Beiträge von Chrissi Chrissi

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst

Deine Freunde Stefan und Stefanie wollen einen Marathon laufen.
Stefan geht die Sache zielstrebig an: Er markiert sich das Start-Datum im Kalender, stellt sich einen Trainingsplan zusammen und trainiert täglich für sein Ziel.
Er erzählt allen in seinem Umfeld von seinem Plan, wird motiviert; er trackt seine Laufzeiten und pusht sich zu immer neuen Höchstleistungen.

Stefanie macht es anders: Sie markiert sich zwar auch das Start-Datum im Kalender, weiß aber nicht, wie genau sie nun weiter vorgehen soll.
Also geht sie wie gewohnt 3x pro Woche laufen.
Der Marathon rückt aus ihren Gedanken und niemand erinnert sie daran oder spornt sie an.
Ihre Zeiten verbessern sich, aber sie verändert nichts an ihrer gewohnten Laufstrecke.

Als der Tag des Laufs gekommen ist, gehen beide an den Start.

Was denkst du – wer von beiden wird den Marathon erfolgreich abschließen und wer wird aufgeben?

Was ist ein Mindset und wie finde ich es?

Alle reden davon:

Du brauchst das richtige Mindset!

Schön und gut, nur was ist das überhaupt? Wie finde ich es? Kann man das essen?

Dein Mindset ist das, was dich antreibt; dich motiviert. Deine innere Einstellung.
Es fußt auf deinen Glaubenssätzen. Wenn du dir dauernd einredest, du wärst dumm, hässlich und zu nichts zu gebrauchen – glaubst du es irgendwann.
Dein Kopf; deine Gedanken gaukeln dir vor, dass es genau so ist.

Genauso verstärkt dein Mindset aber auch die positiven Gedanken. Du bist davon überzeugt, dass du deinen Traum, erfolgreiche Buchbloggerin zu werden, verwirklichen wirst?
Solche Gedanken mag dein Mindset! Denn es hilft dir dabei, sie wahr werden zu lassen.

Du kannst dir das Mindset wie einen massiven Baumstamm vorstellen. Es ist das Fundament deiner persönlichen Entwicklung und deines zukünftigen Erfolges.
Die Baumkrone – der Schmuck – stellen deine Talente und Fähigkeiten dar.

Bei vielen von uns ist dieser Stamm ein dünner Ast, kaum dick genug, um massivem Gegenwind zu trotzen.
Aber du kannst lernen, diesen Ast wachsen zu lassen und zu einem festen Anker werden zu lassen.

Darum ist das Mindset so wichtig für deinen Erfolg

Kommen wir auf das Marathon-Beispiel von oben ein.
Was denkst du, wer hat es über die Ziellinie geschafft?

Richtig, Stefan. Denn sein Mindset war das Richtige.
Er hat sich ganz auf dieses Ziel konzentriert und alles dafür getan, was nötig war.

Stefanies Mindset dagegen lässt auf eines schließen: Sie wollte es nicht fest genug.

Um ein Ziel zu erreichen musst du es wirklich wollen. Zu 100%, nein, zu 110%.
Du musst deine Zeit und deine Leidenschaft in dieses Ziel stecken. Langfristig. Ich verwende dieses “muss” normalerweise nicht gerne, aber hier „muss“ es sein.

Halbherzigkeit bringt dich nicht aus der Mittelmäßigkeit heraus.
Glaub mir, ich habe das selbst oft genug erlebt. Mein Mindset war lange Zeit kaum präsent.
Doch die Planung für mein eigenes Business hat ein Feuer entfacht, das beständig loderte. Das kannte ich von mir überhaupt nicht.
Meist begeistert mich etwas eine Nacht lang oder eine Woche und dann geht es mir wie Stefanie und der Gedanke wird zur unwichtigen Nebensache.
Der Baum verkümmert.

Lass nicht zu, dass dein Traum ebenso verkümmert.

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst
 

Scheitern ist okay!

Auch das gehört in dein Mindset!
Denn viele von uns (ich eingeschlossen) geben direkt auf, wenn sie es nicht schaffen, das erste Hindernis zu überwinden oder sich eine unerwartete Hürde in den Weg stellt.

Scheitern ist ganz normal. Es gehört zum Prozess deiner Veränderung!

„Aus Fehlern lernt man“ entlockt dir vielleicht nur ein genervtes Augenrollen, doch – dieser Spruch ist wahr!

Ich habe mit diesem Thema in meinem Beitrag über Selbstreflexion bereits ausgiebig gewidmet. Lies gerne rein, wenn du möchtest.

Wichtiger ist mir heute der Fokus auf einen anderen Punkt:
Es wird immer jemanden geben, der besser ist als du.

Jemanden, der besser schreibt, besser singt, schneller lernt, mehr verkauft, mehr verdient und durchschlagende Ideen vor dir veröffentlicht.
Lass dein Mindset davon nicht runterziehen. Das hat nichts mit dir zu tun!

Stell dir vor, J. K. Rowling hätte Harry Potter nie veröffentlicht, nur, weil sie dachte, dass es doch schon genug Zauberer-Geschichten gibt. Was wäre uns da für eine generationenverändernde Buchreihe vorenthalten geblieben!

Erlaube dir zu scheitern, daraus zu lernen und trotzdem weiterzumachen.
Der Baum, aus dem dein Mindset besteht, wird so nur noch weitere Wurzeln schlagen.

Dein Umfeld und dein Mindset, Status: Es ist kompliziert

Es heißt, du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du dich am meisten umgibst.

Sind diese fünf wichtigsten Menschen Personen, die erfolgreich in ihren Berufen sind und in ihrer Arbeit aufgehen? Dann ist es wahrscheinlich, dass du genauso bist.

Sind diese Fünf allerdings Dauer-Jammerer ohne große Ziele, wirst du in ihren Sog gezogen und dich ebenso kraft- und ziellos fühlen.

Aber auch du kannst durch deine positive Einstellung die Leben der anderen fünf Menschen um dich herum verändern, wenn du über das richtige Mindset verfügst.

Jeder kann sich ändern.
Wenn er will.

Do what makes your soul most alive

Du musst nicht immer tun, was Anderen gefällt. Zumindest nicht dann, wenn es um deine Zukunft geht – siehst du, DEINE Zukunft. Nicht die deiner Eltern, deiner Tante Erna, deines Großvaters oder die der 4.-Klass-Lehrerin, die damals meinte, du könntest ebenfalls Lehrerin werden, weil du so gut in Mathe warst. Denn du hasst Mathe. Ja, ich spreche da gerade von mir.

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst. Zitat Do what makes your soul most alive.

Do what makes your soul most alive
– Tue, was deine Seele am Leben hält.

Dieses Zitat habe ich sogar schon mal gepostet, aber damals mehr mit Arbeit und Berufung in Verbindung gebracht.
Dabei lebt unsere Seele nicht nur von Arbeit.
Auch in unserer freien Zeit sollten wir tun, was uns Freude bereitet. Oder besser: Wir sollten – soweit möglich – immer tun was unsere Seele mit Leben erfüllt.
Nur das weckt Glücksgefühle, Leidenschaft und Vorfreude – wie bei einem kleinen Bäumchen, das im Frühling endlich austreiben und seine leuchtend grünen Blätter zeigen darf.

Finde dein Mindset: Übungen

Lebe deinen perfekten Tag

Meine Lieblingsübung, die ich jedes Jahr einmal mache, seit ich Ende 2014 mit meinem Veränderungs-Prozess angefangen habe.

