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Monthly Recap #14 – September 2017: Mit Veränderungen umgehen

Monthly Recap September 2017: Mit Veränderungen umgehen

Monthly Recap #14 – September 2017:
Mit Veränderungen umgehen

Der Übergang von Sommer auf Herbst zeigte sich diesmal besonders deutlich: Nicht nur die Jahreszeit veränderte sich, auch ich selbst musste mit Veränderungen umgehen lernen. Das war teilweise ziemlich schwierig, doch umso aufregender…

Erlebt/Gereist

In diesem vergangenen Monat habe ich die anstehende Veränderung so stark wie noch nie gespürt: Meine Selbstständigkeit hat Fahrt aufgenommen; ich musste mehr und mehr aus meiner Komfortzone herausspringen, um Preisverhandlungen zu führen, musste (teils unangenehme) Termine wahrnehmen und als Unternehmerin auftreten.

Zugleich galt es, einige unangenehme Gespräche im Brotjob zu händeln, wo es um verweigerte Urlaubstage und Arbeitszeugnisse geht. Das Thema ist noch nicht durch, aber mittlerweile bin ich über dem Status hinaus, mir deswegen noch Sorgen zu machen.

An einem Freitag Mitte des Monats zeigte sich trotzdem, dass zumindest mein Körper vorerst keine Lust mhr hätte, mit weiteren Veränderungen umgehen zu müssen: Ich hatte nach der Arbeit von einem Termin zum nächsten hetzen müssen (ich bin das nicht gewohnt!), um meine Eltern beim jährlichen Almabtrieb zu unterstützen. Dabei stürzte ich einer Kuh hinterher, die offensichtlich noch keine Lust hatte, die Bergwiesen zu verlassen (verständlich!).
Während sie darüber sprang, übersah ich die Felsspalte und fiel bis zum Oberschenkel hinein. Zwar bin ich aus eigener Kraft wieder herausgeklettert und konnte weiterlaufen, jedoch ziert meinen linken Oberschenkel nun ein blauer, geschwollener Fleck von der Größe zweier Handflächen.

Meine Energie verließ mich endgültig und ließ mich 14 Stunden schlafen (die Tage darauf konnte ich ohnehin kaum laufen).
Kennst du diese Momente, an denen du einfach fertig mit der Welt bist? Done?
Genau so fühlte sich das an.

Hinzu kommt, dass ich mich ja an das Projekt „zuckerfreie Ernährung“ gewagt habe.
Bisher habe ich es relativ strikt durchgezogen. Die ersten beiden Wochen waren überhaupt kein Problem.
Seit besagtem Freitag sank mein Energielevel jedoch gen Null – und hielt sich dort.
Ich verzichte nicht zu 100% auf Zucker, habe die Zuckerzufuhr allerdings stark reduziert. Obst esse ich seit dieser Woche wieder, um den neu eingesetzten Hunger auf Süßes entgegenzusetzen (… und weil es wieder Satsumas gibt, diese Mandarinenähnlichen Früchte, die super sauer schmecken <3 <3 <3) Trotzdem: Im Gegensatz zum letzten Sommer-Tief geht es mir gut. Ich bin glücklich und lasse mich von diesen kleinen Rückschlägen nicht ausbremsen, sondern lache sie weg.

Instagram-Recap

Das Leben hatte mich so im Griff, dass die Lust an Instagram im September ziemlich weg war. Ich kann nicht einmal genau sagen, wieso, denn ich habe bisher so viele wahnsinnig tolle Frauen darüber kennengelernt, deren Beiträge ich gerne verfolge. Im Moment mache ich die App allerdings kaum noch auf.
Möglicherweise ist es so eine Art „Sortierungs-Phase“. Ich muss mir klar werden, wie ich meine Accounts führen möchte und vorallem, wie ich sie organisiere. Falls unter meinen Lesern jemand mehrere Insta-Accounts führt – wie machst du das am effizientesten?

Monthly Recap September 2017 - Instagram Zusammenfassung mit Reisefotos aus Japan, motivierenden Zitaten und dem Achensee in Tirol
Instagram @zentreasures.de

Highlight des Monats & Stolz darauf

Wenn Menschen, auf deren Meinung du besonders Wert legst, dich bestätigen.
Und – wenn Menschen, von denen es du es nicht dachtest, zeigen, dass sie dich mögen.
Nachvollziehbar, oder?

Außerdem durfte ich an einem besonderen Interview teilnehmen: Janina von lebensbeat – eine Bloggerin, deren Artikel ich sehr schätze – stellte mir nämlich 5 Fragen über Selbstliebe. Klicke hier, um den Beitrag zu lesen.

Geweint… und Gelacht

Wie schon angesprochen, war der September diesmal eine Berg- und Talfahrt sondergleichen.
Vielleicht lag es an der #zuckerfrei Challenge und der dadurch fehlenden Energie…
Vielleicht an den vielen kleinen Veränderungen, die mich sicherheitsliebenden, introvertierten Menschen teils ganz schön aus der Bahn warfen. Jedenfalls war ich extrem dünnhäutig, oft unsicher und emotional.

Geweint…
Ich hatte einem Termin im Arbeitsamt, der schlicht ernüchternd war.
„Mit Ihrer Ausbildung müssen Sie wieder ins Büro gehen! Da brauchen Sie sich doch nicht selbstständig zu machen.“
Da saß dieser Berater, schmetterte meine Pläne sofort ab, drückte mir Vermittlungsvorschläge für verschiedene Bürostellen in die Hand – und ich saß gegenüber, wie das klassische Häufchen Elend, unfähig, ihm Widerworte entgegenzubringen.

Danach – saß ich 15 Minuten im Auto und heulte.

Dabei war mir bewusst, dass die Arbeitsagentur so reagieren würde. Schließlich ist es ihre Aufgabe, jemanden in eine neue Festanstellung zu vermitteln und nicht die Unterstützung für Gründer spielen zu spielen. Trotzdem.

und Gelacht
Ein paar Tage später saß ich erneut in einem Beratungs-Gespräch, diesmal bei der IHK.
„Ich bin so unsicher, ob das Geld reichen wird…“
„Wollen Sie diese Selbstständigkeit denn um jeden Preis?“ – „… Ja.“ – „Da haben Sie ihre Antwort.“

Ich wurde dort in meinen Plänen so bestätigt, dass ich nur noch lachen konnte.

(Zuvor hatte ich übrigens 4 Stunden Kinder-Betreuung im Brotjob hinter mir, stand dann im Stau, kam zu spät und steckte schließlich im Fahrstuhl fest. Kein Witz. KEIN WITZ.
Auch das war wieder so ein Moment im letzten Monat, in dem ich mir dachte „Scheiß drauf, ist jetzt auch egal.“ – und es weglachte. Hat funktioniert.)

Mit Veränderungen umgehen

Geklickt

Immer wieder die #blogmuse Kategorie auf Mohntage, sowie den Blog von Janneke, Blog Your Thing. Beide liefern wertvolle Tipps und Anleitungen für Blogger, die eine Selbstständigkeit aufbauen wollen.

Gelesen

Ziemlich viel!
Louise Hay’s Buch Du kannst es!*, um mich besser in das Thema Affirmationen einzufinden.
Frau Hay ist Anfang des Monats verstorben – umso wertvoller sind ihre Werke dadurch für mich geworden. Ich bin immer noch nicht mit Affirmationen warm geworden. Dennoch möchte ich ihnen jetzt nochmal eine Chance geben…

Das Café am Rande der Welt* von John Strelecky, das im Moment ja ziemlich gehypt wird.
Bis zur Hälfte fand ich das Buch… total seltsam. Ich bin nicht in die Geschchte hineingekommen, fand die Methaphern blöd und fragte mich dauernd, ob der Autor mich verarschen will.

