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Yoga für Anfänger. Die 1. Yogastunde und warum ich drangeblieben bin

Yoga für Anfänger. Deshalb solltest du auch als Sportmuffel damit anfangen. ZENtreasures Blogpost

Meine erste Yogastunde war peinlich. Peinlich und zugleich augenöffnend.

Ich bin der totale Bewegungsmuffel. Kaum Kondition, null Dehnbarkeit, schlechter Gleichgewichtssinn. Der herabschauende Hund ging gerade noch, doch schon als es hieß „Und jetzt halten, haaalteeen!“, fingen Arme und Beine zu zittern an und ich war die Erste, die absetzen musste.

Bei den anderen Figuren lief ähnlich.

Immer wieder warf ich verstohlene Blicke in die Runde und merkte schnell: „Die halten alle länger durch als ich.“

Am Ende der Stunde verließ ich mit hochrotem Kopf den Raum und begriff vor lauter „Bestimmt halten mich alle für eine Versagerin!“ gar nicht, was diese 60 Minuten Yoga mit mir gemacht hatten.

Zurück am Schreibtisch merkte ich langsam, dass mein Körper von einer angenehmen Wärme erfüllt war. Ich fühlte mich zufrieden, leicht.
In der Nase einen letzten Duftrest des Massageöls auf meinem Nacken und ich war … tatsächlich tiefenentspannt.

Was ist Yoga eigentlich genau?

Da bin ich mal wieder mit der Tür ins Haus gefallen. 🙂

Alle Welt redet von Yoga, aber wusstest du, dass dieser „neue Trend“ eigentlich eine jahrtausende alte Lehre zur Selbstfindung ist?

Yoga wurde in Indien erfunden. Während wir es heute auf der ganzen Welt vorallem für unseren Körper und unser Wohlbefinden praktizieren, war Yoga damals dazu da, den Geist in Einklang und sich auf einen spirituellen Pfad zu bringen.
Durch die Kombination aus den Yogaroutinen, Asanas genannt; Atemübungen, Meditation, Entspannung und auch durch bewusste Ernährung, sollen sich unser Körper und Geist zu einer Einheit verbinden.

Innerhalb des Oberbegriffs „Yoga“ gibt es zahlreiche unterschiedliche Stile. Die bekanntesten bei uns sind:

  • Kundalini, eine energiegelandenere Form; fördert Körper und Geist
  • Sivananda (auch ‚Hatha‘), als ganzheitliche Yoga-Form; umfasst Körperstellungen, Atem- und Entspannungsübungen
  • Ashthanga oder Vinyasa, aus Hatha Yoga entstanden; eine modernere Form davon
  • Jivamukti, bei dem zu Musik geübt wird
  • Bikram, wo man bei 40° Raumtemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit trainiert

Etwas haben sie alle gemeinsam: Sie verwenden dieselben Asanas – 84 Haupt-Figuren gibt es. Nicht alle davon sind für jeden geeignet und man muss sie nicht alle beherrschen.

Yoga für Anfänger. Bild einer grünen Yogamatte mit einer Winkekatze. ZENtreasures.de

Warum mir Yoga gut tut – und dir auch

Seien wir ehrlich. Seit ich erzähle, dass ich Yoga praktiziere, kamen die unterschiedlichsten Reaktionen:
„Zündet man sich da nicht Räucherstäbchen an und betet ‚Omm‘ vor sich her?“
„Yoga? Das ist doch sowas wie das Kamasutra, oder?“ (lol!)
„Bringt das was?“
„Das ist doch stinklangweilig. Warum gehst du nicht lieber joggen?“

Was macht Yoga denn eigentlich so attraktiv?
Es…

  • baut Stress ab
  • löst Verspannungen
  • stärkt deine Rückenmuskulatur / deine Muskulatur im Ganzen
  • macht deinen Körper beweglicher
  • ist für jedermann lernbar
  • fördert die Blutzirkulation
  • stärkt deinen Gleichgewichtssinn
  • gibt dir ein neues Körperbewusstsein
  • verbrennt Kalorien
  • schüttet Glückshormone aus

Klingt nicht schlecht, oder? 🙂
Aber lass uns das genauer ausführen.

1. Jeder kann mit Yoga anfangen

Die Yoga-Lehrerin damals meinte zu mir:

Es kommt dir vielleicht noch nicht so vor, aber du kannst Yoga. Du hast einen Körper und atmest, also kannst du auch Yoga.

„Aber muss ich dafür nicht irgendwie… spirituell sein?

Nein.
Klar ist es hilfreich, wenn du eine gewisse Offenheit für Spiritualität mitbringst.
Aber das ist absolut kein Muss. Besonders die modernen Yoga-Formen wie Ashtanga, sind mehr auf den Bewegungs- und den Entspannungseffekt spezialisiert.

„Aber ich bin zu unsportlich, zu klein, zu dick, zu dünn, zu wenig gelenkig…“

Zu „irgendwas“ gibt es beim Yoga nicht.
Ich bin extrem ungelenkig und trotzdem sind die Übungen machbar für mich.

Es geht nicht darum, die Position auf die perfekte Weise darzustellen.
Vielmehr bist du frei, so weit zu gehen, wie du eben schaffst. Je nach körperlicher Verfassung.

Wie immer beim Sport, kommt auch beim Yoga die Beweglichkeit und der Fortschritt von allein. Du musst nur dranbleiben.

… Apropos!

2. Yoga ist auch Sport

Du bewegst deinen Körper, stärkst und dehnst ihn und tust ihm gut damit.

Gleichzeitig machst du deinen Körper flexibler und verbesserst deine Haltung. Dies kann sogar gegen Schmerzen helfen.

Ja, Yoga eignet sich auch, um Gewicht zu verlieren. Jedoch wirst du Geduld brauchen, wenn das dein Hauptziel ist. Die Ergebnisse auf der Waage sind gering und zeigen sich erst auf lange Sicht.

3. Yoga fördert dein Bewusstsein

Du kennst das vermutlich: Ständig kreisen deine Gedanken – über die Arbeit, Beziehungen, persönliche Bedürfnisse und Probleme… Zur Ruhe kommen? Fehlanzeige.
Das Ergebnis: Du fühlst dich ausgelaugt und kraftlos.

Eine regelmäßige Yogapraxis beruhigt deinen Geist und hilft dir, zu entspannen.
Es lässt dich achtsamer werden und deine Umgebung (wieder) wahrzunehmen.