Du darfst nämlich träumen! So wild und bunt und unrealistisch, wie du nur willst.
Überlege dir, wie dein perfekter Tag aussieht – in allen Details. Wann stehst du auf, was frühstückst du, was arbeitest du, mit wem umgibst du dich, usw.

Ich habe dir dazu ein 2-seitiges PDF-Worksheet erstellt. Du kannst es dir hier herunterladen und es direkt am PC ausfüllen oder ausdrucken.

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst. Worksheet Download

Interview mit dir selbst

Spiel Karla Kolumna! Stelle dir selbst ein paar Mindset- und Zukunfts-bezogene Fragen – und beantworte sie.

Folgende Fragen kannst du dir stellen:

  • Wenn ich morgen genau das tun könnte, was meiner Berufung entspricht: Was würde ich tun?
  • Wie würde ich diese Sache angehen?
  • Welche Probleme/Hürden könnten sich mir in den Weg stellen?
  • Wie würde ich sie lösen?
  • Was erhoffe ich mir von meiner Berufung; welches Ziel will ich damit erreichen?

Die Ergebnisse notierst du oder nimmst sie dir als Sprachmemo auf. Hauptsache, du kannst immer wieder darauf zugreifen, wenn dein Mindset wieder schwankt!

Present Me vs. Future Me

Diese Übung ist ideal für dich, wenn du ein visueller Typ bist. Und gerne malst. 🙂
Nimm dir zwei leere Seiten in einem Notizbuch vor. Ein großes Blatt Papier geht auch, wenn du es in der Mitte faltest. Wichtig ist, zwei Seiten nebeneinander zu haben.

Jetzt male dich selbst auf die linke Seite. Es kommt hier nicht auf den künstlerischen Wert an, aber es soll erkennbar sein, dass du es in deiner aktuellen Form bist.
Was trägst du gerade? Wie ist deine Stimmung? Lächelst du? Wie sieht dein Körper aus? Wie deine Haltung?

Schreibe dann alles auf, was dich momentan ausmacht.
z.B. unzufrieden, gelangweilt, 5 kg zu viel/wenig, langweilige Frisur, schöne Frisur, traurig, glücklich, usw.

Auf die rechte Seite malst du dich erneut. Diesmal aber dein Wunsch-Ich. So willst du in einem Jahr sein.
Hast du vorher beispielsweise ein trauriges Gesicht gemacht, malst du dich jetzt lachend. Hattest du vorher langweilige Klamotten an, trägst du jetzt das, was du magst.
Hast du dir schon immer bunte Haare gewünscht, aber bisher nur deinen langweiligen Braunton auf dem Kopf? Dann hat dein “Future Me” vielleicht pinke Haare.

Auch hier schreibe wieder stichpunktartig auf, wie du dich dann fühlen willst.

Ziel dieser Übung ist es, dich selbst in einem Jahr vor dir zu sehen. So willst du sein. Dieses Bild erinnert dich immer wieder daran und stärkt dein Mindset.

Eine weitere hilfreiche Übung, um dein Mindset zu finden, ist das Vision Board. Hier habe ich einen Artikel dazu verfasst.

Außerdem find ich diese Meditation sehr angenehm, weil sie dich auf das Thema Mindset und die dazugehörigen Übungen einstimmt: Seeing your true self Meditation – The Honest Guys
 
Diesem Beitrag werde ich demnächst eine Podcast-Folge widmen – jap, ich werde es angehen!. Wenn du also noch Fragen zum Thema Mindset hast, stell sie mir in den Kommentaren! So kann ich sie im Podcast klären.

Und jetzt widme dich deiner inneren Einstellung. Du hast es verdient, deine Berufung zu leben und dich selbst zu verwirklichen!

Hast du von dem Begriff Mindset schon gehört?
Wofür wünscht du dir ein stärkeres Mindset?

 

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst
 
 

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Monthly Recap #13 – August 2017

Monthly Recap August 2017

Monthly Recap #13 – August 2017

Mit dem heutigen Monthly Recap machen wir tatsächlich ein Jahr Monatsrückblicke voll!
Ich hoffe, du liest diese Beiträge immer noch so gerne! Mir macht das Schreiben jedenfalls Spaß, weil ein wenig Lockerheit in diesen Blog kommt.
Legen wir los!

Erlebt/Gereist & Highlight des Monats

Ich war Mitte August zusammen mit meiner Mama in Südtirol. Neben der Hauptstadt Bozen besuchten wir auch Kaltern und den Kalterer See.
Zu Beginn war dort für mich super unangenehm: MenschenMASSEN, lärmende Kinder und alle wie die klassischen Sardinen nebeneinander ausgebreitet. Da ich aber meiner Mama zuliebe niemals umgedreht wäre, verdrängte ich meinen Fluchtreflex und wir liehen uns ein Boot aus.

Keine halbe Stunde später dämpfte sich die Geräuschkulisse und ein fabelhafter Bergblick ersetzte bunte Schwimmreifen und wackelnde Stand-Up-Paddler. Und ich entspannte mich.
Auf der gegenüberliegenden Seeseite wagte ich mich sogar ins Wasser. (Dazu sei gesagt: Ich bin total wasserscheu und war seit Jahren nicht mehr schwimmen!)
Anwesend außer mir: Ein paar Enten, die jedoch genauso entspannt waren wie ich.
Es war einfach schön.

Mein Highlight des Monats: Mit dem Tretboot um den Kalterer See zu fahren!

Monthly Recap August 2017 - Bild vom Kalterer See

Die Rückkehr zum Standbad wirkte schließlich wie das Aufwachen nach einem angenehmen Traum. Back to reality. Trotzdem: Das mache ich wieder!
Wir müssen sowieso alle mehr Tretboot fahren, finde ich! 😀

Instagram-Recap

Zwar haben die Südtirol-Bilder nicht mehr drauf gepasst, aber dieser August stand sowieso für etwas anderes: Runterkommen – und neu starten.
Ich habe mein vergangenes Sommer-Tief endgültig überwunden, fühle mich motiviert und gestärkt. Dafür steht auch das Zitat oben mittig, das mich wie ein Schlag getroffen hat, weil es so gut passt. Hier kannst du es dir in groß ansehen.

Monthly Recap August 2017 - Instagram Zusammenfassung mit einem Portrait von Chrissi, motivierenden Zitaten, Lady Oscar und dem Buch Das Dankbar Prinzip
Instagram @zentreasures.de

Stolz darauf

Mein Durchhaltevermögen wiedergefunden zu haben. Ich hatte lange diesen Glaubenssatz in mir, von natur aus ein disziplinloser Mensch zu sein.
Aber Disziplin kann man lernen.
Es bringt nichts auf Motivation zu warten.

Ich übe mich also gerade im Neues ausprobieren, durchhalten und Gewohnheiten ändern. Bisher läuft es gut!

Geklickt

Sicher schon zum dritten Mal: Marlenes Erfahrungen auf der Digitale Nomaden Konfernz (DNX).
Ich spiele sehr stark mit dem Gedanken, nächstes Jahr hinzugehen! Wer noch?

Außerdem derzeit meine tägliche Anlaufstelle: Maddies Instagram Profil. Die Bloggerin ist aktuell in Irland und teilt in ihren Stories Bilder von ihrer Reise. Die irische Landschaft haut mich jedes Mal aufs Neue wieder um… und Irland rutscht auf der Wanderlust-Liste nach oben!

Welche Instagram-Accounts verfolgst du derzeit besonders gerne?