Der Rest war dann aber besser und im letzten Drittel konnte das Buch mich wirklich mitreissen. Trotzdem: Den Hype ist es nicht wert. Oder?

Wenn ich viele Ratgeber lese, brauche ich Abwechslung in Form von richtigen Geschichten.
Derzeit läuft meist ein Podcast oder Hörbuch im Hintergrund, wenn ich zuhause arbeite. Im September habe ich „Ein ganz neues Jahr“, den 2. Teil von Jojo Moyes‘ „Ein ganzes halbes Jahr“ gehört – und wurde ziemlich gefesselt! So ein schönes Buch! (Und auch die Sprecherin hat mich beeindruckt – es ist die deutsche Stimme von Scarlett Johansson!)
Ich höre Hörbücher bisher kostenlos auf Spotify. Hier findest du „Ein ganz neues Jahr“.

Außerdem greife ich zwischendurch immer wieder zu Keas Lyrikband „Poetische Zeiten„, um abzutauchen, zu träumen und den Kopf voller schöner Worte zu bekommen.

Geträumt

Von Island. Immer wieder von Island.
Ich kriege die Insel nicht aus meinem Kopf. Spätestens zu meinem Geburtstag im März will ich wieder dort sein. Gerne früher…

Inspiriert hat mich besonders

Dieser Beitrag von „Schreibsuchti“ Walter Epp.
Er räumt damit mit der ewigen „Ohne Talent hast du eh keine Chance“-Lüge auf – und nach diesem Post willst du sofort loslegen und schreiben, schreiben, schreiben.
… Was für ein Aufrüttler!

Word Count

Trotz dem eben erwähnten Blogartikel, nur 487. (Und selbst die wären ohne diesen Artikel vermutlich nicht entstanden.)
Andere Dinge haben derzeit Priorität – und das ist okay. Spätestens ab November will ich mir feste Schreibzeiten nehmen und jeden Tag mindestens 30 Minuten für den Roman aufbringen.

Schreibst du regelmäßig? Hast du Tipps, um das Schreiben, zu einem täglichen Ritual zu machen?

Zitat des Monats

Sometimes the smallest step in the right direction ends up being the biggest step of your life.


Manchmal ist der kleinste Schritt in die richtige Richtung der, der für dich zum bisher größten Schritt deines Lebens wird.

Bestes Beispiel: Meine Unternehmenswebsite, die ich Anfang September gelauncht habe, und über die bisher schon mehrere Anfragen reingekommen sind. Ich hatte absolut nicht damit gerechnet und doch – die Anfragen kamen. Interessanterweise alle von bisherigen Bloglesern.
Für mich war es selbstverständlich, eine Firmenwebsite online zu stellen. Es war der kleine Schritt, der in die richtige Richtung führt.

Vielleicht möchtest du deine Zeichnungen oder Fotografien schon lange einmal einem Publikum präsentieren? Dann ist es an der Zeit, sie bei DeviantArt oder auf einem persönlichen Portfolio auszustellen!
Hast du schon einen ganzen Schwung handgemachter Häkeleien zuhause liegen? Wieso nicht den Schritt tun und dich bei einem Onlne-Marktplatz wie DaWanda oder Etsy anmelden und sie dort zum Verkauf anbieten?
Willst du deine Gabe in die Welt hinaustragen? Warum dann nicht damit starten und sie in Form eines spontanen Podcasts oder Videos online bringen?

Das braucht Überwindung.
Diese Schritte sind aber so klein, dass nichts schief gehen kann, wenn du sie gehst!
Was ist das Schlimmste, was passieren könnte? Dass niemand dein Werk sieht? Das dachte ich auch. Und doch sind bereits drei Anfragen auf meiner völlig unbekannten Website eingetrudelt. Für mich hat sich der Aufwand schon jetzt mehr als gelohnt. Probier es! <3

Meistgeklickter Post auf ZENtreasures

Weiterhin der mit Abstand populärste Beitrag auf ZENtreasures: Wie du dein Ikigai findest – den Grund, morgens aufzustehen. Wurde ich irgendwo verlinkt und habe davon nichts mitbekommen?! 🙂

Btw. Ich plane, neue Beiträge zukünftig nicht mehr dienstags zu veröffentlichen, da das der Tag ist, an dem die wenigsten Menschen hier auf ZENtreasures vorbeischauen.
Was ist dir lieber? Neue Artikel gleich am Montag oder lieber mittwochs?
Bitte stimme doch hier kurz für deinen Favoriten ab! Dankeschön!

Random Fact

Ich bin kein Süßigkeiten-Fan. Der Verzicht auf Naschereien im Zuge meiner Zuckerfrei-Challenge fällt mir daher gar nicht schwer.
Das Problem sind eher meine Liebe für Brot (süße Frühstücke mag ich nämlich auch nicht – da muss schon ein Wurst- oder Käsebrot herhalten) und Obst. Letzteres ist aufgrund von Fruchtzucker verboten und das bereitet mir echt Probleme…

Mit Veränderungen umgehen

Was im Oktober ansteht

Mein letzter Monat im Brotjob, bevor es endgültig in die Vollzeit-Selbstständigkeit geht! Kein Wunder, dass ich wahnsinnig aufgeregt bin und gerade quasi neu lernen muss, wie man mit entscheidenden Veränderungen umgeht…
Es beginnen einige neue Aufträge für tolle, tolle Kunden und auch das macht mich aufgeregt und gespannt zugleich.

Zwischendurch gönne ich mir nochmal ein verlängertes Wochenende in meiner Lieblingsstadt Prag habe einen weiteren Termin bei der IHK, um meinen Businessplan prüfen zu lassen.
Es bleibt also spannend und ich platze fast vor Vorfreude! 🙂

 
Mein September war aufreibend und aufregend. Wie war deiner?
 

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Wie Glaubenssätze Einfluss auf deine Veränderung nehmen

Wie deine Glaubenssätze Einfluss auf deine Veränderung nehmen

Deine Gedanken haben enormen Einfluss auf die Realität.
Positive, motivierende Gedanken rütteln dich auf; spornen dich an.
Negative, desaströse Gedanken jedoch – sorgen dafür, dass du dich nicht vom Fleck bewegst.
Diese Gedanken nennt man Glaubenssätze.

„Ich bin doch sowieso zu blöd dazu.“
„Wieso sollte das ausgerechnet mir gelingen?“

Du kennst das, oder?
Ich jedenfalls schon.

Stell dir diese Glaubenssätze in deinem Kopf wie einen Glasbläser vor, der eine Vase formt. Der Glasbläser hat die volle Kontrolle über die Entstehung des Gefäßes. Er formt sie langsam und sorgfältig.
Macht er einen Fehler, ist das Kunstwerk zerstört. Er kann es nur durch mühevolle, langwierige Arbeit retten.

Ob es das wert ist?
Was denkst du?
Ist deine innere Einstellung es wert, von negativen Glaubenssätzen befreit zu werden?

Was sind Glaubenssätze – und wie entstehen sie?

Der Begriff „Glaubenssatz“ ist hier schon öfter gefallen und tatsächlich plane ich schon einen Beitrag dazu, da war ZENtreasures noch gar nicht online.