Außerdem wirkt Yoga erfrischend und verschafft dir an stressigen Tagen neue Energie.

Quote. Log out. Shut down.Do Yoga. Yoga für Anfänger. Die 1. Yogastunde und warum ich drangeblieben bin. ZENtreasures.de

Mit Yoga anfangen – so kannst du reinschnuppern

Ich praktiziere derzeit nur nach Youtube-Videos.
Das klappt wunderbar, jedoch empfehle ich dir, erst ein paar Stunden unter professioneller Anleitung in einem Studio zu nehmen.
Bei den Haltungen kann man viel falsch machen und es besteht verletzungsgefahr! Auch wenn ein Online-Lehrer die Übungen gut erklärt; lerne es lieber von Anfang an richtig.
Ein Yoga-Lehrer wird dich unterstützen; dir genau zeigen, wo und wie du eine Haltung auszuführen hast – und vorallem bemerkt er mögliche Haltungsfehler sofort.

Yoga bei Youtube

Wenn du schon ein wenig Erfahrung hast und von zuhause aus üben willst, hier meine Youtube-Empfehlungen:

Happy & Fit Yoga

Happy & Fit Yoga ist ein deutschsprachiger Kanal mit verschiedenen Yoga-Lehrerinnen.

Die Auswahl an Videos ist riesengroß und bunt gemischt. Ob für Anfänger, Fortgeschrittene; jemanden, der etwas für den Rücken tun will oder vorhat, für den Sommer seinen Körper zu straffen: Die Chancen stehen gut, dass du hier fündig wirst.

Meine liebste Trainerin ist Amiena – probier unbedingt mal ein Video mit ihr aus (z.B. dieses hier für mehr Flexibilität)! Ihre Art ist total angenehm (ich liebe ihre Stimme!) und sie erklärt und zeigt die Übungen auch für Anfänger verständlich.
(Mittlerweile ist sie nicht mehr bei Happy & Fit Yoga, sondern hat einen eigenen Youtube-Kanal, den du hier findest).

Yoga with Adriene (Englisch)

Wenn man bei Youtube nach „Yoga“ sucht, stößt man zwangsläufig auf Adrienes Mishlers Kanal. Sie ist sowas wie die Yoga-Koryphäe der Plattform und eine wahnsinnig angenehme Person. Man macht einfach gerne mit ihr zusammen Yoga. 🙂

Seit kurzem übe ich ihr „Yoga Revolution“-Programm. Dabei wird 31 Tage lang trainiert; jeder Tag steht unter einem bestimmten Thema und enthält ein Video.
Das Ziel: Ein Gefühl für Yoga zu bekommen, flexibler und stärker zu werden.
Ich bin erst bei Tag 6, aber: Selten sind 30 Minuten so schnell vergangen wie mit diesen Übungen!

Hier kannst du dich kostenlos anmelden und bekommst deinen Trainings-Plan.
Und hier geht es direkt zu der Youtube-Playlist mit 31 Videos.

Yoga TX (Englisch)

Ein bisschen mehr „low budget“, aber deswegen nicht weniger gut: Yoga TX.
Auch hier unterrichten verschiedene Yoginis. Meine Favoritin ist Cole Chance, weil auch sie eine sehr entspannte Art hat und die Asanas gut rüberbringt.

Yoga im Studio

Wenn du lieber einen richtigen Kurs besuchen willst, google doch mal nach Yogastudios in deiner Umgebung.
Viele größere Orte haben mittlerweile eines (sogar unser 4.500-Seelen-Dorf); Städte sowieso.
Es gibt zwar einige Studio-Finder, allerdings fand ich keinen davon wirklich hilfreich. Gib am besten das gute alte „Yoga PLZ Ort“ bei Google ein.

Oft werden kostenlose (oder zumindest vergünstigte) Schnupperstunden angeboten. Meiner Meinung reicht so eine Probestunde schon aus, um ein Gefühl zu bekommen: Gefällt mir das?

Wie läuft so eine Yoga-Stunde im Studio ab?

Ich kann natürlich nur von meinen Erfahrungen aus zwei verschiedenen Studios berichten, habe mir aber sagen lassen, dass der Ablauf überall ähnlich ist.

Eine Yogastunde dauert ein- bis anderthalb Stunden. Anfangen wird meist im Liegen (Rückenlage) mit Atem- und Meditationsübungen, um zur Ruhe zu kommen.
Anschließend beginnt die eigentliche Praxis: Die Trainerin leitet mit ruhiger Stimme durch die Asanas und hilft hier und da auch nach.
Die letzten 15 Minuten sind zum Runterkommen. Augen schließen, einfach daliegen. Mit Glück gibt es noch eine kurze Nackenmassage mit Aromaöl zu genießen. Mein persönlicher Lieblingspart. 😉

Das war nun ein grober Überblick über dieses riesengroße Thema Yoga.
Ich werde sicher noch mehr darüber berichten (in Planung sind zum Beispiel ein Bericht über passende Ausrüstung und über Yoga-Übungen für die Morgenroutine).

Schreib mir doch bis dahin, ob du schon Yoga-Erfahrung hast oder vorhast, damit zu beginnen?

Winke, Winke! 

Yoga für Anfänger. GIF einer Winkekatze. ZENtreasures.de
 

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Sei doch mal still – Wie du Stille zu genießen lernst (Blogparade)

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Sei doch mal still – Wie du Stille zu genießen lernst

… das Beitragsbild ist natürlich nicht ernst gemeint. „Sei doch mal still“ – im positiven Sinne!

Stille wird im Alltag oft übertönt.

So beginnt die Einleitung zur Blogparade „Stille, die der Mensch ist“ von Meike und Nicolai.

Wenn auch du dich auf deinem Blog zu dem Thema äußern möchtest, bist du herzlich eingeladen, an der Parade teilzunehmen! Ende: 06.11.2016.
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Ich glaube, Stille schreckt uns Menschen grundsätzlich erstmal ab.

Still zu sein, nichts zu tun, nichts zu sagen, zu denken; bedeutet nämlich oft, dass wir uns mit unserem Selbst auseinandersetzen müssen.
Wird es von außen still, dreht unser Unterbewusstsein erst richtig auf und mahnt, zetert, schreit uns Dinge zu, die wir eigentlich nicht hören und lieber verdrängen wollen.

Wir sind ständig beschäftigt, halten nie die Hände still und unsere Gedanken drehen sich um zehn Dinge gleichzeitig – immer.
Bloß keine ruhige Minute mit unseren Gedanken zulassen!
… das ist zumindest meine persönliche Erfahrung.