Geschaut

Machen wir uns nichts vor – wenn der Winter da ist, hat man sich ihm zu beugen.
In meinem Umfeld suchten fast alle derzeit Game of Thrones. Ich bin ein riesen Fan der Serie (und der Bücher), meinen Freund jedoch hatten die vorigen Staffeln nicht mehr so gepackt.
Diesmal konnten wir beide uns dem Hype nicht entziehen und kauften schließlich bei Amazon die neue Staffel.
Sie ist es wert!

Meine Lieblingscharaktere sind übrigens nicht Jon oder Daeny, sondern Bronn und Ser Davos. Mal sehen, ob die beiden am Leben bleiben…
Schaust du Game of Thrones?

Gelernt

Japanisch!
Das ist ein Bereich der schon angesprochenen neu gefundenen Disziplin. Ich habe bisher 15 Tage am Stück japanisch gelernt – normalerweise halte ich keine 3 Tage hintereinander durch.
Dabei nutze ich die App Duolingo, die den Lernprozess eher spielerisch darstellt. Mir gefällt das aber. 🙂

Gibt es eine Sprache, die du sprechen willst?

Monatsliebling

Ich weiß, ich weiß… Lavendaire kommt bei mir in jeden zweiten Monthly Recap unter die Lieblinge.
Doch sie ist so sympathisch, mitreißend, liebenswürdig und einfach angenehm – ich kann sie dir nur immer wieder empfehlen.

Überraschenderweise war auch ihr Sommer von einem persönlichen Tief geplagt, obwohl sie reiste und eine fantastische Zeit hatte.
In diesem Video erklärt sie ihre Stille und geht zugleich auf Ursachenforschung. Mich hat das Video emotional wirklich mitgenommen, weil ich mich sehr in sie hineinfühlen konnte.

Inspiriert hat mich besonders

Ellathebee’s Brainstorming-Trick:

Zuerst war ich nicht besonders angetan davon, doch die Neugier ließ mich ihre 100-Dinge-Liste ausprobieren.
Es half mir überraschend gut bei einem Projekt, das ich damit kürzlich fertigstellen konnte.
Vielleicht hilft es dir ja ebenfalls!

Word Count

538.
Auch meinen Roman taste ich mich laaangsam wieder heran. Die Zahl mag nicht hoch sein, dennoch ist sie mehr, als ich seit einigen Monaten geschafft habe. Tendenz? Steigend! 🙂

Zitat des Monats

Monthly Recap August 2017: Zitat des Monats: Der beste Wecker ist Begeisterung!

Der beste Wecker ist Begeisterung
– Christian Bischoff


Well. Genau so ist es.

Müssen wir jeden Morgen für einen ungeliebten Job das Bett verlassen, ist Aufstehen ein Kampf.
Wissen wir aber, dass uns am nächsten Tag etwas wunderbares bevorsteht, wachen wir gerne auf, richtig?

Wenn ich am nächsten Tag etwas spannendes vor hatte – eine Reise, ein Trip zu Freunden in die nächste Stadt, ein Tattoo-Termin – wachte ich nachts oft auf. Mein Unterbewusstsein freute sich so sehr, dass es mich jedes Mal hoffnungsvoll weckte: „Ist es schon Tag, Chrissi?!“
Ich glaube, das ist es, was Christian Bischoff meinte.

Dieses Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr. Der Alltag ist so omnipräsent, dass sich wahre (Vor)Freude oft nur kurz zeigt und schnell wieder verpufft, als wir überhaupt merken, dass wir happy sind.

Das Zitat habe ich übrigens in einem Interview aufgeschnapt, das Laura Seiler mit Christian Bischoff in ihrem Podcast geführt hat. Hör es dir an, es ist ein richtiger Confidence-Boost! Hier findest du es bei Spotify: „Wenn du dich nicht aufhältst, hält dich niemand auf“

Meistgeklickter Post auf ZENtreasures

Mein letzter, sehr offener Rückblick.
Danke für alle Kommentare, die mich dazu erreicht haben – nicht nur hier am Blog, sondern auch bei Instagram und Facebook!

Einigen von euch ging es nicht anders als mir. Wir hatten alle ein Tief, das es zu überwinden galt.
Du kommst da wieder raus. Ich glaube ganz fest daran.

Random Fact

Obwohl Frühlingskind, freue ich mich schon sehr auf den Herbst und den Winter. Dass ich das mal sagen würde…
In den dunklen Jahreszeiten kann man endlich wieder kannenweise Tee trinken. Ich mag Tee viel lieber als Kaffee, trinke im Sommer aber verhältnismäßig wenig davon.
Ein Hoch auf kommende Waldspaziergänge, goldenes Licht, Hagebutten, Lichterketten, Kerzenschein und Tee!

Monthly Recap August 2017 - Bild vom Kalterer See

Was im September ansteht

Im letzten Monthly Recap schrieb ich bereits, dass ich meinen Körper endlich wieder ernst nehmen muss. Ein großes, großes Projekt habe ich mir im Zuge dessen für den September vorgenommen: #projektzuckerfrei – 40 Tage auf Zucker zu verzichten.
Schon als meine Freundin Chrissi davon erzählte, dass sie in der Fastenzeit keinen Zucker konsumiert hat, war ich angetan. In der letzten Ausgabe der Happinez entdeckte ich dann einen umfangreichen Bericht und kurz darauf postete Hannah Frey von Projekt Gesund Leben, dass ihre „40 Tage Zuckerfrei Challenge“ ab September wieder an den Start geht.

… Diese Winks waren überdeutlich.

Mir gruselt es jetzt schon davor, aber wir wissen ja, ohne die richtige Einstellung läuft es nicht.
So bin ich vergangenes Wochenende schon „sanft“ eingestiegen, habe zuckerfreie Rezepte herausgesucht und eingekauft. Seit gestern mache ich offiziell bei der CHallenge mit. Bisher kann ich mich nicht beklagen, auch wenn mein Freund mir schon Heißhungerattacken und Wutanfälle prophezeit.
Drück mir die Daumen, dass ich durchhalte!

Du willst noch mit einsteigen? Hier gibt es alle Infos zur Challenge:
Alles über #projektzuckerfrei
zuckerfreie Ernährung

Ein ganz anderes Thema ist im September wichtig: Die Bundestagswahl am 24.09.!
Zu meiner Schand ist Politik für mich sonderlich interessant gewesen. Ich kenne nur das, was man eben so in der Zeitung liest.
Da ist es kein Wunder, dass ich noch ziemlich planlos bin, für wen ich denn meine Stimme einsetze. Es gibt keine Partei, die zum Großteil meine Interessen vertritt. Aber – es gibt Parteien, die unter keinen Umständen an Macht gewinnen dürfen. Deshalb werde ich wählen gehen.

Bist du wahlberechtigt? Dann informier dich, lies Parteiprogramme und: Geh‘ wählen! Nutze deine Stimme, um zu zeigen, dass rechtes Gedankengut hier keinen Platz hat.
Selbst, wenn du auf Reisen bist, kannst du per Briefwahl wählen.Hier steht, wie das geht.

Wenn du – so wie ich – noch eine Entscheidungshilfe brauchst, kann dich der Wahl-o-Mat unterstützen.
 
Wie war dein August?
Welche Highlights hast du erlebt, wofür warst du besonders dankbar?

 

Der Monatsrückblick für August 2017. Teile diesen Beitrag gerne bei Pinterest, wenn er dir gefallen hat! ZENtreasures.de
 

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So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

Tief überwinden, auch wenn alles nervt

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

Disclaimer
Dies ist keine Depressions-Beratung. Ich maße mir nicht an, genug darüber zu wissen.

