstehenden Geldsorgen und Druck, den ich mir selbst aufbaute.

Herauszufinden und zuzugeben, was die Ursache für dein Tief ist, erfordert Mut und Ehrlichkeit. Mach es nicht so wie ich und verdränge solche Sachen. Denn besser kann es nur werden, wenn du dich mit deinen Sorgen auseinandersetzt!

Dann kannst du loslassen.

Lass los

Normalerweise behalte ich meine Sorgen und Probleme für mich.
Ich werde von anderen als stark und selbstbewusst angesehen. Und mag es so.
Doch inzwischen frage ich mich: Ist wahre Stärke nicht genau das: Zuzugeben, dass man nicht weiter weiß, Sorgen teilen und um Hilfe bitten?

Als ein Arbeitskollege direkt fragte, was los ist und ich resigniert „Wenn man es mir schon anmerkt, muss es wirklich schlimm sein.“ antwortete, merkte ich, dass es Zeit ist, loszulassen.

Kotz dich aus. Lass alles raus.
Bei Menschen, denen du vertraust.
Ich bin normalerweise die erste, die sagt: Schreib es auf!
Aber in dieser Situation half es mir mehr, darüber zu reden. Und zwar mit direkt Beteiligten, wie mit neutralen Personen.

Mein Freund war als neutraler Beobachter enorm wichtig – hier konnte ich schimpfen, so viel ich wollte. Die Arbeitskollegen, die meine Situation täglich mitbekommen, bestärkten mich in meiner Entscheidung und holten mich immer wieder aus dem Strudel des Ärgers heraus.

Schreiben wirkt Wunder, weil du ohne Rücksicht alles loswerden kannst, was dein Tief nährt.
Du kennst dich selbst am besten – lass auf die Art los, die dir am meisten hilft.

Zum Loslassen gehört auch, zu erkennen, wann es reicht. Ich hatte schlicht keine Lust mehr auf mich selbst in dieser Verfassung.
Gut möglich, dass es dir auch so gehen wird.

Ich habe mich bewusst entschieden, diese Gefühle nicht mehr weiter zu füttern. Emotionen müssen raus, man darf sich gleichzeitig auch nicht von ihnen vereinnahmen lassen.
Erkenne, wofür du dankbar sein kannst. Alles ist nicht schlecht! Ist es nie. Wir verlieren es bloß vor lauter Wasser um und unter uns aus den Augen.

Und dann…

Finde zurück zu deinem inneren Leuchtturm

Vor Kurzem fragte die wunderbare Kea von Garnier, was wir als unseren persönlichen Leuchtturm sehen.
Meine Antwort möchte ich dir hier zitieren:

So blöd es klingen mag, mein Leuchtturm bin ich selbst. Ich strahle nicht immer, aber wenn (weil ich etwas geschaffen oder erreicht habe oder mich überwunden habe), dann umso heller und motiviere mich dadurch nur selbst, weiter zu leuchten.

Dieser Gedanke kam mir, ohne vorher groß darüber nachgedacht zu haben. Und ich finde ihn so treffend!

So ein Leuchtturm kann auch etwas sein, das dir Freude bereitet. Sport, meditieren, malen, Musik machen, kochen, in die Natur gehen, usw.
Zu Beginn mag es dir so ergehen wie mir und nichts davon zeigt Wirkung.
Du bist an diesem Punkt jedoch dabei, aus deinem Tief herauszukommen. Aufzutauchen. Wieder Luft zu erhaschen. Du kannst dieses Tief überwinden.

Sei dein eigener Leuchtturm! Es ist ganz normal, nicht immer genug Kraft zum Leuchten zu haben. Aber du hast es in dir. Zu strahlen liegt in deiner Natur!

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

 
Findest du meine Tipps hilfreich?
Wie hast du zuletzt ein persönliches Tief überwunden?
 