Man kommt auf die unmöglichsten Verdrängungs-Taktiken.
Oft ertappe ich mich dabei, während ich an meinem Arbeitsplatz sitze und Routine-Tätigkeiten erledige: Meine Gedanken widmen sich nicht etwa der vor mir liegenden Arbeit, nein. Am liebsten singen sie. Wiederholen ein und dieselbe Song-Zeile.
Es sind unterschiedliche Songs, aber immer dieselben Zeilen. Stichwort: Schallplatte mit Sprung.
(Derzeit höre ich vermehrt koreanische Girl Groups und mein Kopf spielt deshalb K-Pop-Lyrics nach… was manchmal sehr eigentartig ist…)

Hast du jetzt auch Homer Simpson mit dem musizierenden Affen im Kopf vor Augen?

Warum ist das so?
Liegt es an der Arbeit, die meine Gedanken so dermaßen abschweifen lässt?
Mit Sicherheit.

Das Haupt-Problem ist eher, dass ich meine Gedanken irgendwie ablenken muss, um nicht über die wirklich wichtigen Dinge nachzudenken (= worüber ich im nächsten ZENtreasures-Blogpost schreibe oder welche Plugins das derzeitge Auftrags-Design noch benötigt). Denn das würde mich vollkommen von meiner eigentlichen Arbeit ablenken. (Glaub mir, ich fühle mich wirklich schlecht deswegen!)

Der Punkt ist, meine Gedanken kreisen immer um irgendetwas.
Ein Mal still sein; ruhig; an nichts denken?
Schwierig.

Aber genau das sollte ich – sollten wir – öfter mal versuchen!

Lass uns also ein wenig in der Vergangenheit zurückgehen; zu meiner ersten bewussten Erfahrung mit Stille.

Momente der Stille

November 2010

Es ist 9 Uhr – ich springe mies gelaunt aus dem Reisebus.
Orangensaft und gebratener Speck zum Frühstück ist zwar eine eine Kombi, die immer geht – in meinen Augen zumindest – aber dennoch bin ich angespannt: die vielen Leute (von denen ich niemanden mag), das frühe Aufstehen (es ist schließlich Urlaub!) und ja, ordentlich Hunger habe ich halt doch.

Unser Ziel: einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kyotos.
Wir beginnen mit 龍安寺, dem Ryoanji-Tempel, der, wie unser Reiseleiter uns erzählt, tagsüber so überlaufen ist, dass uns gar nichts anderes übrigbleibt, als jetzt schon dort aufzuschlagen.

Ich bin drei Tage in Kyoto und habe bereits einiges an Tempeln gesehen. Ehrlichgesagt – hast du einen gesehen, hast du alle gesehen. Dass Japan mich später so fesseln würde; dass ich es so vermissen könnte, ahne ich in dem Moment nicht.

Wie du Stille für dich nutzt. Japanischer Zen Garten Ryoanji in Kyoto. ZENtreasures.de Blogpost.

Doch schon als wir hintereinander den Weg Richtung Tempel entlang marschieren, macht sich Vorfreude breit.
Das Land-Kind in mir jubelt: Der Boden ist übersät von Moos, die Bäume geschmückt in schönstem Herbstlaub; grün trifft rot trifft gelb.
Überall verwinkelte Wege, Abzweigungen, Brücken und Steinsäulen. Und es ist so still.

Im Tempel ist unsere Gruppe bisher der einzige Besucher.

Während ich ohne Schuhe in meiner grauen Leoparden-Strumpfhose über das glatte Dielenholz tappe, hat das Desinteresse in Begeisterung umgeschlagen. Ich kann es kaum fassen: ich bin in einem japanischen Tempel, einem ECHTEN japanischen Tempel!

Müdigkeit? Hunger? Jegliche negativen Gedanken? Weggewischt.

Ich nehme Platz auf einer Art Holzbalkon; die Füße unter die Oberschenkel gepackt. Den Lotus-Sitz, den einige andere nun einnehmen, kann ich noch nicht.

Von meinem Platz auf den Dielen kann ich den ganzen Zen-Garten überblicken. Und es ist so still!

Wie du Stille für dich nutzt. Japanischer Zen Garten Ryoanji in Kyoto. ZENtreasures.de Blogpost.

Der „Hojo-Teien“ genannte Steingarten ist das, was du vielleicht von diesen Mini-Zen-Gärten kennst.
Akkurat geharkte Furchen im Sand, die Wellen darstellen sollen, wie man mir erklärte. Wellen ohne Anfang und Ende, gleich dem ‚Fluss des Lebens‘.
Der Betrachter soll dadurch eins mit der Natur werden und zur Ruhe kommen. Aus diesem Grund sind Zen-Gärten auch so beliebte Meditations-Orte.

Wie du Stille für dich nutzt. Japanischer Zen Garten Ryoanji in Kyoto. ZENtreasures.de Blogpost.

Ryoanji bedeutet ‚Tempel des zur Ruhe gekommenen Drachen‘, wird mir erklärt. Mittlerweile verstehe ich vollkommen, wieso das so ist.

Ich sitze sicher eine halbe Stunde da und starre einfach nur. Irgendwann kommt mir der Gedanke, dass ich jetzt gerne gewusst hätte, wie man meditiert. Bis heute war das übrigens der ausschlaggebende Grund, überhaupt mit Meditation und Achtsamkeit anzufangen – wirklich wahrgenommen habe ich das allerdings erst vier Jahre später.

Danach fühle ich mich seltsam. Der Rückweg verläuft größtenteils schweigend – und wir sind 15 Leute, die gerade nicht reden möchten.
Der übrige Tag ist wie der Blick in eine Milchglasscheibe. Vage. Gäbe es keine Fotos, hätte ich ihn wohl ganz vergessen.
Es gibt nichts mehr, was so herausstach wie diese 30 Minuten Stille.

Damals habe ich noch nicht verstanden, was die Stille des Ryoanji mit mir gemacht hat…

Wie du Stille für dich nutzt. Japanischer Zen Garten Ryoanji in Kyoto. ZENtreasures.de Blogpost.

Infos: Ryoanji-Tempel Kyoto, Japan
Anfahrt: per JR Bus vom Hauptbahnhof Kyoto (fährt ca. alle 20 Minuten) oder mit der Keifuku Kitano Linie; Ausstieg: Ryoanji-Michi
Öffnungszeiten: 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr (März bis November)
8:30 Uhr bis 16:30 (Dezember bis Februar)
Eintritt: 500 Yen

Ganz in der Nähe befindet sich übrigens der Kinkakuji, der Goldene Pavillion (Distanz 5 Minuten mit dem Bus; ca. 20 – 25 Minuten zu Fuß).