Glaubenssätze sind in deinem Denken fest verankerte Gedanken, die deine Persönlichkeit, deine Einstellung und dein Weltbild repräsentieren.
Sie können Sprichwörter sein oder markante Sätze, die jemand mal zu dir gesagt hat oder eigene Gedanken.
Du bist überzeugt, dass sie der Wahrheit entsprechen, du glaubst an sie – ohne sie je hinterfragt zu haben.

Unsere Glaubenssätze – und somit unsere Überzeugungen – werden zu 90% in unseren ersten sechs Lebensjahren festgelegt. Sie bleiben unser Leben lang bestehen.
Jeder Gedanke, der sich in deinem Bewusstsein festsetzt, wird irgendwann zur Realität.

Das Problem daran?

Dass sie unser weiteres Leben lang bestehen bleiben, ist die Schuld des sogenannten rekulären Aktivierungssystems.
Du kannst es dir vorstellen wie ein Schutzmechanismus für deine Gedanken. Es lässt nur die Informationen bis zu deinem Bewusstsein durch, die mit deinen Glaubenssätzen übereinstimmen.

Hast du seit der Grundschule geglaubt, du wärst handwerklich unbegabt, wirst du immer davon überzeugt sein, deine Möbel nicht allein aufbauen zu können – oder es gar nicht erst zu versuchen.

Falls doch, schaltet sich dein Bewusstsein ein.
„Moment“, sagt sich dein Bewusstsein. „Das stimmt aber nicht mit meinen Glaubenssätzen überein!“
Es aktiviert sein rekuläres Aktivierungssystem – und in deinen Gedanken kommt an: „Was rede ich? Es wäre schon schön, das neue Bett selbst aufzubauen, aber ich habe es bisher noch nie geschafft, sowas richtig zusammenzubauen, außerdem fehlen mir die Werkzeuge und es ist ohnehin besser, jemand anderes macht das. Ich mach es bloß kaputt.“

Wie deine Glaubenssätze Einfluss auf deine Veränderung nehmen

Negative Glaubenssätze und du wie sie identifizierst

Einen Glaubenssatz erkennst du daran, dass er sich ständig wiederholt; dir immer wieder in den Sinn kommt.

Glaubenssätze können natürlich auch positiv sein.

Hat sich ein Glaubenssatz erstmal in deinem Kopf verankert, macht sich dein Geist auf die Suche nach Bestätigungen. Schließlich muss der Glaubenssatz ja wahr sein, nicht?
Wenn du dir vorstellst, du seist hässlich, wird dein Gehirn dir beim nächsten Blick in den Spiegel die Bestätigung liefern. „Da wächst schon wieder ein Pickel. Und meine Nase ist auch viel zu groß. Unästethisch. Wer soll mich schon mögen?“

Das ist das – ich formuliere es mal vorsichtig – „gefährliche“ an Glaubenssätzen.
Wenn du von Haus aus positiv denkst, mit dir zufrieden bist und überzeugt davon bist, dass du dein Traumleben verdient hast, schenkt dein Gehirn dir die Bestätigung dessen.

Nichts passiert zufällig.
Auch dein Erfolg ist kein Zufall, sondern reine Einstellungssache.

Beispiele für negative Glaubenssätze

Ich wette, du kennst mindestens einen davon:

  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
  • Ich bin zu dumm dafür.
  • Natürlich kann ich das nicht. Ich war ja noch nie gut in Sport.
  • Das war schon immer so.
  • Ich bin wertlos/unattraktiv/langweilig.
  • Geld verdirbt den Charakter.
  • Niemand liebt mich.
  • Arbeit abgeben? Am Ende muss ich ja doch alles selber machen.
  • Kreative Arbeit ist wertlos.
  • Ich muss noch viel lernen.
  • Lernen fällt mir schwer.
  • Ohne meine Belohnungs-Schokolade bin ich zu nichts zu gebrauchen.

Mein ‚guilty Glaubenssatz‘

Save the best for last – Heb‘ dir das Beste bis zum Schluss auf

Dieser Glaubenssatz entstand ursprünglich durch etwas so Banales wie das Mittagessen. Denn das, was du am liebsten magst, isst du zum Schluss, um die Vorfreude aufzubauen.
Erst wurden Rosenkohl, Zucchini und andere unbeliebte Speisen gegessen, danach belohnte man sich mit den besten Stücken.
Der Teller musste leer gegessen werden. So aß ich also erst, was ich nicht mochte und hob mir die besten Teile bis zum Schluss auf.

Der Witz daran: War ich bei meinen Lieblingsspeisen angelangt, hatte ich keinen Hunger mehr.
Oft wunderte ich mich noch, warum ich schon satt war, bevor ich die wirklich leckeren Teile überhaupt nur angerührt hatte. Well well.

Ich habe es jahrelang nicht geschnallt. Vielmehr habe ich diesen Glaubenssatz später auch auf andere Bereiche meines Lebens geschoben:
Erst Arbeiten gehen und den Haushalt schmeißen, dann das „Schmankerl“ in Form eines Feierabend-Biers mit Freunden.
Erst auf Reisen jeden Tag das ungeliebte Frühstück verschlingen, bevor ich mir dann Sonntags ENDLICH den Obstteller gönne, der mich schon die ganze Woche anlacht.

Ist das nicht bescheuert?

Auch wenn es ein gutgemeinter Ratschlag meiner Eltern war (wenn auch unterschwellig – denn Mama musste ja irgendwie für meine Gemüse-Zufuhr sorgen), er hat sich dermaßen verfestigt, dass ich mir letzten Endes damit schadete.

Glaubenssätze von Tatsachen unterscheiden

Wichtig ist, solche und ähnliche Glaubenssätze von Tatsachen zu unterscheiden.
Denn wer solche destruktiven Gedanken hat wie „Ich bin total unfähig“, hält sie für Tatsachen.

Aber: Ein Glaubenssatz ist keine Tatsache und entspricht nicht der Realität!

Eine Tatsache ist:
„Meine Arbeit macht mir keinen Spaß.“

Ein Glaubenssatz dagegen ist:
„Ich kriege nicht mal die einfachsten Aufgaben hin – ich bin echt zu blöd für diesen Job.“

Glaubenssätze werden nie in Frage gestellt. An sich ist das ja gut so.
Ist der Glaube doch der Anker, an dem wir Menschen uns festhalten.

Ich bin kein gläubiger Mensch. Zumindest nicht in der Hinsicht, dass der Glaube an Gott oder eine höhere Macht mir Kraft gibt. Ich glaube – an mich. Meine Fähigkeiten, mein Urteilsvermögen, mein Menschenverstand.
Es gab allerdings Zeiten, da habe ich das nur so dahingesagt. In Wirklichkeit war ich nicht von der Überzeugung erfüllt, mit der ich “Ich glaube an mich!” aussprach.
Vielmehr dachte ich insgeheim „Ich kann das ja doch nicht.“, wenn es um berufliche Entscheidungen und Selbstständigkeit ging.
Negativer Glaubenssatz detected!

Meine Familie ist bekannt dafür, immer zu spät zu kommen. Mal davon abgesehen, wie unhöflich das gegenüber den Wartenden ist, nervt es uns auch selbst.
Da werden Witze gemacht „Typisch. Ihr seid wieder die letzten.“
Ich dachte selbst 25 Jahre lang, dass ich einfach nicht in der Lage sei, pünktlich zu sein. Es liegt ja in der Familie. Da kann man nichts machen.
Auch das ist ein negativer Glaubenssatz.

Das ist allerdings nur meine Realität, nicht die Wirklichkeit!
Nur weil ich denke, nichts gegen meine Unpünktlichkeit tun zu können und es ohnehin jeder von mir erwartet, heißt das nicht, dass ich die Unpünktlichkeit akzeptieren muss.