 

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Warum du aufhören solltest, auf Motivation zu warten

Warum du aufhören solltest auf Motivation zu warten

Warum du aufhören solltest, auf die Motivation zu warten

Hast du schon einmal eine Biene auf Nahrungssuche beobachtet?
Ununterbrochen geht sie ihrer Arbeit nach, von Tag zu Tag, von Blume zu Blume.
Sie denkt nicht, sie tut es einfach. Weil es das ist, was sie kann; wofür sie geschaffen wurde.

Lass uns mehr wie Bienen sein.

Warum du aufhören solltest, auf Motivation zu warten

Warum du aufhören solltest, auf die Motivation zu warten

Ich habe kein Problem mit der Motivation. Wenn mich etwas fesselt, dann mit Haut und Haaren – ich brenne für Dinge, will alles sofort und – genau da „bricht’s ma ’s G’nack“, wie man hier sagt.
So schnell das Feuer entfacht ist, so rasch verglüht es auch wieder. Da ist kein Anzünder; keine Motivation, um das Feuer erneut brennen zu lassen.

Motivation gets you going, but discipline keeps you growing
– John C. Maxwell

Selbstdisziplin und Motivation haben nicht zwingend etwas miteinander zu tun.

Wir müssen uns immer wieder aufs Neue aufraffen und motivieren.

Sonst wären wir doch längst alle fit, erfolgreich und glücklich, oder?

Es ist so: Nicht die Motivation sorgt am Ende dafür, dass du deine Ziele erreichst, sondern deine Disziplin.

Ich liebe das Wort „Motivation“. Ich liebe es, motiviert zu sein. Das assoziiert etwas Positives, am Ball zu sein; an Ergebnissen zu arbeiten.

Motivation ist aber auch eine wunderbare Ausrede.

Heute fehlt mir die Motivation, irgendetwas zu tun.“
„Ich bin so demotiviert, ich lasse es lieber ganz sein.

Kommen dir Sätze wie diese bekannt vor?

Ich weiß nicht, ob es mit meinem Sternzeichen zusammenhängt (Fische werden als disziplinlos und entscheidungsunfreudig beschrieben), irgendeine kosmische Zusammenstellung schuld ist – oder ob ich einfach nur faul bin.
„Wahrscheinlich letzteres“, hätte ich früher gesagt und diese Behauptung hätte mich stolz gemacht.

Denn faul bin ich ganz sicher nicht. Und ich wette, auch du bist es nicht.

Mein Problem ist – Disziplin.
Egal, ob es um die Arbeit, den Sport oder das Abnehmen ging.
Egal, wie wichtig mir etwas war. Ich arbeitete nur daran, wenn ich motiviert war.
Vielleicht kannst du das nachfühlen.

Ich bewundere die Menschen – Entrepreneure, Designer, Macher – die loslegen.
Durchziehen.
Dranbleiben.
Eben wie eine Biene unermüdlich weiterarbeiten. Die Frage, ob heute genug Motivation vorhanden ist, stellt sich ihnen überhaupt nicht.

Also komm, ändern wir unser Mindset; unsere Einstellung!

Warum du aufhören solltest auf Motivation zu warten

Disziplin als Lösung für Aufschieberitis

Ich denke: Wenn du diszipliniert bist, prokrastinierst du nicht.
Denn mit Disziplin arbeitest du an dem, was dir wichtig ist. Du schiebst es nicht auf.
Du wartest nicht darauf, dass die Motivation zu dir (zurück) kommt.
Du machst es einfach.

Nur: Wie werde ich denn bitte diszipliniert?

Start before you’re ready – Die Krux mit dem #einfachmachen

„Tu es! Jetzt!“
„Lege das Buch jetzt weg und fang an!“
„Nicht Montag oder nächstes Jahr – jetzt gleich!“

Fange an, bevor du dazu bereit bist.