Hier teile ich meine Erfahrungen und Learnings daraus, wie man ein temporäres Tief überwinden kann.

Wie kann man ein Tief überwinden, das einem völlig den Antrieb raubt?

Sommer. Da will man fantastische Menschen kennenlernen, Nächte durchtanzen, Träume leben.
Meine Zeit in Finnland im Juni war genau das.
Davon beflügelt tat ich etwas, das schon lange überfällig war – und ließ mich dann von der Reaktion und der daraus folgenden Angst total aus der Bahn in hinein in das schlimmste Tief seit Jahren werfen.

Vorneweg: Mir geht es gut. Ich bin da wieder herausgekommen.
Das heißt nicht, dass der Grund für mein Tief abgetaucht ist. Er ist immer noch da, aber ich räume ihm keine Präsenz mehr ein – soweit möglich. Stattdessen konzentriere ich mich auf mich selbst und die Erfüllung meiner Pläne. Fühlt sich ohnehin viel besser an, als dauernd wie in Trance seinen Ärger zu unterdrücken.

Wenn selbst Yoga nichts mehr hilft

Was tut man, um ein Tief zu überwinden, das sein Denken völlig vereinnahmt hat?
Meditation? Yoga? Rausgehen? Laut Musik hören und sich dabei die Seele aus dem Leib schreien?
Nichts davon half. Es lockerte die Wassermassen vielleicht ein wenig, senkte den Druck. Dauerhaft an Land ziehen konnte ich mich trotzdem nicht.

Ich fühlte mich an manchen Tagen (gerade, wenn es beruflich Ärger gab) wie in einem Sturm mitten im Meer. Schiffbrüchig.Nein, ich gebe nicht auf!

Aber Halt fand ich nicht.
Und während ich paddelte und versuchte, oben zu bleiben, kam der Ärger zurück und drückte mich erneut unter Wasser.

Meine Blockade wirkte sich schließlich auch auf diesen Blog aus.
Ich befolgte kaum einen meiner eigenen, funktionierenden (!) Ratschläge mehr.
Wie hätte ich weiter darüber schreiben sollen, wie großartig eine Morgenroutine ist, wenn ich sie seit Wochen nicht mehr nutzte?
Ich hätte mich wie eine Lügnerin gefühlt.

ZENtreasures ist der Ort, an dem ich meinen Weg zu einem positiveren Leben und zu meiner Berufung teile (= Erfahrungen, Rückschläge, Erfolge und all das, was mich vorangebracht hat).
Damit du als Leser/in widerum selbst angespornt wirst; ins Tun kommst oder einfach neue Herangehensweisen ausprobierst.

Komischerweise bin ich nicht die einzige, deren Sommer von einem persönlichen Tief verdunkelt wurde. Jolly hatte z.B. mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Wenn du dir häufig zu viel Druck machst und dadurch in ein Tief hineinrutscht, kann ich dir ihren Beitrag nur ans Herz legen!
Ich habe mich gefragt, ob wir unbewusst miteinander verbunden sind und deswegen zur selben Zeit ähnliches durchmachten? Doch das ist Stoff für einen anderen Beitrag.

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

So kannst du dein Tief überwinden (auch, wenn es anfangs unmöglich erscheint!)

Doch damals war mir das nicht bewusst, weil ich in meinem eigenen Sturm festsaß. Zuerst musste ich mich um mich selbst kümmern.
Zuerst musst du dich um dich selbst kümmern.
Um dein Tief überwinden zu können, musst du verstehen, was deine Gedanken mit dir machen.

„What you think you become“

– das funktioniert auch in die andere Richtung. Denkst du negativ, ziehst du weitere Negativität an.

Das Universum (… Gott, Energie, eine höhere Macht; setze hier ein, wen/was du möchtest) hat dich immer auf dem Schirm. Es denkt sich „Sowas, Chrissi ist im Moment ja ganz schön negativ eingestellt… Das heißt, ich gebe ihr noch mehr Negatives. Scheinbar will sie es so.“

Das ist das Gesetz der Anziehung. Das Universum gibt dir das, nach dem du forderst – selbst wenn es eigentlich nicht gewollt ist. Es unterscheidet nicht. Es gibt, was du ausstrahlst.
Und du kannst nicht ständig negativ denken und frustriert sein und dann positive Veränderungen in deinem Leben erwarten!

Nimm dein Tief an und akzeptiere es

Tiefs sind normal. Tiefs sind menschlich.
Und sie sind nicht dauerhaft.

Wenn es mir nicht gut geht, neige ich dazu, unterzutauchen.
Das ist keine Eigenschaft, auf die ich sonderlich stolz bin. Aber auch keine, die sich so leicht ablegen lässt.

Unterdrücken oder davonlaufen sind keine Lösung.
Du kannst nur mit deinem Tief umgehen und es überwinden, wenn du deine Emotionen und den Schmerz zulässt!

Es ist okay, eine Zeit lang unterzutauchen. Heilung erfährst du jedoch nur, wenn du dich damit auseinandersetzt und akzeptierst, dass der Schuh gewaltig drückt.

Laura Seiler hat eine – wie ich finde – wunderbare Metapher geschaffen: Stell dir vor, du bist wie das Meer. Ein Ozean aus den unterschiedlichsten Blau-Facetten.
Manchmal brodelt es an deiner Oberfläche. Du bist unruhig und deine Wellen schlagen hoch.
Aber unter der Oberfläche ist es ruhig. Du bist immer noch du. Ein tiefes, ruhiges blau.

Die Ruhe, das Glück und die positiven Gedanken stecken immer noch in dir, auch wenn du es gerade nicht merkst!

Akzeptanz ist der erste Schritt. Jetzt gilt es, tiefer zu tauchen.

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt
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Fische im Trüben um Klarheit zu finden

Auf den ersten Blick erscheint alles doof. Unfair. Beschissen.
Um aus diesem negativen Gedankenstrudel wieder herauszukommen und dein Tief zu überwinden, musst du sprichwörtlich erst einmal tiefer tauchen. Forschen, was unter der Oberfläche aus Frust liegt.

Was ist es, das dich so fühlen lässt?

Bei mir waren es Handlungen anderer Menschen.
Den wirklichen Schaden richtete ich aber selbst an.
Weil ich durchgehend daran dachte. An Gespräche durch zusammengebissene Zähne und gezwungene Lächeln. An unterschwelligen Ärger, der sofort wieder hochkochte, wenn ich die betreffende Person nur vorbeigehen sah.

Ich ließ mich so davon einsaugen, dass sich mein Denken nur noch darum drehte (das kann ich gut!).

Hinzu kamen weitere Sorgen: Angst vor der Selbstständigkeit und möglichen daraus entstehenden Geldsorgen und Druck, den ich mir selbst aufbaute.

Herauszufinden und zuzugeben, was die Ursache für dein Tief ist, erfordert Mut und Ehrlichkeit. Mach es nicht so wie ich und verdränge solche Sachen. Denn besser kann es nur werden, wenn du dich mit deinen Sorgen auseinandersetzt!

Dann kannst du loslassen.

Lass los

Normalerweise behalte ich meine Sorgen und Probleme für mich.
Ich werde von anderen als stark und selbstbewusst angesehen. Und mag es so.
Doch inzwischen frage ich mich: Ist wahre Stärke nicht genau das: Zuzugeben, dass man nicht weiter weiß, Sorgen teilen und um Hilfe bitten?