Ich kann dem aktiv entgegen wirken.

Es hat gedauert, bis ich das wahrhaben wollte. Seit ich es verstanden habe, fällt es mir viel leichter, negativen Glaubenssätze keine so große Beachtung mehr zu schenken.
Und keine Sorge, du kannst das auch.

Never let your fear decide your future.

Negative Glaubenssätze in etwas Positives umwandeln

Machen wir uns daran, deinen negativen Glaubenssätzen ihre Wirkung zu nehmen.
Lass uns zusammen einen Glaubenssatz auflösen, mit dem ich lange zu kämpfen hatte – und der mich ultimativ davon abhielt…

Der wichtigste Schritt, um deine Glaubenssätze zu entlarven?

Sie aufzuschreiben.

Such dir einen ruhigen Ort und forsche in dich hinein. Welche Sätze kommen dir immer wieder in den Kopf?
Was denkst du, wenn du Fehler gemacht hast?

Notiere dir all diese Sätze. Das kann in ein paar Minuten erledigt sein, aber wenn es dir wie mir geht, wirst du diese Übungen zwei, drei Mal wiederholen müssen, um alle Glaubenssätze zu erfassen.

Gehe einen Satz nach dem anderen durch und beantworte dir folgende Fragen (du kannst sie auch gerne daneben notieren, das macht es visueller):

  1. Verbessert sich mein Leben wirklich, wenn ich an diesem Glaubenssatz festhalte?
  2. Was könnte passieren, wenn ich ihn loslasse?
  3. Warum ist dieser Glaubenssatz totaler Blödsinn und entspricht nicht der Realität?

Durch dieses Hinterfragen nimmst du dem Glaubenssatz seine Unfehlbarkeit.
Ich streiche am Schluss die alten Glaubenssätze durch – das suggeriert, dass ich damit abgeschlossen habe.

Am Schluss formulierst du den Glaubenssatz in etwas positives um.
So wird aus „Save the best for last“„Ich bestimme selbst und genieße jederzeit so, wie es mir gerade gut tut“.
Und ich fühle mich besser, weil der Druck verschwunden ist.

Wichtig ist, diesen neuen, positiven Glaubenssatz zu verinnerlichen.
Das klappt am besten, indem du ihn notierst und ihn dir jeden Tag vorsagst/durchliest.
Ich habe meine positiven Glaubenssätze in einer Notiz am Handy gespeichert, wo ich jederzeit Zugriff habe.

Ist dir schon leichter ums Herz geworden?

Veränderung braucht Zeit

Wie deine Glaubenssätze Einfluss auf deine Veränderung nehmen

Ich habe viel zum Thema Glaubenssätze recherchiert und eine Sache stieß mir regelmäßig sauer auf: Das Verändern von Glaubenssätzen wird immer als so easy dargestellt. Als müsstest du einfach nur entscheiden, einen negativen Glaubenssatz loszulassen und – paff – wird alles gut.

Du fühlst dich dumm? – Dann fang einfach an, ab heute zu lernen und schlau zu werden.
Du findest dich hässlich und deswegen liebt dich niemand? – Sage dir, du bist schön und irgendwo wartet die richtige Person auf dich?

Hahaha ha.
So funktioniert das Leben nicht.

… Und ja, ich hasse es, jetzt die Spielverderberin zu sein, doch Veränderung braucht Zeit.
Einen negativen Glaubenssatz in einen positiven Gedanken zu verwandeln, braucht Zeit. Viel Zeit.
Es braucht Kontinuität; dranbleiben ist gefragt!

Aus eigener Erfahrung – ich arbeite seit ca. 2,5 Jahren mehr oder weniger aktiv an meinen Glaubenssätzen – kann ich dir wirklich nur raten, dran zu bleiben. Denn nur, weil du einen negativen Glaubenssatz positiv umformulierst, ändert sich deine innere Einstellung nicht von jetzt auf gleich (leider!).
Vergiss nicht, die meisten deiner Glaubenssätze existieren bereits dein Leben lang. Sie lassen sich nicht plötzlich ausknipsen. Aber sie lassen sich ausknipsen.

Dennoch ist es ein riesengroßer, unterstützender Schritt für deine Veränderung, wenn du dich mit deinen Glaubenssätzen auseinandersetzt.

Damit die nächste Figur des Glasbläsers deines Lebens eine ganz besondere wird.
 

Hast du noch Fragen zu dem Thema?
Verrätst du mir einen Glaubenssatz, von dem du dich gerne befreien würdest?

Wie deine Glaubenssätze Einfluss auf deine Veränderung nehmen
 

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Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst

Deine Freunde Stefan und Stefanie wollen einen Marathon laufen.
Stefan geht die Sache zielstrebig an: Er markiert sich das Start-Datum im Kalender, stellt sich einen Trainingsplan zusammen und trainiert täglich für sein Ziel.
Er erzählt allen in seinem Umfeld von seinem Plan, wird motiviert; er trackt seine Laufzeiten und pusht sich zu immer neuen Höchstleistungen.

Stefanie macht es anders: Sie markiert sich zwar auch das Start-Datum im Kalender, weiß aber nicht, wie genau sie nun weiter vorgehen soll.
Also geht sie wie gewohnt 3x pro Woche laufen.
Der Marathon rückt aus ihren Gedanken und niemand erinnert sie daran oder spornt sie an.
Ihre Zeiten verbessern sich, aber sie verändert nichts an ihrer gewohnten Laufstrecke.

Als der Tag des Laufs gekommen ist, gehen beide an den Start.

Was denkst du – wer von beiden wird den Marathon erfolgreich abschließen und wer wird aufgeben?

Was ist ein Mindset und wie finde ich es?

Alle reden davon:

Du brauchst das richtige Mindset!

Schön und gut, nur was ist das überhaupt? Wie finde ich es? Kann man das essen?

Dein Mindset ist das, was dich antreibt; dich motiviert. Deine innere Einstellung.
Es fußt auf deinen Glaubenssätzen. Wenn du dir dauernd einredest, du wärst dumm, hässlich und zu nichts zu gebrauchen – glaubst du es irgendwann.
Dein Kopf; deine Gedanken gaukeln dir vor, dass es genau so ist.

Genauso verstärkt dein Mindset aber auch die positiven Gedanken. Du bist davon überzeugt, dass du deinen Traum, erfolgreiche Buchbloggerin zu werden, verwirklichen wirst?
Solche Gedanken mag dein Mindset! Denn es hilft dir dabei, sie wahr werden zu lassen.

Du kannst dir das Mindset wie einen massiven Baumstamm vorstellen. Es ist das Fundament deiner persönlichen Entwicklung und deines zukünftigen Erfolges.
Die Baumkrone – der Schmuck – stellen deine Talente und Fähigkeiten dar.

Bei vielen von uns ist dieser Stamm ein dünner Ast, kaum dick genug, um massivem Gegenwind zu trotzen.
Aber du kannst lernen, diesen Ast wachsen zu lassen und zu einem festen Anker werden zu lassen.

Darum ist das Mindset so wichtig für deinen Erfolg

Kommen wir auf das Marathon-Beispiel von oben ein.
Was denkst du, wer hat es über die Ziellinie geschafft?

Richtig, Stefan. Denn sein Mindset war das Richtige.
Er hat sich ganz auf dieses Ziel konzentriert und alles dafür getan, was nötig war.

Stefanies Mindset dagegen lässt auf eines schließen: Sie wollte es nicht fest genug.