Mit mir allein sein: Kann ich Stille akzeptieren lernen?

Stille macht mich wahnsinnig Aber sie entspannt mich gleichzeitig.
Wenn ich alleine zuhause bin, drehe ich immer Musik auf. Oder fahre direkt einkaufen oder die Eltern besuchen, nur um nicht mit mir alleine zu sein… you get the idea.

Andererseits bin ich gerne alleine. Sehr gerne.
Vorallem, wenn ich mich kreativ betätige.

Wenn du dich selbst gerne kreativ betätigst und/oder sowieso eine introvertierte Person bist, wirst du mir das nachfühlen können.

Kannst du Stille akzeptieren lernen? Ich sage: Ja!

Stille hat zwei meiner Meinung nach Seiten:

Die, in der du dich unwohl fühlst.

Und die, die du genießt.

Stille genießen lernen

Ich habe es vorhin schon angesprochen: Stille kann manchmal ganz schön einschüchternd sein.
Vorallem, wenn gerade niemand da ist für ein Gespräch – das findet zu gerne im eigenen Kopf statt.
Ist man alleine mit seinen Gedanken, schweifen die zu gerne in unangenehme Richtungen ab.

Ich sage: Hör hin!
Wenn wir uns gedanklich mit den Dingen auseinandersetzen, die uns „eigentlich nicht“ beschäftigen, werden wir auf kurz oder lang unsere Antwort bekommen.
Sei ehrlich – wie oft denkst du „Eigentlich habe ich darauf gar keinen Bock“, sagst aber „Ja, klar komme ich vorbei!“?
Oder: „Diese Ausbildung ist die bestimmt die beste Option.“, denkst aber „… eigentlich wäre ich doch so gerne…“
„Es geht mir gut!“, rufst du aus, meinst aber in Gedanken „da wäre noch dieses und jenes und…“.
Verstehst du, was ich meine?
Stille; sich mit seinen Gedanken auseinander zu setzen, legt deine wahren Gefühle frei. Die, die du nicht gerne aussprichst.
Oder denen du dir noch nicht sicher bis. Eigentlich.

Wie du Stille für dich nutzt. Japanischer Zen Garten Ryoanji in Kyoto. ZENtreasures.de Blogpost.

Runterkommen – Stress reduzieren

Last but not least: Indem du nichts tust, nichts redest, nichts denkst, entspannst du.
In unserer Gesellschaft ist „busy sein“ und „Workaholic“ schon so im Trend, dass wir alle total vergessen, wie schön es ist, einfach mal zu relaxen.

Meditation

Meditieren ist eine hervorragende Möglichkeit, um Runterzukommen.
Ich empfehle hier wiedereinmal Jason Stephenson bei Youtube oder die App 7Mind, die besonders auf Anfänger zugeschnitten ist.

Breathe in, breathe out

Das Meditieren und ich – wir sind noch keine richtigen Freunde. Haben uns oft getroffen, aber der Funke will noch nicht überspringen.
Deshalb arbeite ich gerne mit Atemübungen, vorallem während meiner Morgenroutine.

Bequem hingesetzt, Augen zu und einfach atmen.
Um mich nicht von meinen Gedanken ablenken zu lassen, denke ich jeden Atemzug mit.
„Ein“ denken und einatmen – „aus“ und ausatmen.

Wenn ich besonders unter Strom stehe, stelle ich mir während der Atemübungen gerne einen Strauß bunter Luftballons vor. An jedem der Ballons hängt eine Karte auf die ich meine Gedanken gepackt habe. All diese Sorgen-Ballons schicke ich los in den Himmel und sehe zu, wie sie immer kleiner und kleiner werden. Bis sie ganz aus meinem Kopf verschwunden sind.
Das mag sich anfangs komisch anfühlen, aber es funktioniert!

Rausgehen!

Frische Lust reduziert Stress nachweislich.

Geh also einfach mal raus; spazieren.
Geh alleine, ohne Musik oder ein Hörbuch im Ohr, ohne das Handy in der Hand.
Versuch, dich nur auf deine Umgebung zu konzentrieren.
Du brauchst dazu nicht unbedingt einen Waldspaziergang. Selbst eine Runde um den Block kann Wunder wirken!
Probier es einmal aus!

Wie du Stille für dich nutzt. Japanischer Zen Garten Ryoanji in Kyoto. ZENtreasures.de Blogpost.

Wie empfindest du Stille? Genießt du sie oder macht sie dich unruhig?
Teil mir gerne deine Gedanken dazu mit!

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Achtsamkeitsritual: Tourist in der eigenen Heimat

Achtsamkeitsritual: Tourist in der eigenen Heimat. Ein Blogpost auf ZENtreasures.de
Edit: 29.10.2016
Tellyventure rief zu einer Blogparade auf und stellte die spannende Frage: „Was bedeutet ‚HEIMAT‘ für dich?“

Hast du dich schon mal gefragt, was Heimat wirklich für dich bedeutet? Wie sie sich anfühlt oder was du deinen Kindern später darüber erzählen wirst? Fragst du dich auch manchmal, woher du eigentlich kommst oder wo du Zuhause bist?

Da sich das hervorragend mit meinem Achtsamkeitsritual verbinden lässt, habe ich diesen Beitrag ergänzt. Viel Spaß beim Lesen!

Achtsamkeitsritual:
Tourist in der eigenen Heimat

Ich reise viel. Wandere noch viel mehr.
Aber meine direkte Umgebung kenne ich eigentlich gar nicht. Der Weg zum Bäcker läuft sich praktisch blind, auf meinen Arbeitsweg achte ich schon lange nicht mehr und fragt mich jemand, wo sich Straße X in meinem Ort befindet, weiß ich das im Normalfall nicht.

Meine Heimat ist so vielfältig, dass ich gar nicht dazu komme, sie genauer kennenzulernen.

Doch lass mich erst ein wenig ausholen…

Was bedeutet ‚Heimat‘ eigentlich?

„Ich ziehe in eine neue Heimat.“
„Dieses Land wird ab jetzt meine Heimat sein.“

Nach meiner Definition legen wir nicht irgendwann irgendwo fest: Das ist jetzt meine Heimat.