Als ein Arbeitskollege direkt fragte, was los ist und ich resigniert „Wenn man es mir schon anmerkt, muss es wirklich schlimm sein.“ antwortete, merkte ich, dass es Zeit ist, loszulassen.

Kotz dich aus. Lass alles raus.
Bei Menschen, denen du vertraust.
Ich bin normalerweise die erste, die sagt: Schreib es auf!
Aber in dieser Situation half es mir mehr, darüber zu reden. Und zwar mit direkt Beteiligten, wie mit neutralen Personen.

Mein Freund war als neutraler Beobachter enorm wichtig – hier konnte ich schimpfen, so viel ich wollte. Die Arbeitskollegen, die meine Situation täglich mitbekommen, bestärkten mich in meiner Entscheidung und holten mich immer wieder aus dem Strudel des Ärgers heraus.

Schreiben wirkt Wunder, weil du ohne Rücksicht alles loswerden kannst, was dein Tief nährt.
Du kennst dich selbst am besten – lass auf die Art los, die dir am meisten hilft.

Zum Loslassen gehört auch, zu erkennen, wann es reicht. Ich hatte schlicht keine Lust mehr auf mich selbst in dieser Verfassung.
Gut möglich, dass es dir auch so gehen wird.

Ich habe mich bewusst entschieden, diese Gefühle nicht mehr weiter zu füttern. Emotionen müssen raus, man darf sich gleichzeitig auch nicht von ihnen vereinnahmen lassen.
Erkenne, wofür du dankbar sein kannst. Alles ist nicht schlecht! Ist es nie. Wir verlieren es bloß vor lauter Wasser um und unter uns aus den Augen.

Und dann…

Finde zurück zu deinem inneren Leuchtturm

Vor Kurzem fragte die wunderbare Kea von Garnier, was wir als unseren persönlichen Leuchtturm sehen.
Meine Antwort möchte ich dir hier zitieren:

So blöd es klingen mag, mein Leuchtturm bin ich selbst. Ich strahle nicht immer, aber wenn (weil ich etwas geschaffen oder erreicht habe oder mich überwunden habe), dann umso heller und motiviere mich dadurch nur selbst, weiter zu leuchten.

Dieser Gedanke kam mir, ohne vorher groß darüber nachgedacht zu haben. Und ich finde ihn so treffend!

So ein Leuchtturm kann auch etwas sein, das dir Freude bereitet. Sport, meditieren, malen, Musik machen, kochen, in die Natur gehen, usw.
Zu Beginn mag es dir so ergehen wie mir und nichts davon zeigt Wirkung.
Du bist an diesem Punkt jedoch dabei, aus deinem Tief herauszukommen. Aufzutauchen. Wieder Luft zu erhaschen. Du kannst dieses Tief überwinden.

Sei dein eigener Leuchtturm! Es ist ganz normal, nicht immer genug Kraft zum Leuchten zu haben. Aber du hast es in dir. Zu strahlen liegt in deiner Natur!

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

 
Findest du meine Tipps hilfreich?
Wie hast du zuletzt ein persönliches Tief überwunden?
 
 

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Wie Dankbarkeit entsteht – Das Dankbar Prinzip (Buchreview)

Dankbarkeit erlernen mit dem Buch "Das Dankbar Prinzip" von Sabine Dankbar und Monika Homann

Wann warst du zuletzt richtig dankbar?
Und damit meine ich nicht, dass du „Danke“ zum Kellner sagst, der dir die Rechnung bringt. Das setze ich voraus.

Hast du jemandem eine Freude gemacht oder ein Lieblingsmensch hat dir etwas Gutes getan?
Hast du inne gehalten und darüber nachgedacht, wofür du in deinem Leben eigentlich dankbar sein kannst?

Wenn du jetzt die Stirn runzelst – I feel you.
Dankbarkeit war für mich nie relevant. Natürlich habe ich mich brav überall bedankt, aber weiter darüber nachgedacht…?

Natürlich kannst du von heute auf morgen entscheiden, dankbarer zu werden. Und das ist der erste Schritt.
Aber: Dankbarkeit ist eine Einstellung, die Übung bedarf; bewusst und regelmäßig praktiziert werden muss.
Dankbarkeit kann man lernen.

Mein Begleiter auf dieser Reise ist das Buch Das Dankbar-Prinzip: Kraft und Gelassenheit im Alltag finden* von Sabine Dankbar und Monika Homann. Der PATMOS Verlag hat es mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt, weil ich das Thema interessant fand, aber gleichzeitig selbst so wenig über „Dankbarkeit“ wusste, als dass ich dir hier einen fundierten Beitrag hätte zaubern können. Danke! (Und da haben wir es ja schon, das „danke“! ;-))

Dankbarkeit erlernen mit dem Buch Das Dankbar Prinzip von Sabine Dankbar und Monika Homann
Das Dankbar-Prinzip von Sabine Dankbar & Monika Homann. // Affiliate-Link. Hier erfährst du mehr dazu.

Dankbarkeit ist eine Kraft. […] Man erkennt und anerkennt, dass das Leben auf allen Ebenen viel zu schenken hat.
– Sabine Dankbar + Monika Homann (Das Dankbar Prinzip)

Dankbarkeit als höflicher Reflex

Ich sage oft danke.
Genauso wichtig ist mir, dass andere „danke“ und „bitte“ beherrschen.
Die Autorinnen des Buchs „Das Dankbar Prinzip“ nennen das einen „höflichen Reflex“ – und ehrlichgesagt hat mich das kalt erwischt. Denn sie haben recht. „Danke sagen“ ist für mich meist eine reine Reflexhandlung.
Danke für den Kugelschreiber.
Danke, dass du mir hilfst.
Danke für das Essen.
Danke, dass du die Rechnung übernimmst.

Selten spüre ich richtige, tiefe, ehrliche Dankbarkeit, die man z.B. erfährt, wenn einem Jemand buchstäblich den Arsch gerettet hat.
Wie steht’s mit dir?

Mir geht es gut weil ich dankbar bin

Warum überhaupt bewusst dankbar sein? Weil du dir damit Gutes tust. Und ich bin stark dafür, dass sowas Ansporn genug ist! (auch, wenn ich da selbst noch kein Vorbild bin. *hust* Sport… *hust*)

Dankbarkeit…

  • hilft dir, besser mit Stress umzugehen
  • verringert deine Selbstzweifel
  • lässt dich liebevoller mit dir selbst und mit Anderen sein
  • schenkt dir Zufriedenheit und sorgt dafür, dass du glücklich bist, mit dem was du hast
  • gibt dir eine optimistischere Einstellung

Den Autorinnen nach gibt es drei Problemzonen, die bei uns Unzufriedenheit auslösen:

  1. die vielen Möglichkeiten, aus denen wir heutzutage wählen können
  2. der Vergleich mit Anderen
  3. der Druck, immer besser sein zu müssen

Um diese Faktoren zu überwinden und Dankbarkeit zu praktizieren geht am besten in Verbindung mit zwei weiteren, wesentlichen Dingen:

Dankbarkeit und Achtsamkeit

In der Dankbarkeit nimmt Achtsamkeit einen großen Platz ein. Das eine existiert ohne das andere nicht.
Wie sollst du erkennen, wofür du dankbar sein kannst, wenn du dich nicht achtsam damit auseinandersetzt?
Macht Sinn? Macht Sinn.

Je dankbarer du bist, desto achtsamer wirst du sein – und umgekehrt.
Durch die daraus entstehende bessere Selbstwahrnehmung nimmst du auch das Lenkrad deines Lebens wieder in die Hand.