Um ein Ziel zu erreichen musst du es wirklich wollen. Zu 100%, nein, zu 110%.
Du musst deine Zeit und deine Leidenschaft in dieses Ziel stecken. Langfristig. Ich verwende dieses “muss” normalerweise nicht gerne, aber hier „muss“ es sein.

Halbherzigkeit bringt dich nicht aus der Mittelmäßigkeit heraus.
Glaub mir, ich habe das selbst oft genug erlebt. Mein Mindset war lange Zeit kaum präsent.
Doch die Planung für mein eigenes Business hat ein Feuer entfacht, das beständig loderte. Das kannte ich von mir überhaupt nicht.
Meist begeistert mich etwas eine Nacht lang oder eine Woche und dann geht es mir wie Stefanie und der Gedanke wird zur unwichtigen Nebensache.
Der Baum verkümmert.

Lass nicht zu, dass dein Traum ebenso verkümmert.

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst
 

Scheitern ist okay!

Auch das gehört in dein Mindset!
Denn viele von uns (ich eingeschlossen) geben direkt auf, wenn sie es nicht schaffen, das erste Hindernis zu überwinden oder sich eine unerwartete Hürde in den Weg stellt.

Scheitern ist ganz normal. Es gehört zum Prozess deiner Veränderung!

„Aus Fehlern lernt man“ entlockt dir vielleicht nur ein genervtes Augenrollen, doch – dieser Spruch ist wahr!

Ich habe mit diesem Thema in meinem Beitrag über Selbstreflexion bereits ausgiebig gewidmet. Lies gerne rein, wenn du möchtest.

Wichtiger ist mir heute der Fokus auf einen anderen Punkt:
Es wird immer jemanden geben, der besser ist als du.

Jemanden, der besser schreibt, besser singt, schneller lernt, mehr verkauft, mehr verdient und durchschlagende Ideen vor dir veröffentlicht.
Lass dein Mindset davon nicht runterziehen. Das hat nichts mit dir zu tun!

Stell dir vor, J. K. Rowling hätte Harry Potter nie veröffentlicht, nur, weil sie dachte, dass es doch schon genug Zauberer-Geschichten gibt. Was wäre uns da für eine generationenverändernde Buchreihe vorenthalten geblieben!

Erlaube dir zu scheitern, daraus zu lernen und trotzdem weiterzumachen.
Der Baum, aus dem dein Mindset besteht, wird so nur noch weitere Wurzeln schlagen.

Dein Umfeld und dein Mindset, Status: Es ist kompliziert

Es heißt, du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du dich am meisten umgibst.

Sind diese fünf wichtigsten Menschen Personen, die erfolgreich in ihren Berufen sind und in ihrer Arbeit aufgehen? Dann ist es wahrscheinlich, dass du genauso bist.

Sind diese Fünf allerdings Dauer-Jammerer ohne große Ziele, wirst du in ihren Sog gezogen und dich ebenso kraft- und ziellos fühlen.

Aber auch du kannst durch deine positive Einstellung die Leben der anderen fünf Menschen um dich herum verändern, wenn du über das richtige Mindset verfügst.

Jeder kann sich ändern.
Wenn er will.

Do what makes your soul most alive

Du musst nicht immer tun, was Anderen gefällt. Zumindest nicht dann, wenn es um deine Zukunft geht – siehst du, DEINE Zukunft. Nicht die deiner Eltern, deiner Tante Erna, deines Großvaters oder die der 4.-Klass-Lehrerin, die damals meinte, du könntest ebenfalls Lehrerin werden, weil du so gut in Mathe warst. Denn du hasst Mathe. Ja, ich spreche da gerade von mir.

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst. Zitat Do what makes your soul most alive.

Do what makes your soul most alive
– Tue, was deine Seele am Leben hält.

Dieses Zitat habe ich sogar schon mal gepostet, aber damals mehr mit Arbeit und Berufung in Verbindung gebracht.
Dabei lebt unsere Seele nicht nur von Arbeit.
Auch in unserer freien Zeit sollten wir tun, was uns Freude bereitet. Oder besser: Wir sollten – soweit möglich – immer tun was unsere Seele mit Leben erfüllt.
Nur das weckt Glücksgefühle, Leidenschaft und Vorfreude – wie bei einem kleinen Bäumchen, das im Frühling endlich austreiben und seine leuchtend grünen Blätter zeigen darf.

Finde dein Mindset: Übungen

Lebe deinen perfekten Tag

Meine Lieblingsübung, die ich jedes Jahr einmal mache, seit ich Ende 2014 mit meinem Veränderungs-Prozess angefangen habe.

Du darfst nämlich träumen! So wild und bunt und unrealistisch, wie du nur willst.
Überlege dir, wie dein perfekter Tag aussieht – in allen Details. Wann stehst du auf, was frühstückst du, was arbeitest du, mit wem umgibst du dich, usw.

Ich habe dir dazu ein 2-seitiges PDF-Worksheet erstellt. Du kannst es dir hier herunterladen und es direkt am PC ausfüllen oder ausdrucken.

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst. Worksheet Download

Interview mit dir selbst

Spiel Karla Kolumna! Stelle dir selbst ein paar Mindset- und Zukunfts-bezogene Fragen – und beantworte sie.

Folgende Fragen kannst du dir stellen:

  • Wenn ich morgen genau das tun könnte, was meiner Berufung entspricht: Was würde ich tun?
  • Wie würde ich diese Sache angehen?
  • Welche Probleme/Hürden könnten sich mir in den Weg stellen?
  • Wie würde ich sie lösen?
  • Was erhoffe ich mir von meiner Berufung; welches Ziel will ich damit erreichen?

Die Ergebnisse notierst du oder nimmst sie dir als Sprachmemo auf. Hauptsache, du kannst immer wieder darauf zugreifen, wenn dein Mindset wieder schwankt!

Present Me vs. Future Me

Diese Übung ist ideal für dich, wenn du ein visueller Typ bist. Und gerne malst. 🙂
Nimm dir zwei leere Seiten in einem Notizbuch vor. Ein großes Blatt Papier geht auch, wenn du es in der Mitte faltest. Wichtig ist, zwei Seiten nebeneinander zu haben.

Jetzt male dich selbst auf die linke Seite. Es kommt hier nicht auf den künstlerischen Wert an, aber es soll erkennbar sein, dass du es in deiner aktuellen Form bist.
Was trägst du gerade? Wie ist deine Stimmung? Lächelst du? Wie sieht dein Körper aus? Wie deine Haltung?

Schreibe dann alles auf, was dich momentan ausmacht.
z.B. unzufrieden, gelangweilt, 5 kg zu viel/wenig, langweilige Frisur, schöne Frisur, traurig, glücklich, usw.

Auf die rechte Seite malst du dich erneut. Diesmal aber dein Wunsch-Ich. So willst du in einem Jahr sein.
Hast du vorher beispielsweise ein trauriges Gesicht gemacht, malst du dich jetzt lachend. Hattest du vorher langweilige Klamotten an, trägst du jetzt das, was du magst.
Hast du dir schon immer bunte Haare gewünscht, aber bisher nur deinen langweiligen Braunton auf dem Kopf? Dann hat dein “Future Me” vielleicht pinke Haare.

Auch hier schreibe wieder stichpunktartig auf, wie du dich dann fühlen willst.

Ziel dieser Übung ist es, dich selbst in einem Jahr vor dir zu sehen. So willst du sein. Dieses Bild erinnert dich immer wieder daran und stärkt dein Mindset.

Eine weitere hilfreiche Übung, um dein Mindset zu finden, ist das Vision Board. Hier habe ich einen Artikel dazu verfasst.