Du hast eine funktionsfähige Kamera und kannst mit ihr umgehen. Den Blick für außergewöhnliche Motive hast du, also warum nimmst du deine Kamera heute auf dem Weg zur Arbeit nicht mit und knipst alles, was?

Dein Lieblingsspiel zockst du täglich und der Twitch-Account besteht längst. Also warum tust du nicht den letzten Schritt, installierst die Streaming-Software – und fängst an, deine heutige Session live zu senden?

Du hast die Mail in deinem Kopf schon hundert Mal geschrieben. Den Empfänger herausgesucht. Wieso schreibst du sie nicht endlich und klickst auf „senden“?
(Das geht an mich, aber wenn du selbst vor diesem Schritt stehst, fühl dir hiermit in den Hintern getreten.)

… Warum das aber gar nicht so leicht ist

Ich muss es einfach dazu sagen. „Start before you’re ready“ ist der beste Tipp, den ich dir geben kann. Und der am schwersten umsetzbare.

#einfachmachen – sagt sich so leicht. Da kann Shia LaBeuf noch so oft „Just do it.“ plärren.
Ohne weiteres loszulegen fällt mir wahnsinnig schwer. Dir nicht auch?

Es braucht Zeit. Unser Kopf muss überlegen, zerdenken, durchplanen. Das ist nur menschlich. Manchmal streichen wir Ideen wieder, die wir eine Woche vorher für bahnbrechend gehalten haben. Das ist okay. Lass dir Zeit.

Um diszipliniert durchzustarten, musst du deinen üblichen Tagesablauf oder die gewohnte Umgebung verlassen. Die oft erwähnte Komfortzone.
Es ist so viel bequemer, abends doch wieder ein Youtubevideo nach dem anderen zu schauen, als etwas Neues anzufangen. Etwas, vor dem man insgeheim auch noch Angst hat.
Ich weiß das nur zu gut.

Aber mal ehrlich: Willst du es bequem haben, aber von dir selbst genervt sein oder etwas wagen und neue Begeisterung zu entwickeln (und ja, vielleicht auch mal auf die Schnauze fallen).

Ich habe im Laufe der Zeit einige „Disziplin-Booster“ gesammelt, die ich dir jetzt vorstelle. Für mich funktionieren sie alle – aber auch nicht immer. Wenn du dir Wunder erwartest, bist du hier falsch, denn Einhörner gibt es keine.
Allerdings habe ich aus Island ein bisschen Feenstaub mitgenommen und der kann was… 🙂

Feenstaub aka Wie kann ich mich motivieren #1: Make time to make stuff

Es nur ein simpler Satz. Make time to make stuff – Nimm dir die Zeit, um Dinge zu tun.

Ich komme um 17:30 Uhr aus der Arbeit; gehe gegen 23 Uhr schlafen. Das sind (abzüglich Abendessen und Haushalt) ca. 5 Stunden, die ich Zeit für das habe, was ich liebe. Designen, Bloggen, Fotografieren, Lesen, Schreiben und Animes. Ist gar nicht so schlecht, stimmts?

In der Theorie jedenfalls.
Denn oft genug lande ich nach dem Essen bei Youtube. „Nur dieses eine Video…“ und plötzlich ist Schlafenszeit. Ups. Wieder nichts geschafft.

Rechne doch mal eben nach: Wie viel an reiner Freizeit bleibt dir jeden Tag?

Sei ehrlich. Du hast die Zeit, oder? Vielleicht hast du sogar mehr Freizeit als du denkst.
Nun frage dich: Ist das, womit du deine Zeit verbringst, auch das, womit du sie verbringen WILLST? (Die „notwendigen Übel“ Arbeit/Uni/Schule ausgeschlossen.)

Wenn du weißt, dass du jeden Tag ein wenig Zeit abzwacken kannst (und seien es nur 15 Minuten): Nimm dir diese Zeit!
Blocke sie, stelle einen Timer und nutze sie dann aktiv, um das zu tun, was du dir vorgenommen hast. Denn wenn du wieder auf die Motivation wartest, kannst du lange warten.