Ein achtsames Gedankenexperiment

In „Das Dankbar Prinzip“ schlagen die Autorinnen vor, einen ganzen Tag lang achtsam dankbar zu sein.
Das klingt erstmal sehr unspektakulär, ich weiß.

Tatsächlich ist es eine ganz schöne Challenge. Du nimmst dir damit nämlich vor, genaustens auf dich und deine Umgebung zu achten und alles aufzunehmen, wodurch sich in dir ein Gefühl der Dankbarkeit einstellt.

Tipp: Notiere dir am besten jede Situation direkt oder tippe sie in dein Handy! Sonst kann es sein, dass du am Abend die Hälfte vergessen hast. Gerade bei den „kleinen Dankbarkeiten“ (das Wetter, das du am liebsten magst; ein Plausch beim Bäcker am Morgen, usw.) passiert das häufig.

Ich habe es gestern ausprobiert; an einem Montag, den ich vertretungsweise ins Büro musste und – sorry – in Gedanken schon wieder kotzen musste.
Schon Mittags war ich überrascht, wie viele Dinge ich in meine Gratitude-Liste aufnehmen konnte (klicke hier, um meine Liste anzusehen).

Wie wär es also morgen mit deiner eigenen achtsamen Dankbarkeits-Tag?

Dankbarkeit erlernen mit dem Buch Das Dankbar Prinzip von Sabine Dankbar und Monika Homann

Dankbarkeit und Wertschätzung

Um dankbar sein zu können, müssen wir wertschätzen, was wir haben.
Um den Wert von etwas zu schätzen zu lernen, müssen wir dankbar dafür sein.

Aber was mache ich, wenn ich unverschuldet in eine Situation komme, die ich nicht ändern kann (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Todesfall)?
Wie kann ich eine richtig miese Situation denn überhaupt wertschätzen?

Etwas Wertzuschätzen bedeutet

  • ihm einen Wert beizumessen
  • ihm einen Stellenwert/eine Bedeutung zu geben
  • einen Sinn darin zu sehen
  • einen Nutzen daraus ziehe

… und letztlich Dankbarkeit für den Lerneffekt empfinden kann.

Dazu eine kleine Geschichte:

Frisch nach der Ausbildung angestellt, durfte ich einen Bereich übernehmen, der es in sich hatte.
Ich organisierte Helfer für durch Krankheit oder Todesfälle in Not geratene Landwirts-Familien – eine Art Nachbarschaftshilfe.
Verantwortung war gefragt und ich war stolz, dass meine Vorgesetzten mir das zutrauten.

… Die Arbeit machte mich fertig.

Zum Einen hatte ich täglich mit dem Leid der Menschen zu tun; musste weindene Mütter am Telefon trösten und verzweifelte Söhne beruhigen.
Zum Anderen stand mir zwar ein Pool an Helfern zur Verfügung, doch da diese freiwillig arbeiteten, konnten sie einen Job einfach ablehnen. So stand ich täglich vor dem Problem, zu viele Bedürftige und zu wenig Hilfe vermitteln zu können. Und sag das mal einer Familie, in der die Ehefrau viel zu jung gestorben ist und drei kleine Kinder ihre Mutter verloren haben.

Mir ging das alles so dermaßen nahe. Ich konnte nicht mehr schlafen, weil ich Angst hatte, von den Menschen und ihren Schicksalen träumen zu müssen – und von meinem eigenen Versagen, ihnen nicht helfen zu können.
Wertschätzen? Konnte ich an meiner Arbeit gar nichts mehr, auch die kleinen Erfolge und dankbaren Anrufe nicht mehr.

Irgendwann bekam ich Bauchschmerzen, die nicht mehr aufhören wollten. Ein fieses Ziehen, das keine Wärmflasche, keine Medikamente lindern konnten. Über Wochen hinweg.
Als ich endlich zum Arzt ging und dieser mich abtastete, war die erste Frage: „Was arbeiten Sie?

Es war krass.
Im Nachhinein denke ich mir: Sowas kann man einer 19-jährigen ohne irgendeiner Art von psychologischer Ausbildung nicht aufhalsen – schon alleine der Familien wegen.

Den Rest der Woche ließ ich mich krankschreiben.
Anschließend bat ich meinen Chef um ein Gespräch und… fing direkt zu heulen an.

Was er daraufhin tat, werde ich nie vergessen: Er bedankte sich bei mir. Erklärte, dass meine Arbeit so wertvoll für die Familien war. Ob ich das denn nicht selbst sehen könnte?

Damals konnte ich das nicht.

Normalerweise erzähle ich das niemandem. Nur, was ich gearbeitet habe und dass es „heftig“ war, ja. Aber wir sind ja hier quasi unter uns. 😉
Ich hielt mich lange für schwach, weil ich diese Situationen so nah an mich heran ließ.

Jetzt erkenne ich langsam, dass ich dankbar für diese Erfahrung sein kann – und was ich getan habe, wirklich wertvoll war.

So lernst du, dankbarer zu sein

Die 3 schönsten Übungen aus Das Dankbar Prinzip

Change it, love it or leave it

Mein absoluter Favorit aus „Das Dankbar Prinzip“ ist das Konzept „Change it, love it or leave it“.
Erfunden von Henry Ford, ist es ein geniales Tool, um Entscheidungen zu treffen, mit Altlasten umzugehen oder mögliche Veränderungen einzuleiten.

Ändere es, liebe es oder lass es sein

Wenn du mit einem Bereich in deinem Leben nicht zufrieden bist (Beispiel: Job), dann

  • Ändere es (= ändere etwas an der Situation, z.B. indem du mit deinem Arbeitgeber sprichst und nach möglichen Optionen zur Verbesserung deiner Lage suchst)
  • Liebe es (= akzeptiere, wie es ist und bleibe dabei)
  • Lass es (= ziehe einen Schlusstrich, z.B. indem du deinen Job kündigst)

Ich selbst habe dieses Prinzip schon seit längerem unbewusst in mein Leben eingebaut. Im Rahmen meiner Aufschieberitis habe ich reinen Tisch mit meinen „To-Do-Listen“-Leichen gemacht und alles von der To-Do-Liste gestrichen, das mich eigentlich nicht (mehr) interessiert. Damit lebt es sich leichter!

Zehn Finger der Dankbarkeit

10 Dinge aufzuzählen ist schwer!
Versuch trotzdem, Finger für Finger abzuzählen. Du wirst überrascht sein, dass dir am Ende doch für jeden Finger ein Punkt eingefallen ist.
Ich habe mir angewöhnt, diese Übung immer vor dem Schlafengehen in Kombination mit meinem Dankbarkeits-Journal zu machen.
Erst zähle ich die zehn Punkte auf, dann notiere ich sie.

Verwandle eine Klage in etwas Konstruktives

„Mein Leben ist scheiße!“
„Dieser Job geht mir so auf die Nerven!

Was machen solche Klagen mit uns? Sie rauben Energie, verankern sich im Kopf und ziehen uns runter.
Denn das Problem wird nicht gelöst, sondern macht nur unsere Stimmung schlechter.
Das Buch liefert hier eine effektive Übung:

Wenn du das nächste Mal merkst, dass du dich über etwas beschweren musst, probiere doch mal den Weg des konstruktiven Klagens:

1. Klage! Beschwer dich!

Formuliere deine Klage in einem prägnanten Satz. (Du darfst dich hier auch ruhig auskotzen!)