Außerdem find ich diese Meditation sehr angenehm, weil sie dich auf das Thema Mindset und die dazugehörigen Übungen einstimmt: Seeing your true self Meditation – The Honest Guys
 
Diesem Beitrag werde ich demnächst eine Podcast-Folge widmen – jap, ich werde es angehen!. Wenn du also noch Fragen zum Thema Mindset hast, stell sie mir in den Kommentaren! So kann ich sie im Podcast klären.

Und jetzt widme dich deiner inneren Einstellung. Du hast es verdient, deine Berufung zu leben und dich selbst zu verwirklichen!

Hast du von dem Begriff Mindset schon gehört?
Wofür wünscht du dir ein stärkeres Mindset?

 

Wie du dein Mindset findest und dich selbst verwirklichst
 
 

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Monthly Recap #13 – August 2017

Monthly Recap August 2017

Monthly Recap #13 – August 2017

Mit dem heutigen Monthly Recap machen wir tatsächlich ein Jahr Monatsrückblicke voll!
Ich hoffe, du liest diese Beiträge immer noch so gerne! Mir macht das Schreiben jedenfalls Spaß, weil ein wenig Lockerheit in diesen Blog kommt.
Legen wir los!

Erlebt/Gereist & Highlight des Monats

Ich war Mitte August zusammen mit meiner Mama in Südtirol. Neben der Hauptstadt Bozen besuchten wir auch Kaltern und den Kalterer See.
Zu Beginn war dort für mich super unangenehm: MenschenMASSEN, lärmende Kinder und alle wie die klassischen Sardinen nebeneinander ausgebreitet. Da ich aber meiner Mama zuliebe niemals umgedreht wäre, verdrängte ich meinen Fluchtreflex und wir liehen uns ein Boot aus.

Keine halbe Stunde später dämpfte sich die Geräuschkulisse und ein fabelhafter Bergblick ersetzte bunte Schwimmreifen und wackelnde Stand-Up-Paddler. Und ich entspannte mich.
Auf der gegenüberliegenden Seeseite wagte ich mich sogar ins Wasser. (Dazu sei gesagt: Ich bin total wasserscheu und war seit Jahren nicht mehr schwimmen!)
Anwesend außer mir: Ein paar Enten, die jedoch genauso entspannt waren wie ich.
Es war einfach schön.

Mein Highlight des Monats: Mit dem Tretboot um den Kalterer See zu fahren!

Monthly Recap August 2017 - Bild vom Kalterer See

Die Rückkehr zum Standbad wirkte schließlich wie das Aufwachen nach einem angenehmen Traum. Back to reality. Trotzdem: Das mache ich wieder!
Wir müssen sowieso alle mehr Tretboot fahren, finde ich! 😀

Instagram-Recap

Zwar haben die Südtirol-Bilder nicht mehr drauf gepasst, aber dieser August stand sowieso für etwas anderes: Runterkommen – und neu starten.
Ich habe mein vergangenes Sommer-Tief endgültig überwunden, fühle mich motiviert und gestärkt. Dafür steht auch das Zitat oben mittig, das mich wie ein Schlag getroffen hat, weil es so gut passt. Hier kannst du es dir in groß ansehen.

Monthly Recap August 2017 - Instagram Zusammenfassung mit einem Portrait von Chrissi, motivierenden Zitaten, Lady Oscar und dem Buch Das Dankbar Prinzip
Instagram @zentreasures.de

Stolz darauf

Mein Durchhaltevermögen wiedergefunden zu haben. Ich hatte lange diesen Glaubenssatz in mir, von natur aus ein disziplinloser Mensch zu sein.
Aber Disziplin kann man lernen.
Es bringt nichts auf Motivation zu warten.

Ich übe mich also gerade im Neues ausprobieren, durchhalten und Gewohnheiten ändern. Bisher läuft es gut!

Geklickt

Sicher schon zum dritten Mal: Marlenes Erfahrungen auf der Digitale Nomaden Konfernz (DNX).
Ich spiele sehr stark mit dem Gedanken, nächstes Jahr hinzugehen! Wer noch?

Außerdem derzeit meine tägliche Anlaufstelle: Maddies Instagram Profil. Die Bloggerin ist aktuell in Irland und teilt in ihren Stories Bilder von ihrer Reise. Die irische Landschaft haut mich jedes Mal aufs Neue wieder um… und Irland rutscht auf der Wanderlust-Liste nach oben!

Welche Instagram-Accounts verfolgst du derzeit besonders gerne?

Geschaut

Machen wir uns nichts vor – wenn der Winter da ist, hat man sich ihm zu beugen.
In meinem Umfeld suchten fast alle derzeit Game of Thrones. Ich bin ein riesen Fan der Serie (und der Bücher), meinen Freund jedoch hatten die vorigen Staffeln nicht mehr so gepackt.
Diesmal konnten wir beide uns dem Hype nicht entziehen und kauften schließlich bei Amazon die neue Staffel.
Sie ist es wert!

Meine Lieblingscharaktere sind übrigens nicht Jon oder Daeny, sondern Bronn und Ser Davos. Mal sehen, ob die beiden am Leben bleiben…
Schaust du Game of Thrones?

Gelernt

Japanisch!
Das ist ein Bereich der schon angesprochenen neu gefundenen Disziplin. Ich habe bisher 15 Tage am Stück japanisch gelernt – normalerweise halte ich keine 3 Tage hintereinander durch.
Dabei nutze ich die App Duolingo, die den Lernprozess eher spielerisch darstellt. Mir gefällt das aber. 🙂

Gibt es eine Sprache, die du sprechen willst?

Monatsliebling

Ich weiß, ich weiß… Lavendaire kommt bei mir in jeden zweiten Monthly Recap unter die Lieblinge.
Doch sie ist so sympathisch, mitreißend, liebenswürdig und einfach angenehm – ich kann sie dir nur immer wieder empfehlen.

Überraschenderweise war auch ihr Sommer von einem persönlichen Tief geplagt, obwohl sie reiste und eine fantastische Zeit hatte.
In diesem Video erklärt sie ihre Stille und geht zugleich auf Ursachenforschung. Mich hat das Video emotional wirklich mitgenommen, weil ich mich sehr in sie hineinfühlen konnte.

Inspiriert hat mich besonders

Ellathebee’s Brainstorming-Trick:

Zuerst war ich nicht besonders angetan davon, doch die Neugier ließ mich ihre 100-Dinge-Liste ausprobieren.
Es half mir überraschend gut bei einem Projekt, das ich damit kürzlich fertigstellen konnte.
Vielleicht hilft es dir ja ebenfalls!

Word Count

538.
Auch meinen Roman taste ich mich laaangsam wieder heran. Die Zahl mag nicht hoch sein, dennoch ist sie mehr, als ich seit einigen Monaten geschafft habe. Tendenz? Steigend! 🙂

Zitat des Monats

Monthly Recap August 2017: Zitat des Monats: Der beste Wecker ist Begeisterung!

Der beste Wecker ist Begeisterung
– Christian Bischoff


Well. Genau so ist es.

Müssen wir jeden Morgen für einen ungeliebten Job das Bett verlassen, ist Aufstehen ein Kampf.
Wissen wir aber, dass uns am nächsten Tag etwas wunderbares bevorsteht, wachen wir gerne auf, richtig?