Für meine Mutter bedeutet Heimat etwas anderes als für mich.
Für sie ist es der Ort, an dem sie geboren und aufgewachsen ist, aber nicht der, an dem sie den Großteil ihres Lebens verbracht hat.

Für dich bedeutet Heimat vielleicht wieder etwas Anderes.

Das, was ich als ‚Heimat‘ bezeichne, ist weniger ein bestimmter Ort, denn ein Lebensraum, der das Gefühl von Freiheit in mir weckt.
Es ist das Wissen, meinen Tag selbst gestalten zu können, spontan umplanen zu dürfen und niemandem Rechenschaft ablegen zu müssen.
Durchzuatmen.

Die Begriffe Heimat und Freiheit gehen Hand in Hand für mich.

Heimat ist…

Wo es Berge gibt, fühle ich mich zuhause.

Die Alpen; generell Berge sind für mich ein Synonym für Heimat. Ein jeder Gipfel macht mich ein Stückchen vollständiger; glücklicher.
Wo es Berge gibt, fühle ich mich zuhause. So einfach ist es.
(Ja, ich bin leicht zu begeistern. Setz‘ mir einen Berg vor die Füße, dann mag ich dich!)

Heimat ist aber noch viel mehr.

Heimat
… war das winzig kleine Apartment in Tokyo, in dem kaum mehr Platz hatte als zwei Futons.
… ist die Küche meiner Schwester, wo ein knisternder Ofen uns wärmt, während wir an selbstgemixten Cocktails nippen.
… war die erste Wohnung meiner Freundin in Köln, in der wir kaum Platz, aber trotzdem so viel Spaß hatten.
… genauso wie die Wohnung einer anderen Freundin in Berlin, bei deren Familie ich mich immer willkommen fühle.
… ist das Feld, das an den Hof meiner Eltern angrenzt und von einer einzigen, uralten Eiche geschmückt wird, unter der ich als Kind so oft saß.
… ist aber auch die Gegend, in der ich lebe – Oberbayern.

Die Liste ließe sich noch ewig weiterführen.

Vielleicht warst du bisher immer davon überzeugt, keine Heimat zu haben.
Vielleicht hilft dir aber das nachfolgende Ritual dabei, das zu ändern.

Achtsamkeitsritual: Tourist in der eigenen Heimat. Ein Blogpost auf ZENtreasures.de

„You live here!“

Wir sind so gefangen in unserer alltäglichen Routine, dass wir unsere Umgebung nicht mehr wahrnehmen.
Kein Wunder, dass Achtsamkeit immer wichtiger wird.

Richtig die Augen geöffnet wurden mir Ende Juni. Es war Besuch aus dem Hohen Norden angereist und ich hatte mir einen heißen Mittwoch spontan freigenommen.

Einen ganzen Tag lang spielten wir Tourist in der eigenen Heimat.

Wir liefen einfach drauf los; durch Gassen, über Brücken; an unzähligen tollen Restaurants, Cafés und Gärten vorbei; kehrten ein, wo es uns gefiel und machten es uns später am See gemütlich.

Ich war ehrlich geschockt, dass ich keinen dieser Flecken je wahr genommen hatte; ja größtenteils nicht einmal kannte.

Mein Freund aus Finnland brachte es auf den Punkt:

Why didn’t you visit all those places before? You live here!

Was soll ich sagen. Er hat vollkommen recht.
Wir haben hier quasi ein Naherholungsparadies vor der Haustür – Menschen aus ganz Deutschland, ja, Europa, verbringen ihre Urlaube hier – aber wir nicht.

Mir war das Ganze unwahrscheinlich peinlich. Ich konnte ihm nicht erklären, wieso das so ist.
Zu sehr im Hamsterrad namens Routine? Bestimmt.
Zu faul, um überhaupt auf Entdeckungstour zu gehen? Ja, auch.

Du merkst schon, bei mir hat das einen Nerv getroffen.

Seither bin ich total angefixt, mehr „Urlaub dahoam“ zu machen.

Und dass mir das auch noch richtig gut tut, merke ich daran, wie viel aufmerksamer ich geworden bin – und wie viel mehr Spaß es macht, auf Entdeckungsreise in meiner nahen Umgebung zu gehen.
Es ist quasi ein Achtsamkeitsritual, das sich ohne großen Aufwand zelebrieren lässt.

Die benefits daraus, so wie ich sie erlebe, habe ich hier für dich zusammengefasst.

Achtsamkeitsritual: Tourist in der eigenen Heimat. Ein Blogpost auf ZENtreasures.de

Du nimmst deine Umgebung wieder besser wahr

Das ist ein wichtiger Punkt beim Thema Achtsamkeit. Wahrnehmen, ohne zu bewerten.
Letzteres streichen wir hier einmal ganz frech, denn hey, du darfst und sollst ausflippen, wenn du einen genialen neuen Shop, das Café mit dem besten Espresso der Stadt oder diesen winzig kleinen See, dessen Wasser so klar ist, dass du bis auf den Grund sehen kannst, entdeckst.

Selbst altbekanntes auf unserem täglichen Arbeitsweg kann Neues bieten. Wenn du genauer hinschaust.
Mir ist neulich zum Beispiel aufgefallen, dass ein Trampelpfad durch den Wald verläuft, durch den ich jeden Tag fahre. Irgendwann will ich diesen Pfad erkunden gehen.

Betrachte einen, unbekannten-bekannten Ort doch mal so, als würdest du ihn nicht kennen.
Auch das kann ein Gefühl von Heimat in dir erwecken.

Und, was hast du entdeckt?

Heute spontan, morgen geplant

So sehr ich eine gewisse Alltagsroutine (wie z.B. durch meine Morgenrituale) schätze, fremde Orte wollen entdeckt werden. Spontan.

Heute da, morgen dort, übermorgen wieder dahin, wo wir gestern schon die Gesichter in die Sonne streckten.

Genau das praktiziere ich immer mehr auch auf meinen Reisen. Mein Ziel ist es, das auch in meinen Alltag zu integrieren.

Wenn dir Spontanität – so wie mir – eher schwerfällt, fang klein an.

  • Gehe zu Fuß anstatt mit der Straßenbahn zu fahren.
  • Biege eine Straße früher ab als deine gewohnte Routine.
  • Reserviere im Sushi-Lokal zwei Blocks weiter, anstatt immer in dasselbe zu gehen. Die Chance ist gegeben, dass es noch besser schmeckt (und wenn nicht – vielleicht gibt es noch Weitere japanische Restaurants zu entdecken!).