2. Halte dagegen!

Überlege dir fünf konstruktive Äußerungen, die der Klage den Wind aus den Segeln nehmen und beschreiben, warum du damals so entschieden hast/warum deine Situation eben gerade so ist, wie sie ist. Finde etwas Gutes daran!

3. Bedanke dich!

Egal wie beschissen die Ausgangssituation ist – bedanke dich. Sei es nur für die Erfahrung, für die Lehre; für das, was du später daraus ziehen wirst.

Das kann zum Beispiel so aussehen:
Klage: Dieser Job geht mir so auf die Nerven und ist eine reine Zeitverschwendung!

Fünf konstruktive Äußerungen*:

  1. „Momentan ist meine Selbstständigkeit noch nicht so weit, dass ich sie hauptberuflich führen könnte. Deshalb muss ich mir mit diesem Job etwas dazuverdienen.“
  2. „Einige Kollegen sind im Urlaub und ich muss sie vertreten, weshalb eine Mehrbelastung herrscht. Das Ende der Vertretungszeit ist aber absehbar.“
  3. „Ich werde mich trotzdem reinhängen und die Arbeit so gut es geht ausführen, damit die Anderen nicht vor einem übervollen Schreibtisch stehen, wenn sie wiederkommen.“
  4. „Diese Arbeit ist nicht von Dauer; in einem halben Jahr läuft der Vertrag sowieso aus.“
  5. „Selbst, wenn es in der Arbeit heute stressig ist. Dann freue ich mich auf heute Abend und werde mich meinen Projekten widmen anstatt vor der Glotze zu landen.“

*Du musst diese Sätze nicht so ausführlich formulieren, wie ich das hier gemacht habe.

Dankbarkeit zeigen: „Ich bin dankbar, dass ich die Stelle damals angenommen habe und mir damit ein festes Einkommen sichere, das mich reisen und an meinen persönlichen Projekten arbeiten lässt.

In meinem Gastbeitrag bei Doris Pia Höbinger stelle ich noch eine weitere Dankbarkeits-Methode vor: Das Gratitude-Journal.

 
Dankbarkeit ist ein so umfangreiches Thema – wir kratzen heute nur an der Oberfläche. Dennoch trägt ein regelmäßiges Bewusstmachen all dessen, wozu wir „danke“ sagen können, wesentlich zu einer positiveren Einstellung bei. Das merke ich immer wieder.
 
Wo wünscht du dir mehr Dankbarkeit?
Und wofür bist du heute dankbar?
 

Bist du dankbar?
 

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Blogparade: Meine Kindheitshelden

Kindheitshelden - Die Helden meiner Kindheit

Blogparade: Meine Kindheitshelden

Können fiktive Figuren einen prägen?
Ich sage: Ja!

Bei mir hat das besser funktioniert als so mancher Eltern- oder Lehrer-Ratschlag.
Selbst, wenn diese Figur nicht echt ist – man kann sich an ihr orientieren, sich etwas abschauen und lernen.

In meiner Kindheit gab es so einige Charaktere, die ich als Helden bezeichnen würde.

Junge Frauen, die für ihre Geschwister sorgen mussten.
Gewievte Diebinnen, die nachts auf Kunstraub gingen.
Toughe Vampirjägerinnen mit frechen Sprüchen auf den Lippen.
Mädchen, die im Brautkleid gegen die Bösen kämpften.
Mädchen ohne Eltern, die sich in einer neuen Umgebung zurecht finden mussten, aber dennoch ohne Vorurteile durch die Welt gingen.
Einhörner auf der Suche nach sich selbst und Zauberer ohne Magie.
Kleinen Jungen auf großer Reise in weichen Gänsefedern.
Tiere, die sich aufmachten, eine neue Heimat zu finden.
Na, hast du jemanden wiedererkannt? 🙂

Wer sind deine Kindheitshelden?

Von starken Frauen und Wanderlust – Chrissis Kindheitshelden

Sag das Zauberwort und du hast die Macht

Meine Kindheitshelden waren instinktiv immer die starken Frauen.
Außerdem zogen (und ziehen) mich Charaktere an, die anders sind; die für sich einstehen und an sich glauben. Das hat mich als kleines Mädchen schon beeindruckt.

Im heutigen Beitrag stelle ich dir deshalb die vier fiktiven Personen vor, die mich besonders beeindruckt haben. Kindheitshelden eben.
Ich bin gespannt, wen davon du kennst!

Übrigens: Weil immer wieder danach gefragt wird, wie mein Grafikstil eigentlich aussieht: So wie auf den folgenden Bildern zu meinen Kindheitshelden!
Für ZENtreasures und meine Kundenprojekte arbeite ich ganz anders, wenn ich aber „just 4 fun“ oder für meine Anime-Seite Treasure-Chest.org Grafiken erstelle, mache ich das in diesem Collagen-Stil.

Oscar François de Jarjayes / Lady Oscar (Die Rosen von Versailles)

Kindheitshelden: Oscar aus Lady Oscar/Die Rosen von Versailles

When I think about Oscar, I feel no fear of the unkown path in front of me.
– Marie Antoinette

Als seine 6. Tochter auf die Welt kommt, hat der französische General Jarjayes genug: Er tauft das Mädchen Oscar und beginnt, sie wie einen Jungen zu behandeln – und auch so zu erziehen.
Oscar lernt fechten, reiten, kämpfen – all das, was im Frankreich des 18. Jahrhunderts den Frauen verwehrt blieb. Mit einer enormen Leidenschaft und grenzenlosem Talent gesegnet, schafft sie es als erste Frau in die Leibgarde des französischen Kaiserhauses, wo sie sich schließlich mit Marie Antoinette anfreundet und sie ihr Leben lang begleiten wird – auch in die französische Revolution hinein…

Warum Oscar eine Heldin ist

… weil sie sich selbst akzeptiert!

Was du von ihr lernen kannst

Für Oscar war es zu Anfang schwer, ihre weibliche Seite zu akzeptieren, nachdem sie als Mann erzogen wurde. Doch setzte sie sich ausgiebig mit ihren Gefühlen auseinander, hinterfragte und erkannte sich schließlich selbst an.
Für mich ist das heute für eine Metapher: Egal, wie du erzogen wurdest, du hast es in der Hand, dich zu verändern.

Zudem setzte sie sich immer für ihre Überzeugungen ein und bot jedem die Stirn – egal wer er/sie war. Oscar machte nie einen Unterschied und behandelte das Volk genauso großherzig, wie ihre Liebsten.

Random Fact

Die Serie Lady Oscar war mit Sicherheit der Auslöser für meine Vorliebe für tragische Liebesgeschichten. Und der Film „Eiskalte Engel“.

Haruka Tenno / Sailor Moon

Kindheitshelden: Haruka aus Sailor Moon

Gender doesn’t make a difference. Do you think just because you’re a girl you’re always going to lose to a guy? If you think that, you can’t protect the ones you love.
– Haruka Tenno

Haruka ist ein eher androgyner Typ und wird deshalb immer wieder für einen Mann gehalten, auch wegen ihrer Vorliebe für Motorräder, Rennautos und – süße Mädchen.
Als erfolgreiche Formel-1-Pilotin ist sie es gewohnt, in einer von Männern dominierten Welt zu bestehen und weiß, sich durchzusetzen; durch Worte, wie durch Können.
Ihr Alter Ego Sailor Uranus ist die Kriegerin des Windes. Sie steht Sailor Moon zur Seite. Zuerst zwar nicht unbedingt als Freundin, später aber als unerlässliche Stütze.