Wenn ich am nächsten Tag etwas spannendes vor hatte – eine Reise, ein Trip zu Freunden in die nächste Stadt, ein Tattoo-Termin – wachte ich nachts oft auf. Mein Unterbewusstsein freute sich so sehr, dass es mich jedes Mal hoffnungsvoll weckte: „Ist es schon Tag, Chrissi?!“
Ich glaube, das ist es, was Christian Bischoff meinte.

Dieses Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr. Der Alltag ist so omnipräsent, dass sich wahre (Vor)Freude oft nur kurz zeigt und schnell wieder verpufft, als wir überhaupt merken, dass wir happy sind.

Das Zitat habe ich übrigens in einem Interview aufgeschnapt, das Laura Seiler mit Christian Bischoff in ihrem Podcast geführt hat. Hör es dir an, es ist ein richtiger Confidence-Boost! Hier findest du es bei Spotify: „Wenn du dich nicht aufhältst, hält dich niemand auf“

Meistgeklickter Post auf ZENtreasures

Mein letzter, sehr offener Rückblick.
Danke für alle Kommentare, die mich dazu erreicht haben – nicht nur hier am Blog, sondern auch bei Instagram und Facebook!

Einigen von euch ging es nicht anders als mir. Wir hatten alle ein Tief, das es zu überwinden galt.
Du kommst da wieder raus. Ich glaube ganz fest daran.

Random Fact

Obwohl Frühlingskind, freue ich mich schon sehr auf den Herbst und den Winter. Dass ich das mal sagen würde…
In den dunklen Jahreszeiten kann man endlich wieder kannenweise Tee trinken. Ich mag Tee viel lieber als Kaffee, trinke im Sommer aber verhältnismäßig wenig davon.
Ein Hoch auf kommende Waldspaziergänge, goldenes Licht, Hagebutten, Lichterketten, Kerzenschein und Tee!

Monthly Recap August 2017 - Bild vom Kalterer See

Was im September ansteht

Im letzten Monthly Recap schrieb ich bereits, dass ich meinen Körper endlich wieder ernst nehmen muss. Ein großes, großes Projekt habe ich mir im Zuge dessen für den September vorgenommen: #projektzuckerfrei – 40 Tage auf Zucker zu verzichten.
Schon als meine Freundin Chrissi davon erzählte, dass sie in der Fastenzeit keinen Zucker konsumiert hat, war ich angetan. In der letzten Ausgabe der Happinez entdeckte ich dann einen umfangreichen Bericht und kurz darauf postete Hannah Frey von Projekt Gesund Leben, dass ihre „40 Tage Zuckerfrei Challenge“ ab September wieder an den Start geht.

… Diese Winks waren überdeutlich.

Mir gruselt es jetzt schon davor, aber wir wissen ja, ohne die richtige Einstellung läuft es nicht.
So bin ich vergangenes Wochenende schon „sanft“ eingestiegen, habe zuckerfreie Rezepte herausgesucht und eingekauft. Seit gestern mache ich offiziell bei der CHallenge mit. Bisher kann ich mich nicht beklagen, auch wenn mein Freund mir schon Heißhungerattacken und Wutanfälle prophezeit.
Drück mir die Daumen, dass ich durchhalte!

Du willst noch mit einsteigen? Hier gibt es alle Infos zur Challenge:
Alles über #projektzuckerfrei
zuckerfreie Ernährung

Ein ganz anderes Thema ist im September wichtig: Die Bundestagswahl am 24.09.!
Zu meiner Schand ist Politik für mich sonderlich interessant gewesen. Ich kenne nur das, was man eben so in der Zeitung liest.
Da ist es kein Wunder, dass ich noch ziemlich planlos bin, für wen ich denn meine Stimme einsetze. Es gibt keine Partei, die zum Großteil meine Interessen vertritt. Aber – es gibt Parteien, die unter keinen Umständen an Macht gewinnen dürfen. Deshalb werde ich wählen gehen.

Bist du wahlberechtigt? Dann informier dich, lies Parteiprogramme und: Geh‘ wählen! Nutze deine Stimme, um zu zeigen, dass rechtes Gedankengut hier keinen Platz hat.
Selbst, wenn du auf Reisen bist, kannst du per Briefwahl wählen.Hier steht, wie das geht.

Wenn du – so wie ich – noch eine Entscheidungshilfe brauchst, kann dich der Wahl-o-Mat unterstützen.
 
Wie war dein August?
Welche Highlights hast du erlebt, wofür warst du besonders dankbar?

 

Der Monatsrückblick für August 2017. Teile diesen Beitrag gerne bei Pinterest, wenn er dir gefallen hat! ZENtreasures.de
 

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So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

Tief überwinden, auch wenn alles nervt

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

Disclaimer
Dies ist keine Depressions-Beratung. Ich maße mir nicht an, genug darüber zu wissen.

Hier teile ich meine Erfahrungen und Learnings daraus, wie man ein temporäres Tief überwinden kann.

Wie kann man ein Tief überwinden, das einem völlig den Antrieb raubt?

Sommer. Da will man fantastische Menschen kennenlernen, Nächte durchtanzen, Träume leben.
Meine Zeit in Finnland im Juni war genau das.
Davon beflügelt tat ich etwas, das schon lange überfällig war – und ließ mich dann von der Reaktion und der daraus folgenden Angst total aus der Bahn in hinein in das schlimmste Tief seit Jahren werfen.

Vorneweg: Mir geht es gut. Ich bin da wieder herausgekommen.
Das heißt nicht, dass der Grund für mein Tief abgetaucht ist. Er ist immer noch da, aber ich räume ihm keine Präsenz mehr ein – soweit möglich. Stattdessen konzentriere ich mich auf mich selbst und die Erfüllung meiner Pläne. Fühlt sich ohnehin viel besser an, als dauernd wie in Trance seinen Ärger zu unterdrücken.

Wenn selbst Yoga nichts mehr hilft

Was tut man, um ein Tief zu überwinden, das sein Denken völlig vereinnahmt hat?
Meditation? Yoga? Rausgehen? Laut Musik hören und sich dabei die Seele aus dem Leib schreien?
Nichts davon half. Es lockerte die Wassermassen vielleicht ein wenig, senkte den Druck. Dauerhaft an Land ziehen konnte ich mich trotzdem nicht.

Ich fühlte mich an manchen Tagen (gerade, wenn es beruflich Ärger gab) wie in einem Sturm mitten im Meer. Schiffbrüchig.Nein, ich gebe nicht auf!

Aber Halt fand ich nicht.
Und während ich paddelte und versuchte, oben zu bleiben, kam der Ärger zurück und drückte mich erneut unter Wasser.

Meine Blockade wirkte sich schließlich auch auf diesen Blog aus.
Ich befolgte kaum einen meiner eigenen, funktionierenden (!) Ratschläge mehr.
Wie hätte ich weiter darüber schreiben sollen, wie großartig eine Morgenroutine ist, wenn ich sie seit Wochen nicht mehr nutzte?
Ich hätte mich wie eine Lügnerin gefühlt.

ZENtreasures ist der Ort, an dem ich meinen Weg zu einem positiveren Leben und zu meiner Berufung teile (= Erfahrungen, Rückschläge, Erfolge und all das, was mich vorangebracht hat).
Damit du als Leser/in widerum selbst angespornt wirst; ins Tun kommst oder einfach neue Herangehensweisen ausprobierst.

Komischerweise bin ich nicht die einzige, deren Sommer von einem persönlichen Tief verdunkelt wurde. Jolly hatte z.B. mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Wenn du dir häufig zu viel Druck machst und dadurch in ein Tief hineinrutscht, kann ich dir ihren Beitrag nur ans Herz legen!
Ich habe mich gefragt, ob wir unbewusst miteinander verbunden sind und deswegen zur selben Zeit ähnliches durchmachten? Doch das ist Stoff für einen anderen Beitrag.