Auf zur Schatzssuche – nach neuen Lieblingsorten

Das ist eines der Dinge, die ich am Reisen so liebe: Neues entdecken, sich vollkommen treiben lassen. Einfach loslaufen, irgendeine vermeintlich falsche Abzweigung nehmen, „weil es in diesem Gässchen so hübsch aussah“ und plötzlich an Orte kommen, die man weder erwartet noch erträumt hätte.

Warum das also nicht auch zuhause einmal versuchen?

Wenn du auch so viel Spaß an der Recherche neuer Lokale oder Geschäfte hast, dann hopp hopp, Google Maps geöffnet, den gewünschten Ort eingeben und einfach mal gucken.
Welche Läden gibt es wo, welche Cafés oder Parks; welche Haltestellen liegen in der Nähe deines Ausgangspunktes?

Das Kind in dir tritt zum Vorschein

Das mag übertrieben klingen, aber ich habe mich während dieser kleinen Alltagsfluchten genau so gefühlt: aufgeregt; begeistert!

Das Schöne: Weder musst du von jetzt auf gleich deine Sachen packen und nach Neuseeland auswandern, noch dich auf Sinnsuche über den Jakobsweg quälen. (Kannst du beides gerne machen, aber wir wollen erstmal klein anfangen.)

Dass das auch schon bei einem Nachmittag an einem fremden Ort hervorragend klappt, war mir bislang allerdings nicht klar.

Es ist wie als Kind damals, auf Schatzsuche.
Wir wussten, irgendwo erwartet uns eine Kiste voller Münzen (Katjes Eurotaler, bessergesagt); haben eine ungefähre Anleitung anhand einer Schatzkarte dabei. Aber finden mussten wir unser Ziel von allein.
Manchmal waren wir so vertieft, dass wir unseren Schatz ganz vergessen haben, weil es so viel Anderes zu sehen gab. Wie spannend unsere Heimat sein kann!
Also lass uns wieder Kind sein!

Abschalten war noch nie so leicht!

Du bist gestresst? Eigentlich nervt dich alles?
Oder fehlt die Inspiration für ein neues Projekt?
Möglicherweise versucht sich deine Muse selbst gerade an diesem Achtsamkeitsritual und ist auf Entdeckungstour. Schließ‘ dich ihr an!

So ein Tag Heimaturlaub ist ein bisschen eine Alltagsflucht.
Raus aus dem Trott; den Routinen. Alles kann, nichts muss, wie man so schön sagt.

Und oft ist es genau das, was wir an einem stressigen Tag benötigen: Ablenkung, keine Termine, frische Luft und eine Prise Abenteuerlust.
Glaub mir, danach setzt du dich gerne und mit neuer Motivation wieder an deine liegengebliebene Arbeit. Tried & tested! 😉

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Egal, wo du lebst, ich wette, auch bei dir gibt es wunderschöne Fleckchen, die es sich lohnen, entdeckt zu werden.
Der Stadtpark oder die Wiesen um dein Dorf herum. Euer Badesee – oder der im Nachbarort, in dem du zuletzt als Kind schwimmen warst.
Die Skulpturen mitten in der Stadt, die eigentlich ganz coole Fotomotive wären… oder einfach nur das andere Sushi-Restaurant; zwei Straßen weiter als dein Stammlokal.

Möglicherweise hat der Ort, an dem du lebst, bisher kein Heimatgefühl in dir ausgelöst.
Aber vielleicht hilft dir genau dieses Achtsamkeitsritual dabei, dich mehr zuhause zu fühlen?

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Erzähl mal! Was bedeutet Heimat überhaupt für dich und wo ist deine
Wann warst du zuletzt Tourist in der eigenen Heimat? Was hast du entdeckt?

Kannst du dir vorstellen, dieses Achtsamkeitsritual einmal auszuprobieren?

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Bist du im Einklang mit dir selbst?

Im Einklang mit sich selbst sein - Blogparade // ZENtreasures.de

Bist du im Einklang mit dir selbst?

Nein, wirklich.
Lies hier nicht nur drüber, sondern stelle dir genau diese Frage:

Bin ich im Einklang; im Reinen mit mir?

So wie ich gerade hier in meinem überhitzten Wohnzimmer sitze und diese Gedanken niederschreibe, kann ich ohne zu zögern antworten: Ja. Ich bin im Einklang mit mir.

Die zwei Säulen des „Mit sich im Reinen Seins“

Ich glaube, das ultimative Ziel ist es, mit sich selbst im Reinen zu sein.
Denn du bist zufrieden. Du magst dich selbst; magst, mit wem du deine Zeit verbringst; magst, was du tust – und strahlst diese Balance auch gegenüber Anderen aus.

Für mich geht das Hand in Hand mit zwei Begriffen:

Selbstliebe und Freiheit

Sobald du dich selbst liebst, kommt auch die Freiheit.
Und umgekehrt.

Je freier du bist, desto zufriedener und ausgeglichener mit deinem Leben wirst du sein – auch mit dir selbst.

Daran glaube ich ganz fest.

Im Einklang mit sich selbst sein - Blogparade. ZENtreasures.de

Nun widmen wir uns konkreten Tipps, die dich auf den Weg in Richtung Selbstliebe, Freiheit und Einklang bringen.

5 Tipps, um mehr mit dir selbst ins Reine zu kommen

1. Nur weil es Trend ist, musst du es nicht mitmachen.

Culottes.
Grillkäse.
Immer busy sein.
Das sind Trends, die mich persönlich zum Weglaufen bringen.
Aber: Ich lasse mich nicht davon stören.
Nur weil gerade jeder weite, bunte Culottes trägt, werde ich nicht auf meine schwarzen Skinny Jeans verzichten. Eigentlich klar, oder?

In der Schule, Arbeit und auch im Web sind wir ständig Konkurrenz ausgesetzt.
Trends werden gesetzt, gekauft, getragen. Wer nicht mitläuft, wird blöd angestarrt. Im besten Fall.

Dabei musst doch du dich wohlfühlen.
Egal, was du isst. Egal, welche Musik du hörst. Egal, worüber du schreibst.
Egal, worin.

Wenn ich eines mit Sicherheit sagen kann, dann das:

Trends kommen und gehen.
Lebe du so, wie es dir gefällt – damit lebt es sich leichter.

2. Hör auf zu suchen! Nimm an, was du schon hast.

Eine neue Liebe. Den Traumjob. Erfüllung.