Warum Haruka eine Heldin ist

Weil sie keinen Wert auf die Norm legt.

Was du von ihr lernen kannst

Haruka ist das klassische „Harte Schale, weicher Kern“-Persönlichkeit (den auch die vorgenannte Oscar besitzt). Sie wirkt schroff, überspielt damit aber nur ihre Sorge um Andere.
Sie steht zu ihrer Meinung und setzt meist durch, was sie will. Das heißt jedoch nicht, dass sie blind nur ihrer Wahrheit folgt: Auf wessen Meinung sie wert legt, den unterstützt und beschützt sie, mit allem, was sie hat – selbst, wenn sie selbst dadurch zurückstecken muss.

Und egal, welchem Geschlecht man angehört, für Haruka zählt nur dies: Man liebt, wen man liebt.

Random Fact

Mit Sailor Moon begann für mich eine Liebe, die bis heute anhält: die für Japan und Animes/Mangas.
Gefühlt jede Sailor Kriegerin war schon mein Liebling (mit Ausnahme von Usagi Tsukino/Sailor Moon selbst). Haruka bin ich schließlich ganz verfallen. Als Kind interessierte ich mich auch sehr für Astronomie und aus jetzt nicht mehr nachvollziehbaren Gründen war Uranus schon immer mein Lieblingsplanet… könnte also in die Entscheidung nach der Lieblings-Sailor-Kriegerin eine Rolle gespielt haben… 😀

Phoebe Halliwell / Charmed

Kindheitshelden: Phoebe Halliwell aus Charmed

Just because I protect the innocent doesn’t mean I have to be innocent all of the time.
– Phoebe Halliwell

Die jüngsten Geschwister haben Narrenfreiheit, so auch die Hexe Phoebe Halliwell. Dass das nicht nur Vorteile mit sich bringt, lernt sie schnell, denn als eine der „Charmed Ones“ hat sie täglich mit allerhand magischen – und nicht gerade netten – Wesen zu tun.
Acht Staffeln lang kämpft sie sich durch Dämonen, Liebesbeziehungen und Geschwister-Probleme. Dabei ist sie nicht auf den Mund gefallen und glänzt mit dem besten Modestil aller Hexen. (<- meine Meinung :D) Phoebes große Stärke dabei? Ihre empathische Art. Sie kann nicht nur durch Visionen in die Zukunft oder Vergangenheit sehen, sondern erkennt Probleme sofort und hat fast immer eine Lösung parat.

Was du von ihr lernen kannst

Es ist egal, was andere von dir denken, solange du dich gut so fühlst, wie du bist.

Warum Phoebe eine Heldin ist:

Weil sie immer so lebt, wie sie es will. Sie für ihre Überzeugungen eintritt. Und trotz ihrem toughen Auftreten immer zuerst an das Wohlergehen anderer denkt.

Phoebe war immer die „schlechte“ Schwester; die, die ihre Familie schnell verließ und sich in Partys und Männergeschichten stürzte. Nach ihrer Rückkehr nachhause gab es vor allem mit ihrer ältesten Schwester Prue ständig Zoff, weil diese ihren Lebensstil nicht nachvollziehen konnte.

So gefrustet und rebellisch wie Phoebe deshalb manchmal war – sie hat sich nicht unterkriegen lassen.
Sie hat ihr Leben immer so gelebt, wie sie es für richtig hielt – und so schließlich nach Jahren voller Ungewissheit ihre Berufung mit ihrer Zeitungskollumne gefunden.

Random Fact:

Mitten in meinem Charmed-Hype bekamen wir zuhause einen Internetanschluss. Ich durfte eine Stunde täglich online gehen und das erste, was ich suchte, waren Infos über Alyssa Milano, Phoebes Schauspielerin. Ich saugte alle Infos über sie auf, las Episodenguides und hatte sogar einen Ordner voller ausgedruckter Bilder mit ihr.
Außerdem war da ja noch ihre Liebschaft mit dem Dämonen Cole… (wie war das noch gleich mit tragischen Liebesgeschichten?).

Snufkin / Die Mumins

Kindheitshelden: Snufkin/ aus Die Mumins

All things are so very uncertain, and that’s exactly what makes me feel reassured.
– Snufkin

Jeden Frühling, wenn die ersten Blütenknospen zu sprießen beginnt, sind die Mumins in freudiger Erwartung, denn Snufkin, der „philosophierende Vagabund“ kehrt zurück!
Die trollartigen Wesen aus Tove Janssons Comics lieben seine Geschichten und die Weisheiten, die er verbreitet.
Niemand weiß so recht, was Snufkin eigentlich ist: Er trägt einen übergroßen Hut und sieht einem Menschen recht ähnlich. Unvergessen auch: Seine Mundharmonika (Diese Melodie ist Kindheitserinnerung pur!)

Was du von ihm lernen kannst

Mit Offenheit durch die Welt zu gehen!

Warum Snufkin ein Held ist

Snufkin war schon damals das, was man heute als „wanderlustinfiziert“ bezeichnen würde. Er war monatelang auf Reisen und jedes Mal, wenn er ins Mumintal zurückkehrte, hatte er Geschichten zu erzählen. Als kleines Kind habe ich das noch gar nicht so richtig verstanden und mich wie die Mumins einfach an seinen Erzählungen erfreut.
Heute kenne ich die andere Seite; die des Verreisens, des Staunenes und Erfahrungen machens, des Heimkommens und Weitererzählens.

Autoritäten beeindrucken ihn nicht und so hat er kein Problem, ihnen mitzuteilen, wenn er Dinge anders sieht.
Dennoch respektiert er alle Wesen und teilt sein Wissen gern, wenn er anderen dadurch weiterhelfen kann.

Random Fact

Ich bin als 7-jährige jeden Samstag für die Mumins um 6 Uhr früh aufgestanden, um sie im TV zu sehen. Damals wusste ich noch nicht, dass sie aus Finnland stammen – heute stärkt das meine Liebe zu diesem Land nur noch mehr.
 

Dieser Beitrag entstand für die Blogparade 'Meine Kindheitshelden'
Dieser Beitrag entstand ursprünglich für die Blogparade „Erzähl‘ mir von deinen Kindheitshelden“ von Tellyventure.
Aufgrund meines Tiefs in der letzten Zeit habe ich es jedoch nicht geschafft, den Text pünktlich fertigzustellen. Da ich aber sowieso einmal darüber schreiben wollte, wer mich schon in der Kindheit geprägt hat, gibt es diesen Post eben jetzt.

Hier findest du alle weiteren Infos zur Blogparade.

Warum auf meiner Liste weder Pippi Langstrumpf, noch Disney-Heldinnen zu finden sind?
Erstere mochte ich zwar, aber mir ist tatsächlich nichts im Kopf geblieben, dass sie getan oder gesagt hätte.

Und tatsächlich kenne ich kaum einen Disney-Film.
Soweit ich mich erinnere, war es in den späten ´90ern/frühen ´00ern einfacher, das Anime-Programm zu sehen, als einen Disney-Film. Die liefen tagsüber nicht und wir hatten keinen VHS-Player, um die Filme wenigstens auf Videokasette zu sehen. Aber wie so oft, hatte auch das sein Gutes, wie wir sehen.

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Der heutige Beitrag ist eher leichte Kost, dennoch hatte ich sehr viel Freude beim Schreiben.
Die nächsten Themen werden wieder besser zu ZENtreasures passen, versprochen.

Und wer sind deine Kindheitshelden?
 
 

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