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

So kannst du dein Tief überwinden (auch, wenn es anfangs unmöglich erscheint!)

Doch damals war mir das nicht bewusst, weil ich in meinem eigenen Sturm festsaß. Zuerst musste ich mich um mich selbst kümmern.
Zuerst musst du dich um dich selbst kümmern.
Um dein Tief überwinden zu können, musst du verstehen, was deine Gedanken mit dir machen.

„What you think you become“

– das funktioniert auch in die andere Richtung. Denkst du negativ, ziehst du weitere Negativität an.

Das Universum (… Gott, Energie, eine höhere Macht; setze hier ein, wen/was du möchtest) hat dich immer auf dem Schirm. Es denkt sich „Sowas, Chrissi ist im Moment ja ganz schön negativ eingestellt… Das heißt, ich gebe ihr noch mehr Negatives. Scheinbar will sie es so.“

Das ist das Gesetz der Anziehung. Das Universum gibt dir das, nach dem du forderst – selbst wenn es eigentlich nicht gewollt ist. Es unterscheidet nicht. Es gibt, was du ausstrahlst.
Und du kannst nicht ständig negativ denken und frustriert sein und dann positive Veränderungen in deinem Leben erwarten!

Nimm dein Tief an und akzeptiere es

Tiefs sind normal. Tiefs sind menschlich.
Und sie sind nicht dauerhaft.

Wenn es mir nicht gut geht, neige ich dazu, unterzutauchen.
Das ist keine Eigenschaft, auf die ich sonderlich stolz bin. Aber auch keine, die sich so leicht ablegen lässt.

Unterdrücken oder davonlaufen sind keine Lösung.
Du kannst nur mit deinem Tief umgehen und es überwinden, wenn du deine Emotionen und den Schmerz zulässt!

Es ist okay, eine Zeit lang unterzutauchen. Heilung erfährst du jedoch nur, wenn du dich damit auseinandersetzt und akzeptierst, dass der Schuh gewaltig drückt.

Laura Seiler hat eine – wie ich finde – wunderbare Metapher geschaffen: Stell dir vor, du bist wie das Meer. Ein Ozean aus den unterschiedlichsten Blau-Facetten.
Manchmal brodelt es an deiner Oberfläche. Du bist unruhig und deine Wellen schlagen hoch.
Aber unter der Oberfläche ist es ruhig. Du bist immer noch du. Ein tiefes, ruhiges blau.

Die Ruhe, das Glück und die positiven Gedanken stecken immer noch in dir, auch wenn du es gerade nicht merkst!

Akzeptanz ist der erste Schritt. Jetzt gilt es, tiefer zu tauchen.

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt
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Fische im Trüben um Klarheit zu finden

Auf den ersten Blick erscheint alles doof. Unfair. Beschissen.
Um aus diesem negativen Gedankenstrudel wieder herauszukommen und dein Tief zu überwinden, musst du sprichwörtlich erst einmal tiefer tauchen. Forschen, was unter der Oberfläche aus Frust liegt.

Was ist es, das dich so fühlen lässt?

Bei mir waren es Handlungen anderer Menschen.
Den wirklichen Schaden richtete ich aber selbst an.
Weil ich durchgehend daran dachte. An Gespräche durch zusammengebissene Zähne und gezwungene Lächeln. An unterschwelligen Ärger, der sofort wieder hochkochte, wenn ich die betreffende Person nur vorbeigehen sah.

Ich ließ mich so davon einsaugen, dass sich mein Denken nur noch darum drehte (das kann ich gut!).

Hinzu kamen weitere Sorgen: Angst vor der Selbstständigkeit und möglichen daraus entstehenden Geldsorgen und Druck, den ich mir selbst aufbaute.

Herauszufinden und zuzugeben, was die Ursache für dein Tief ist, erfordert Mut und Ehrlichkeit. Mach es nicht so wie ich und verdränge solche Sachen. Denn besser kann es nur werden, wenn du dich mit deinen Sorgen auseinandersetzt!

Dann kannst du loslassen.

Lass los

Normalerweise behalte ich meine Sorgen und Probleme für mich.
Ich werde von anderen als stark und selbstbewusst angesehen. Und mag es so.
Doch inzwischen frage ich mich: Ist wahre Stärke nicht genau das: Zuzugeben, dass man nicht weiter weiß, Sorgen teilen und um Hilfe bitten?

Als ein Arbeitskollege direkt fragte, was los ist und ich resigniert „Wenn man es mir schon anmerkt, muss es wirklich schlimm sein.“ antwortete, merkte ich, dass es Zeit ist, loszulassen.

Kotz dich aus. Lass alles raus.
Bei Menschen, denen du vertraust.
Ich bin normalerweise die erste, die sagt: Schreib es auf!
Aber in dieser Situation half es mir mehr, darüber zu reden. Und zwar mit direkt Beteiligten, wie mit neutralen Personen.

Mein Freund war als neutraler Beobachter enorm wichtig – hier konnte ich schimpfen, so viel ich wollte. Die Arbeitskollegen, die meine Situation täglich mitbekommen, bestärkten mich in meiner Entscheidung und holten mich immer wieder aus dem Strudel des Ärgers heraus.

Schreiben wirkt Wunder, weil du ohne Rücksicht alles loswerden kannst, was dein Tief nährt.
Du kennst dich selbst am besten – lass auf die Art los, die dir am meisten hilft.

Zum Loslassen gehört auch, zu erkennen, wann es reicht. Ich hatte schlicht keine Lust mehr auf mich selbst in dieser Verfassung.
Gut möglich, dass es dir auch so gehen wird.

Ich habe mich bewusst entschieden, diese Gefühle nicht mehr weiter zu füttern. Emotionen müssen raus, man darf sich gleichzeitig auch nicht von ihnen vereinnahmen lassen.
Erkenne, wofür du dankbar sein kannst. Alles ist nicht schlecht! Ist es nie. Wir verlieren es bloß vor lauter Wasser um und unter uns aus den Augen.

Und dann…

Finde zurück zu deinem inneren Leuchtturm

Vor Kurzem fragte die wunderbare Kea von Garnier, was wir als unseren persönlichen Leuchtturm sehen.
Meine Antwort möchte ich dir hier zitieren:

So blöd es klingen mag, mein Leuchtturm bin ich selbst. Ich strahle nicht immer, aber wenn (weil ich etwas geschaffen oder erreicht habe oder mich überwunden habe), dann umso heller und motiviere mich dadurch nur selbst, weiter zu leuchten.

Dieser Gedanke kam mir, ohne vorher groß darüber nachgedacht zu haben. Und ich finde ihn so treffend!

So ein Leuchtturm kann auch etwas sein, das dir Freude bereitet. Sport, meditieren, malen, Musik machen, kochen, in die Natur gehen, usw.
Zu Beginn mag es dir so ergehen wie mir und nichts davon zeigt Wirkung.
Du bist an diesem Punkt jedoch dabei, aus deinem Tief herauszukommen. Aufzutauchen. Wieder Luft zu erhaschen. Du kannst dieses Tief überwinden.

Sei dein eigener Leuchtturm! Es ist ganz normal, nicht immer genug Kraft zum Leuchten zu haben. Aber du hast es in dir. Zu strahlen liegt in deiner Natur!

So kannst du dein Tief überwinden, obwohl alles nervt

 
Findest du meine Tipps hilfreich?
Wie hast du zuletzt ein persönliches Tief überwunden?
 
 

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