Es geht darum, Engagement zu zeigen. Du vereinbarst einen Termin mit dir selbst für etwas, das du liebst – ist es da nicht ein Zeichen der Wertschätzung dir selbst gegenüber, ihn auch einzuhalten?
Sei da und sei pünktlich.

Warum du aufhören solltest auf Motivation zu warten

Wie kann ich mich motivieren #2: Visualisiere deine Ziele

Darüber habe ich schon ausführlich geschrieben, deshalb nur kurz: Je deutlicher du etwas vor dir siehst, desto größer ist die Chance, dass es Wirklichkeit wird.

So trickse ich mich selbst beispielsweise aus, wenn es um Sport geht.
Ich stelle mir am Vorabend vor, wie ich morgens ein Workout mache. Was ich an habe, welche Übungen ich mache – und vorallem stelle ich mir vor, wie gut und stolz ich mich danach fühle.

Wie kann ich mich motivieren #3: Die Pomodoro-Technik

Diese Zeitmanagementtechnik hat ein gewisser Francesco Cirillo in den 80er Jahren entwickelt. Wenn du gerne mit To-Do-Listen arbeitest (so wie ich :)), solltest du sie einmal ausprobieren! Mit der Pomodoro-Technik arbeitest du 25 Minuten ohne Ablenkung und hast danach fünf Minuten Pause.
Dadurch, dass du in diesem relativ kurzen Zetraum konzentriert arbeitest, bringst du deinen Kopf eher dazu, durchzuhalten. „Ist ja nicht so lang.“
Und glaub mir, wenn du erstmal drin bist, vergeht die Zeit wie im Flug.
Auf die Pause danach solltest du trotzdem nicht verzichten. Du kannst sie nutzen, um alle inzwischen erledigten Punkte abzuhaken.

Cirillo stellte sich damals übrigens eine Eieruhr in Tomatenform als Timer, deshalb der Name (Pomodoro = Tomate).

Warum es 25 Minuten sind? Diese Zeit hat sich als am Produktivsten herausgestellt.

Nach vier solcher Durchgänge hast du dir eine 30-minütige Pause verdient.

Ich finde diese Taktik am Effektivsten, wenn ich straight durchschreiben will, z.B. Texter-Aufträge oder an meinem Buch.

Motivation - ZENtreasures.de Blogpost

Wie kann ich mich motivieren #4: Lass andere deine Cheerleader sein

Umgib dich mit Dingen, die dich inspirieren! Schaue dir andere Webseiten an, höre Podcasts, lies Fachbücher; gehe in Museen oder Kunstausstellungen.

Ich besuche gerne Websites meiner Freunde/Bekannten, die sich mit denselben Themen beschäftigen (<- das ist in diesem Fall besonders wichtig!).
Hier und da hinterlasse ich einen lieben Kommentar – was beide glücklich macht.

Zu sehen, was andere für tolle Dinge kreiieren, inspiriert mich.
Und: Ich bekomme automatisch Lust, an eigenen Projekten (weiter) zu arbeiten.

Disziplin – Auch das Feedback anderer hilft!

Okay, woher sollst du Feedback kriegen, wenn dein Blog erst online gegangen is?!
Verständlich und richtig.
Doch haben wir nicht alle Jemanden, auf dessen Meinung wir viel Wert legen oder mit dem wir vielleicht sogar dasselbe Hobby teilen?

Mich motiviert es a) total, wenn ich positives (oder überhaupt!) Feedback bekomme und b) ist es ein schöner Vertrauensbeweis, wenn mich jemand darum bittet.

Einigen Online-Freundinnen schicke ich regelmäßig Designentwürfe und frage nach ihrer Meinung. Das reicht als Whats App Nachricht und eine Rückmeldung kommt immer.