Es liegt in unserer Natur als Mensch, immer auf der Suche nach MEHR zu sein.
Ich nehme mich da nicht aus, denn ich bin auch auf der Suche nach Erfüllung. Sonst gäbe es ZENtreasures nicht.

Hast du auch jemanden in deinem Bekanntenkreis, die nach der großen Liebe sucht – und kaum, dass sie damit abgeschlossen hat, steht diese Liebe vor ihr?
Oder mein Nebenjob: Ich war nicht auf der Suche – und bäm! – da war er und ist der Richtige.

Solche Geschichten höre ich immer wieder. Du doch auch, nicht wahr?
Sobald du dich nicht mehr krampfhaft versteifst, laufen die Motoren von selbst an.

Vergiss bei all dem „Ach, hätte ich doch nur xxx, dann wäre ich glücklicher!“ jedoch nicht das, was du schon hast und sei öfter dankbar dafür!

Tipp: Führe ab sofort ein Dankbarkeits-Journal.

Was das ist?
Schlicht ein Notizbuch (oder eine Notiz-App wie Evernote oder Scrivener, wenn dir das mehr liegt), in das du täglich einträgst, wofür du an diesem Tag dankbar bist.

Ich schreibe mir jeden Abend vorm Schlafen gehen 3 – 5 Punkte auf, für die ich heute dankbar war.
Das können Dinge sein, die ich geschafft habe, ein besonderes Erlebnis, Auszüge aus inspirierenden Gesprächen, Komplimente oder ein Lob, das ich bekommen habe.
Heute Abend werden wohl Dinge wie „Ich habe einen neuen Blogpost geschafft“ und „Der Freund hat Frühstück gemacht“ drinstehen. Denn sie machen mich glücklich.

Bonus: Wenn du einen schlechten Tag hast, wirf einen Blick in dein Dankbarkeits-Büchlein. Wetten, danach fühlst du dich besser?

3. Lebe im Jetzt!

Hand in Hand mit dem vorherigen Punkt geht dieser: Lebe im Jetzt. Sei präsent.

Wie oft schwelgen wir in der Vergangenheit?
Erinnerungen, nach denen wir uns sehnen.
Fehler, die wir gerne rückgängig machen würden.
Schuldgefühle, die uns verfolgen.

Doch das ist vergangen. Erledigt. Unveränderbar. Vorbei.

Von der Zukunft können wir träumen. Können planen und vorbereiten.
Aber auch sie liegt letztlich nicht in unserer Hand.

Ist es da nicht beruhigender, dass du dich eigentlich nur um eines kümmern musst?
Nämlich um das Jetzt; die Gegenwart.

All das, was du in diesem Moment tust, beeinflusst deine Zukunft.

Yesterday is history.
Tomorrow is a mystery.
Today is a gift.
That’s why they call it the Present.

4. Schalte mal auf Durchzug!

Menschen neigen dazu, immer und überall ihren Senf dazugeben zu müssen.
Ja, gute Ratschläge sind nie verkehrt.
Meist sind sie nett gemeint – mehr aber nicht.

Wenn du von etwas überzeugt bist, zieh es durch und „lasse reden“.
Selbst wenn du einmal falsch liegst: Du hast diese Erfahrung selbst gemacht; hast selbst daraus gelernt.

Und allein dadurch kommst du mit dir ins Reine, denn du hast es versucht.

5. Tue etwas für dich, ohne dich schuldig zu fühlen

Wann hast du zum letzten Mal etwas nur für dich getan?

Ich bin kein Workaholic.
Im Gegenteil. Du kennst mein Problem mit der Aufschieberitis vielleicht schon.
An so manchem faulen Sonntag, den ich höchstens mit der Auswahl einer neuen Serie auf Netflix verbracht habe, verfluchte ich mich selbst.
Die To-Do-Liste hakt sich nicht von selbst ab – und selbst, wenn ich mich nur mal wieder an meine Japanisch-Vokabeln gesetzt hätte… in Gedanken war alles besser als dieses faule Rumliegen.

… Aufgestanden bin ich aber trotzdem in den seltensten Fällen.
Stattdessen habe ich mich nur noch mehr niedergemacht.

Inzwischen akzeptiere ich das. Lasse es zu.
Manchmal braucht es diese faulen Couch-Tage einfach.

Stresse dich also nicht ständig wegen Dingen, die du gerade einfach nicht schaffst/nicht schaffen willst. Im Gegenteil, nimm es an! Vielleicht ist genau so ein Serien-Nachmittag das, was du heute brauchst. Oder ein Schaumbad. Oder eine neue Handtasche. Der Lauf um den Block.

Danach wirst du dich besser fühlen und kannst dich mit neuem Elan deiner To-Do-Liste widmen.

Im Einklang mit sich selbst sein - Blogparade. ZENtreasures.de

Abschließende Worte

Wenn wir beide, du und ich, nun ehrlich miteinander sind, wissen wir Folgendes bereits:
Ich erzähle dir hier nichts Neues. Den ein oder anderen Punkt hast du sicher schon so gelesen.
Aber warum werden solche Tipps wieder und wieder gegeben?
Weil sie helfen.

Erzähl mir, was davon du bereits schon umsetzt!

Dieser Beitrag ist Teil einer Blogparade
Dieser Blogpost ist im Rahmen der wundervollen Blogparade „Leben im Einklang mit sich selbst“ bei kreativgedacht.de.

Ich entschied schon nach dem ersten Absatz: Da machst du mit!
Und wirklich war das Thema überaus interessant! Es hat mich viel Grübelei gekostet und seit ich an diesem Beitrag feile, wurde immer wieder gelöscht und umgeschrieben. Aber das macht das Ganze ja nur umso spannender, nicht wahr?

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Wie fühlt es sich für dich an, mit dir im Einklang zu sein?
Was bedeutet Freiheit für dich?

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#ZenMorning 2 – Morgenseiten schreiben

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#ZenMorning 2 – Morgenseiten

Morgenseiten. Oder Morning Pages.
Zum ersten Mal darüber gelesen habe ich sicher schon vor einem Jahr. Die Idee, morgens zu schreiben, war zwar gut, aber nicht überzeugend genug, mich dafür aufzuraffen.
Und flugs war das Ganze wieder vergessen.

Wirklich ermutigt hat mich erst dieses Video von Aileen Xu vor ca. 4 Wochen. Ihr Youtube-Kanal ist mein Liebster und so inspirierend, dass ich gar nicht anders konnte, als es auszuprobieren. „Wenn Aileen die Morning Pages empfiehlt, muss ich sie testen!“, dachte ich.