Mein Freund – eigentlich null an ZENtreasures‘ Themen interessiert – liest sich alle Blogposts durch und teilt mir Fehler mit. Dafür bin ich ihm extrem dankbar.

Zu sehen, dass Leute gut finden, was du tust, stärkt deine Disziplin!

Wenn du keinen persönlichen Cheerleader hast, schreib mich an (gerne auch anonym). Lass mich deinen Buchentwurf lesen, dein Design ansehen oder erzähl mir von deiner geplanten Geschäftsidee.
Du bekommst ein Feedback – und einen Schub für deine Disziplin dazu. 🙂

Vielleicht sollten wir es wirklich wie die Bienen halten und #einfachmachen. Auch mit kleinen Schritten kommt man ans Ziel.

Was hältst du von meinen Gedanken!
Wie motivierst du dich, wenn mal wieder gar nichts laufen will?

Warum du aufhören solltest auf Motivation zu warten
 

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Wenn du gerade wieder zweifelst, lies diesen Mutbrief

Mutbrief. An die Person, die meinen größten Respekt verdient hat.

Mutbrief an die Person, die meinen größten Respekt verdient

Die Person, die meinen größten Respekt verdient…
Sie ist unsicher. Mal mehr, mal weniger.
Eigentlich weiß sie ganz genau, was sie will.
Nur wie soll sie ihre Träume umsetzen? Darf sie überhaupt? Kann sie es?
Was ist, wenn alles schief geht? Wenn niemand hinter ihr steht?
Wenn alle sagen, sie sei verrückt. Desillusioniert. Naiv. „Such dir doch eine Arbeit mit Zukunft, ein gesichertes Einkommen!“, sagen sie, während sie in ihren eigenen ungeliebten Jobs verharren; unfähig, auch nur daran zu denken, dass es anders gehen könnte.

Die Person, die meinen größten Respekt verdient, strebt nach etwas Anderem.
Nach Erfüllung. Beruflich – und persönlich.
Nach einem Leben, an dem man Montage nicht mehr verflucht und Urlaube nicht mehr herbeisehnt.
Nach etwas mit Sinn, etwas, das sie fordert; vielleicht auch mal überwältigt – aber diese Person weiß insgeheim, dass sie jedes Hindernis überwinden kann, wenn es für ihre Leidenschaft ist.

Sie will mit vor Freude leuchtenden Augen davon erzählen, anstatt Blicken auszuweichen und auf ein „Und, was machst du so?“ mit „Ach, nichts besonderes…“ antworten zu müssen.
Weil ihr Leben nämlich besonders ist.

Doch sie hat Angst, diese Person.
Angst davor, sich endlich in die Welt hinauszuwagen; zu rufen „Hier bin ich!“.
Sie zweifelt ständig; ist unsicher, ob sie die richtige Kurve genommen oder gerade einen Umweg gemacht hat.
Vielleicht steht sie schon seit einer ganzen Weile unbeweglich auf einer Stelle – weiß nicht, wohin sie nun gehen; wie sie anfangen soll.

Und sie fragt sich, ob sie gut genug ist. Ob sie es überhaupt verdient, ihre Träume leben zu dürfen.
Sie fühlt sich zu dumm, zu ungebildet, zu hässlich – früher haben das schon alle gesagt und mittlerweile weiß sie selbst, dass sie eh nichts auf die Reihe kriegt.
Andererseits… diese eine Sache lässt sie doch nicht los.
Und so arbeitet sie an sich. An ihren Fähigkeiten, ihrem Können – man kann alles lernen und die Person, von der ich spreche, schafft das in jedem Fall.

Mein Mutbrief an dich. Für die Tage, an denen du zweifelst.

Ich glaube auch, dass sie Geben will. Sie will anderen, gleichgesinnten Menschen helfen und zieht daraus auch Glück und Erfüllung für sich selbst.
Die Person, der dieser Mutbrief gewidmet ist, will jemand sein, an den man sich wenden kann. Die große Schwester mit Erfahrung vielleicht oder die beste Freundin, die auch einmal einen Tritt in den Hintern vergibt.
Außerdem will sie sich austauschen und ihre Botschaft hinaustragen – aber sie glaubt, ihr hört sowieso niemand zu. Vielleicht hat sie bereits ihr Herzensthema; ihre Berufung gefunden, aber es ist ihr peinlich, es laut zu sagen.
Stattdessen reden alle mit guten Ratschlägen auf sie ein. Als gäbe es nicht schon genug Kreuzungen und Wegweiser in die Irre.

Und doch findet sie einen Weg. Immer.

Sie bleibt dran. Weil das, wofür ihr Herz schlägt, einfach raus in die Welt muss. Weil Geben ihr selbst so viel gibt.
Weil sie weiß, dass sie etwas zu sagen hat. Weil sie der einzige Mensch mit ihrer Stimme ist.

Die Person, die meinen größten Respekt verdient

bist Du.


Du bist ein Mensch mit Träumen und diese darfst – sollst! – du leben!

Mit all den Möglichkeiten, die wir heute haben, hat jeder eine Chance verdient – selbst, wenn du dir das jetzt noch nicht vorstellen kannst.

Du bist kein Versager, weil du mit 19 noch nicht wusstest, wohin dich dein Herz zieht.
Du bist auch keiner, wenn du es mit 39 immer noch nicht weißt. Oder es bisher nicht geschafft hast, diesem Herzensruf zu folgen.

Ich bin inzwischen fest davon überzeugt, dass alles zu seiner Zeit passiert. Nämlich dann, wenn du dafür bereit bist.
Das zeigt sich nach außen nicht – es gibt keine Zeitvorgabe und keine Zauberformel. Aber glaub mir, du wirst es merken.
Ich habe es gemerkt. Und ich kann dir sagen, obwohl ich immer noch täglich an mir zweifle, bleibe ich dran. Vielleicht bin ich nicht die Schnellste; hätte schon längst viel mehr schaffen können, erfolgreicher sein können – aber ich gehe eben auf meine Weise voran. Und das ist völlig in Ordnung so.
Du tust das auch, nicht wahr?

Selbst, wenn du nicht an dich glaubst – ich glaube an dich.

Egal, was du dir vornimmst: Du kriegst das hin.
Egal, wo du gerade stehst: Wirf einen Blick zurück und sieh‘, wie weit du schon gekommen bist!

Und jetzt geh weiter, durchschreite diese Tür (egal, ob es die erste, zweite oder zehnte ist) und mach dich auf in das Leben, dass du dir wünscht.
Du hast ein Recht darauf.

Denn du bist die Person, die meinen größten Respekt verdient hat.

Mein Mutbrief an dich. Für die Tage, an denen du zweifelst.

Dieser Mutbrief ist für dich.

Schon lange wollte ich ihn schreiben, konnte ihn aber einfach nicht online stellen – aus genau den vorher beschriebenen Gründen. Ich dachte, wer bin ich denn, dass ich soetwas schreibe. Wo ich doch selbst nichts auf die Reihe kriege.
Aber gerade in solchen Momenten voller Zweifel müssen wir sowas hören.

Ich bin jemand.
Du bist jemand.

Komm hierher zurück; wenn gerade wieder alles zu viel ist, wenn die Selbstzweifel unüberwindbar scheinen und scheinbar keiner an dich glaubt.
Pack dir diesen Beitrag in die Favoriten, pinne ihn auf dein Vision Board oder druck ihn dir aus – ich wünsche mir einfach nur, dass du ihn liest und anfängst, ein bisschen mehr an dich zu glauben.

Du kannst mir auch jederzeit privat schreiben, wenn du jemanden zum reden brauchst oder eine Meinung zu einer Idee hören willst.

Du rockst, okay! 

Mein Mutbrief an dich. Für die Tage, an denen du zweifelst.
 

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