Gesagt, getan.

Jetzt, einige Wochen und vorallem viele vollgeschriebene Zeilen später, sind die Morgenseiten das Favorite meiner Morgenroutine.

Morgenseiten - Wie Schreiben dir hilft, fokussiert und motiviert in den Tag zu starten. ZenMorning. ZENtreasures.de Blogpost

Morgenseiten schreiben – wie du vorgehst

Die meisten „Gurus“ empfehlen, pro Tag drei DIN A4 Seiten vollzuschreiben.

Mir persönlich ist das zu viel. Dafür reicht meine Zeit morgens einfach nicht und noch früher möchte ich ehrlichgesagt auch nicht mehr aufstehen.

Normalerweise versuche ich, 2 A4 Seiten vollzuschreiben. Das dauert ungefähr 25 – 30 Minuten.
An manchen Tagen – wie heute beispielsweise – wird es nur eine Seite, weil ich die übrige Zeit lieber in ein paar mehr Sporteinheiten investieren will.
Stresse dich also nicht; selbst wenn du nur 1/2 Seite schaffst – oder gar nichts.

Das Werkzeug: Stift. Und Block. That’s it.
Kugelschreiber oder Füller? Bleistift oder Fineliner? Oder lieber die Tastatur?

Ein Block; kariert oder liniert? Oder schreibst du lieber in ein Notizbuch? Word-Dokument oder Notizapp?
Ganz egal.

Mir persönlich gefällt die Kombi Kuli + karierter Block am besten.
Wie immer gilt: Mache, was sich für dich richtig anfühlt.

Die ansonsten einzige Regel: Schreibe. Schreibe. Schreibe.

Meine allererste Seite habe ich folgendermaßen begonnen:

Hello. First Morgenseite ever. Es ist Montag und gerade mal 6:08 Uhr. Uff.
Eigentlich bin ich noch saumüde. Normalerweise würde ich um diese Zeit ja auch noch schlafen. Schlaaaafen. Wäre ich nicht so müde, würde ich vielleicht wissen, was ich schreiben könnte…

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Schreibe einfach, was dir in den Sinn kommt.

Plane deinen Tag.
Schildere deinen letzten Traum.
Oder schreibe die ersten Zeilen des Buches, das du schon immer schreiben wolltest.

Und wenn du eine Seite lang deinen Namen aufschreibst – egal.
Du wirst sehen: Sobald du im „Flow“ bist, kommen die Gedanken und Ideen wie von selbst.

Was dir das Schreiben von Morgenseiten bringt

Aufgeschrieben ist aus dem Kopf

Wer hier schon eine Weile mitliest, weiß: Das predige ich immer wieder.
Weil es stimmt.
Alles, was dir so in den Gedanken herumspukt, nervt nicht länger (oder zumindest weniger), wenn du es aufgeschrieben hast.

Der Stift wirkt wie ein Ventil – ich denke da immer an das Denkarium aus Harry Potter. Genau wie Albus Dumbledore mit seinem Zauberstab Gedankenfäden aus seinem Geist zieht und in das steinerne Gefäß lenkt, transportieren wir eben unsere eigenen Gedankenfäden auf ein Blatt Papier.
Und wie Dumbledore gewinnen auch wir dadurch einen besseren Überblick über das, was uns im Kopf herumschwirrt.

Deine Kreativität wird angeregt

Absolut! Sobald du in den oben beschriebenen Flow kommst (und glaub mir, das wirst du!), fließen die Buchstaben und Worte nur so aus dir heraus.

Manchmal muss ich gar den Stift kurz beiseite legen; schnell zum Handy laufen, Evernote öffnen und eine Idee einspeichern. Weil es eine Idee ist, die merkenswert ist.

Du trainierst deinen „Schreibmuskel“

Kein Witz! Selbst wenn du nur deinen Namen oder alle 7 Wochentage hintereinander aufschreibst; selbst wenn du Fehler machst oder krakelst: Indem du regelmäßig schreibst, polst du dich selbst darauf, BESSER zu schreiben.

Gerade kreative, angehende Schreiberlinge wie Autoren, Solo-Preneure oder Blogger, lernen so, ein Gefühl für’s Schreiben zu bekommen.
Wann fällt es mir am leichtesten/wann ist die Motivation am geringsten?
Wie schnell kann ich schreiben?
Wo mache ich Fehler? Was gelingt mir gut?

Durch die tägliche Routine planst du automatisch Zeit zum Schreiben ein. Und kannst dir den Traum vom eigenen Roman oder regelmäßigem Bloggen erfüllen. Dream big!

Die To-Do-Liste schreibt sich wie von selbst

Organisation? Durchgeplanter Tag? Also bei mir nicht; nie.
Trotzdem schreibe ich immer wieder auch auf, was ich für diesen Tag so geplant habe.
Das ist nicht durchgetaktet á la „10:00 Uhr Termin X, 11:00 Termin Y“.

Vielmehr notiere ich mir einfache Gedächtnisstützen, z.B. „Heute Abend will ich das Branding meiner Design-Website nochmal überarbeiten. Das könnte ich so und so machen…“

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Abschließende Worte

An manchen Tagen – geht nichts.
Morgenseiten sind weder der Elderstab noch die sieben Dragonballs. Sie bewirken keine Wunder, erfüllen keine Wünsche – und Lord Voldemort könnte dieses Ritual genauso in seine morgendliche Routine einbauen wie du und ich.

So viel Ehrlichkeit muss sein und ich habe das Gefühl, dass all die begeisterten Youtuber und Gurus das gerne „vergessen“.

Also: Wenn das Schreiben zu einem Zwang wird oder du schlicht einmal keine Motivation verspürst: Akzeptiere diesen Umstand und lass es für heute gut sein.

Vielleicht bekommst du später am Tag noch Lust darauf, ein paar Worte zu notieren. Vielleicht klappt es auch morgen wieder. Setze dich nicht unter Druck.

Aber probiere es einmal aus!

Denn Morgenseiten sind meiner Meinung nach eine absolute Bereicherung für unser Leben.

Und wenn du jetzt noch nicht inspiriert bist, schau dir Aileen’s Video hier an:

Schreibst du Morgenseiten oder hast vor, damit anzufangen?
Wann schreibst du überhaupt? Morgens, abends oder immer, wenn es eben gerade passt?

Morgenseiten - Wie Schreiben dir hilft, fokussiert und motiviert in den Tag zu starten. ZenMorning. ZENtreasures.de Blogpost
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